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Einvernehmlich Er war ihr Mentor, Professor und Priester – und überschritt jede Grenze

2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,2 cm

Gewicht

422 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Consent: A Memoir of Unwanted Attention

Übersetzt von

Frauke Brodd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77029-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/3,2 cm

Gewicht

422 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Consent: A Memoir of Unwanted Attention

Übersetzt von

Frauke Brodd

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77029-8

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Wenn man auf den Täter angewiesen ist

Bewertung aus Attenhofen am 01.05.2023

Bewertungsnummer: 1933391

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Donna wächst in einer behüteten katholischen Umgebung auf. Schon in der Schulzeit, zeichnet sie sich durch ihre Intelligenz aus. Die Tochter von Einwandern soll einmal ein besseres Leben haben, meinen ihre Eltern. Sie sind zwar zuerst nicht mit der Wahl ihres Studienfachs einverstanden, doch sie sind sehr stolz auf ihre intelligente Tochter. Voller Begeisterung ergreift sie die Chance ihren Doktor an einer renommierten Universität zu machen. Wie es ihre Gewohnheit ist, sucht sie oft nach dem Unterricht ihre Lehrer auf, um weiter mit ihnen zu diskutieren. Einer ihrer Professoren genießt das Zusammensein sehr. Der Priester lädt sie eines Abends zu einer Theatervorstellung ein. Ab diesem Zeitpunkt drängt er sich immer mehr in Donnas Leben ein. Er ruft täglich an, schreibt unzählige Briefe, und er beobachtet sie – in der Universität, auf dem Parkplatz und selbst durch die Fenster ihrer Wohnung. Donnas „nein“ ist zuerst zögerlich, denn ihre Karriere hängt vom Wohlwollen dieses Professors ab. Doch mit zunehmender Dringlichkeit seines Werbens, ist ihr das egal. Ihr „nein“ ist deutlich, doch nichts ändert sich. Schließlich leitet sie rechtliche Schritte ein, um Ruhe vor ihrem Stalker zu haben. In diesem Buch berichtet Donna ausführlich über ihre Erlebnisse. Sie erzählt kurz von ihrer Kindheit, um dann alle Schritte des erlebten Missbrauchs aufzuzeigen. Sie macht deutlich, wie harmlos die Freundschaft am Anfang war, und wie auch sie das Zusammensein genoss, bis ihr die erhöhte Aufmerksamkeit unheimlich wurde. Es scheint, dass dieses Buch ein Versuch ist, dieses traumatischen Erlebnis zu verarbeiten. Das ist gut, das Lesen fällt allerdings streckenweise schwer. So berichtet sie sehr eingehend über kleinste Erlebnisse, prüft dabei gedanklich ihre und seine Motive. Ihre große Enttäuschung wird deutlich. Nie hört sie eine Entschuldigung, weder vom Institut noch von ihrem Professor. Innerlich hat sie mit diesem ganzen Thema nicht abgeschlossen. Ihre Wut und ihr Hass sind beim Lesen deutlich zu spüren. Das legt den Schluss nahe, dass es vielleicht zu früh war darüber zu schreiben. Und doch ist dieses Buch lesenswert, da es die Gedanken und Gefühle einer gestalkten Frau aufzeigt. Besonders interessant sind Donnas Überlegungen über die Schwierigkeit etwas zu unternehmen, wenn ein Ungleichgewicht zwischen Täter und Opfer besteht, weil das Opfer auf den Täter angewiesen ist. Fazit: Ein lesenswertes Buch über das Erleben eines seelischen Missbrauchs durch einen katholischen Priester. An einigen Stellen zu ausführlich und mit recht vielen Wiederholungen, ist dieses Buch trotzdem gut geschrieben und aufschlussreich. Empfehlenswert!

Wenn man auf den Täter angewiesen ist

Bewertung aus Attenhofen am 01.05.2023
Bewertungsnummer: 1933391
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Donna wächst in einer behüteten katholischen Umgebung auf. Schon in der Schulzeit, zeichnet sie sich durch ihre Intelligenz aus. Die Tochter von Einwandern soll einmal ein besseres Leben haben, meinen ihre Eltern. Sie sind zwar zuerst nicht mit der Wahl ihres Studienfachs einverstanden, doch sie sind sehr stolz auf ihre intelligente Tochter. Voller Begeisterung ergreift sie die Chance ihren Doktor an einer renommierten Universität zu machen. Wie es ihre Gewohnheit ist, sucht sie oft nach dem Unterricht ihre Lehrer auf, um weiter mit ihnen zu diskutieren. Einer ihrer Professoren genießt das Zusammensein sehr. Der Priester lädt sie eines Abends zu einer Theatervorstellung ein. Ab diesem Zeitpunkt drängt er sich immer mehr in Donnas Leben ein. Er ruft täglich an, schreibt unzählige Briefe, und er beobachtet sie – in der Universität, auf dem Parkplatz und selbst durch die Fenster ihrer Wohnung. Donnas „nein“ ist zuerst zögerlich, denn ihre Karriere hängt vom Wohlwollen dieses Professors ab. Doch mit zunehmender Dringlichkeit seines Werbens, ist ihr das egal. Ihr „nein“ ist deutlich, doch nichts ändert sich. Schließlich leitet sie rechtliche Schritte ein, um Ruhe vor ihrem Stalker zu haben. In diesem Buch berichtet Donna ausführlich über ihre Erlebnisse. Sie erzählt kurz von ihrer Kindheit, um dann alle Schritte des erlebten Missbrauchs aufzuzeigen. Sie macht deutlich, wie harmlos die Freundschaft am Anfang war, und wie auch sie das Zusammensein genoss, bis ihr die erhöhte Aufmerksamkeit unheimlich wurde. Es scheint, dass dieses Buch ein Versuch ist, dieses traumatischen Erlebnis zu verarbeiten. Das ist gut, das Lesen fällt allerdings streckenweise schwer. So berichtet sie sehr eingehend über kleinste Erlebnisse, prüft dabei gedanklich ihre und seine Motive. Ihre große Enttäuschung wird deutlich. Nie hört sie eine Entschuldigung, weder vom Institut noch von ihrem Professor. Innerlich hat sie mit diesem ganzen Thema nicht abgeschlossen. Ihre Wut und ihr Hass sind beim Lesen deutlich zu spüren. Das legt den Schluss nahe, dass es vielleicht zu früh war darüber zu schreiben. Und doch ist dieses Buch lesenswert, da es die Gedanken und Gefühle einer gestalkten Frau aufzeigt. Besonders interessant sind Donnas Überlegungen über die Schwierigkeit etwas zu unternehmen, wenn ein Ungleichgewicht zwischen Täter und Opfer besteht, weil das Opfer auf den Täter angewiesen ist. Fazit: Ein lesenswertes Buch über das Erleben eines seelischen Missbrauchs durch einen katholischen Priester. An einigen Stellen zu ausführlich und mit recht vielen Wiederholungen, ist dieses Buch trotzdem gut geschrieben und aufschlussreich. Empfehlenswert!

Wichtiges Thema, aber sehr zäh

Blaxy87 aus Hannover am 29.03.2023

Bewertungsnummer: 1910629

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Seit dem #MeToo - Phänomen bin ich zwiegespalten, was Medien mit dieser Thematik angeht. Zweifellos ein großes und wichtiges Thema - umso zorniger macht es mich, dass damit teilweise inflationär umgegangen wurde und teils sogar noch wird. Donna Freitas' Geschichte - ein Teil ihrer Lebensgeschichte, um genau zu sein - nutzt den Hype glücklicherweise nicht aus. (Man verzeihe hier vielleicht die etwas unglückliche Wortwahl; ich versuche ohne eine Flut von Worten deutlich zu machen, wie ich das Buch empfand) Diese Geschichte ist absolut authentisch erzählt. Eine junge Frau, die ihren Doktortitel erarbeiten möchte, sich schon immer gut mit ihren Lehrkörpern verstanden hat und plötzlich Opfer ihres Professors wird, dessen geistliches Zutun absolut unerlässlich zum promovieren ist. Es begann mit angeregten Gesprächen, einem gemeinsamen Besuch beim Theater und wurde stetig mehr. Ein einseitiges Mehr. Und viele unerhörte "Neins".. Leider, leider geht diese wahre Erzählung äußerst schleppend voran. Bietet der Stoff die Spannung einer erfundenen Geschichte, eines echten Thrillers - so ist dies doch ein autobiographisches Werk. ..und für mich hatte Donna Freitas zu viel zu erzählen. Ich habe großes Verständnis dafür, dass das Schreiben von "Einvernehmlich" für Freitas auch viel Verarbeitung war. Dass die Autorin ganz genau ihre Beweggründe für ihre Gefühle vermitteln möchte.. ...aber wenn ich Seiten lang den Vergleich zu einem verfaulenden Obststück in der Küche zu ihrem Gefühlsleben lese, dann bin ich nicht begeistert. Leider war dies kein Einzelfall; und ich kam nur sehr schleppend voran, vorallem am Anfang. So unfassbar diese wahre Geschichte ist, so wichtig es ist darüber zu sprechen und den Mund aufzumachen.. ..so zäh wurde es erzählt. Daher gibt es von mir keine Leseempfehlung, oder zumindest nur für gezielt interessierte Leser.

Wichtiges Thema, aber sehr zäh

Blaxy87 aus Hannover am 29.03.2023
Bewertungsnummer: 1910629
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Seit dem #MeToo - Phänomen bin ich zwiegespalten, was Medien mit dieser Thematik angeht. Zweifellos ein großes und wichtiges Thema - umso zorniger macht es mich, dass damit teilweise inflationär umgegangen wurde und teils sogar noch wird. Donna Freitas' Geschichte - ein Teil ihrer Lebensgeschichte, um genau zu sein - nutzt den Hype glücklicherweise nicht aus. (Man verzeihe hier vielleicht die etwas unglückliche Wortwahl; ich versuche ohne eine Flut von Worten deutlich zu machen, wie ich das Buch empfand) Diese Geschichte ist absolut authentisch erzählt. Eine junge Frau, die ihren Doktortitel erarbeiten möchte, sich schon immer gut mit ihren Lehrkörpern verstanden hat und plötzlich Opfer ihres Professors wird, dessen geistliches Zutun absolut unerlässlich zum promovieren ist. Es begann mit angeregten Gesprächen, einem gemeinsamen Besuch beim Theater und wurde stetig mehr. Ein einseitiges Mehr. Und viele unerhörte "Neins".. Leider, leider geht diese wahre Erzählung äußerst schleppend voran. Bietet der Stoff die Spannung einer erfundenen Geschichte, eines echten Thrillers - so ist dies doch ein autobiographisches Werk. ..und für mich hatte Donna Freitas zu viel zu erzählen. Ich habe großes Verständnis dafür, dass das Schreiben von "Einvernehmlich" für Freitas auch viel Verarbeitung war. Dass die Autorin ganz genau ihre Beweggründe für ihre Gefühle vermitteln möchte.. ...aber wenn ich Seiten lang den Vergleich zu einem verfaulenden Obststück in der Küche zu ihrem Gefühlsleben lese, dann bin ich nicht begeistert. Leider war dies kein Einzelfall; und ich kam nur sehr schleppend voran, vorallem am Anfang. So unfassbar diese wahre Geschichte ist, so wichtig es ist darüber zu sprechen und den Mund aufzumachen.. ..so zäh wurde es erzählt. Daher gibt es von mir keine Leseempfehlung, oder zumindest nur für gezielt interessierte Leser.

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Einvernehmlich

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