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Der Mensch und die Macht Über Erbauer und Zerstörer Europas im 20. Jahrhundert

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36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Abbildungen

12 schwarz-weiße Abbildungen

Verlag

DVA

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

23,4/16,2/4,8 cm

Gewicht

872 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Personality and Power. Builders and Destroyers of Modern Europe

Übersetzt von

Klaus-Dieter Schmidt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-421-04893-6

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch kommt wie gerufen. Kershaw hilft, den Blick auf die hektische Gegenwart durch historische Tiefenschärfe zu stärken.« ("Welt am Sonntag")
»Vom verbitterten Gefreiten zum Führer ist es manchmal nur ein kleiner Schritt. Dies Mechanismen in ihrer Zufälligkeit und Banalität beschrieben und analysiert zu haben, ist Kershaws großes Verdienst.« ("SRF 2 Kultur")
»Die besondere Qualität dieser Porträtgalerie besteht in Kershaws Fähigkeit, seine Leserschaft aus dem Stand heraus für geschichtliche Zusammenhänge zu interessieren.« ("Kölnische Rundschau")
»Wenn Kershaws Buch eine zeitgemäße Lektion enthält, dann die, dass Gesellschaften wahrscheinlich am glücklichsten und gesündesten sind, wenn die Führer am wenigsten zählen. Institution, nicht Individuen, sind die besten Hüter der Freiheit.« ("Die Presse")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Abbildungen

12 schwarz-weiße Abbildungen

Verlag

DVA

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

23,4/16,2/4,8 cm

Gewicht

872 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Personality and Power. Builders and Destroyers of Modern Europe

Übersetzt von

Klaus-Dieter Schmidt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-421-04893-6

Herstelleradresse

DVA Dt.Verlags-Anstalt
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Lesefruechte

    5/5

    19.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was fördert, was beschränkt Machtausübung?

    Hitler, Stalin, Adenauer, Thatcher. Namen und Persönlichkeiten die unbestreitbar Spuren in der Geschichte hinterlassen und das letzte Jahrhundert und Europa positiv oder negativ geprägt haben. In seinem neuen Buch widmet sich der Historiker Ian Kershaw europäischen FührerInnen des 20. Jahrhunderts und was diese an die Macht gebracht hat. Dabei enthält die Fallstudie keine reinen Biografien, sondern widmet sich Charakterzügen, Umständen und Strukturen, die die jeweilige Machtübernahme ermöglichten. Ian Kershaw verfällt nicht in einen Historismus, der die Rolle Einzelner überhöht, sondern ordnet das Handeln ein, wobei er persönliche Eigenschaften nicht außen vorlässt, sondern sie als einer von vielen Faktoren einbezieht.  Gerade die Thematisierung der Bedingungen und Strukturen, die die Macht ermöglichten, hat mir sehr gut gefallen. Kershaw geht auf die Wirtschaft, Geographie, internationale Beziehungen und Konflikte ein, die Machtausübung befördert oder beschränkt haben. Er folgt der Annahme, dass Geschichte durchaus von Einzelnen geprägt werden kann, wobei aber Umstände dafür sorgen, dass sie überhaupt in der Lage sind, Macht auszuüben. Die einzelnen Texte sind unabhängig voneinander lesbar und klar strukturiert. Die Analysen und Interpretationen des Autors waren interessant, differenziert und reflektiert. Nicht nur habe ich einiges über die thematisierten Personen gelernt, sondern auch über die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und welchen Einfluss diese hatten. Ian Kershaw legt mit „Der Mensch und die Macht“ ein anregendes Werk vor, ohne in einen Historismus zu verfallen, hebt die Leistungen einzelner Persönlichkeiten hervor und ordnet diese ein. Eine Empfehlung für alle Geschichtsinteressierten.

  • ws

    aus Markdorf

    5/5

    09.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Welche Voraussetzungen…

    Welche Voraussetzungen 'machen' einen Diktator oder auch einen machtvollen Demokraten? Ian Kershaws Bücher sind stets erhellend, informativ, hintergründig, umfassend, kurz absolut lesenswert! Auf diesen knapp 550 Seiten geht er der Entwicklung einiger "Erbauer und Zerstörer Europas im 20. Jahrhundert" und deren persönlichen Struktur nach. Lenin, Mussolini, Hitler, Stalin, Churchill, de Gaulle, Adenauer, Tito, Thatcher, Gorbatschow und Kohl - in dieser Reihenfolge. Bei den Genannten geht der Autor kurz auf deren familiären Hintergrund ein. Ohne sich als Kinder- oder Jugendpsychologe zu verstehen. Es geht Ian Kershaw durchaus um die Entwicklung des jeweiligen Menschen in ihrem politischen Umfeld. Um die von welchen gesellschaftspolitischen Umständen auch immer getragene Akzeptanz des Auf- und Ausbaus ihrer jeweiligen Macht. Der Autor beschreibt diese Personen ohne Vorbehalt kühl und sachlich. Er beschreibt, wie und warum es ihnen gelingen konnte, diese machtvollen Positionen einzunehmen. Was sie dazu getrieben hat, ihre Ziele zu erreichen. Was mich nach zahlreichen Hitler-Biographien, darunter auch die von Ian Kershaw verfasste, beeindruckt hat: endlich erfährt man auch etwas mehr über Mussolini, Franco. Am anderen Ende einer imaginären Skala werden auch die Werdegänge anderer Mächtigen geschildert. Also de Gaulle, Adenauer, Gorbatschow, Thatcher und Kohl.

  • LichtundSchatten

    5/5

    16.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es war sehr spannend, die…

    Es war sehr spannend, die Lebensläufe und Karrieren der in diesem buch versammelten macht-vollen Personen zu studieren. Alle kannte ich mehr oder weniger und kann sagen, dass ich viel Neues gehört habe, auch Überraschendes. Im west-europäischen und amerikanischen Raum sind Diktatoren im Grunde nicht mehr denkbar - und doch: auch demokratische Strukturen lassen lassen den Weg zur Konzentration von Macht in wenigen Händen oder Ideologien zu. Hier bietet das Buch Erkenntnisse und Warnungen, die zutreffen, die zu denken geben. Adenauer wurde nach meinem Empfinden zu wenig geschätzt und Kohl etwas zu viel. Trotzdem: die Richtungen und Erkenntnisse haben alle ihre Berechtigungen, erfreulich war, dass wenig linke Ideologie oder grüne Bekenntnisse Platz fanden, man ist heute durch das Oberkommando Weltmoral fast an alte Diktatur-Vorgaben erinnert und dankbar für neutrale Sichtweisen. Nachdem die Familie Napoleon’s über Jahrzehnte im 19. Jh Europa dominierte, kam 1871 der Umschwung durch Preußen bzw. Bismarck. Wäre er 1914 noch maßgebend gewesen und nicht Wilhelm der Plötzliche, hätte man den 1. WK vermeiden können und vor allem den Vertrag von Versailles. Man muss sagen, dass Preußen 1871 weit weniger rache-durstig war als die Alliierten 1918. Die Struktur des Versailler Vertrages bzw. seine Folgen begünstigten einen Diktator wie Hitler. Er wäre vermutlich nicht gekommen, wenn die Alliierten damals weniger rachedurstig gewesen wären. Heute leben wir mit diesem Problem, das Franz Werfel in seinem 1946 veröffentlichten Roman „Stern des Ungeborenen" so umriss: „Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.“

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