Produktbild: Agent Sonja

Agent Sonja Kommunistin, Mutter, Topspionin | Vom unglaublichen, aber wahren Leben der Spionin Ursula Kuczynski (alias Ruth Werner), die den Lauf der Weltgeschichte veränderte

111

21,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

41541

Erscheinungsdatum

01.11.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

469 (Printausgabe)

Dateigröße

20462 KB

Übersetzt von

Kathrin Bielfedt + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783458774921

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ePUB

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  • alle Texte können angepasst werden

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41541

Erscheinungsdatum

01.11.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

469 (Printausgabe)

Dateigröße

20462 KB

Übersetzt von

  • Kathrin Bielfedt
  • Jürgen Bürger

Sprache

Deutsch

EAN

9783458774921

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  • LindaRabbit

    aus Freiburg

    5/5

    16.11.2022

    eBook (ePUB)

    Buch über eine außergewöhnlich…

    Buch über eine außergewöhnliche Frau Bereits die ersten wenigen Zeilen zeigen, dass dies ein Qualitätsroman ist. Dazu die persönliche Ansprache... "wenn Sie im Jahre 1945...". Ihre Nachbarn in den Cotswolds (UK) wussten wenig über sie, doch sie war die überzeugte Kommunistin Sonja. Das Buch erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau (ab der Weimarer Zeit bis in die 50er des letzten Jahrhunderts). Es beruht auf Fakten und berichtet aus der Lebensgeschichte von Ursula Kuczynski. Der Name Jürgen Kuczynski war mir immer ein Begriff und irgendwann hatte ich auch von seiner Schwester gehört. Die Weimarer Republik – die Kämpfe zwischen rot und braun werden in diesem Buch wieder lebendig. Keine Seite hat der anderen etwas nachgegeben. In dem, von Bestsellerautor Ben Macintyre verfassten, Buch erfährt man viel zu Ursulas Werdegang (gutbürgerlich, jüdisch), ihrer Familie (sechs Geschwister sind sie), wie sie Kommunistin wurde, wie sie ihren ersten Mann kennenlernte und alle anderen Lebenspartner und Väter ihrer Kinder, ihr Leben mit den Kindern und schließlich dann ihr Werdegang zur Geheimdienst Mitarbeiterin (aus Überzeugung!) Die Einsätze werden beschrieben, auch die Risiken, Ursulas Befindlichkeiten, ihr Engagement, ihre Heißblütigkeit, aber auch ihre Naivität. Sie hat ihr Leben gelebt, mit allen Facetten. Langweilig war es nie! Ich liebe Lebensgeschichten von starken Frauen, die ihren eigenen Weg gehen, egal in welche Richtung. Das Umschlagsbild ist schlicht und einfach, so wie ja auch eine Spionin nicht auffallen sollte. Mit den Flugzeugen, die über die Frau (mit Rad) fliegen, soll die Kriegszeit angedeutet werden. Mit dem Rad fuhr sie immer zu den toten Briefkästen. Bürgerlich wirken, mit Hütchen, im damenhaften Stil der Frauen jener Zeit, so wie es 'Sonja' angeraten wurde. Und natürlich Rot - Kommunismus. Der Schreibstil ist sehr gut, leicht lesbar, voller Fakten und historischer Begriffe. Natürlich mit viel 'name dropping', Namen bekannter Personen jener Zeit, die das chinesische, das asiatische, das russische, das europäische Leben beeinflussten. Das gehört natürlich dazu bei einem Buch über eine einst real existierende Titelheldin. Hintergrundfakten: Da ich einen Kommunisten kenne (bundesweit bekannt, ohne Namensnennung), fragte ich ihn 'kennst Du die Frau, die als Agentin Sonja spionierte, hast Du von ihr gehört?' Und er sagte, ich kannte sie persönlich! Eine sehr eindrückliche Person...Was er auch sagte, "sie hat kritisiert und obwohl sie in der DDR lebte am Ende ihres Lebens, hat sie auch das System kritisiert, war jedoch aufgrunddessen - wer sie war - unantastbar". Und was die chinesische Situation betrifft – fragte ich gleich eine chinesische Freundin, die nicht mehr aufhören wollte zu dieser Zeit zu sprechen (dagegen ist sie sehr zurückhaltend was die 'Ist – Zeit' betrifft; was Bände spricht). Empfehlenswert auf jeden Fall – das Buch hat mich sehr beschäftigt, keine einfache Lektüre sondern ein historisches Dokument.

  • Bünegga

    5/5

    01.11.2022

    eBook (ePUB)

    Die Welt im roten (kommunistischen) Licht

    Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Es hat mich von Anfang an angesprochen. Im Buch geht es um Ursula Kuczynski. Sie wird 1907 in Berlin als 2 von 6 Kindern geboren. Sie wächst in einer gutbürgerlichen jüdischen Familie auf. Ihr Vater ist ein angesehener Professor. Im Elternhaus gibt es Bedienstete, darunter auch ab 1911 das Kindermädchen Olga Muth, von allen Ollo genannt. Ursula trat bereits mit 17 Jahren der kommunistischen Jugendgruppe bei. Überhaupt ist die ganze Familie sehr links gerichtet. Nach ihrer Heirat zog sie mit ihrem Ehemann nach Shanghai, da ihr Mann Rudi dort Arbeit fand. In Shanghai wurde sie auch von Richard Sorge als russische Agentin angeworben. Von ihm erhielt sie ihren Decknamen "Sonja". Richard Sorge war zeitlebens ihre große Liebe. Sie bekam insgesamt 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern. Das war für sie die schwerste Herausforderung Muttersein und Agentin unter einen Hut zu bringen. Besonders berührt hat mich folgende Episode: Ursula war immer Ollos Liebling. Als schließlich Ursula bereits 2 Kinder hatte, kam Ollo zu ihr und war nun Kindermädchen für ihre Kinder. Dabei war ihre Tochter Nina Ollo besonders ans Herz gewachsen, und zwar soweit, dass Ollo Ursula die Tochter wegnehmen wollte. Um dies zu erreichen, hat sie sogar Ursula beim Feind denunziert....... Der Schreibstil ist spannend, es liest sich fast wie ein Thriller. Man bekommt ganz viel Information. Ich musste immer wieder viel googeln. Ich kann eine eindeutige Leseempfehlung abgeben. Obwohl ich nicht wirklich gut politisch informiert bin, habe ich das Gefühl, die Zusammenhänge verstanden zu haben.

  • Lesegern

    4/5

    20.11.2022

    eBook (ePUB)

    Eine Agentin, die nicht nur…

    Eine Agentin, die nicht nur Agentin ist Agentenromane oder Filme sind für mich an sich immer spannungsgeladen, da man als Nicht-Agent/in so einen Einblick in diese verborgene Materie erhalten kann. Und es gibt ja auch bekannte Agenten-Filme, die mit Erfolg gekrönt sind. Nun aber einen Roman in den Händen zu halten, der nicht nur in großen roten Lettern - Agent Sonja - als Überschrift hat, sondern als eher unscheinbare Nebeninformation - Kommunistin Mutter Topspionin - zeigt, ist ein wenig anders als die große bekannte Schar. Das Cover präsentiert ein schwarz-weiß-Foto aus einer offensichtlichen Kriegssituation. Etwa neun Kampfflieger fliegen über eine Wiese hinweg, über welche eine Frau in Kleid und Mantel ein Fahrrad schiebt. Man könnte meinen, sie sei sogar barfuß. Da die Beschreibung bereits verrät, dass die Protagonistin dieser Geschichte Ursula Kuczynski, auch bekannt unter ihrem Codenamen »Agent Sonja«, ist, weckt dieses Foto das Gefühl in mir, es mit einer Frau zu tun zu haben, die sich ganz und gar unter lebensbedrohlichen Bedingungen für eine Sache einsetzt und nebenbei einen Haushalt führt und die Kinder versorgt. Das geht nur mit der Leidenschaft und Hingabe, die der Autor Ben Macintyre mit besonderem Schreibstil sehr spannend erzählt. Die Hintergründe der Story sind in Teilen dem wahren Leben der Ursula Kuczynski entnommen, so dass der Leser gespannt sein kann, was tatsächlich geht, ohne, dass andere davon erfahren.

  • kunterbunt79

    aus Neunkirchen

    5/5

    09.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ergreifend

    Es ist sehr spannend und vor allen Dingen aufschlussreich geschrieben, so dass man in diese Geschichte über Agentin Sonja versinkt. Aber auch erfährt man, dass sie drei Kinder von drei Männern hatte, was mit ihrem Beruf nicht immer leicht war. So hatte sie ein wahrliches Agentennetzwerk und war in ihrem Leben an vielen Orten bis sie schlußendlich in der DDR ankam. Sie war als Agentin gemacht, da sie darin voll aufging und erst dann zu Hochformen auffuhr, als es brenzlig wurde. Sie hat den Fall der Mauer miterlebt und das Verschwinden der Sowjetunion von der Landkarte. Auch wenn ich mich bis dato mit dem Kommunismus nicht so tiefgründig beschäftigt habe und es somit ein Buch war, bei dem ich mal nicht so drüber lesen konnte, so war es sehr aufschlussreich und auch fesselnd geschrieben und seinen Horizont zu erweitern schadet eh niemals. Es war mal etwas anderes für mich und, naja unterhaltsam finde ich hier nicht so das passende Wort, aber ja im Grunde war es das aber. Meinerseits sehr zu empfehlen. Ein Buch, für das ich schon mehrere Abende gebraucht hatte, das aber eben auch fordernd war.

  • Bérénice

    aus Jona

    5/5

    30.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Biografie, welche sich wie einen Roman liest

    Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, hatte ich dumpf in Erinnerung, dass es sich um einen Jugendbuch handle. Irgendwann fand ich die ganze Handlung so interessant aber auch historisch sehr beladen und extrem gut dokumentiert, dass es im Konzept von Jugendbuch überhaupt keinen Platz hat. Ja, denn es handelt sich ja um eine Biografie. Und was für eine! Ben MacIntyre schafft es seine Leser so zu packen, dass sich das Buch wie einen tollen Roman liest. Es ist kaum zu glauben, was Ursula Kuczynski alles erlebt hat, wie sie sich voller Idealismus für den Kommunismus eingesetzt hat, was für Schicksalsschläge sie überlebt hat und dass sie dabei immer ihre Rolle als Mutter und Frau in den Blick behalten hat. Zwar ist sie hin und hergerissen, wenn sie mehrere Monate ihre Kinder verlässt und sie wünscht sich eine bessere Mutter gewesen zu sein… Der Autor setzt sich auch geschickt mit diesen internen Kämpfen. Diese Biografie ist absolut lesenswert und kann sie wärmstens empfehlen, denn mit oder ohne Kommunismus war Ursula Kuczynski sicher eine Frau, welche ihrer Zeit voraus war.

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