Produktbild: Euphorie

Euphorie Ein Sylvia-Plath-Roman

13

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

335 (Printausgabe)

Dateigröße

1980 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Euforie

Sprache

Deutsch

EAN

9783458774884

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Format

ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

335 (Printausgabe)

Dateigröße

1980 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Euforie

Sprache

Deutsch

EAN

9783458774884

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  • SueWid

    aus Bochum

    5/5

    12.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hommage an Sylvia Plath

    Die Autorin Elin Cullhed hat in ihrer Heimat Schweden den wohl wichtigsten Literaturpreis, den Augustris, für ihr Werk „Euphorie. Ein Sylvia-Plath-Roman“, gewonnen. In „Euphorie“ verbindet Elin Cullhed geschickt reale Inhalte mit fiktiven Darstellungen über das Handeln und der Gefühlswelt von Sylvia Plath. Sylvia war eine Frau, die zerrissen war zwischen Mutterschaft, Eigenständigkeit, Autorenschaft und ihrer eigenen Dunkelheit. Ihre Ehe mit dem Dichter Ted Hughes war ein tragisches auf und ab. Vermutlich dadurch wurde sie ein Opfer ihrer Zeit, gezwungen in Normen und Rollen, die sie nicht erfüllen konnte oder wollte. Die unglücklichen Umstände, ihre immer wieder bewunderte Dichtkunst sowie der bis heute andauernde Erfolg über ihr einziges Buch „die Glasglocke“, welches sie zu einer Ikone der Feministischen Bewegung machte und sie daher immer wieder Erwähnung findet. Schon die ersten Seiten machen klar, dass die inhaltliche Thematik alles andere als leichtgängig sein wird. Ich möchte hier eine deutliche Trigger Warnung aussprechen! Es geht um die letzten intensiven Lebensmonate von Sylvia Plath, welche gekennzeichnet sind von zwanghaften Gedankenstrukturen, mannigfaltigen psychischen Problemen, Selbstmordgedanken, dem letztlichen Scheitern der zerrüttenden Ehe und anderen toxischen Beziehungen. Auf der emotionalen Ebene ist das Werk sehr fordernd, inhaltlich allerdings etwas Handlungsarm. Vorwiegend geht es immer wiederkehrend um das Zusammenleben des Ehepaares, ihre Schwangerschaft und das Kämpfen um Zeit zur freien Entfaltung. Dies ist nicht weiter störend, es wird vielmehr Wert auf den stetigen Zerfall der Ehe, ihre Ängste, das innere Ringen um Glück, Erfolg und Liebe gelegt. Die Autorin schafft es Sylvia wirklich glaubhaft zu transportieren. Jeder Gedanke, jede zwiegespaltene Gefühlsebene bringt sie einem näher. Durch die Perspektive der Ich-Erzählung kommt es zu einem sehr nahen, fast schon schmerzhaften Kontakt zur Hauptfigur. Die schonungslose Innensicht, die hier sehr glaubhaft und authentisch präsentiert wird, lässt den Lesenden sich in Sylvia einfühlen, wenn sie uns doch gleichermaßen abstößt mit ihrem Verhalten. Diese Sylvia zerfleischt sich fast. Wird von einer manisch euphorischen Phase fließend in eine tiefe Depression und Selbstzweifel geworfen. Sie sieht sich immer wieder in selbstgewählten Konkurrenzkämpfen, ist leidend und unerträglich. Ihre Gefühlswelt ist so wandelbar, sie wird reumütig, übertrieben freundlich, nur um zugleich fordernd zu sein. Diese verschiedenen Verhaltensweisen lassen sie als Person wiederum sehr glaubhaft agieren. Keine der handelnden Figuren wirkt dabei durchgehend sympathisch. Aber genau das macht dieser Roman richtig. Er verherrlicht nicht die leidende Sylvia Plath. Es fordert vielmehr den Lesenden auf nachzudenken beziehungsweise darüber hinaus Nachforschungen anzustellen. Nur so kann man, meiner Meinung nach, dass volle Potential erleben. Mit einem schnellen durchlesen würde man ihm unrecht tun. Sprachlich ist dieses Buch wunderschön. Ich habe so viele Stellen markieren müssen, weil sie so kunstvoll und prosaisch sind. Sicherlich liegt das auch an der herausragenden Übersetzung von Franziska Hüther. Vielleicht macht gerade das diese starke Sogwirkung aus.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    10.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im dunklen Tal der Depression

    Elin Cullhed nähert sich der berühmten Literatin Sylvia Plath frappierend distanzlos. Die ausnahmslos aus der Ich-Perspektive verfasste Erzählung hat mich schnell vereinnahmt und ich wähnte mich bei der Lektüre unweigerlich in einer Romanbiografie, obwohl "Euphorie" gemäß einer Vorbemerkung der Autorin genau das nicht sein will. Zwar bedient sich der Plot hemmungslos biografischer Eckdaten Plaths, so dass man immer wieder meint, Auszüge aus ihren Tagebüchern zu lesen. Doch laut Cullhed ist die Sylvia im vorliegenden Roman dennoch reine Fiktion. Wieso also einerseits die große Ähnlichkeit zur realen Person, andererseits dieser Hinweis? Als Absicherung vor möglichen Klagen der Erben? Egal - ob biografisch oder nicht, "Euphorie" ist die grandios geschriebene Innenansicht einer zerrissenen Seele, gequält durch Depressionen, zutiefst verunsichert und stets, jeder und jedem gefallen wollend. Die hochtalentierte Schriftstellerin Plath scheitert am Alltag als Ehefrau, Mutter und Dichterin, weder genügt sie den Ansprüchen ihres Schriftsteller-Ehemanns Ted Hughes, noch ihren eigenen. Sie wird zerrieben zwischen überbordender Liebe und zerstörerischem Hass. Der Roman mutet seiner Leserschaft einiges zu, es ist beileibe kein Wohlfühlroman. Aber er lässt erahnen, wie erdrückend die Last einer psychischen Erkrankung sein kann. Sprachlich gesehen erweist Cullhed der außergewöhnlichen Plath mit "Euphorie" eine würdige Reminiszenz, es ist ein großartiger Roman über eine großartige Dichterin.

  • Bücherfreundin

    5/5

    02.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich faszinierender fiktionaler Roman

    Der Insel Verlag hat "Euphorie" veröffentlicht, den neuen Roman der schwedischen Autorin Elin Cullhed, für den sie 2021 mit dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht Sylvia Plath, die mit dem Roman "Die Glasglocke" großen Ruhm erlangt hat. Die Autorin erzählt die fiktive Geschichte über Sylvia Plaths letztes Lebensjahr. Die Ich-Erzählerin Sylvia und ihr Ehemann, der Schriftsteller Ted Hughes, leben mit ihrer Tochter Frieda seit 1960 in England in einem alten Pfarrhaus. Das Zusammenleben ist schwierig, insbesondere nach der Geburt des kleinen Nicholas findet Sylvia kaum noch Zeit zum Schreiben, während Ted sich regelmäßig Auszeiten vom Familienleben nimmt und nach London reist. Sylvia fühlt sich einsam und überfordert mit ihrem Haushalt und der Betreuung der Kinder. Ihre Depressionen verstärken sich unaufhaltsam. Der Besuch des Schriftstellerehepaares Assia und David hat schwerwiegende Folgen ..... Der Roman endet etwa zwei Monate vor Sylvias Freitod. Ich frage mich, ob es nicht besser gewesen wäre, die Handlung bis zu ihrem Selbstmord fortzuführen. Auf der einen Seite bin ich zwar froh, keine Details darüber gelesen haben zu müssen, aber auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass dem Roman etwas fehlt, dass er nicht wirklich zu Ende geschrieben wurde. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, der anspruchsvolle Schreibstil von Elin Cullhed ist einfach faszinierend, und ich fand es spannend (aber auch anstrengend), Einblicke in Sylvias Gedankenwelt zu bekommen und ihre innere Zerrissenheit, ihre emotionalen Schwankungen mitzuerleben. Es war für mich ein Wechselbad der Gefühle, ich habe mit Sylvia (und manchmal auch mit Ted) gelitten und gehofft, sie von Herzen bemitleidet und ihre Arroganz verurteilt. Die fiktionale Darstellung des letzten Lebensjahrs von Sylvia ist Elin Cullhed auf großartige und fesselnde Weise gelungen und hat in mir den Wunsch geweckt, mehr über Sylvia Plaths und Ted Hughes Leben und ihre Werke zu erfahren.

  • Bücherfreundin

    5/5

    02.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich faszinierender…

    Sprachlich faszinierender fiktionaler Roman Der Insel Verlag hat "Euphorie" veröffentlicht, den neuen Roman der schwedischen Autorin Elin Cullhed, für den sie 2021 mit dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht Sylvia Plath, die mit dem Roman "Die Glasglocke" großen Ruhm erlangt hat. Die Autorin erzählt die fiktive Geschichte über Sylvia Plaths letztes Lebensjahr. Die Ich-Erzählerin Sylvia und ihr Ehemann, der Schriftsteller Ted Hughes, leben mit ihrer Tochter Frieda seit 1960 in England in einem alten Pfarrhaus. Das Zusammenleben ist schwierig, insbesondere nach der Geburt des kleinen Nicholas findet Sylvia kaum noch Zeit zum Schreiben, während Ted sich regelmäßig Auszeiten vom Familienleben nimmt und nach London reist. Sylvia fühlt sich einsam und überfordert mit ihrem Haushalt und der Betreuung der Kinder. Ihre Depressionen verstärken sich unaufhaltsam. Der Besuch des Schriftstellerehepaares Assia und David hat schwerwiegende Folgen ..... Der Roman endet etwa zwei Monate vor Sylvias Freitod. Ich frage mich, ob es nicht besser gewesen wäre, die Handlung bis zu ihrem Selbstmord fortzuführen. Auf der einen Seite bin ich zwar froh, keine Details darüber gelesen haben zu müssen, aber auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass dem Roman etwas fehlt, dass er nicht wirklich zu Ende geschrieben wurde. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, der anspruchsvolle Schreibstil von Elin Cullhed ist einfach faszinierend, und ich fand es spannend (aber auch anstrengend), Einblicke in Sylvias Gedankenwelt zu bekommen und ihre innere Zerrissenheit, ihre emotionalen Schwankungen mitzuerleben. Es war für mich ein Wechselbad der Gefühle, ich habe mit Sylvia (und manchmal auch mit Ted) gelitten und gehofft, sie von Herzen bemitleidet und ihre Arroganz verurteilt. Die fiktionale Darstellung des letzten Lebensjahrs von Sylvia ist Elin Cullhed auf großartige und fesselnde Weise gelungen und hat in mir den Wunsch geweckt, mehr über Sylvia Plaths und Ted Hughes Leben und ihre Werke zu erfahren.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    4/5

    25.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwühlend und packend

    Hauptprotagonistin des Buches „Euphorie“ von Elin Cullhed ist die Autorin Sylvia Plath. Obwohl in der Buchbeschreibung bereits darauf hingewiesen wird, dass es sich hierbei nicht um eine Biografie handelt, sondern um einen Roman, hatte ich beim Lesen doch nicht immer nur die fiktive Sylvia im Kopf. Vielleicht mag es daran liegen, dass er in Ich-Form aus Sylvias Sicht geschrieben wurde? Der Schreibstil von Elin Cullhed klang für mich am Anfang sehr eigenwillig. Ungewöhnlich und anstrengend waren für mich mindestens die ersten etwa 30 Seiten. Danach wurde es einfacher und bald hatte mich die Schreibweise einfach gepackt, obwohl das Lesen dennoch eine Herausforderung bedeutet. Das Leben der Sylvia, die Cullhed schildert, war nicht von Depressionen begleitet, sondern es war ein Leben in ständiger Depression. Selbstmitleid, Minderwertigkeitskomplexe und krankhafte Eifersucht waren stärker als ihr Wille. Elin Cullhed hat das Krankheitsbild sehr gut aufgezeichnet. Besonders die Beschreibung der Zeit während Sylvias Schwangerschaft und nach der Geburt ihres Kindes fand ich sehr intensiv und aufwühlend. Mich hat der packende Roman sehr mitgenommen, aber dennoch mit einem zwar bedrückenden, aber doch positiven Gefühl zurückgelassen. Egal, ob die Erzählung die reale oder die fiktive Person der Sylvia Plath aufzeigt, so ist sie doch eine großartige Leistung der Autorin Elin Cullhed. Das Buch, das ich gern weiterempfehle, hat mich neugierig gemacht auf „Die Glasglocke“ von Sylvia Plath.

Kundinnen und Kunden meinen

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