Produktbild: Frau Shibatas geniale Idee

Frau Shibatas geniale Idee

24

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.11.2022

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/1,8 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Luise Steggewentz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01448-8

Beschreibung

Rezension

»Zudem ist ›Frau Shibatas geniale Idee‹ eine präzise und ionische Studie über die untergeordnete Rolle der Frau in der japanischen Arbeitswelt.« ("WDR 5 Literaturmagazin "Bücher"")
»Heiterer und zugleich treffsicherer war ein feministischer Text selten.« ("Literarische Welt daily")
»Eine satiregeküsste Spitze Richtung Babywahn, Männerwelt und Mutterglückmythen.« ("Annabelle")
»Emi Yagis Erstlingsroman ist eine gekonnt satirisch vorgetragene Kritik an Japans starrer patriarchalischer Gesellschaft, [...].« ("dpa")
»Emi Yagi zeigt in ›Frau Shibatas geniale Idee‹ klug und unterhaltsam die patriarchalen Strukturen in Japan auf.« ("Die Presse")
»Raffiniert erzählt Emi Yagi von einer mutigen Frau, die aus den Strukturen der Männerwelt ausbricht.« ("Barbara")
»[...] super klare, tolle, bildhafte Sprache [...]« ("NDR Kultur Podcast "Land in Sicht"")
»Trotz der humorvollen Schilderung rüttle [der Roman] auch auf, sagt [Annette König], weil er zeige, wie sich gesellschaftlicher Druck auf den einzelnen Menschen auswirke.« ("SRF BuchZeichen")
»Das Buch ist spannend, witzig und frech, teils auch verstörend und eignet sich für Fans japanischer Literatur, die magischen Realismus integriert.« ("weiberdwian.at")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.11.2022

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/1,8 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Luise Steggewentz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01448-8

Herstelleradresse

Atlantik Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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Zauberhaft, poetisch, realistisch und surreal….

Pauline aus Bochum am 30.11.2025

Bewertungsnummer: 2666590

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zauberhaft, poetisch, realistisch, surreal und berührend…. Ein hinreißendes Buch - nicht nur für Exil-Japan-Deutsche…. die sich durch dieses Buch zurück nach Japan versetzt fühlen….. in allen Details.

Zauberhaft, poetisch, realistisch und surreal….

Pauline aus Bochum am 30.11.2025
Bewertungsnummer: 2666590
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zauberhaft, poetisch, realistisch, surreal und berührend…. Ein hinreißendes Buch - nicht nur für Exil-Japan-Deutsche…. die sich durch dieses Buch zurück nach Japan versetzt fühlen….. in allen Details.

Überraschend, informativ, mal nüchtern, mal poetisch

Bewertung aus Nürnberg am 22.12.2022

Bewertungsnummer: 1847226

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Frau Shibata lebt in Tokyo in ihrer 12qm Wohnung. Sie ist 34, alleinlebend und arbeitet von morgens bis spätabends. Wenn sie danach noch einkaufen geht, findet sie nur noch minderwertige Reste in den Verkaufsregalen. Dabei ist sie gut qualifiziert, hat einen anspruchsvollen Job für Produktionsabläufe in einer Papierrollenfabrik. Doch ihre Arbeit wird immer mehr. Da sie die einzige Frau in der Abteilung ist, wird von ihr automatisch erwartet, dass sie sich auch um all den anderen Kokolores kümmert, der die Büros am Laufen hält: Kaffee kochen und servieren, wenn Geschäftspartner kommen, hinterher alles aufräumen, spülen, Müll wegbringen, für Nachschub an Tee usw. sorgen, den Kühlschrank sauber machen, die Post verteilen, die Telefonate annehmen, Kuchenbuffets aufbauen usw. Sobald etwas derartiges nicht gleich erledigt ist, wird vom Vorgesetzten oder auch Kollegen geschrien: "Shibata! Aufräumen!". Ständig wird sie aus ihrer Hauptaufgabe und ihren Excel-Tabellen herausgerissen. Bis es ihr zu bunt wird. Shibata sagt spontan, dass sie die Aschenbecher und die Kaffeereste nicht mehr wegbringen kann, da sie schwanger ist und ihr übel davon wird. Da schwangere Frauen in Japan eine Sonderstellung haben (sie haben z. B. Anhänger an ihren Taschen, damit jeder ihren Status sieht und Rücksicht nimmt), ändert sich ihr Leben schlagartig. Von jetzt an hat sie einen nine to five Job. Zum ersten Man kann sie nach der Arbeit frischen Obstsalat kaufen, knuspriges Hähnchenfleisch und andere Delikatessen, Snacks, Lieblingsspeisen und Zutaten, die Japaner lieben. Schon allein aus diesem Grund fällt ihr Schwindel nicht auf, denn das geregelte Leben und genussvolle Essen lässt sie aufblühen und schlägt ihr auf den Bauch. Plötzlich wird sie hofiert, ein von ihr in Word gestalteter Ablaufplan zum Kochen von Instant-Kaffee hilft einen Jungingenieur in das Geheimis einzuweisen. Shibata genießt diese Zeit. Sie stopft sich ihre Kleidung aus, geht zum Schwangerschaftsaerobic und verfolgt jede Entwicklungsstufe der Schwangerschaft in einer App. Manchmal fühlt sich sich mit Maria verbunden und stellt ihr Fragen: "Wie war das bei dir damals? So ohne Erzeuger für das Kind?" Ich konnte die Schwangerschaft von der ersten bis zur vierzigsten Woche (in Japan zählt man anders, 10 Monate) mitverfolgen. Und natürlich war immer beim Lesen der Gedanke: "Liebe Frau Shibata, ist ja toll, dass du das so genießt, aber was kommt denn dann nach den zehn Monaten, wenn alles auffliegt?" Es kam verblüffend anders. Dieser Roman war ein Debüt. Er ist so interessant, weil man viel über die japanische Kultur, Denk- und Lebensweise erfährt, auf gerade einmal 200 Seiten ein sehr intensives Erlebnis. Es gibt Sätze darin, die ich unglaublich schön und gelungen fand. Z. B. als sie sich erinnert, wie sie den kleinen Kelimteppich, auf dem sie jetzt ihre Entspannungsübungen macht, im Türkeiurlaub entdeckt hatte: "Zuerst sah er einfach nur ziegelsteinrot aus, ohne auffällige Farben oder die typischen Formen, die man bei Kelims erwartete. Er war ausnehmend schlicht. Als ich aber vorbeugte und ganz genau hinsah, erkannte ich doch ein feines, an Schlingpflanzen erinnerndes Muster. An den Ranken tanzten Knospen in so vielen Farbabstufungen, als hätte jemand das Rot aller Blumen der Welt gesammelt, um damit auf diesem Teppich einen geheimen Garten zu weben." Dazwischen gibt es auch nüchternere Passagen, aber alleine der Textausschnitt zeigt, welches ungeheurer Potential und welche Begabung die Autorin hat. Ich habe gesehen, dass kaum jemand fünf Sterne für dieses Büchlein vergeben hat. Das ist etwa schade, aber liegt nicht an der Autorin, sondern an der Vermarktung hier in Deutschland als feministischer Roman. Ich muss mich hier der Meinung auf www.literaturkritik.de" rel="nofollow" target="_blank">www.literaturkritik.de anschließen, dass Shibata keine Feministin ist. Sie sehnt sich sehr nach einem Partner und Familie. Sie fordert nur das Recht auf körperliche Gesundheit, menschenverträglichen Arbeitszeiten, einen respektvollen Umgang zwischen den Geschlechtern, Abschaffung der dienenden Funktion des Weiblichen und die Aussicht auf ein Mindestmaß auf eigenbestimmtes Leben und persönliches Glück. Insofern waren sicher einige Leserinnen enttäuscht. Auch der Titel des Buches ist einer publikumswirksamen Vermarktung geschuldet. Aus dem Japanischen Übersetzt hätte er "Kernlos-Notizen" heißen müssen. Damit kann hierzulange natürlich niemand etwas anfangen. Aber es geht im den inneren Kern, der so leer und sinnentleert war, bis er erfüllt wurde, als das Babyprojekt begann. Ganz besonders muss ich die Übersetzerin Luise Steggewentz bewundern. Die Übersetzung wurde mit Mitteln aus dem Auswärtigen Amt realisiert, so steht es im Impressum.

Überraschend, informativ, mal nüchtern, mal poetisch

Bewertung aus Nürnberg am 22.12.2022
Bewertungsnummer: 1847226
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Frau Shibata lebt in Tokyo in ihrer 12qm Wohnung. Sie ist 34, alleinlebend und arbeitet von morgens bis spätabends. Wenn sie danach noch einkaufen geht, findet sie nur noch minderwertige Reste in den Verkaufsregalen. Dabei ist sie gut qualifiziert, hat einen anspruchsvollen Job für Produktionsabläufe in einer Papierrollenfabrik. Doch ihre Arbeit wird immer mehr. Da sie die einzige Frau in der Abteilung ist, wird von ihr automatisch erwartet, dass sie sich auch um all den anderen Kokolores kümmert, der die Büros am Laufen hält: Kaffee kochen und servieren, wenn Geschäftspartner kommen, hinterher alles aufräumen, spülen, Müll wegbringen, für Nachschub an Tee usw. sorgen, den Kühlschrank sauber machen, die Post verteilen, die Telefonate annehmen, Kuchenbuffets aufbauen usw. Sobald etwas derartiges nicht gleich erledigt ist, wird vom Vorgesetzten oder auch Kollegen geschrien: "Shibata! Aufräumen!". Ständig wird sie aus ihrer Hauptaufgabe und ihren Excel-Tabellen herausgerissen. Bis es ihr zu bunt wird. Shibata sagt spontan, dass sie die Aschenbecher und die Kaffeereste nicht mehr wegbringen kann, da sie schwanger ist und ihr übel davon wird. Da schwangere Frauen in Japan eine Sonderstellung haben (sie haben z. B. Anhänger an ihren Taschen, damit jeder ihren Status sieht und Rücksicht nimmt), ändert sich ihr Leben schlagartig. Von jetzt an hat sie einen nine to five Job. Zum ersten Man kann sie nach der Arbeit frischen Obstsalat kaufen, knuspriges Hähnchenfleisch und andere Delikatessen, Snacks, Lieblingsspeisen und Zutaten, die Japaner lieben. Schon allein aus diesem Grund fällt ihr Schwindel nicht auf, denn das geregelte Leben und genussvolle Essen lässt sie aufblühen und schlägt ihr auf den Bauch. Plötzlich wird sie hofiert, ein von ihr in Word gestalteter Ablaufplan zum Kochen von Instant-Kaffee hilft einen Jungingenieur in das Geheimis einzuweisen. Shibata genießt diese Zeit. Sie stopft sich ihre Kleidung aus, geht zum Schwangerschaftsaerobic und verfolgt jede Entwicklungsstufe der Schwangerschaft in einer App. Manchmal fühlt sich sich mit Maria verbunden und stellt ihr Fragen: "Wie war das bei dir damals? So ohne Erzeuger für das Kind?" Ich konnte die Schwangerschaft von der ersten bis zur vierzigsten Woche (in Japan zählt man anders, 10 Monate) mitverfolgen. Und natürlich war immer beim Lesen der Gedanke: "Liebe Frau Shibata, ist ja toll, dass du das so genießt, aber was kommt denn dann nach den zehn Monaten, wenn alles auffliegt?" Es kam verblüffend anders. Dieser Roman war ein Debüt. Er ist so interessant, weil man viel über die japanische Kultur, Denk- und Lebensweise erfährt, auf gerade einmal 200 Seiten ein sehr intensives Erlebnis. Es gibt Sätze darin, die ich unglaublich schön und gelungen fand. Z. B. als sie sich erinnert, wie sie den kleinen Kelimteppich, auf dem sie jetzt ihre Entspannungsübungen macht, im Türkeiurlaub entdeckt hatte: "Zuerst sah er einfach nur ziegelsteinrot aus, ohne auffällige Farben oder die typischen Formen, die man bei Kelims erwartete. Er war ausnehmend schlicht. Als ich aber vorbeugte und ganz genau hinsah, erkannte ich doch ein feines, an Schlingpflanzen erinnerndes Muster. An den Ranken tanzten Knospen in so vielen Farbabstufungen, als hätte jemand das Rot aller Blumen der Welt gesammelt, um damit auf diesem Teppich einen geheimen Garten zu weben." Dazwischen gibt es auch nüchternere Passagen, aber alleine der Textausschnitt zeigt, welches ungeheurer Potential und welche Begabung die Autorin hat. Ich habe gesehen, dass kaum jemand fünf Sterne für dieses Büchlein vergeben hat. Das ist etwa schade, aber liegt nicht an der Autorin, sondern an der Vermarktung hier in Deutschland als feministischer Roman. Ich muss mich hier der Meinung auf www.literaturkritik.de" rel="nofollow" target="_blank">www.literaturkritik.de anschließen, dass Shibata keine Feministin ist. Sie sehnt sich sehr nach einem Partner und Familie. Sie fordert nur das Recht auf körperliche Gesundheit, menschenverträglichen Arbeitszeiten, einen respektvollen Umgang zwischen den Geschlechtern, Abschaffung der dienenden Funktion des Weiblichen und die Aussicht auf ein Mindestmaß auf eigenbestimmtes Leben und persönliches Glück. Insofern waren sicher einige Leserinnen enttäuscht. Auch der Titel des Buches ist einer publikumswirksamen Vermarktung geschuldet. Aus dem Japanischen Übersetzt hätte er "Kernlos-Notizen" heißen müssen. Damit kann hierzulange natürlich niemand etwas anfangen. Aber es geht im den inneren Kern, der so leer und sinnentleert war, bis er erfüllt wurde, als das Babyprojekt begann. Ganz besonders muss ich die Übersetzerin Luise Steggewentz bewundern. Die Übersetzung wurde mit Mitteln aus dem Auswärtigen Amt realisiert, so steht es im Impressum.

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