Eine dystopische Pandemie hat weite Teile des Planeten unbewohnbar gemacht. Die Ausnahmesituation dauert schon so lange an, dass viele sich an das Leben zuvor gar nicht mehr erinnern können. Auch Natsuki hat dieses Zuvor nie selbst erlebt, ist jedoch fasziniert davon, wie unbeschwert die Dinge früher zu sein schienen. Ihr Mitschüler Hata hingegen interessiert sich eher für Natsuki selbst und malt sich aus, wie sie unter ihrer Atemschutzmaske aussehen könnte...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Dresden
5/5
20.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine der tiefgründigsten Geschichten, die ich bis heute gelesen habe.
Dass Corona, auch Covid-19 genannt, bei uns allen bleibende Schäden hinterlassen hat, ist wohl eine unumstößliche Tatsache. Die Manga-Serie „New Normal“ von „EGMONT“ greift das Thema auf. In dieser Welt ist die Maskenpflicht geblieben. Es ist schlicht weg verboten, ohne Maske herumzulaufen. Das ist bei Weitem bislang nicht alles. Ein Teil der Erde ist sogar unbewohnbar.
Worum es in „New Normal“ geht:
Natsuki geht noch zur Schule. Sie ist in dem Alter, wo man sich für Jungs interessiert. Nicht nur das, sie interessiert sich auch brennend für die Zeit vor der Pandemie. Immer wieder schaut sie sich Filme an, die das Thema behandeln oder die vor dieser Zeit spielen. Sie fragt auch gelegentlich ihre Eltern. Während ihr Vater bereitwillig antwortet, da ihn diese unbeschwerte Zeit fehl, block ihre Mutter bei diesem Thema stets ab.
Das Verbot, die Maske abzunehmen, bezieht sich auf alle Bereich des Lebens. Sogar zusammen Essen ist untersagt, was nicht für die eigene Familie gilt. An der Schule gibt es deshalb Kabinen, die zum Essen vorgesehen sind. Hat man Hunger, geht man dort rein und schließt die Tür ab. Man sollte es nur nicht vergessen.
Hata, ein Mitschüler ihrer Klasse, interessiert sich auch für Mädchen. Das Objekt seiner Begierde ist Natsuki. Er fragt sich ständig, wie sie wohl hinter ihrer Maske aussieht? Das weiß niemand. Eines Tages kommt ihm der Zufall zu Hilfe. Er will seine Wasserflasche am Wasserhahn auffüllen. Als er dort ankommt, sieht er Natsuki, wie sie gerade an selbigen trinkt. Oh, wie schön sie doch ist, so ganz ohne Maske. Von diesem Tag an ist nichts mehr, wie es war.
Einschätzung:
Was sich wie der Beginn einer sanften Liebesgeschichte anhört, ist alles andere als sanft. Das Thema Schutz wird in dieser Geschichte großgeschrieben. Mit allen Mitteln wird alles daran gesetzt, die Gesundheit der Menschen zu gewährleisten. Wer nicht pariert, marschiert. Das gilt ins Besondere für die Gegner der Schutzmaßnahme. So wie hier durchgegriffen wird, hätte man es auch bei uns machen sollen. Wobei sich nach dem Lesen des ersten Bandes schon die Frage stellt, wie schlimm es denn um diese Welt wirklich steht?
Eine Welt, in der Masken zum Alltag gehören, wie das Atmen der Luft, ist grauenhaft. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass es zeitweise überhaupt nicht möglich war, ständig mit einer Maske herumzulaufen. Besonders nicht in der Pflege, wo die eigene Mimik zum Verständnis und der Kommunikation mit den Bewohnern so wichtig ist.
Wir sind doch alle froh, dass die Maske nicht mehr notwendig ist und wir wieder fast normal leben können/dürfen. Leider hat die Menschheit nichts aus der Pandemie gelernt. Mit Gewalt wird versucht, an das vorherige Leben und alle Freiheiten anzukoppeln. Dabei wäre es notwendig, einige Benimmregeln fortzuführen. Diese „zuerst komme ich Mentalität“ ist zum Kotzen. Auf der anderen Seite ist es natürlich notwendig, dass wir ein fast normales Leben für alle ermöglichen, aber bitte nicht um jeden Preis. Das Thema wurde gekonnt in die Geschichte eingebaut und regt definitiv zum Nachdenken an.
Die Gesichter der Mädels, die man zufällig ohne Masken sieht, sind sehr ästhetisch umgesetzt. Mann möchte sie am liebsten küssen. Ich kann Hata richtig verstehen, als er Natsuki das erste Mal zufällig ohne Maske sah. Dass er da die Nerven behalten hat, Respekt.
Bleibt zu offen, dass uns solch eine Welt in der Zukunft erspart bleibt. Ich glaube kaum, dass jemand sich nach dieser Zeit zurücksehnt. Obwohl, die leeren Straßen, wenn man zur Arbeite musste, waren schon schön … und gruselig.
Fazit:
Die Manga-Serie „New Normal“ von „EGMONT“ greift das Thema Pandemie gekonnt auf. Sie hilft dabei, die eigene Erfahrung zu reflektieren. Man wird gezwungen, sich mit allem, was man erlebte, auseinander zusetzten, was dringend notwendig ist.
Eine der tiefgründigsten Geschichten, die ich bis heute gelesen habe, aufgrund der eigenen intensiven Erfahrung.
Zitatquelle: ANimeszene.de
mamabaer1a
aus Deutschland
5/5
16.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Hätte es so kommen können?
Dieser Manga „New Normal“ behandelt das Thema Pandemie . Ich glaube sogar gelesen zu haben, dass er eigentlich früher raus kommen sollte, dann aber zurück gehalten wurde.
Im Manga wird die Pandemie durch Zonenabgrenzung am Ausbreiten gehindert. Ein Teil von Tokio ist so komplett abgesperrt, dort sollen sich Infizierte befinden bzw. sich sogar durch Mutation des Virus, in Monster verwandelt haben.
Damit dem Rest der Bevölkerung das nicht passiert, tragen sie immer eine Maske. Sogar beim Essen tragen sie Tücher vor dem Gesicht. So kennen die Jugendlichen kein einziges Gesicht aus ihrer eigenen Klasse. Da stetige Maskenpflicht herrscht.
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Doch Natsuki guckt gerne alte Filme und weiß so, dass es früher normal war, ohne Maske zu leben. Sie wünscht sich diese Unbeschwertheit zurück. Hata, ein Schulkamerad von Natsuki, ist deshalb total von ihr fasziniert. Denn sie schlägt Sachen vor, die verboten und doch so verführerisch sind. Hata verliebt sich sehr schnell in Natsukis Mund, den er sonst nicht sieht und ihr Lächeln geht ihm schon gar nicht mehr aus dem Kopf. Wohin soll das nur führen?
Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen. Gerade zum Ende hin wurde es super interessant .
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Japan: laufend, Band 4 erschien am 17.03.2023
Bewertung
5/5
29.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Unerwartet gut! ^^
Hast du dich während der Pandemie auch manchmal gefragt, was wäre, wenn wir jetzt für immer so leben müssten?
In diesem Manga wird das Szenario durchgespielt: Masken sind ein permanenter Begleiter im Alltag, gegessen werden darf nur in Kabinen und mit Mundvorhang. Berührungen sind verboten. Doch was passiert, wenn Teenager neugierig werden? Und was hat es mit der Stadt hinter der Mauer auf sicher, in der alles anders sein soll?
Auch wenn der Manga einen kleinen Ecchi-Touch hat, fand ich ihn wirklich sehr gut. Man kann dir Sehnsüchte der Teenager total verstehen, die nur das Leben mit Maske und Abstand gewohnt sind. Zudem ist der Zeichenstil einfach richtig toll! Ich bin gespannt wohin die Geschichte noch geht, und vor allem bin ich gespannt darauf, wie dieses Szenario endet!
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