Ein zutiefst berührender Liebesroman auf zwei Zeitebenen.
Ein schlechter Scherz. Das ist der erste Gedanke, der Emmeline durch den Kopf geht, als plötzlich eine junge Frau vor ihr steht und behauptet, ihre Tochter zu sein. Em hat keine Kinder. Mehr noch: Sie kann keine Kinder bekommen. Dieser dumme Scherz ist also alles andere als witzig. Er ist grausam. Doch die junge Frau meint es ernst, sie ist überzeugt, dass sie verwandt sind. Nach einer schockierenden Enthüllung beginnt so für Em eine Reise in die Vergangenheit. Und zu einem Mann, an den sich nur ihr Herz erinnern kann …
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Wir irgendwann
Anika F./Nikas Lesewahnsinn aus Kronshagen am 05.04.2025
Bewertungsnummer: 2458230
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mit dem ersten Teil der Schottlandreihe „Du irgendwo“ konnte mich Kira Mohn absolut überzeugen und ich war so neugierig, wie „wir irgendwann“ sein wird.
Ich kann es in einem Wort ausdrucken: Wow!
Diese Handlung spielt auf zwei Zeitebene, was so unfassbar gut umgesetzt wurde. Ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl nicht zu wissen, wo ich war oder um wen es sich dreht. Die ganze Story ist flüssig und schlüssig aufgebaut.
Definitiv sollte man in meine Augen den ersten Teil der Reihe kennen, denn hier sucht Vic ihre leibliche Mutter Emmeline. Genau um jene Frau dreht sich dieses Buch. Die Handlung knüpft also nahtlos an. Dennoch wird alles so gut beschrieben, das wenn man Band eins der Dilogie nicht kennt gut zurecht kommt.
Wie fühlt man sich eigentlich, wenn die leibliche Tochter plötzlich vor einem steht und man sich null erinnern kann? Genau so geht es Em. Wie kann das denn sein? Nach ihrem Wissen hat sie keine Kinder und kann auch gar keine bekommen! Em ist völlig überfordert, sie kann sich nicht an einen Mann in ihrem Leben erinnern, noch jemals schwanger gewesen zu sein und ein Kind bekommen zu haben. Doch sie merkt, das Vic es absolut ernst meint! Wie kann das alles sein? Es gibt nur einen Weg dies herauszufinden. Sie muss sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit machen, an die sie sich nicht erinnern kann.
Ich kann euch sagen, es handelt sich hier um eine tiefbewegende Handlung, die mich unfassbar berührt hat. Em auf ihrer Reise zu begleiten, jegliche Emotionen mitzuerleben und zu sehen, wie alles sich Stück für Stück zusammen setzt, hat mich wirklich sehr fasziniert, doch auch erschüttert. Man hat ihr so viel beraubt in ihrem Leben und wäre Vic nicht gewesen, würde sie immer noch nichts darüber wissen. Ich hab einige Tränen beim lesen vergossen, weil mich die Story und die Gegebenheiten so unfassbar mitgenommen haben.
Ein wirklich grandioses Buch, wie alles bisher gelesenen von der Autorin.
Eine Geschichte fürs Herz und der Suche nach sich selber!
Lesekraenzchen am 20.06.2024
Bewertungsnummer: 2226849
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wir erinnern uns nicht an Menschen, sondern an das Gefühl, das sie uns gaben!
Inhalt:
Emmeline Rose Sinclair fühlt sich, als sei sie in einem Traum gefangen, denn ihre Vergangenheit prasselt wie ein Hagelschauer auf sie nieder. Eine Vergangenheit, an die sie sich nicht erinnern kann und die ihr doch einen völlig neuen Blick auf ihre Zukunft bietet. Für Em beginnt eine Reise auf der Suche nach der Wahrheit, auf den Spuren ihres Lebens, zu sich selber…
Meine Meinung:
„Wir irgendwann“ ist der zweite Band der Schottland Reihe und unabhängig lesbar. Allerdings tauchen Charaktere auf, die wir bereits kennen und Geschichten werden zum Teil weiterverfolgt, weshalb es sinnvoll ist, die Dilogie in der Reihenfolge zu lesen.
Die Autorin schreibt aus der Sicht von Emmeline und Liam auf zwei Zeitebenen und berührt mein Herz mit jeder Zeile mehr.
Ich tauche ein in eine Geschichte über Schmerz, Trauer, das Verlieren und Wiederfinden, die Vergangenheit und neue Wege, die in die Zukunft führen und über Herzen, die sich erinnern und noch immer in einem Takt schlagen.
Ich darf Emmeline kennenlernen, eine starke, mutige und so verständnisvolle Frau, die trotz allem, was ihr passiert ist, kämpft und verzeiht. Ihre Eltern haben ihr Leben zerstört, ihr ganzes Glück genommen und sie mit ihrem Handeln tief verletzt und doch geht sie auf die Menschen zu, die ihr am Herzen liegen, sieht das Gute und geht ihren Weg. Em beeindruckt mich auf jede Art und Weise.
Und dann ist da Liam Wilson, Emmelines Jugendliebe, der Junge mit dem sie alle ersten Male erlebt hat, der Mann, mit dem sie eine Tochter hat und an dessen Türe sie nun klingelt, nach all den Jahren ohne Erinnerungen…
Können Herzen sich nach etwas sehnen, was sie nicht kennen und doch geliebt haben?
Ich kann Euch nur empfehlen, diese Reise mit Em anzutreten, ihre Gedächtnislücken zu schließen, ihre Zerrissenheit zu spüren, ihre Tränen zu weinen und ihr Herzklopfen zu hören. Ihr werdet mit einem Feuerwerk der Gefühle überrascht und lernt die interessanteste Patchworkfamilie aller Zeiten kennen❣️
Fazit:
Wir können alles, was die Vergangenheit uns genommen hat überwinden, es braucht nur ein wenig Zeit❣️
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