'Und was hast du hier gemalt?' Mit dieser Frage überrumpelt der Erwachsene das Kind, das sich an seinen bunten Spuren auf dem Papier erfreut. 'Das Auto ist dir aber toll gelungen!' So deutet und beurteilt er sein Bild. 'Na, wie sieht denn der Schornstein aus, der fällt ja gleich vom Haus runter.' So versucht er es zu belehren. Die Folgen: Das Kind malt, was der Erwachsene sehen will, es gerät in Abhängigkeit von seinem Lob oder verliert die Lust am Spiel mit Farben und Formen oft gleich ganz. Anders im Malort von Arno Stern, einem Raum der Geborgenheit, in dem sich Kinder frei von Erwartungen erleben. Dort fiel Stern auf, dass alle - ist der kunsterzieherische Ballast erst abgeworfen - ganz ähnliche Figuren malen: Ein bildnerisches Gefüge zeigt sich, das wie das Erproben des aufrechten Ganges programmiert und allen Menschen gemein ist. Erinnerungen an die Zeit vor unserer Geburt lassen sich so ausdrücken - und wer dergestalt zu seinen verlorenen Anfängen zurückkehren kann, der erstarkt daran. Arno Sterns Erkenntnisse treffen sich heute mit denen der Epigenetik, Hirnforschung und Embryologie. In seinem Buch zeigt er eindrücklich illustriert, wie Kinder malen, wenn man sie denn lässt - und was das in ihnen auslöst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Joanna
5/5
09.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr interessantes Buch
Die langjährige Arbeit und Erfahrung von Arno Stern ist faszinierend und erlaubt einen neuen Blick auf die Bilder unserer Kinder. Ich werde definitiv tiefer in dieses Thema eintauchen!
Bewertung
aus Hamburg
4/5
22.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zu empfehlen!
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen. Arno Stern beschreibt detailliert und trotzdem sehr verständlich seine Erfahrungen, die er mit malenden Menschen in verschiedenen Teilen unserer Erde machte und was er dadurch entdeckte.
Dies zeigt er anhand von vielen gemaltem Bildern.
Er leht das Bewerten von etwas gemaltem ab, ebenso den Zeichenunterricht und noch mehr das, heute häufig von Erwachsenen angeleitete, zufällige spritzen und klecksen von Farbe.
Ich kann ihm bei seinen Gedanken durchaus folgen, habe mich beim lesen nur manchmal gefragt, ob seine Ablehnung nicht etwas zu extrem ist.
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