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Ein Mann mit vielen Talenten Roman

14

22,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.07.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,1 cm

Gewicht

282 g

Farbe

Dunkelbraun / Beige

Auflage

1

Originaltitel

Devil in the Valley

Übersetzt von

Dirk van Gunsteren

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27402-0

Beschreibung

Rezension

"Castle Freeman variiert seine Hinterwäldler-Hommage […] und lässt den Country Noir genüsslich ins Fantastische kippen. [...] dass die einzig wahre Unterweltfirma über eine IT-Abteilung verfügt, ist nur eines der vielen Details – in denen zwar bekanntlich der Teufel steckt, die aber verdammt gute Laune machen.“ Nils Heuner, Kulturnews, 24.08.22
"Castle Freeman ist ein cooler Humorist, sein Schreibstil so entspannt wie ein Stoiker in der Sommerfrische. Dass Langdon Taft sein versacktes Leben mittels praktizierter Humanität auf sinnvollen Kurs bringt und ausgerechnet der Teufel ihm dabei hilft, ist nur eine der Pointen des am Ende überraschend aufgelösten Romans. Der auch höllisch gut zeigt, wo Castle Freeman seinen Platz hat – in den oberen Rängen der amerikanischen Schriftstellerliga.“ Ferdinand Quante, WDR5 Bücher, 10.08.22
"Freeman zu lesen, bereitet Vergnügen, ist er doch unorthodox und gleichzeitig ein famoser Erzähler.[…] – eben teuflisch gut.“ Jan Sting, Kölnische Rundschau, 02.08.22
"In seiner famosen Variante ist es ein ausgebrannter Schriftsteller, der einen diabolischen Pakt schließt und etliche Wünsche erfüllt bekommt. Allerdings endet der Kontrakt schon nach sechs Monaten. Mit feinsinniger Ironie schildert Freeman die Ausweitung der Mephisto-Company in einen globalen Konzern.“ Werner Krause, Kleine Zeitung, 01.08.22
"Auch hier verpackt der Schriftsteller Lebensklugheit und Menschlichkeit und präsentiert einen ungewöhnlichen Helden, der sich auch vom Belzebuben nicht aus der Bahn werfen lässt." Wolfgang Hauptmann, APA, 27.07.22

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.07.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/2,1 cm

Gewicht

282 g

Farbe

Dunkelbraun / Beige

Auflage

1

Originaltitel

Devil in the Valley

Übersetzt von

Dirk van Gunsteren

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27402-0

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Pakt mit Folgen...

    Taft, ein dem Alkohol zugeneigter Eigenbrötler, steckt in einer Sinnkrise. Da kommt der schneidige Fremde namens Dangerfield gerade recht, der ihm auf der Veranda ein verführerisches Angebot macht: Taft hat sechs Monate Zeit, alles zu bekommen, was er jemals wollte – zu einem hohen Preis. Mit der Gewissheit, nichts zu verlieren zu haben, lässt sich Taft auf den Pakt ein und versucht auf seine Art, das teuflische Spiel zu unterlaufen. Doch der Stichtag rückt näher, und Dangerfield denkt nicht daran, von seiner Forderung abzurücken. (Klappentext) Castle Freeman sagte mir vor der Lektüre dieses kleinen Romans ehrlich gesagt gar nichts. Dabei hat er doch schon so einige Bücher geschrieben und scheint auch in Deutschland eine kleine Fangemeinde zu haben. Allmählich begreife ich weshalb… Kein Bier vor vier? Von wegen. Der pensionierte Lehrer Langdon Taft säuft schon am frühen Morgen oder vergisst gleich des Nachts, mit dem Trinken aufzuhören. Billigster Whiskey muss es sein, und das Glas ist selten leer. Leer dagegen ist das Leben Tafts, und seine Versuche, etwas Vernünftiges zu Papier zu bringen, scheitern jeden Tag auf Neue. Da kommt es wie gerufen, dass plötzlich ein Mann namens Dangerfield in seinem Schaukelstuhl sitzt und ihm ein Angebot unterbreitet. Taft darf Wünsche äußern, die alle erfüllt werden - sieben Monate lang, bis zum Columbus Day. Und dann bringt Dangerfield ihn an einen anderen Ort. Einen heißen Ort…   Tja, sagte Dangerfield, was es so unangenehm macht, ist nicht so sehr die Hitze als vielmehr die Zeit. Wir reden hier von der Ewigkeit, Chief. - “Darüber mache ich mir auch keine Sorgen - die werde ich schon aushalten. Vergessen Sie nicht: Wir sind hier in Vermont. Bei uns ist Ewigkeit ein anderer Name für März.” (S. 22)   Der Pakt mit dem Teufel - ein literarisch stetig wiederauftauches Element. Nun also auch hier. Doch Castle Freeman drückt dem seinen ganz eigenen Stempel auf. Denn Langdon Taft handelt nicht so, wie man es normalerweise erwarten würde. Keine ewige Jugend, Reichtümer, Berühmtsein usw. Taft bleibt was er immer war, er sorgt nur dafür, dass es anderen Menschen um ihn her besser geht. Er setzt die vom Handlanger des Teufels verliehenen Talente ein, um Gutes zu tun. Und konterkarriert damit die Absichten seines Vertragspartners. Aber ob es Taft letztlich gelingt, dem Teufel endgültig ein Schnippchen zu schlagen - das sollte jede:r selbst herausfinden… Die gerade einmal 175 Seiten lassen sich flott lesen, was zum einen an dem eingängigen Schreibstil liegt, zum anderen aber auch an der Dialoglastigkeit des Textes. Diese Gespräche sind häufig sehr lakonisch-bissig angelegt und damit äußerst unterhaltsam. Aber auch die Figurzeichnung des Handlangers des Teufels bietet immer wieder amüsante Aspekte. Dangerfield zieht sich beispielsweise gern dem jeweiligen Anlass entsprechend an, was aber häufig klischeehaft-übertrieben gerät und damit wiederum für Unterhaltung sorgt. Was aber nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass Dangerfield auf die Einhaltung des Pakts pochen wird… Mich hat der schmale Roman sehr positiv überrascht mit seiner lebendigen Neuinterpretation des Teufelpakts. Unterhaltsam und empfehlenswert!   © Parden 

  • Bewertung

    aus Baden-Württemberg

    5/5

    25.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großer, intelligenter Lesespaß

    Langdon Taft scheint seines Lebens überdrüssig zu sein. Er lebt relativ zurückgezogen in einer ererbten Villa in einem kleinen Ort in Vermont. Stück um Stück des Inventars muss er verhökern, um über die Runden zu kommen. Es plagt ihn die Langeweile, ab 11 Uhr beginnt er, sich mit billigem Whisky zu benebeln. Da erscheint eines Tages ein skurriler Besucher namens Dangerfield, der nur für Langdon seh- und hörbar ist und mit den dunklen Mächten im Bunde steht. Dieser unterbreitet ein verführerisches Angebot: Langdon wird ein paar Monate lang jeden Wunsch erfüllt bekommen. Als Gegenleistung – man ahnt es – muss er seine Seele dem Leibhaftigen übereignen. „Zahltag“ soll der 12. Oktober sein. Langdon nimmt das Angebot zwar an, aber nicht wirklich ernst, denn an Gott und den Teufel glaubt er schon lange nicht mehr. Er genießt es stattdessen, dass sein Leben wieder Fahrt aufnimmt. Während sich die meisten Kontraktpartner Dangerfields zumeist um sich selbst kümmern und nach Reichtum, Luxus oder Sex streben, verhält sich Langdon völlig anders: Er versucht, mit seinen neuen Talenten Gutes zu tun. So kümmert er sich um einen schwerkranken Jungen, einen brutalen Frauenschläger, einen gemobbten Schüler, eine verzweifelte junge Frau und andere Menschen aus seinem Umfeld. Mit Dangerfields Hilfe kann Langdon in das Schicksal seiner Zielpersonen eingreifen und damit die Welt ein bisschen besser und menschlicher machen. Die einzelnen Episoden lesen sich höchst unterhaltsam, der Stoff wirkt nicht annähernd so ernst wie bei den literarischen Vorbildern. Die Dialoge sind spritzig und pointiert, die Figuren geschliffen. Dangerfield ist ein eitler Geselle, der gar nicht auf den Gedanken kommt, dass seine teuflische Mission scheitern könnte. Langdon indessen ist relativ bescheiden, aber keinesfalls naiv. Zum Glück besitzt er seinen Freund Eli Adams, der ihn unbewusst mit neuen altruistischen Projekten versorgt, für die Dangerfield gezielt eingesetzt werden kann. Die einzelnen Geschichten lesen sich fast unabhängig voneinander, spannen aber dennoch einen logischen Handlungsbogen. Der Roman besticht durch große Situationskomik. Schnell hat man mit Langdon Taft einen Sympathieträger ausgemacht. Aber auch Dangerfield ist kein Bösewicht. Natürlich muss er ständig an den Zahltag und an das ewige Höllenfeuer erinnern, das Langdon im Jenseits erwarten wird. Doch haben diese Szenen eine schwarz-humoristische Note. Weder der Leser noch Langdon wollen den Ernst der Lage erkennen. Dadurch hofft man unwillkürlich, dass der Teufelskontrakt nicht eingelöst werden wird, dass der eigenwillige Philanthrop Langdon eben nicht am Columbus Day verscheiden muss, sondern vielleicht selbst noch ein bisschen nachhaltiges Glück findet. Diese Hoffnung nährt natürlich die Spannung zum Ende des Romans hin. „Ein Mann mit vielen Talenten“ ist ein großer Lesespaß, der wie mit leichter Feder geschrieben, gekonnt und mühelos wirkt. Er besticht durch seinen Situations- und Dialogwitz. Die erfrischende Neuinterpretation des Faust´schen Stoffes halte ich für sehr gelungen. Ein Buch, das auch gut in die Weihnachtszeit passt und breite Leserschichten begeistern sollte.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    12.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faust als altruistischer Philantrop

    Autor Castle Freeman lebt und schreibt in Vermont, und dort lässt er auch seinen Mephisto (hier mit dem bedeutungsvollen Namen Dangerfield) mit dem schrulligen Säufer und Ex-Lehrer Taft einen teuflischen Pakt schließen. Wie im allseits bekannten Faust-Motiv soll dieser dem Fürsten der Finsternis seine Seele verkaufen und im Gegenzug für eine begrenzte Zeit irdische Wünsche erfüllt bekommen. Doch anders als bei Johann W. von Goethe oder Christopher Marlowe erkauft sich Freemans Taft vulgo Faust keine jugendliche Wolllust, nein, der alte Sonderling entpuppt sich überraschenderweise als selbstloser Wohltäter, der die teuflischen Talente nutzt, um Kinder gesunden zu lassen, Mobber zu bestrafen oder Nachbarn finanziell unter die Arme zu greifen. Dies wird in großartigen Dialogen erzählt, Freeman liefert ein wahres Feuerwerk bissiger Schlagabtausche. Seine Figuren sind überzeugende Provinzcharaktere, ich habe dem Plot jede noch so skurrile Wendung abgenommen. Eine erfrischende, humorvolle Neuinterpretation des jahrhundertealten Faust-Motivs, auf gerade einmal 175 Seiten. Hier ist kein Wort zu viel, und zugleich gibt es nichts, was ich vermisst hätte! Brillant!

  • Aischa

    5/5

    12.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autor Castle Freeman lebt und…

    Autor Castle Freeman lebt und schreibt in Vermont, und dort lässt er auch seinen Mephisto (hier mit dem bedeutungsvollen Namen Dangerfield) mit dem schrulligen Säufer und Ex-Lehrer Taft einen teuflischen Pakt schließen. Wie im allseits bekannten Faust-Motiv soll dieser dem Fürsten der Finsternis seine Seele verkaufen und im Gegenzug für eine begrenzte Zeit irdische Wünsche erfüllt bekommen. Doch anders als bei Johann W. von Goethe oder Christopher Marlowe erkauft sich Freemans Taft vulgo Faust keine jugendliche Wolllust, nein, der alte Sonderling entpuppt sich überraschenderweise als selbstloser Wohltäter, der die teuflischen Talente nutzt, um Kinder gesunden zu lassen, Mobber zu bestrafen oder Nachbarn finanziell unter die Arme zu greifen. Dies wird in großartigen Dialogen erzählt, Freeman liefert ein wahres Feuerwerk bissiger Schlagabtausche. Seine Figuren sind überzeugende Provinzcharaktere, ich habe dem Plot jede noch so skurrile Wendung abgenommen. Eine erfrischende, humorvolle Neuinterpretation des jahrhundertealten Faust-Motivs, auf gerade einmal 175 Seiten. Hier ist kein Wort zu viel, und zugleich gibt es nichts, was ich vermisst hätte! Brillant!

  • Tokall

    5/5

    03.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lektüre als Einladung zum…

    Lektüre als Einladung zum intertextuellen Vergleich Das Motiv des Teufelsbündnisses hat weltliterarische Bedeutung und zieht sich seit Jahrhunderten durch die Literaturgeschichte (vgl. dazu den Eintrag „Teufelsbündner“ in Frenzels Nachschlagewerk „Motive der Weltliteratur“). In der deutschen Literatur denkt man dabei natürlich sofort an Goethes „Faust“ oder Chamissos „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“. Kein Wunder also, dass der Hanser-Verlag diese intertextuelle Referenz auf Faust und Mephisto auch im Klappentext anführt. Denn mit seinem Roman „Ein Mann mit vielen Talenten“ leistet der amerikanische Schriftsteller Castle Freeman nun seinen eigenen literarischen Beitrag zu dem Motiv des Teufelspakts. Und wer mit dem Inhalt der Klassiker der deutschen Literatur vertraut ist, der kann bei der Lektüre von Freemans Werk zahlreiche intertextuelle Bezüge anstellen und entdeckt dabei zahlreiche Uminterpretationen des klassischen Faust-Stoffs. Abhängig vom eigenen Vorwissen und der Vertrautheit mit dem Faust-Stoff entdeckt man also viele Parallelen bzw. Abweichungen. Das macht Spaß! Mit der Figur Dangerfield, einem Handlanger des Teufels, der für die meisten Menschen unsichtbar bleibt, wird eine diabolische Figur entworfen, die zwar längst nicht so charismatisch wie ein Mephisto daherkommt, aber doch eine gewisse Eloquenz an den Tag legt, wie sie für Teufelsfiguren typisch ist. Amüsant sind die Passagen, wo Dangerfield seinen Bündner Landon Taft beeinflusst und ihm Worte in den Mund legt, die dieser einfach im Gespräch nachplappert, oder wo er sich passend zur Situation mit auffälligen Kostümen verkleidet. Doch anders als Faust bleibt Langdon Taft ziemlich standhaft und kann sich gegen die Manipulationsversuche durch Dangerfield behaupten. Taft nutzt seine Macht konsequent für das Gute und handelt nicht egoistisch. Er ist freigiebig und nächstenliebend. Allerdings schreckt er auch vor dem Einsatz von Gewalt und Selbstjustiz nicht zurück, um andere zu schützen. Eine vergleichende Gegenüberstellung von Faust und Taft kann also ergiebige Ergebnisse zutage fördern. Auch das klassische „Verhandlungs-Gespräch“ zwischen Teufelsfigur und Bündner kommt natürlich im Buch vor. Hier hatte ich viele Assoziationen zum Tauschhandel von Peter Schlemihl, der seinen Schatten an den grauen Mann verkauft. Ein Vergleich drängt sich förmlich auf. Und natürlich spielt auch das Thema „Liebe“ eine Rolle. Es wird aber völlig anders umgesetzt als z.B. bei Goethe, wo die Gretchentragödie ja einen großen Raum einnimmt. Das Gespräch zwischen Taft und seiner Liebsten, Trooper Madison, bleibt sogar eine Leerstelle. Und auch das magische Element kommt nicht zu kurz, beispielsweise in Form eines Verwandlungszaubers, sogar eine Hexe tritt auf. Nicht zuletzt kann man noch das Ende des klassischen Dramas mit dem Roman von Freeman in Beziehung setzen. Doch ich will an dieser Stelle nicht verraten, ob Taft den Pakt mit Dangerfield unterlaufen kann. Wie der Faust ausging, wissen wir ja… Fazit: Der Reiz des Romans von Castle Freeman liegt in meinen Augen darin, dass man ihn mit dem klassischen Drama von Goethe in Beziehung setzen kann und viele intertextuelle Bezüge herstellen kann. Mir hat die Lektüre vor allem aus diesem Grund viel Spaß gemacht. Aber letztlich hat jeder Leser/ jede Leserin einen eigenen subjektiven Zugang zu Literatur. Was für mich den Reiz ausmacht, kann für andere wenig interessant sein. Die Handlung wird vor allem durch die Frage vorangetrieben, wie Taft seine neue Macht nutzen wird und ob er den Pakt unterlaufen kann oder nicht. Auch die Gestaltung des Sprachstils finde ich sehr gelungen: viele lakonische Gespräche und trockener Humor regen zum Schmunzeln an. Ich vergebe 5 Sterne!

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