Peenemünde-West Die Erprobungsstelle der Luftwaffe für geheime Fernlenkwaffen und deren Entwicklungsgeschichte
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
28.02.2022
Abbildungen
88 schwarz-weiße Abbildungen
Verlag
RhinoSeitenzahl
852
Maße (L/B/H)
24,9/17,6/6,7 cm
Gewicht
1410 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-932081-97-2
Die bekannteste Entwicklung der Anlage ist die V 2, die als erste Großfernrakete in die Geschichte eingegangen ist. Weniger bekannt ist, dass daneben viele andere bedeutsame technische erfindungen ihren Ausgang von Peenemünde nahmen: die He 176, das erste Raketenflugzeug der Welt mit Flüssigkeitstriebwerk, die Me 163, verschiedene Gleitkörper, Fernlenkwaffen, Lenk- und Zielsuchsysteme, Fernbomben, Jägerraketen, Flugabwehrraketen, automatische Zünder ...
Diese von einem an den Entwicklungen beteiligten Ingenieur geschriebene Dokumentation über die Versuche in Peenemünde-West überzeugt durch ihre Ausführlichkeit, Genauigkeit und schriftstellerische Brillanz.
Wo der Name Peenemünde im Zusammenhang mit den Ereignissen des 2. Weltkrieges auftaucht, wird in erster Linie an die Entwicklung und den Bau der Rakete A 4, der Vorläuferin aller bisher in den Weltraum gestarteten ein- und mehrstufigen Großrakten, gedacht. Dabei wurde auf der Ostseeinsel Usedom im Jahr 1936 sowohl der erste Spatenstich für die Heeresversuchsstelle Peenemünde-Ost des Heereswaffenamtes als auch für die Versuchsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West des Reichsluftfahrtministeriums getan.
1936–1945 war das Versuchsgelände Sperrgebiet für alle dort nicht beschäftigten Personen und zudem mit dem Schleier äußerster Geheimhaltung getarnt. Erst nach dem Krieg wurde ein Großteil der „Inselgeheimnisse“ durch Zeitungsnotizen, Erlebnis- und Bildberichte u. Ä. publik.
Nach den erfolgreichen Raketenstarts in den USA und der Sowjetunion sind sie schließlich zu Hauptthemen in der Weltpresse geworden. Peenemünde-West wurde dabei aus verständlichen Gründen stiefmütterlich behandelt, denn die einst dort erprobten Fernlenkwaffen und Sondergeräte waren nicht mehr von Interesse, auch wenn man über das Raketenflugzeug Me 163 oder die fliegende Bombe V 1 ab und zu eine Veröffentlichung zu lesen bekam.
Botho Stüwe hat sich die anspruchsvolle Aufgabe gestellt, über die vielen Geräte- und Waffensysteme, die in Peenemünde-West erprobt wurden, eine technische Dokumentation zu verfassen und die Entwicklungsgeschichte der einzelnen Geräte in allen Details zu schildern. Aber der Leser wird nicht alleine von der Technikgeschichte dieser Dokumentation gefangengenommen, sondern ebenso von der Entstehungsgeschichte der Insel Usedom und der Schilderung der Entwicklung vom „Fischerdorf zur Wiege der Weltraumfahrt“
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