Wie wir lernen, neu zu lernen – und damit unser volles Potenzial ausschöpfenSchon in der Schule werden wir in Schubladen gesteckt: Viele Menschen hören von Eltern und Lehrern, dass sie kein »Mathematiktalent«, keine »Sprachbegabung« oder keinen »Kunstsinn« hätten.Jo Boaler, renommierte Stanford-Professorin und Lernforscherin, räumt mit diesem Mythos auf. Radikal stellt sie unsere Vorstellung von Begabung auf den Kopf: Denn die Annahme, dass Fähigkeiten eine Frage der Veranlagung seien, ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Sie hindert uns daran, Außergewöhnliches zu erreichen.Jo Boaler gibt uns sechs Lernschlüssel zur Hand, mit denen wir, egal in welchem Fach oder auf welchem Gebiet, unser Potenzial entfalten und für uns zuvor undenkbare Leistungen erbringen können. Wenn wir lernen, neu zu denken, ändert sich auch unser Selbstbild und die Art, wie wir mit unserer Umwelt interagieren. Zudem zeigt sie, wie wichtig positiv verstärkende Botschaften sind – egal, ob wir sie als Lernende, Lehrende, Eltern oder im Arbeitsleben empfangen.»Jo Boaler gehört zu den außergewöhnlich guten Pädagoginnen, die nicht nur das Geheimnis guten Unterrichts kennen, sondern auch wissen, wie man diese Kenntnisse weitergibt.«CAROL DWECK, Autorin des Weltbestsellers »Selbstbild«»Wenn Menschen, die unter Mathematikangst leiden, mit Zahlen in Berührung kommen, dann wird das Angstzentrum ihres Gehirns aktiviert – dasselbe Angstzentrum, das aktiv wird, wenn wir Schlangen oder Spinnen sehen. Sobald jedoch das Angstzentrum in Aktion tritt, wird die Aktivität in denjenigen Hirnregionen schwächer, die für die Problemlösung zuständig sind. Kein Wunder, dass so viele Menschen schlecht in Mathematik sind: Wenn ihre Ängste geweckt werden, kommt ihr Gehirn ins Straucheln. Angst sabotiert unser Denken, egal, durch welches Fach oder Thema sie geweckt wird. Daher ist es so wichtig, Lernenden eine andere Wahrnehmung ihrer Fähigkeiten zu vermitteln und in Familien und Lehreinrichtungen mit allem aufzuräumen, was solche Ängste weckt.«»Was Sie suchen, liegt jenseits der Angst. Lassen Sie uns nun darüber nachdenken, wie wir unsere Angst hinter uns lassen und unser Potenzial entfalten können, um das zu werden, was wir sein wollen.«
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
World_of_a_booklover
aus Bayern
5/5
17.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr spannendes und authentisches Sachbuch
'Das neue Lernen' besticht nicht nur durch die wunderschöne Außengestaltung, man bekommt auch inhaltlich einiges geboten.
Jo Boaler schreibt verständlich, flüssig und für ein Sachbuch überraschend fesselnd. Jeder Aspekt wird mit unzähligen Fallbeispielen, Studien oder Erfahrungsberichten verdeutlicht und ausgeschmückt. Vor allem das Kapitel zur Hirnforschung und Neuroplastizität fand ich wahnsinnig spannend und das, obwohl mir nur wenig wirklich neu war. Durch mein Studium habe ich schon einige Grundlagen in den Bereichen Lernen und Anatomie beziehungsweise Funktionen des Gehirns. Trotzdem war das Buch an keiner Stelle uninteressant. Für mich persönlich war es neben auch vielen neuen Denkanstößen vor allem Vertiefung, Verknüpung und Verstehen.
Als Professorin für Mathematikdidaktik ist das Lehren von Mathematik für die Autorin eine Herzensangelegenheit und wohl auch ihr Steckenpferd. Das merkt man auch im Buch, denn die beschriebenen Erfolge, Beispiele oder Einstellungen beziehen sich zum Großteil auf dieses Fach. Außerdem geht es zum Teil auch eher um das neue Lehren statt Lernen, es wird dann vielmehr an Lehrer*innen appelliert, als das der Lernende angesprochen wird.
Die sechs Schlüssel für die Entfaltung des vollen eigenen Potential sind in meinen Augen mehr Glaubenssätze als Strategien. Wer wirkliche praktische Tipps zum besseren Lernen sucht, ist hier vielleicht an der falschen Stelle. Dieses Buch jedoch greift noch ein Stück tiefer und möchte eher das Mindset verändern.
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe hoffe ich sehr, dass sich Lehrer*innen im Laufe ihres Studiums oder dann auch später im Berufleben mit den Erkenntnissen bzw. den Lernschlüsseln von Jo Boaler auseinandersetzen.
Mit ihren Ansätzen eröffnet die Autorin tatsächlich ganz neue Perspektiven, die jedem Schüler*in zuteil werden sollten. Und natürlich enthält das Buch auch genügend Anregungen um jeden, der nicht lehrt aber lernt oder sich einfach dafür interessiert, über das eigene Lernen nachdenken zu lassen.
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Fazit: Eines der interssantesten Sachbücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe - Ich würde es jedem, aber vor allem Lehrenden, weiterempfehlen.
Bewertung
aus Bremen
5/5
27.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr gutes Sachbuch!
Das Neue Lernen ist ein Sachbuch zum Thema Lernen von der Autorin und Professorin für Mathematik, Jo Boaler, das beim Harper Collins Verlag erschien ist. Das Hardcover ist in der ersten Auflage am 16. Februar 2021 erschien.
Inhalt:
Wer kennt das Schubladendenken in der Schule nicht, wenn der Lehrer zu einem sagt, du hast keine Mathematikbegabung oder Sprachbegabung. Aber ist dieses Schubladendenken den überhaupt richtig? Jo Boaler, renommierte Stanford-Professorin und Lernforscherin, räumt in ihrem Buch mit diesem Mythos auf, denn sie zeigt uns, wie wir lernen, neue zu lernen. Sie zeigt uns anhand von sechs Lernschlüsseln, wie wir in jedem Fach oder auf jedem Gebiet unser Potenzial entfalten und es zur großen Leistung bringen können.
Meinung:
Die Lektüre erscheint als Hardcover Ausgabe mit 224 Seiten. Das Cover des Buchs, ist mit bunten Farbflecken auf weißen Hintergrund versehen auf denen dann der Titel in weißen Buchstaben zusehen ist. Nimmt man das Schutzcover ab, erscheint das Buchcover in bunten Farben, was ich sehr gelungen finde. Einzig den deutschen Titel finde ich gegenüber dem Originaltitel zu langweilig bzw. sperrig. Auch gibt der Originaltitel die Thematik besser wieder. Zusammenfassend ist „Das neue Lernen“ eine Zusammenstellung der Ergebnisse von Boalers Analysen mehrerer Tausender Studierender. Auch wenn die Thematik selbst trocken wirkt, kann das Buch ziemlich schnell das Gegenteil beweisen, denn es kommt im amerikanischen Stil rüber, der sich sehr gut lesen lässt. Auch habe ich bei Joa Boaler nicht das Gefühl, das sie von oben herabschaut, sondern mit dem Leser auf Augenhöhe ist. Das Buch ist in einzeln Kapitel gegliedert, die übersichtlich gestaltet und mit Bildern und Grafiken ergänzt wurden. Die Thematik wurde trotz wissenschaftlichen Bezugs leicht und verständlich erklärt. Abschließend kann ich nur sagen, dass jeder mal das Buch gelesen haben sollte, der sich mit dem Thema Lernen beschäftigt. Besonders den Lehrern würde ich das Buch ans Herz legen.
Fazit:
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der gerne wissen möchte, wie man effektiv lernt bzw. sich für das Thema neue Lernmethoden interessiert.
Bewertung
aus Bad Liebenwerda
3/5
06.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das neue Lernen
„Das neue Lernen“-von Jo Boaler mit der ISBN 9783959673969. Die Autorin Jo Boaler, Professorin an der Stanford-Universität und Lernforscherin. Ihr Hauptfach ist Mathematik und genau hier liegt der Knackpunkte viele denken, dafür bräuchte man Talent. Die Autorin stellt jedoch dar, warum dies mit mehreren untermauerten Studien nicht stimmt und ermutigt seinen Horizont immer weiter auszubauen und sich selbst gesteckte Grenzen zu überwinden, um das volle eigenen Potenzial auszubauen. Dabei geht sie auch besonders auf Frauen und auch die pädagogische Förderung von Personen mit Lernbehinderungen. Das Buch ist ein Plädoyer für eine neue Pädagogik, die sich von Mythos Talent verabschiedet und auf dynamisches Lob und Varietät beim Lernen setzt. Das Buch eignet sich besonders für Menschen mit pädagogischen Hintergrund, macht Menschen mit Lernbehinderung Mut und auch für Menschen die sich ewig als Mathe Versager gefühlt haben. Mit dem Buch lässt sich die eigene schulische Vergangenheit aufarbeiten und ist somit auch für Nichtschüler interessant. Für Bibliotheken auch sehr empfehlenswert.
Jan
2/5
12.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Thematik des dynamischen Selbstbildes
Das Buch ist anschaulich und nett geschrieben. Jedoch beschränkt sich die Autorin m.E. überwiegend auf psychologische Aspekte und verharrt bei dem dynamischen Selbstbild und den Tatsachen der Neuroplastizität. Habe mich vom Cover-Text fehlleiten lassen.
Ebenso erschließen sich mir manche Gedankensprünge der Autorin nicht.
Wie z.B S 77-78: „Weil sie das Gefühl hatte, dass ihre Neugierde falsch war, zweifelte sie an sich selbst. Die Ablehnung gab ihr das Gefühl, sie müsse sich klein machen und dürfe nicht die sein, die sie war. Es war ein vernichtendes Gefühl, wie es auch viele homosexuelle Jugendliche kennen.“ Wo nimmt sie die Verbindung her von neugierigen Kindern und homosexuellen Kindern? Völlig fehl am Platz, erst recht wenn die Autorin Bildungsforschung an einer Elite-Uni betreibt.
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