Seit dem bitteren Verlust, der ihr Leben erschütterte, hat sich Dot von der Welt zurückgezogen. Sie vergräbt sich in ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro und geht ganz in ihrem Job als Hüterin verlorener Dinge auf. Ihre größte Freude ist es, wenn sie jemandem einen vermissten Gegenstand wiedergeben kann. Denn hinter ihrer stacheligen Fassade schlägt ein sehr großes Herz. Als ein bekümmerter älterer Herr in ihr Fundbüro kommt, der eine Tasche mit einem Andenken an seine verstorbene Frau darin verloren hat, setzt Dot alles daran, Mr. Applebys Tasche wiederzufinden. Dabei findet sie schließlich auch etwas, wonach sie gar nicht gesucht hat: sich selbst und ihr wahrhaftiges Leben.
Das Hörbuch "Das Fundbüro der verlorenen Träume" von Helen Frances Paris ist eine Geschichte zum Lachen und Weinen, charmant und unterhaltsam interpretiert von Julia Meier.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
aus Luckenwalde
4/5
01.06.2022
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Das Leben gewinnt
"Das Fundbüro der verlorenen Träume" von Helen Frances Paris ist ein sehr vielschichtiger Roman.
Dot arbeitet in London in einem Fundbüro und diese Arbeit ist ihr Leben. Denn Dot hat es sonst nicht leicht, sie ist einsam, ihre Mutter hat Demenz und mit ihrer Schwester hat sie ein sehr unterkühltes Verhältnis.
Als in der Arbeit alles umstrukturiert wird und privat auch eine Katastrophe nach der anderen folgt, verläßt Dot ihre eingefahrenen Wege. Das Buch klingt so locker und leicht, aber das ist es wirklich nicht. Hier werden in einem lockeren und leichten Erzählton einige wirklich schwierige Themen angesprochen. Hier spielt Demenz eine große Rolle, der Tod und Trauer, Depressionen und Suizid.
Den Erzählstil fand ich an manchen Stellen zu ausschweifend, wobei es mir an anderen an Tiefe gefehlt hat. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, was durch die angenehme Stimme der Sprecherin die Lektüre noch lebendiger gemacht hat.
Bewertung
aus Stuttgart
4/5
30.05.2022
Hörbuch-Download
Vermisst und gefunden
Dot arbeitet im Londoner Fundbüro, ihre größte Freude ist es, einen vermissten Gegenstand wieder zurückgeben zu können. Als ein älterer Herr kommt, um seine verlorene Tasche mit dem Andenken an seine verstorbene Frau zu suchen, will Dot ihm unbedingt helfen, die Tasche wieder zu bekommen. Dabei findet sie auch etwas, das sie schon längst verloren glaubte: sich selbst und ihr wirkliches Leben.
Dot geht in ihrer Arbeit beim Fundbüro auf, obwohl sie eigentlich andere Pläne hatte: Sie wollte in Paris studieren. Doch der Tod ihres Vaters warf ihre Planung über den Haufen, sie hatte sich neu orientiert. Inzwischen ist ihre Mutter im Pflegeheim und erkennt ihre Töchter oft nicht wieder. Umso mehr gerät Dots Leben in Schieflage, als der neue Leiter des Fundbüros alles neu regelt und dadurch die Abläufe verändert. Dot beginnt über ihr Leben nachzudenken, sie erkennt nach und nach immer mehr, was sie möchte und was nicht. Viele Themen beschäftigen sie: die Demenz der Mutter, die Trauer um den Suizid des Vaters, die Spannung zwischen ihr und ihrer Schwester, die Unstimmigkeiten in der Arbeit. Indem sie sich damit auseinandersetzt, wird der Weg für sie frei, wieder sie selbst zu sein. Und zunehmend wurden ihre Handlungen für mich als Hörerin verständlich. Die Sprecherin Julia Meier moduliert die verschiedenen Stimmungen und Emotionen gekonnt, so dass man ein gutes Gefühl für Dots Gedanken erhält. Insgesamt konnte mich das Buch gut unterhalten.
Sehr gerne empfehle ich dieses Buch bzw. Hörbuch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.
Bewertung
4/5
25.03.2022
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Das Fundbüro der verlorenen Träume
Ich kannte bisher weder die Autorin Helen Frances Paris, noch die Sprecherin Julia Meier, deren Stimme mir übrigens gut gefällt; hier hört man gerne länger zu. Das Titelbild ist durch die lila Tasche und die große Blume ziemlich auffällig, aber doch nicht zu übertrieben gestaltet. Die Börse von Mr Applebys Frau?
Nicht nur durch die teilweise recht witzige Beschreibung von Dots Arbeit und was dort alles los war, oben bei der Laufkundschaft und unten in Big Jims Ressort, sondern auch durch den eher traurigen, privaten Teil, wenn es um den Verlust des Vaters und die immerwährende Suche nach ihm geht sowie die Krankheit der Mutter, die alles überschattet. Dot selbst hilft anderen Menschen, die etwas verloren (oder gefunden) haben, dabei ist sie selbst ständig auf der Suche und sie muss erst rausfinden, nach wem oder was genau. Schwester Philippa erscheint anfangs nicht als große Hilfe, eher als Blockade, doch im Laufe des Hörbuchs merkt man, woran das liegt und wie nahe sich die beiden Schwestern doch unbewusst die ganze Zeit standen. Es gibt diverse Geheimnisse in dieser Familie, da hilft auch ein Watson nicht immer... Manche Szenen ließen mich schmunzeln, andere stimmten nachdenklich, ja, man hat mit Dorothea gefühlt und gelitten, ist aber auch mit ihr aufgeblüht und gereist. Die Leidenschaft für Reiseführer, diese zu sammeln, fand ich sehr kurios - was sie letztendlich damit gemacht hat, eine wunderbare Idee!
Am besten selbst hören und eine Meinung bilden - ich hatte etwas über 10 Stunden gute Unterhaltung und kann das Hörbuch mit 4 Sternen weiterempfehlen.
Diana E
aus Moers
4/5
22.03.2022
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Überraschend, emotional und intensiv.
Helen Francis Paris – Das Fundbüro der verlorenen Träume
Dot arbeitet seit Jahrzehnten im städtischen Fundbüro und sie liebt ihren Job. Als eines Tages Mr Appelby ins Fundbüro kommt und dort nach der Tasche seiner verstorbenen Frau sucht, gibt Dot alles, um sie wiederzufinden. Tag ein Tag aus berührt sie das Schicksals des älteren Herrn, der sich verzweifelt an die Hoffnung klammert, die Tasche bzw. die Erinnerung an seine verstorbene Frau zu halten.
Als sich die Tasche dann tatsächlich wiederfindet, ändert sich für Dot plötzlich alles.
Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen.
Der Erzählstil ist sehr poetisch, die Story hat mich an vielen Stellen berühren können, ist sehr detailreich und ein wenig abgedreht, so wie das tägliche Leben.
Im Fokus steht Dot, eine Frau mittleren Alters, die sich mit Schuldgefühlen herumplagt und seit einigen Jahren auf der Stelle tritt. Sie wohnt im Elternhaus. Ihre Schwester hat längst ein eigenes Leben samt Familie aufgebaut, ihr Vater ist verstorben und ihre Mutter leidet an Demenz und ist nach einem Sturz ins Seniorenheim eingezogen.
Dot lebt für ihren Job, den sie sehr akribisch, fast schon zwanghaft ausführt. Als sie einen neuen Chef bekommt, ändert sich alles. Ihr geht das Schicksal von Mr. Appelby sehr zu Herzen, und der Leser bzw. Hörer erlebt ihre Gefühlswelt hautnah mit.
Die Charaktere sind insgesamt sehr lebendig und wie aus dem Leben dargestellt. Genau das macht Dot so sympathisch, auch wenn sie unter Absynth-Genuss von ihrem toten Vater halluziniert und das zugegeben ein wenig abstrus und abgedreht wirkt. Aber hey, manchmal ist das Leben so und von daher fand ich das absolut glaubhaft.
Die Autorin achtet akribisch auf Details, ich glaube ich habe noch nie in einem Buch so eine Fülle von Farben, beschriebenen Gerüchen oder Blumensorten gelesen, aber das hat die Geschichte noch aufgewertet, farbenfroher und intensiver gemacht. Leider führte das ab und an auch dazu, dass die eigentliche Story auf der Stelle trat und nicht voran kam, dass die Spannung nachgelassen hat, aber das holt die Autorin wenig später dann durch Intensität der Gefühle wieder heraus.
Das Buch hebt sich auf jeden Fall deutlich aus der Masse heraus. Ich bin froh es gelesen bzw gehört zu haben, aber ich denke, es ist unwahrscheinlich, dass ich ein weiteres Buch der Autorin lese, einfach weil es normalerweise nicht mein Genre ist.
Ich habe das Hörbuch, eingelesen von Julia Meier, gehört. Die ungekürzte Hörbuchdauer beträgt knappe 12 Stunden.
Die Synchronsprecherin lässt die Geschichte und Charaktere lebendig werden, sie erzählt die Story in einem guten, angehmen Tempo. Julia Meier lässt uns an der Gefühlslage von Dot teilnehmen; die Schrecken, die Angst, die Angst, die Schuldgefühle kommen glaubhaft und authentisch rüber, genau wie die positiven Gefühle, die Leidenschaft zu ihrem Job, die Liebe zu ihrer Familie, die auftauchenden Halluzinationen. Es war schön, Dot auf ihrem Weg zu begleiten und Julia Meier hat einen guten Job gemacht.
Ich fand das Buch schön, es hat mich berührt und ich möchte es an dieser Stelle gerne weiterempfehlen. Wer Bücher mit einer gewissen Intensität und aus dem Leben entstandenen Geschichten mag, der wird Freude am Buch haben. Allerdings sollte man im Vorfeld die Leseprobe gelesen haben, denn wie gesagt, die Autorin verfolgt akribisch und sehr detailliert den Weg von Dot. Ich kann also durchaus verstehen, wenn es dem einen oder anderen Leser zu detailliert ist.
Das Cover passt sehr schön in die Geschichte, die fliederfarbene Tasche bzw. Geldbörse mit der Tulpe, ist gut gewählt.
Fazit: Obwohl ich das Genre selten lese, hat mich die Story überraschen und berühren können. Dot findet zurück ins Leben und zu sich selbst. Überraschend, emotional und intensiv. 4 Sterne.
Gavroche
4/5
21.03.2022
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Ein Reiseführer für jede Lebenslage
Dot arbeitet im Reisebüro an der Baker Street in London. Sie ist eher zufällig hier gelandet, hatte eigentlich ganz andere berufliche Pläne, aber das Leben verläuft eben nicht immer so wie gedacht. Dot ist sehr korrekt und freut sich immer, wenn Fundstücke ihrem Besitzer zurück gegeben werden können. Eines Tages kommt Mr Appleby zu ihr. Er vermisst die auf dem Cover des Buches abgebildete Tasche, vor allem jedoch das darin befindliche Portemonnaie, weil es seiner verstorbenen Frau gehört hat. Ein Teil der Geschichte dreht sich zwar auch um dieses Fundstück, aber im Zentrum steht Dot, die sich immer wieder mit ihren Eltern und ihrer Schwester auseinandersetzt und in die Vergangenheit schweift und überlegt, was sie hätte anders machen können. Sie lebt sehr zurückgelassen und liebt es liegen gebliebene, nicht abgeholte Reiseführer zu lesen und in Gedanken zu reisen. Das Buch entwickelt sich anders als ich dachte und vor allem ist es viel ernster und hat mich an manch einer Stelle zum Nachdenken gebracht. Julia Meier hat eine angenehme Stimme, die gut zu diesem Buch passt.
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