Produktbild: Herumtreiberinnen

Herumtreiberinnen Roman

5

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

66771

Erscheinungsdatum

04.02.2022

Verlag

Verbrecher Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

413 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783957325297

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

66771

Erscheinungsdatum

04.02.2022

Verlag

Verbrecher Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

413 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783957325297

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Ein Gebäude verbindet

Bewertung aus Nentershausen am 16.03.2022

Bewertungsnummer: 1676514

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem mich "Nichts, was uns passiert" von der Autorin Bettina Wilpert begeistern konnte, war ich gespannt auf ihren zweiten Roman, der am Weltfrauentag erschienen ist. "Herumtreiberinnen" erzählt von drei Frauen in unterschiedlichen politischen Systemen. Den Hauptteil nimmt die 17 jährige Manja ein. Sie wird in den 1980er Jahren in Leipzig gegen ihren Willen und ohne Grund in die Verenologoschen Station eingewiesen. Unter dem Deckmantel, dass Geschlechtskrankheiten geheilt werden sollten, werden dort Frauen eingesperrt, die dem politischen Regime nicht gefallen. Dort erlebt sie Gewalt und Züchtigung. In dem gleichen Gebäude in dem Manja festsitzt, wird Lilo in den 1940er Jahren festgehalten. Sie half ihrem Vater, einen Kommunisten, bei kleineren Aktionen und ist aufgeflogen. 2015 arbeitet Robin in diesem Haus. Sie ist Sozialarbeiterin und betreut dort geflüchtete Menschen und kämpft mit dem Gesetzt sowie mit alltäglichen Problemen. Was für eine tolle Idee die Autorin doch hatte. Drei starke Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, die durch ein Gebäude miteinander verbunden sind. Die Geschichten sind spannend erzählt, sehr berührend und machen wütend. Besonders Lilo und Manja litten sehr. Es zeigt auf, wie eine bestimmte Staatsform Einfluss auf das Leben dieser jungen Frauen hatte. Besonders schockiert war ich, dass ich über die Verenologoschen Stationen keine Ahnung hatte. Vielen Dank, Frau Wilpert, dass Sie darauf aufmerksam machen. Für mich eine riesengroße Empfehlung, lest beide Bücher der Autorin, es wird euch bereichern!

Ein Gebäude verbindet

Bewertung aus Nentershausen am 16.03.2022
Bewertungsnummer: 1676514
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem mich "Nichts, was uns passiert" von der Autorin Bettina Wilpert begeistern konnte, war ich gespannt auf ihren zweiten Roman, der am Weltfrauentag erschienen ist. "Herumtreiberinnen" erzählt von drei Frauen in unterschiedlichen politischen Systemen. Den Hauptteil nimmt die 17 jährige Manja ein. Sie wird in den 1980er Jahren in Leipzig gegen ihren Willen und ohne Grund in die Verenologoschen Station eingewiesen. Unter dem Deckmantel, dass Geschlechtskrankheiten geheilt werden sollten, werden dort Frauen eingesperrt, die dem politischen Regime nicht gefallen. Dort erlebt sie Gewalt und Züchtigung. In dem gleichen Gebäude in dem Manja festsitzt, wird Lilo in den 1940er Jahren festgehalten. Sie half ihrem Vater, einen Kommunisten, bei kleineren Aktionen und ist aufgeflogen. 2015 arbeitet Robin in diesem Haus. Sie ist Sozialarbeiterin und betreut dort geflüchtete Menschen und kämpft mit dem Gesetzt sowie mit alltäglichen Problemen. Was für eine tolle Idee die Autorin doch hatte. Drei starke Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, die durch ein Gebäude miteinander verbunden sind. Die Geschichten sind spannend erzählt, sehr berührend und machen wütend. Besonders Lilo und Manja litten sehr. Es zeigt auf, wie eine bestimmte Staatsform Einfluss auf das Leben dieser jungen Frauen hatte. Besonders schockiert war ich, dass ich über die Verenologoschen Stationen keine Ahnung hatte. Vielen Dank, Frau Wilpert, dass Sie darauf aufmerksam machen. Für mich eine riesengroße Empfehlung, lest beide Bücher der Autorin, es wird euch bereichern!

Wichtiges Thema, nicht ganz rund erzählt

Bewertung am 01.08.2022

Bewertungsnummer: 1759103

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herumtreiberinnen verhandelt die Situation an den Rand gedrängter Frauen im Osten Deutschlands. Den Mittelpunkt bildet die 17jährige Manja in den 80er Jahren. Sie lernt die freigeistige Maxi kennen, trampt mit ihr und geht mit dem mosambikanischen Vertragsarbeiter Manuel eine Beziehung ein. Sie landet in der Lerchenstraße, jenem Ort, der die verschiedenen Zeitebenen des Romans zusammenführt. In der DDR befindet sich in der Lerchenstraße eine geschlossene venerologische Station für "Herumtreiberinnen". Manja wird dort festgehalten, wird immer wieder gynäkologisch untersucht. Sie wird der brutalen "Erziehung" zugeführt, wieder ein brauchbares Mitglied der sozialistischen Gesellschaft zu werden. Zu Zeiten des Nationalsozialismus ist in der Lerchenstraße ein Übergangslager für Zwangsarbeiter:innen, Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma und "Asoziale". Hier landet Lilu, das Kind eines "Roten" und erfährt wie Manja Freiheitsentzug und Gewalt. In den 2000ern ist in der Lerchenstraße ein Wohnheim für Geflüchtete. Ronja ist Sozialarbeiterin und bemüht sich um gute Bedingungen für die Bewohner:innen, was nur begrenzt gelingen kann. Sie stößt auf alte Akten und beschäftigt sich mit der Vergangenheit des Hauses. Die zeitlichen Ebenen sind miteinander verwoben, alle drei Frauen sind ähnlich alt, ähnlich klug, ähnlich suchend. Es verschränken sich individuelle Geschichten mit der Zeitgeschichte, denn, wie es für sie ausgeht, ist im Kontext der Verhältnisse zu sehen. An der einen oder anderen Stelle stolperte ich über den Aufbau und einiges blieb für mich nicht ganz rund. Dennoch empfehle ich Herumtreiberinnen, sogar sehr, denn es leistet wichtige Aufklärungsarbeit zu deutscher Geschichte und Gegenwart, zu Gewalt und Ausgrenzung in ihrer Kontinuität, nicht nur örtlich und es macht nachdenklich.

Wichtiges Thema, nicht ganz rund erzählt

Bewertung am 01.08.2022
Bewertungsnummer: 1759103
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herumtreiberinnen verhandelt die Situation an den Rand gedrängter Frauen im Osten Deutschlands. Den Mittelpunkt bildet die 17jährige Manja in den 80er Jahren. Sie lernt die freigeistige Maxi kennen, trampt mit ihr und geht mit dem mosambikanischen Vertragsarbeiter Manuel eine Beziehung ein. Sie landet in der Lerchenstraße, jenem Ort, der die verschiedenen Zeitebenen des Romans zusammenführt. In der DDR befindet sich in der Lerchenstraße eine geschlossene venerologische Station für "Herumtreiberinnen". Manja wird dort festgehalten, wird immer wieder gynäkologisch untersucht. Sie wird der brutalen "Erziehung" zugeführt, wieder ein brauchbares Mitglied der sozialistischen Gesellschaft zu werden. Zu Zeiten des Nationalsozialismus ist in der Lerchenstraße ein Übergangslager für Zwangsarbeiter:innen, Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma und "Asoziale". Hier landet Lilu, das Kind eines "Roten" und erfährt wie Manja Freiheitsentzug und Gewalt. In den 2000ern ist in der Lerchenstraße ein Wohnheim für Geflüchtete. Ronja ist Sozialarbeiterin und bemüht sich um gute Bedingungen für die Bewohner:innen, was nur begrenzt gelingen kann. Sie stößt auf alte Akten und beschäftigt sich mit der Vergangenheit des Hauses. Die zeitlichen Ebenen sind miteinander verwoben, alle drei Frauen sind ähnlich alt, ähnlich klug, ähnlich suchend. Es verschränken sich individuelle Geschichten mit der Zeitgeschichte, denn, wie es für sie ausgeht, ist im Kontext der Verhältnisse zu sehen. An der einen oder anderen Stelle stolperte ich über den Aufbau und einiges blieb für mich nicht ganz rund. Dennoch empfehle ich Herumtreiberinnen, sogar sehr, denn es leistet wichtige Aufklärungsarbeit zu deutscher Geschichte und Gegenwart, zu Gewalt und Ausgrenzung in ihrer Kontinuität, nicht nur örtlich und es macht nachdenklich.

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Herumtreiberinnen

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