Produktbild: Der Kalte Krieg der Generationen

Der Kalte Krieg der Generationen Wie wir die Solidarität zwischen Jung und Alt erhalten

4

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2633 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783451827044

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PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2633 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783451827044

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  • Lea

    aus Wien

    5/5

    06.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ende mit Hoffnung

    Johannes Pantel beschreibt schockende Bilder - Menschen, die anderen Menschen neidig sind. Kinder, die ihren Eltern lebensnotwendige Medizin verweigern. Ärzte und Ärztinnen, die über Leben entscheiden, um das System zu entlasten. Was klingt wie eine utopische Vorstellung, ist in unserer Gesellschaft ein Teil der Realität. Vor allem durch die Corona-Krise wurde der Generationenkonflikt immer öfter in den Vordergrund gedrängt: stellen wir das System so um, dass das Leben der Alten geschützt wird? Oder achten wir darauf, dass wir die Jungen weiterhin sozialisieren und opfern unsere Alten auf, die sowieso "eh bald" sterben werden? Der Autor geht differenziert auf jede Generation ein, von den Gen Z bis zu den Baby-Boomern und analysiert deren Lebensbedingungen sowie den Wandel der Zeit, der auf die Entwicklung der Generationen einen großen Einfluss hatte. Dabei geht er auf einen wichtigen Aspekt ein: die Ressourcenknappheit. Menschen leben tendenziell immer länger und werden immer älter, wodurch das Sozialsystem stark belastet ist - es kommen verhältnismäßig wenig junge Menschen nach, die arbeiten und in das System einzahlen. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, dass Herr Pantel in seinem Buch spannend beschreibt und Lösungsvorschläge aufbreitet, um einem großen Konflikt zu entgehen. Sämtliche Quellen und Statistiken werden ebenfalls angeführt, was den qualitativen Wert des Buches erheblich steigen lässt. Die Statistiken haben die Zahlen außerdem deutlich anschaulicher werden lassen und ermöglichen einen vertiefenden Einblick in die Thematik. Ein tolles Buch um sich mit dem Thema stärker zu befassen!

  • Liselottchen

    aus Rankweil

    5/5

    29.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.«

    Wohin mit dem Überschuss an Menschen? Das fragt sich der Autor in diesem vorzüglich recherchierten Sachbuch, das sich teilweise ausgesprochen spannend liest. Er schlüsselt darin die einzelnen Generationen auf, besonders die (Baby)-Boomer Jahrgänge, die sich nun alle der Rente zubewegen bzw. sich bereits im Rentenalter befinden. Bisher hat das System der Altenversorgung funktioniert, die arbeitende Bevölkerung stellte einen großen (ausreichenden) Teil der Bevölkerungsschicht dar, sodass mit ihrem Geld sowohl die Kinder als auch die alten Menschen versorgt werden konnten. In den kommenden Jahrzehnten verschiebt sich das jedoch, wir werden immer mehr Rentner/innen haben, die vom Geld der Arbeitenden leben müssen. Kann das auf Dauer funktionieren? Zudem erreicht die Menschheit – dank der fortschrittlichen Medizin – ein zunehmend höheres Alter. Manche überleben die Rente um dreißig Jahre oder mehr. Dies tun sie jedoch meist nicht einem Zustand, der als topfit zu bezeichnen ist, ein Großteil ist auf häusliche oder Pflege in Heimen angewiesen. Hierzu mangelt es wiederum an Pflegekräften, sodass diejenigen, die in solchen Einrichtungen arbeiten, überlastet sind und ihrer Tätigkeit nicht befriedigend in adäquater Weise nachkommen können. Die Alten werden vernachlässigt, mit Medikamenten ruhig gestellt oder sogar mit Gewalt konfrontiert. Was also tun? Menschenverachtende Dystopien in Film und Büchern unterbreiten uns eine makabre Lösung: sämtliche Leute sollen in einem gewissen Alter aus Solidarität den Freitod wählen. Tun sie es nicht, wird »sanft« nachgeholfen. Der Zweck heiligt die Mittel, oder nicht? Im letzten Teil entwirft der Autor Lösungsvorschläge und Ansätze, die eventuell funktionieren könnten. Allerdings benötigte es dazu eine tatkräftig agierende Politik. Es bleibt die Hoffnung, dass das große Erwachen und Handeln noch rechtzeitig kommen wird. Eine kurze Fabel am Schluss hat mich am meisten berührt, denn sie zeigt, wie viel das Vorbild ausmacht. Leben wir unseren Kindern und Enkeln gelebte Menschlichkeit vor, dann können diese sie auch entwickeln. Das Buch ist in flüssig gut lesbarem Schreibstil verfasst und ich habe es zügig lesen können. Ein aufwühlend realistisches Szenario, das hier gezeichnet wurde. Mich hat es sehr beeindruckt und ich lege es verantwortungsbewussten Leser/innen ans Herz. Unbedingt lesenswert.

  • Bewertung

    aus Schöppenstedt

    5/5

    24.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gibt es wirklich einen Ausweg?

    Ich bin Jahrgang 1952 und gehöre damit zu den Nachkriegskindern. Hauptsächlich geht es in dem Buch um die Boomer, der Bevölkerungsgruppe also, die ab 1955 geboren wurden. Die jungen Menschen von heute werfen ihnen vor, ihr Leben in Saus und Braus verbracht zu haben, ohne Rücksicht auf die Ressourcen zu nehmen, die immer mehr zusammenschrumpfen. Auf sehr informative Weise werden die Generationen beschrieben, ihre Ängste um ihre Zukunft und das derzeitige und vermutlich zukünftige Zusammenleben untereinander. Wird die heutige Jugend überhaupt noch eine Rente bekommen, wer soll die Schulden zurückzahlen, die die Regierung gerade anhäuft, wer übernimmt die Kosten und Pflege für der alte Generation? Es folgt ein Kapitel, das sehr anschaulich, aber auch drastisch beschreibt, wie zurzeit mit den Alten umgegangen wird, und zwar zu Hause und in Alten- und Pflegeheimen. Ich muss gestehen, dass mich dieser Abschnitt sehr bedrückt hat, zumal ich mit meinen 70 Jahren unaufhaltsam darauf zusteuere. Im dritten und letzten Kapitel versucht der Autor mit Lösungsvorschlägen, wie man einen "Krieg" zwischen den Generationen verhindern kann und dem Leser somit Hoffnung gibt. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Auch wenn mich das Buch sehr aufgerüttelt hat, gehe ich positiv in die Zukunft und hoffe, dass sich alles zum Guten wenden wird.

  • Bewertung

    4/5

    18.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Augenöffnend, ungeschönte Realität und bodenständige Angriffspunkte

    In diesem sehr ausführlich recherchierten und dargelegten Sachbuch werden auf sehr eindrückliche Weise aktuellste gesellschaftsmedizinische, brisante Themen mit Explosionspotenzial dargelegt. Ein fundiertes Werk, um sich mit den verschiedenen Generationen, ihren Charakteristika, intra- und intergenerationalen Konflikten und den mitschwingenden Themen Rente, Versorgung im Alter, von Gerontophobie bis Senizid und Sterbehilfe, Klimabewegung und der Missstände während der Coronapandemie auseinanderzusetzen. Dabei erfhährt man durch einen historischen Rückblick die tiefgreifende Entwicklung aktueller sozialer und politischer Tendenzen. In einem dritten Teil werden sinnvolle Herangehensweisen zum rechtzeitigen Aufhalten und Verbessern der misslichen Lage zwischen den Generationen dargeboten. Ein absolutes Muss für Ärzte, Gesellschaftswissenschaftler, Junge und Alte, sicherlich auch Studenten, denen die Entwicklung und Zukunft unserer Gesellschaft am Herzen liegt.

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