Produktbild: Gesichter

Gesichter Roman

9

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

40306

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

382 KB

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Ansigterne

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

EAN

9783841229472

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Verkaufsrang

40306

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

382 KB

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Ansigterne

Übersetzt von

Ursel Allenstein

Sprache

Deutsch

EAN

9783841229472

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  • Nele33

    5/5

    09.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenwerte Lektüre

    Schon die Kopenhagen Trilogie der Autorin hat mich restlos begeistert. Als ich nun die Möglichkeit hatte die Übersetzung des BUches "Gesichter" der Autorin zu lesen, war ich sehr gespannt. Es wird ein wichtiges, häufig verschwiegenes Thema in Familien behandelt. Die gewählte Protagonistin Lise Mundus, eine seit 2 Jahren erfolglose Schriftstellerin verliert nach und nach den Bezug zur Realität und landet nach einem vorgetäuschten Suizidversuch 1968 in der Psychiatrie. Sie verweigert sich den Behandlungen und der Nahrung, so dass sie letztendlich fixiert dahin vegitiert. Beeindruckend ist wieder der Schreibstil und die Sprachauswahl, die mich als Leserin mitgenommen hat in eine Psyche, die sich selber etwas vorgaukelt und aus diesem Wahn nicht allein herausfinden kann. Eine Seele die zum letzten greift um einer, für sie unerträglichen Situation zu entfliehen. Ein kurzes, aber um so intensiveres Buch, welches autofiktional ist und dadurch noch mehr Gewalt und Bedrückung auslöst. Sehr empfehlenswerte Lektüre.

  • sleepwalker

    5/5

    13.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tove Ditlevsen kenne ich…

    Tove Ditlevsen kenne ich bereits aus ihrer Kopenhagen-Trilogie. Jetzt ist ihr 1968 veröffentlichter Roman „Gesichter“ in einer neuen Übersetzung erschienen und die autobiografischen Elemente sind auch hier nicht zu übersehen. Die Geschichte der preisgekrönten Schriftstellerin Lise Mundus, die nach einem Selbstmordversuch in der Psychiatrie landet, ist düster, bedrückend und verwirrend. Es ist eine eindrucksvolle Beschreibung dessen, was im Kopf der Protagonistin vorgeht: eine chaotische Welt aus Stimmen und Gesichtern, ein Leben zwischen Halluzinationen und Wirklichkeit, die auch der Leser nicht immer zu durchschauen vermag. Aber von vorn. Die vierzigjährige Lise Mundus ist gefangen in der Ehe mit dem notorischen Fremdgänger Gert. Sie hat ein preisgekröntes Kinderbuch geschrieben, das in elf Sprachen übersetzt worden ist, steckt aber seit der Preisverleihung vor zwei Jahren in einer Schreiblockade. Schlafen kann sie nur mithilfe von Schlaftabletten und Angstzustände und Halluzinationen bestimmen ihren Alltag, sodass sie das Haus nicht mehr verlässt („Lise war schon lange nicht mehr auf die Straße gegangen, weil ihr die vielen Gesichter Angst einjagten.“). Auch ihrer Rolle als Mutter dreier Kinder kann sie nicht mehr gerecht werden (ihr Sohn Søren sieht sie sogar als eine böse Märchen-Hexe). Nach einem Selbstmordversuch wird sie in die Psychiatrie eingewiesen, wo ihr Zustand sich verschlechtert, sodass sie nach kurzer Zeit in die geschlossene Abteilung verlegt wird. Auch dort verschwimmen akustische und visuelle Halluzinationen mit der Realität und sie entwickelt Ängste und ein an Verfolgungswahn grenzendes Misstrauen. Nach drei Wochen wird sie jedoch als geheilt entlassen. Allerdings hatte sie „ihre neue, zerbrechliche Wirklichkeit übergestülpt wie eine Schachtel einen Deckel, der ihr nur passte, wenn sie sich anstrengte und ausweitete.“ Das Buch endet mit ihrem Vorsatz, ein Buch für Erwachsene zu schreiben. Morgen dann. Sprachlich fand ich das Buch (wie alles, was ich von Tove Ditlevsen gelesen habe) sehr poetisch und bildhaft geschrieben. Die Autorin verwendet eine Vielzahl von Metaphern, aber trotzdem ist das Buch sehr prägnant und dicht geschrieben, kein Wort, kein Satz ist zu viel. Die Charaktere sind eher zwei- als dreidimensional. Sie sind mehr Pappkameraden als Persönlichkeiten, so, wie Lise Mundus die Menschen sieht: als jemand, der sich hinter seinem Gesicht wie hinter einer Maske versteckt. Tove Ditlevsen verarbeitet in ihrem Buch viel mehr als die Erfahrungen mit der Psychose, den dänischen Psychiatrien und vor allem den Psychiatern (Dr. Jørgensen ist einem realen Arzt nachempfunden, der tatsächlich Versuche mit LSD an Patienten durchgeführt hat). Es ist eine Menge Gesellschaftskritik darin versteckt. An der Rolle der Frau in der Gesellschaft („Einige, vor allem Mädchen, mussten die Kindheit ihrer Mutter leben, während ihre eigene in einer geheimen Schublade verstaubte.“) und in der (speziell ihrer eigenen) Ehe, bezeichnend dafür finde ich den Satz, den Gert zu seiner Frau Lise sagt: „Dich kann man als Menschen nur noch schwer ernst nehmen.“ Die Geschichte ist für die Leserschaft so verwirrend und bedrückend wie für die Protagonistin. Die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit sind so verschwommen, dass man sich gut vorstellen kann, wie es in ihr aussehen muss. Ein heilloses Durcheinander aus echten und halluzinierten Stimmen und Gesichtern, eine Welt aus Misstrauen, Wahn und dem Wunsch, einfach nur in Ruhe gelassen zu werden („»Lassen Sie mich in Ruhe«, schluchzte sie. »Etwas anderes habe ich nie gewollt. Ich interessiere mich nicht für die Welt. Ich möchte einfach nur schreiben und lesen, ich möchte einfach nur ich selbst sein.“). Wer die Biografie der Verfasserin kennt weiß, dass sie aus eigener Erfahrung schreibt. Und das machte für mich alles noch viel trauriger. Dennoch habe ich das Buch geradezu verschlungen, vor allem, weil ich ihre bildhafte Sprache zu schätzen gelernt habe. Von mir daher fü

  • Bücherbummler

    5/5

    23.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lise Mundus ist eine erfolgrei…

    Lise Mundus ist eine erfolgreiche preisgekrönte Kinderbuchautorin mit drei Kindern, einem Mann, einem Haus, einer Haushaltshilfe, die bei ihnen lebt – also einer von den Menschen, über die man gerne sagt, dass sie alles haben. Aber wie so oft sieht es hinter der Fassade anders aus, die Ehe läuft nicht gut, ihr Mann geht fremd und Lise verliert nicht nur die Motivation, zu schreiben, sondern auch den Bezug zur Realität. Die Gesichter der Menschen um sie herum verformen und vertauschen sich, sie hört Stimmen, fühlt sich von ihrer eigenen Familie bedroht. Der beste Ausweg, so scheint ihr, ist, sich in eine Klinik einweisen zu lassen, wo sie sich vor den bösartigen Absichten ihrer Familie sicher fühlt. Aber die Stimmen und Halluzinationen verfolgen sie auch dort, schallen aus Luftschächten, Rohren und Kopfkissen und verwandeln die Pfleger und Ärzte in Feinde, die ihr nach dem Leben trachten. Doch im Laufe des Aufenthalts in der Psychiatrie muss sich Lise auch der Frage stellen, inwieweit nicht gerade ihre Krankheit ihr auch die Zuflucht und Sicherheit bietet, die ihr im Leben draußen zu fehlen scheint. „Gesichter“ war mein erster Roman von Tove Ditlevsen. Die „Kopenhagen-Trilogie“ war mir zwar ein Begriff, aber gewusst habe ich weder über die Autorin noch über ihr Werk irgendetwas, auch nicht, dass die Geschichte auf ihren eigenen Erfahrungen beruht. Und so habe ich mich anfangs ein wenig schwergetan, nicht gewusst, womit ich gerade konfrontiert werde, kafkaeskem Surrealismus, Metaphern, einem Alptraum? Mitten rein wird man als Leser geworfen in die psychotische Welt der Lise Mundus und bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich das verstanden habe. Trotzdem war der Sog von Anfang an unglaublich stark, schnell sind die Grenzen zwischen Realität und Wahn auch für mich als Leser verschwommen, wurde ich unsicher, was ich glauben kann und soll, und was nicht. Die Atmosphäre, die Ditlevesen dabei schafft, ist dicht und erdrückend, macht einem das Atmen schwer und das Grauen, das Lise empfinden muss, spürbar. Und paradoxerweise ist es genau dieses Unwohlsein, dass einen in und durch den Roman trägt. Es ist kein ganz passender Vergleich, weil beide Werke so unterschiedlich sind, aber ich habe mich an „Ein wenig Leben“ von Hanna Yanagihara erinnert gefühlt, den einzigen anderen Roman, der mir einfällt, der mich auf ähnliche Weise gefesselt hat, obwohl er teilweise auf eine mir unerklärlich großartige Weise schwer zu ertragen war. Es ist schwer, diesem Buch in einer Rezension gerecht zu werden. Die Lektüre ist ein geradezu physisches Erlebnis, das man erfahren, aber schlecht beschreiben kann. Ein Buch, das sicher nicht für jeden geeignet ist, fast möchte ich eine der derzeit so beliebten Trigger-Warnungen aussprechen. Aber noch lieber eine Leseempfehlung.

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    17.03.2022

    Hörbuch (CD)

    Berührend bedrückend und ganz besonders.

    Lise ist erfolgreiche Kinderbuchautorin, Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Eingeengt und von ihrem Ehemann, reduziert auf ihre Rolle als Hausfrau, ist der Schreibfluss versiegt und führt zu einer psychischen Krise. Gesichter verändern sich, sie hört Stimmen und verfängt sich in Angstfantasien und Wahnvorstellungen. Ein Selbstmordversuch ist die Folge. Mit jeder Seite wird der Hörer mit in die Verzweiflung dieser Frau gezogen, die so gefangen ist in ihrer Situation und ein Leben führen muss, das die Gesellschaft ihr vorgibt. So wie bei den anderen Hörbüchern der Autorin ist die Sprecherin Dagmar Manzel in ihrer Fähigkeit diesen Text verhalten, spröde, berührend zu lesen einfach umwerfend!

  • mari_liest

    5/5

    05.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stimmen & Gesichter

    “Nur wenn sie schrieb, drückte sie sich selbst aus, und ein anderes Talent besaß sie nicht.“ (S. 9) Lise Mundus, Mutter von Soren, Hanne und Mogens, gefeierte Autorin von Kinderbüchern, schafft es seit 2 Jahren nicht nur eine Zeile zu schreiben. In der Familie geht etwas vor sich. Lise ist überzeugt, dass ihre Haushälterin Gitte ihren Mann Gert verführt. Es muss ihm gefallen, er hatte ja schon Affären – denn er kann ja nicht mit einem Stück Literatur ins Bett gehen, sagt der erfolgs-eifersüchtige Ehemann. Lise steigert sich immer tiefer in ihre Sorgen und kann schließlich die Realität von ihrer Gedankenwelt nicht mehr unterscheiden. Ihre psychische Verfassung wird immer schlimmer. Sie hat Angst, nie mehr ein Buch schreiben zu können. Sie hört Stimmen. Sie sieht Gesichter. Sie ortet eine Verschwörung. Als sich die erste Affäre ihres Mannes suizidiert, denkt auch Lise, dass sie nur mit einer Überdosis aus ihrem ganz persönlichen Horror entfliehen kann. Als sie aufwacht, ist sie im Krankenhaus. Die Stimmen und Gesichter, ihre stetigen Begleiter, sind auch hier. Sie haben sie nicht verlassen. Sie sieht und hört sie überall. Sie hört die Stimmen in ihrem Kopfpolster. Sieht die verräterischen Gesichter auch in den Menschen, die dort arbeiten. Sie misstraut allem und jedem. Schließlich wird sie auf die geschlossene Abteilung für psychiatrisch Kranke verlegt. Wird Lise’s inneres heilen? Dieser Roman ist kurz, dennoch tiefgründig. Er ist real, dennoch auch täuschend und voller Einbildung. Er geht ins Herz, und macht dennoch argwöhnisch. Er zeigt tiefe Abgründe und büßt dennoch thematisch nichts ein. Er ist schonungslos, offen und trifft direkt ins Herz. Genie und Wahnsinn liegen wirklich sehr nah beieinander. Der Umgang Lise’s mit der Einnahme einer Überdosis aus dem eigenen Alltag zu entfliehen, steht für mich für eine Art Befreiung. Befreiung vom Druck der Mutter, der Ehefrau, der Autorin. Und nur mit dieser persönlichen Extraktion aus ihrer Situation, konnte sie gesund werden. Das Buch hat mich eingesogen. Beim Lesen kam mir vieles surreal vor und doch weiß ich, dass es diese Gedanken, Menschen und Situationen gibt. Gefühlt war ich Monate mit Lise im Krankenhaus. Doch waren es nur 3 Wochen. Sprachlich sehr besonders, stellenweise poetisch, tiefgründig, begeisternd. Keine einzige Stelle fand ich konstruiert oder zu sehr gewollt. Bin total begeistert! Große Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (9)

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