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Jane Gardam

1. Mädchen auf den Felsen

Mädchen auf den Felsen

Gesprochen von
9

21,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Leslie Malton

Spieldauer

6 Stunden und 25 Minuten

Erscheinungsdatum

28.04.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

5

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Isabel Bogdan

Sprache

Deutsch

EAN

9783957132710

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Leslie Malton

Spieldauer

6 Stunden und 25 Minuten

Erscheinungsdatum

28.04.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

5

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Isabel Bogdan

Sprache

Deutsch

EAN

9783957132710

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg
Völckerstraße 18
22765 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    14.04.2022

    Hörbuch (CD)

    Hörerlebnis

    „Mädchen auf dem Felsen“ ist das Erstlingswerk der großen Schriftstellerin Jane Gardam. Erst 40 Jahre später wurde er ins Peitsche übersetzt. Mit der besonderen Stimme der exzellenten Sprecherin Leslie Malton wird das Hörbuch zu einem Erlebnis. Sie bringt die Stimmung hervorragend ans Licht. Der Roman die Gesellschaft um 1930. Die 8jährige Margaret wird bei Laune gehalten, weil sie einen kleinen Bruder bekommen hat. Der Vater ist Prediger einer Sekte. Zwar kam mir der Roman zuerst etwas altmodisch vor, aber die Autorin lässt doch ihren bissigen Humor zu Wort kommen.

  • dracoma

    aus LANDAU

    4/5

    17.09.2022

    Hörbuch (CD)

    Ein Sommer in England in den…

    Ein Sommer in England in den 30er Jahren. Im Mittelpunkt der Handlung steht Margaret, die dem Hörer/Leser zunächst als 8jähriges Kind, im 2. Teil dann als junge Frau begegnet, die für den Tod zweier Menschen ursächlich verantwortlich und entsprechend belastet ist. Von dieser zentralen Figur aus entfaltet die Autorin die Handlung. Das Kind Margaret ist eine scharfe Beobachterin und erkennt die Unstimmigkeiten in ihrer Familie, aber erst der Leser ist es, der sich aus ihren Beobachtungen die Verlogenheit und die Bigotterie unter der bürgerlich-frommen Fassade zusammenreimt. Auf diese subtile und indirekte Weise, immer unterfüttert von einem unterschwelligen Humor, breitet die Autorin vor dem Leser ein Gesellschaftsbild der Zeit aus, das durch soziale Ungleichheiten, Klassenschranken und lebensfeindliche religiöse Bestimmungen geprägt ist. Der Zentralfigur Margaret stellt die Autorin einen zentralen Ort zur Seite: das Herrenhaus mit dem dazugehörigen Park in der Nähe, in dem sich Margaret wohlfühlt und in dem alle Handlungsstränge zusammenlaufen. Gardam verwebt die verschiedenen Erzählstränge wie auch die Zeitebenen mit einer beeindruckenden Leichtigkeit und zugleich großen Souveränität. Sie fordert damit aber ihre Leser heraus, die sich aus den verschiedenen Episoden die Geschichte zusammensetzen müssen. Alle Figuren sind klar konturiert, und die Balance zwischen der Komik und der Schicksalhaftigkeit ihrer Figuren gelingt der Autorin so gut, dass der Leser die seelischen Abgründe und zugleich die Verletzungen sieht und ihm das Lachen gefriert. Die Sprecherin Leslie Malton hat eine angenehme und geschulte Stimme, der man gerne zuhört – solange keine Dialoge zu lesen sind. Hier versucht die Sprecherin ein Kammerspiel zu inszenieren und jeder Person ihre eigene Stimmlage etc. zu geben; das misslingt, die „Stimmen“ werden unnatürlich und sind oft kaum zu unterscheiden.

  • BücherBummler

    4/5

    04.08.2022

    Hörbuch (CD)

    Jane Gardam - Mädchen auf den Felsen

    Margaret ist acht, als ihr kleiner Bruder geboren wird. Und ihre Mutter gezielt dagegen vorgeht, dass Margaret sich durch dieses Ereignis zurückgesetzt fühlen könnte. Teil dieser Strategie ist ein wöchentlicher Ausflug ans Meer. Allerdings nicht in Begleitung der Frau Mama, sondern mit der Haushälterin Lydia, die mit ihrer unkonventionellen, direkten Art einen krassen Gegenpol zu Margarets religiösen und auf Anstand und Sitte pochende Eltern bildet. Auf einem dieser Ausflüge entdeckt Margaret eine Villa, deren Bewohner sich faszinierend anders verhalten, als die Menschen, die Margaret aus ihrem Alltag kennt. Sie kann weder ahnen, dass es sich um eine private Anstalt für mental Erkrankte handelt, noch, wie diese mit Charles und Binkie zusammenhängt, alten Bekannten ihrer Mutter, die plötzlich auf der Bildfläche erscheinen. Ich habe mich voller Begeisterung in „Mädchen auf den Felsen“ von Jane Gardam gestürzt. Ihre Sprache, gekonnt dem Lebensgefühl der 1930er angepasst, ohne gekünstelt oder verstaubt zu klingen, der leichte Humor, der unter allem liegt, die originellen Figuren, die man gerne persönlich kennenlernen würde … All das hat den Roman zu einem Erlebnis erster Güte gemacht. Nur konnte sich dieses Gefühl purer Euphorie leider nach Beendigung der Lektüre nicht ganz halten. Was mir gefehlt hat, war nicht das Runde, sondern die natürliche Form des Runden. Für mich hinterließ der Nachklang die Frage, ob Gardam plötzlich nicht mehr wusste, wie sie weitererzählen sollte. Oder einfach keine Lust mehr hatte, alle Fäden schnell zusammengeführt und grob verknotet hat. Ich war mir auch nicht so sicher, ob sie überhaupt wusste, was für eine Geschichte sie erzählen möchte. Was sehr bedauerlich war, denn das Buch hatte das Potenzial, ein Fünfsterner zu werden. Diese Einschränkungen wurde aber durch die großartige Leistung von Leslie Malton ausgeglichen, die mit ihrer treffenden und ausgesprochen amüsanten Charakterisierung (allen voran der Lydias) den Roman in einen (Hörbuch-)Genuss verwandelt hat. Die Jury des Booker Preises hat übrigens meine Bedenken nicht geteilt, und „Mädchen auf den Felsen“ auf die Shortlist von 1978 gesetzt. Auch ich betrachte meinen eigenen Kritikpunkt eher als nicht allzu sehr ins Gewicht fallenden Schönheitsmakel, und habe bereits zum nächsten Gardam-Buch gegriffen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    15.05.2022

    Hörbuch (CD)

    Unterhaltsames Sittengemälde mit subtiler Ironie...

    Es ist Sommer, und Margaret ist acht und schwer genervt: Der frischgeborene Bruder ist hässlich und schreit, die Mutter hat sich in ein träge stillendes Wesen verwandelt, der Vater predigt gegen die Verderbtheit der Welt. Einmal in der Woche kann Margaret der Langeweile zu Hause entfliehen: Mittwoch ist Ausflugstag mit Lydia, dem neuen Hausmädchen, die mit ihrer selbstbewussten Körperlichkeit und handfesten Sprache in diese Familie platzt und als einzige Erwachsene wirklich zu wissen scheint, was sie will ─ Spaß. Ihre Anwesenheit eröffnet nicht nur Margaret eine neue Welt, sie bringt das bigotte familiäre System aus dem Gleichgewicht, und am Ende dieses Sommers wird nichts mehr so sein, wie es schien. (Klappentext) Bei diesem Roman handelt es sich um das Debüt von Jane Gardam, das bereits 1978 unter dem Titel “God on the Rocks” erschienen ist. 1990 wurde es auch unter demselben Titel verfilmt. Nun wurde der Roman auch ins Deutsche übersetzt. Die Erzählung spielt in England zwischen den Weltkriegen und wird überwiegend aus der Perspektive der achtjährigen Margaret geschildert. Deren Welt steht Kopf, seit ihr kleiner Bruder geboren wurde, mit dem sie am liebsten gar nichts zu tun haben würde. Ihre Mutter befindet sich seither nur noch in einer Babyblase, stillend und tröstend, ihr Vater ist wie stets mit seiner Mission als streng-christlicher Prediger für die Primal Saints beschäftigt. Trost bieten dem Mädchen einzig die Nachmittage mit Lydia, dem neuen Hausmädchen. Jeden Mittwoch darf Margaret mit Lydia einen Ausflug unternehmen, weg von der häuslichen Einöde und hinein in träge flirrende Sommertage. Der Strand an Englands Küste ist ihr bevorzugtes Ziel, und Margaret entdeckt durch die Ausflüge und durch Lydia neue Welten. Denn das Hausmädchen ist so anders als ihre streng religiöse Familie. Margaret, die in jeder Lebenslage das passende Bibelzitat hersagen kann, was oft recht unterhaltsam und entwaffnend charmant ist, beobachtet die forsche und sehr körperliche junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist und das Leben zu genießen versteht. Doch die Anwesenheit von Lydia bringt nicht nur Margarets Welt ins Wanken, sondern stößt nach und nach auch andere Entwicklungen an, wodurch schließlich das ganze starre, bigotte Familiensystem aus dem Gleichgewicht gerät. Der/die Leser:in blickt nach und nach hinter die Fassade der einzelnen Charaktere und ahnt alte Verletzungen und Abgründe. Mit subtiler Ironie. leisen Bösartigkeiten und flirrender Leichtigkeit demontiert Jane Gardam schließlich eine ganze Gesellschaft, malt ein unterhaltsames Sittengemälde - bis sie die Bombe platzen lässt. Leslie Malton liest die ungekürzte Hörbuchfassung (6 Stunden und 25 Minuten) mit angenehmer Stimme und durchaus nuanciert, könnte für meinen Geschmack allerdings zuweilen gerne an Tempo zulegen. Ein erstaunliches Debüt, dem das Alter nichts an Reiz zu nehmen vermag… © Parden

  • Fredhel

    5/5

    04.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hinter der frommen Fassade

    Dieses Hörbuch hat mich total geflasht! Im Fokus steht die fromme Familie March, wohnhaft in einem englischen Küstenbadeort. Es ist die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Vater March ist übereifriger Prediger einer Sekte, Mutter March ist völlig von ihrem neugeborenen Sohn in Anspruch genommen. Die achtjährige Margaret ist absolut firm in der Bibel und kann jeden Diskussionspartner mit den passenden Bibelversen mundtot machen. Mittwochs unternimmt sie mit dem neuen Hausmädchen Lydia einen Ausflug. Lydia ist ein dralles Vollweib und Vater March will sie auf den rechten Pfad der Tugend bringen. Später wird noch der Reigen der Protagonisten um Jugendfreunde von Mutter March erweitert. Je mehr Leute hinzukommen, umso lebhafter wird die Handlung, umso intensiver wird der feine britische Humor, der den wahren Charakter der Personen ganz unschuldig bloßstellt. Es gibt wunderbare Szenen voller Situationskomik, die nie in Klamauk ausarten und dennoch ein lautes Lachen während des Lesens hervorrufen. Die Autorin hat einen scharfen Blick hinter die Scheinheiligkeit einer bigotten Familie geworfen. Sie tut es, ohne zu werten, dafür aber mit präzisem Scharfsinn.  Die Sprecherin Leslie Malton ist das Tüpfelchen auf dem i für diesen Roman, angenehme Sprechstimme und wunderbar nuancierter Vortrag. Kaum zu glauben, dass dieser Roman schon über vierzig Jahre alt ist. Ich bin total begeistert und werde nach weiteren Büchern von Jane Gardam Ausschau halten.

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