Produktbild: Das Land, von dem wir träumen
Band 1

Das Land, von dem wir träumen Roman

Aus der Reihe Die Südtirol Saga
142

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

23385

Erscheinungsdatum

01.04.2022

Verlag

Knaur eBook

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

3577 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426462423

Beschreibung

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Format

ePUB 3

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Verkaufsrang

23385

Erscheinungsdatum

01.04.2022

Verlag

Knaur eBook

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

3577 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426462423

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    26.05.2022

    eBook (ePUB 3)

    Penibel recherchiert und fesselnd erzählt

    Dieser historische Roman entführt uns in das Südtirol von 1925. Das ehemals zu Österreich-Ungarn gehörende „Welschtirol“ ist seit dem Ende des Ersten Weltkrieges Teil Italiens. Der Hass auf den „reichen, deutschen“ Norden hat gravierende Auswirkungen: Die Faschisten verbieten den Südtirolern, deutsch zu sprechen, die Namen müssen italianisiert werden. So wird aus Brugger (und seinen Komposita) Ponte. Amtssprache ist italienisch, wer in der Öffentlichkeit deutsch spricht, wird bestraft. Deutschsprachige Lehrkräfte erhalten Berufsverbot, was aber einige, wie unsere Protagonistin Franziska Bruggmoser nicht abhält, heimlich in einer Katakombenschule die Südtiroler Lebensart weiter zu geben. Soweit der historische Hintergrund. Die Italianisierung Südtirols hat allerdings nicht nur Gegner. Franziskas Vater Ludwig Bruggmoser, nunmehr Luigi Ponte, erhofft sich Erleichterungen, wenn er sich dem Diktat der Regierung beugt. Damit bringt er nicht nur seine Tochter, sondern auch die meisten der Dorfbewohner auf. Niemand im Dorf nimmt ihm seine landwirtschaftlichen Produkte ab. Der Bauernhof schlittert in eine gefährliche finanzielle Schieflage. Franziska ist einfallsreich und versucht mit der Eröffnung einer Jausenstation, den Verkauf der Landwirtschaft zu verhindern, während der Bruder, der traditionell als Hoferbe vorgesehen ist, sich dem Alkohol hingibt. Letztendlich wird Luigi Ponte zwischen allen Stühlen sitzen, denn Franziskas Deutschunterricht wird von ihrem nichtsnutzigen Bruder an die Behörden verraten. Meine Meinung: Dieser fesselnde historische Roman beschäftigt sich nicht nur mit der Italianisierung Südtirols, sondern bietet einen Einblick in die traditionelle Welt der ländlichen Bevölkerung. Mädchen wird selten höhere Bildung zugestanden, die Erbhöfe fallen ausschließlich an den erstgeborenen Sohn, egal ob er ein Genie oder ein Trottel ist. Die anderen Geschwister haben wenig Auswahl: entweder als ausgenützte, weil unbezahlte Arbeitskraft bleiben oder den Hof und die Heimat verlassen. Die Mädchen werden „gewinnbringend“ verheiratet und verbessern ihre Situation oft nur unwesentlich. Franziska wehrt sich mit allen Mitteln verschachert zu werden, trotzt den italienischen Behörden, indem sie eben deutsch unterrichtet. Interessant auch der Seitenblick auf die kleine Gruppe jüdischer Handwerker. Franziska (und viele Südtiroler) träumen nach wie vor vom deutschsprachigen Südtirol, einem Land, das es nicht mehr gibt. Vater Bruggmoser/Ponte hat das frühzeitig erkannt, nützen wird es ihm nichts. Gut gefallen mir die penible Recherche und der eindringliche Schreibstil. Die Figuren sind lebendig, haben ihre Ecken und Kanten. Natürlich ist den Lesern der oder die Eine sympathischer als der oder die Andere. Die widersprüchlichen Reaktionen mancher Protagonisten wirken authentisch. Sehr gut ist die Stimmung zwischen den Menschen eingefangen. Man weiß nicht mehr, wem man trauen kann. Die Risse gehen durch die Familien. Das wird sich in wenigen Jahren noch verstärken, wenn die Nazis die „deutschen“ Südtiroler „heim ins Reich“ holen wollen und ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. Doch das „Dableiben“ oder „Aussiedeln“ ist Gegenstand des nächsten Bandes dieser Familiensaga, auf den ich mich schon sehr freue. Fazit: Gerne gebe ich diesem gut recherchierten und fesselnd erzählten historischen Roman 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.05.2022

    eBook (ePUB 3)

    Tolle Famililensaga mit interessanter Thematik

    In "Das Land, von dem wir träumen" erzählt Anna Thaler die Geschichte von Franziska, die auf dem Hof ihrer Eltern in Österreich lebt. Eigentlich hatte sie vor Lehrerin zu werden, doch durch die italienische Besetzung wird auf einmal alles anders. Sie muss fortan Italienisch in der Öffentlichkeit sprechen, darf nicht mehr auf Deutsch unterrichten und auch sonst gibt es immer mehr Verbote seitens der Regierung. Franziska lässt sich davon aber nicht einschüchtern und versucht zusammen mit ihrer Familie den elterlichen Hof so gut es geht weiterzuführen. Franziska hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich nicht so schnell einschüchtern lässt und auch tatkräftig mit anpackt. Ihr ist viel am Hof ihrer Eltern gelegen und bringt nicht nur sich, sondern auch ihre Ideen immer gerne mit ein. Für ihre Zeit ist sie sehr fortschrittlich. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sie sich für sich und ihre Rechte versucht einzusetzen, wie man aber immer wieder sieht, es einfach nicht so einfach ist, da einem immer wieder die Angst im Nacken sitzt, etwas Falsches zu machen und verhaftet werden zu können. Für mich war die italienische Besetzung in Tirol ein völlig neues Thema, dass ich mit großem Interesse gelesen habe. Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen und ich warte nun mit Spannung auf den zweiten Band. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Keltica

    5/5

    29.04.2022

    eBook (ePUB 3)

    Emotional, tragisch und mitreißend! Ein Roman der unter die Haut geht.

    Das Land, von dem wir träumen Inhalt: Der 1. Weltkrieg hat auch der Familie des Südtiroler Bauern Ludwig Bruggmoser tiefe Wunden geschlagen, denn zwei der vier Söhne sind gefallen. Als Ludwig den Vorgaben der neuen italienischen Regierung gemäß allzu bereitwillig den Namen der Familie in »Ponte« ändert, bringt er nicht nur seine Tochter Franziska gegen sich auf. Ludwig ahnt nicht, dass Franziska einen gefährlichen Weg beschritten hat: Weil sie kein Italienisch spricht und deshalb nicht als Lehrerin arbeiten darf, gründet sie eine verbotene Katakombenschule, wo sie Deutschunterricht gibt. Unterstützung erhält sie dabei überraschend vom Knecht ihres Vaters, Wilhelm Leidinger. Doch auch Wilhelm verbirgt ein Geheimnis – und die Verhältnisse in Südtirol spitzen sich unaufhaltsam zu. Die Autorin: Anna Thaler ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die vor einigen Jahren die wechselvolle Geschichte Südtirols für sich entdeckt hat. Ihr größter Traum wäre eine Eselsfarm mit Blick auf die Dolomiten. Bis sie sich diesen erfüllen kann, entführt sie ihre Leserinnen und Leser in Romanwelten voller Berge, Flusstäler und Alpencharme. Das Cover: Ist ein Traum, eine Frau, die in ihr Tal schaut mit den Dolomiten im Hintergrund. Farblich in mattem blau gehalten, mit einer lila Schrift im Prägedruck auf der Vorderseite bzw. Rückseite und Buchrücken machen es zu einem visuellen, als auch haptischen Erlebnis. Fazit: Wie habe ich mich gefreut, als ich an der Leserunde mitmachen durfte, kenne die Gegend um Meran sehr gut und auch die Einstellung der Südtiroler zu den Welschen wie sie die Italiener nennen. Der erste Teil spielt in der Zeit vom Frühjahr 1925 bis zum Februar 1928 auf dem Bruggmoserhof in der Nähe von Meran in Südtirol. Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere authentisch, die Szenen lassen einen mitfiebern, hoffen, bangen, ja auch hassen. Manchen wird es wundern, dass Franziska ihre Eltern mit Sie anredet, aber das war zu dieser Zeit ganz normal (ich erinnere mich an Briefe, die mein Vater seinen Eltern aus dem 2. Weltkrieg schrieb, in denen sie auch mit Sie anredete – er war Jahrgang 26). Anna Thaler hat einen wunderbar flüssigen, bildhaften und spannenden Schreibstil, der einen sofort in die Handlung eintauchen lässt und einen mitnimmt in diese Geschichte mit all ihren Fassetten, Intrigen, und Rauhheit. Man riecht das Heu, die Kühe, die Ziegen und spürt den Wind und die Liebe zur Heimat. Freut sich mit den Bruggmosers, als das Ausflugslokal gut angenommen wird und die Apfelplantage sich gut entwickelt. Was für eine Freude, als sich für Franziska alles zum Guten wendet und sie den Mann, den sie liebt, heiraten kann und den Hof erbt. Es gab keine einzige Stelle, die langweilig oder überflüssig war, jede Seite hat mich gepackt und ich konnte nicht aufhören weiterzulesen. Deshalb eine klare Leseempfehlung und volle Punktezahl von mir! Dieses Buch ist mein zweites Lesehighlight 2022!

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    08.04.2022

    eBook (ePUB 3)

    Sehr interessant

    Zum Inhalt: Auch in Südtirol hat der 1. Weltkrieg Wunden hinterlassen. Söhne kehrten nicht zurück nach Hause, wie auch in der Familie Bruggmoser. Die Regierung veranlasst unter anderem auch Namensänderungen und so werden die Bruggmoser zu Ponte, was nicht nur Tochter Franziska aufbringt. Tochter Franziska beschreitet gerade eh einen sehr gefährlichen Weg, sie erteilt heimlich Deutschunterricht Meine Meinung: Eigentlich ein Roman, aber für mich auch ein stück weit Geschichtsunterricht, denn so richtig war mir die Geschichte um den Umbruch in Südtirol überhaupt nicht bekannt. Das allein hat mir schon sehr gut gefallen. Aber auch die Geschichte an sich war richtig gut und ich bin überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Das Cover deutete eher auf eine etwas seichtere Geschichte hin, ist es aber nicht. Mir hat auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch liest sich enorm gut. Fazit: Sehr interessant

  • leseratte1310

    4/5

    01.07.2022

    eBook (ePUB 3)

    Südtirol nach dem 1. Weltkrieg

    Der 1. Weltkrieg liegt nun schon einige Jahre zurück. Er hat auch bei der Familie Bruggmoser Wunden hinterlassen. Zwei ihrer Söhne sind gefallen und die anderen beiden haben das Erlebte noch nicht verarbeitet. Franziska Bruggmoser hat ihr Lehramtsstudium beendet, doch sie darf nicht unterrichten. Südtirol gehört nun zu Italien und dort darf nun kein Unterricht mehr in Deutsch stattfinden. Franziska kein leider kein Italienisch. Daher gründet sie eine verbotene Katakombenschule, damit die Kinder ihres Dorfes auch unterrichtet werden. Unterstützung gewährt ihr ausgerechnet Wilhelm Leidinger, der Knecht ihres Vaters. Ihr Vater passt sich den neuen Gegebenheiten bereitwillig an und ändert den Familiennamen in Ponte. Die Dörfler finden das nicht gut und auch Franziska ist damit nicht einverstanden. Dies ist der erste Band aus der Reihe „Die Südtirol-Saga“ von Anna Thaler. Es ist erschreckend, wie der deutschstämmigen Bevölkerung durch die italienischen Behörden das Leben schwer gemacht wird. Das ruft natürlich Widerstand hervor. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch dargestellt. Während sich der Vater willig unterordnet, versetzt sich Franziska den Anordnungen und gründet die Katakombenschule, um die Kinder im Dorf zu unterrichten. Sie schließt sich aber auch einer Widerstandsgruppe an. Beides ist gefährlich und sie muss erkennen, dass es manchmal besser ist, sich anzupassen. Franziskas ältester Bruder sucht Vergessen im Alkohol und Andreas möchte alles hinter sich lassen und nach Amerika auswandern. Zum Glück ist auf den Knecht Wilhelm Verlass, der aber scheinbar ein Geheimnis hat. Wem kann Franziska wirklich vertrauen? Diese historische Geschichte ist wirklich interessant. Obwohl mir die historischen Fakten bekannt waren, ist mir nun erst wirklich bewusst geworden, wie schwierig das Leben der Deutschen war, nachdem sie Italien zugesprochen wurden. Es ist eine packende Geschichte, die mich berührt hat und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

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