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Qumran Die Schriftrollen vom Toten Meer und die Entstehung des biblischen Judentums

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2022

Abbildungen

mit 29 Abbildungen, davon 16 auf Farbtafeln, und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,9/14,5/2,7 cm

Gewicht

566 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-78174-2

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2022

Abbildungen

mit 29 Abbildungen, davon 16 auf Farbtafeln, und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,9/14,5/2,7 cm

Gewicht

566 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-78174-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • S.A.W

    5/5

    09.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Ursprung des Monotheismus

    Kratz (2022) schildert die Ergebnisse aus 70 Jahren Qumran-Forschung. In Qumran, einem Ort nordwestlich des Toten Meeres, wurden 1948 dutzende Schriftrollen aus der Zeit vor und nach Christi Geburt entdeckt. In einer mönchsartigen Gemeinschaft hatten sich strenggläubige Juden zusammengefunden, die die hellenistische Gesellschaft des besetzten Judäas verachteten und eine reine Lehre des Monotheismus entwickeln wollten, indem sie streng nach den Gesetzen der Väter lebten. Obwohl die Schriftrollen zum Teil nur in kleinen Fragmenten erhalten sind, konnten die Forscher diese inzwischen soweit rekonstruieren, dass ein stringentes Gesamtbild entsteht, was die Juden zur Zeit Christi glaubten. Da diese Schriften die ältesten Zeugnisse der Bibel sind und die Christen wahrscheinlich aus dieser Essener-Bewegung hervorgegangen sind, oder zumindest von ihr beeinflusst. Die erstaunlichste Erkenntnis ist folgende: „Die Bibel“ gab es damals gar nicht (sie wurde erst 150 nZ von Bischöfen zu einem Buch zusammengefasst), sondern eine Reihe von vielen kleinen Büchern, die aus den verschiedensten Epochen und Traditionen stammten und von den Essenern diskutiert wurden. Diese verschiedenen Bücher stammen aus den Jhdt. der Besetzung Judäas durch die Babylonier, die Perser und die Seleukiden und sind eine Reaktion auf die kulturelle Überlagerung durch diese Fremdvölker. So finden sich darin viele babylonische, persische und griechische Mythen wieder, aber auch ägyptische. Diese wurden in die Vergangenheit projiziert als Buch der Könige, der Propheten und als Psalmen. Den einen Gott Jehova gibt es erst, seit Sargon II das Nordreich Israel eroberte, also konnten Moses, Salomo und David auch gar nicht an ihn glauben. Alles was vor 720 vZ geschehen sein soll, ist reine Legende, das Königreich Salomos gab es nie, auch Moses ist eine Erfindung späterer Zeit. Die Vielzahl der biblischen Bücher, orthodoxe und apokryphische, begründete auch die jüdische Tradition der Diskussion in den Thora-Schulen, die bei den Essenern entstand und im jüdischen Glauben bis heute andauert. Jahrzehntelang waren die Theologen von den Qumran-Schriften fasziniert, hofften sie doch, darin eine Bestätigung der biblischen Wahrheiten zu finden. Das Gegenteil ist geschehen. Das Judentum und das Christentum sind beide erst in der Qumran-Zeit in der heutigen Form entstanden und beruhen auf Legendensammlungen, mit denen sich jüdische Gelehrte gegen ihre Besatzer abgrenzten. Erst unter den Hasmonäern (160 bis 37 vZ) gab es ein erstes jüdisches Königreich mit einem gemeinsamen Glaubenssystem.

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  • Einführung

    I . «Bücher in hebräischer Schrift»: Ein spektakulärer Fund
    II . «Um in die Wüste zu gehen»: ?irbet Qumran und die Essener
    III . «Abgewendet vom Weg dieses Volkes»: Die Textüberlieferung
    IV . «Damit du Einsicht gewinnst»: Die Textentstehung
    V . «Dies ist die Ordnung»: Die Statuten der Gemeinschaft
    VI . «Wir aber sagen»: Die Auslegung der Tora
    VII . «Wir und unsere Väter vor uns»: Die Aneignung der heiligen Geschichte
    VIII . «Seine Deutung ist»: Die Kommentierung der Propheten
    IX . «Gepriesen seist Du»: Die Anbetung Gottes
    X . «Das Geheimnis des Gewordenen»: Die Erforschung von Himmel und Erde
    XI . «Wir haben uns abgesondert»: Qumran im antiken Judentum

    Anhang
    Liste der behandelten Qumranschriften
    Zeittafel
    Glossar
    Anmerkungen
    Literatur
    Bildnachweis
    Stellenregister