Produktbild: Langeweile

Langeweile

Aus der Reihe übermorgen
5

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.02.2022

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,3/12,8/1,7 cm

Gewicht

219 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01317-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.02.2022

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,3/12,8/1,7 cm

Gewicht

219 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01317-8

Herstelleradresse

Kremayr & Scheriau
Rotenturmstr. 27/5
1010 Wien
AT
office@kremayr-scheriau.at

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  • Jessi

    4/5

    03.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zum Thema Langeweile ohne langweilig zu werden!

    „Langeweile hat einen wandelbaren Charakter, hat viele Schichten“. Isabella Feimer macht sich zum einem autobiografisch auf die Spuren von „Langeweile“ und geht zusätzlich ein Experiment ein, indem sie sich bewusst eine Zeit lang der Langweile stellt. Dabei dürfen wir sie begleiten und ihren Assoziationsketten folgen: was dachte sie im Selbstexperiment, zu welchen ihr bekannten Schriften führen ihre Gedanken und warum... --- Zudem richtet sie das Wort auch immer wieder an die Lesenden und ruft zum Mitmachen und Mitdenken auf, tolle Impulse! Macht sie das nicht, beendet sie ein Kapitel häufig noch einmal mit interessanten Zusatzinformationen (in kursiv gesetzt).

  • Gertie G.

    aus Wien

    4/5

    25.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Plädoyer für das Nichtstun

    Dieses Buch ist Teil der Reihe „Übermorgen“ aus dem Verlag Kremayr & Scheriau, die sich mit aktuellen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen auseinandersetzt. Das Motto dieser Reihe ist „Gib mir nur ein Wort“ - und so besteht der Titel jedes Werks nur aus einem Schlagwort. Nach „Wir“,“Pathos“, „Dummheit“, „Offenheit“, „Hoffnung“, „Sorge“, Heimat“ und „Angst“ dürfen wir uns mit der Langeweile beschäftigen. „Ein Mangel ist die Langeweile, auch der Wunsch nach einem tröstlichen Nichts, einem Fallenlassen und danach, dass man aufgefangen wird.“ Autorin Isabella Feimer lässt ihren Gedanken zu „Langeweile“ freien Lauf. Spüren wir überhaupt noch Langeweile? In einer Gegenwart, in der wir allerlei gewünschten und unerwünschten Reizen ausgesetzt sind, ist es schwierig echte Langeweile zu spüren. Swir sind ständig bemüht, auch die kleinsten Leerläufe mit sinnvollen (?)Tätigkeiten zu füllen. So wird in den öffentlichen Verkehrsmitteln (lautstark) telefoniert, auf den Smartphones gespielt oder eifrig Nachrichten ausgetauscht. Den kleinen Auszeiten, in denen manchmal Langeweile aufkommen könnte, wird keine Aufmerksamkeit geschenkt. Im Zeitalter des „Dauernd-beschäftigt-sein“ fühlen sich manche Menschen, die es nicht gelernt haben mit sich selbst zu sein, von der Langeweile bedroht. Das Nichtstun, das „Löcher-in-die Luft-starren“ (eine Spezialität mancher Männer, die uns Frauen rasend macht) oder das „aus-dem-Fenster-schauen“ ist abgekommen. „Man genießt etwas ganz und gar Zufälliges, man betrachtet das ganze Dasein von diesem Standpunkt, lässt die Wirklichkeit des Daseins daran scheitern.“ (S.69) Meine Meinung: Mir hat dieser Essay recht gut gefallen. Wir haben verlernt, mit Langeweile umzugehen und sie zu genießen. Sprachlich ist dieses Buch ein Genuss. Was mich allerdings stört, sind die vielen englischen Zitate, die hier doch sehr zahlreich abgedruckt sind. Natürlich ist ein Zitat in der Originalsprache eindrucksvoller als in einer Übersetzung. Das kostet den 5. Stern. Sehr hübsch ist das Cover, das aus einem Linolschnitt angefertigt ist. Fazit: Ein Plädoyer für das Nichtstun und das Spüren der Langeweile. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  • Bewertung

    4/5

    07.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lyrischer, philosophischer Essay

    Poetisch und überlegt, begibt sich Isabella Feimer auf die Suche nach der Langeweile. Ein gefürchtetes Unding, häufig gepaart mit Warten und Stille, passt es so gar nicht in eine Welt, die sich an Produktivität und Optimierung misst. Langeweile sucht sich im Dunkeln, wenn sie mit Wehmut und Isolation ein Gespann bildet und entdeckt sich im flirrenden Hell, wenn Mensch sich wonnig einer vorbeiziehenden Landschaft ergötzt. Zwischen Buchdeckeln in taubengraulila (fast schon „käferkörpergrau“) erliest Mensch sich eine Recherche, dass das Gute und Schlechte im „acedia“ sucht (= Nichtstunwollen), ebenso wie sehnsüchtige Langeweile, die darin gipfelt, dass Frauen klischeehaft schwermütig aus dem Fenster sehen. Die Autorin scheut die Auseinandersetzung mit der Langeweile nicht, sie setzt sich einem Selbstversuch nach einer Idee der Performancekünstlerin Marina Abramović aus. In Achtsamkeit übend, trennt sie zählend Reis von Linsen. Ein Versuch, zu erahnen, was das sein könnte, diese Langeweile, die wir zu wenig verspüren. Gelungen, wenn ein geschärfter Blick und eine komplette Koppelung zur Gegenwärtigkeit einzig übrigbleiben. Langeweile erweist sich als komplexes, schwieriges Thema, das die Autorin ebenso literarisch verarbeitet: BEFANGENHEIT UND EIN VERKÜMMERN NACH BEDEUTUNG UND NACH SINN, DAS SAGE ICH, EIN KÖRPER, DER SEINE MÄNGEL IST, FEDERLEICHT UND BLEISCHWER ZUGLEICH, UND EINE LANDSCHAFT, UNSICHER, OB SIE AUCH TATSÄCHLICH EINE LANDSCHAFT IST, WEIL EINSAM SCHATTENLOS KONTURENFERN WEIL „SICK WITH LONELINESS“ WEIL ALLES NICHTS IST UND ALL SEEMS LOST. Auch die Pandemie wird zum Thema gemacht, in der sich viele in das Selbst zurückgeworfen sahen und ein von Lockdown-bestimmtes Leben führen mussten. Gehäuft zitatgeladen und auffällig der Poesie verschrieben, nimmt das Buch lyrikbegeistertes Lesepublikum auf eine anregend philosophische Reise mit. Der Weg schlängelt sich unbeirrt zwischen Boreout Syndrom, in dem sich Langeweile gern mit Aggression paart, der Frage, ob Tiere der Langeweile mächtig seien und dem lustvollen, schmerzlichen Gefühl der Leere. Eine Frage wirft dieser Band unweigerlich auf: Kann man ein Buch über Langeweile schreiben, ohne dass es langweilig zu lesen wird? Die Antwort: Feimer kann. Songtexte von Iggy Pop und Lionel Richie fügen sich nahtlos an Zitate von Walter Benjamin, Martin Heidegger, Virginia Woolf oder Hannah Arendt und philosophisches Grundlagenwerk zum Thema. Langweilig wird die Lektüre jedenfalls nicht.

  • Nicole Korzonnek

    aus Hamburg

    4/5

    08.02.2022

    eBook (ePUB 3)

    Wundervolles Essay

    Sie begleitet uns ein Leben lang: Langeweile. Als Kind verspürt man sie an verregneten Tagen und in der Schule. Als Erwachsener gesteht man sie sich nur ungern ein. Auch wenn sie in Meetings oder Konferenzen oft der Grund ist, warum man sich nicht konzentrieren kann. In unserer Leistungsgesellschaft ist Langeweile verpönt. Schließlich sollte man immer und ständig irgendwie produktiv sein. Dass aber Langeweile auch ein Ruhepol für kreative Kraft sein kann, das beweist Isabella Feimer in ihrem Essay zum Thema. Und noch mehr als das! Die Autorin macht einen Ausflug durch die Philosophie und beleuchtet in Fragmenten, die letztlich ein Großes und Ganzes ergeben, die Sichtweise auf das Thema Langeweile. Ob nun Heidegger, Kierkegaard oder die alten Philosophen aus Griechenland. Dank der Wanderung durch die Jahrhunderte bekommt man einen hervorragenden Eindruck davon, wie Langeweile im Laufe der Zeit unterschiedlich betrachtet und bewertet wurde. Und bekommt letztlich Argumente an die Hand, warum sie für uns Menschen so wichtig ist - auch, wenn man sie oft nur schwer aushalten kann. Ein Essay, das einen schon schon fast in einen kontemplativen Zustand während des Lesens zwingt, die Zeit anhält und Achtsamkeit fordert. Es dehnt die Zeit, verkürzt sie zugleich und lässt einen damit bewusster atmen. Sehr gelungen.

  • yellowdog

    4/5

    07.02.2022

    eBook (ePUB 3)

    Ein besonderer Zustand

    Langeweile ist ein Buch aus der wunderbaren Essay-Reihe Übermorgen,die bei K+S erscheint. Langeweile kann ein schmerzhafter Zustand sein, den viele Menschen vermutlich aus der Kindheit kennen, wenn sie nicht spielen konnten. Und in der Pandemie hat sich dieser Zustand oftmals neu ergeben. Unter Umständen kann Langeweile aber auch zu Kreativität führen. Isabella Feimer nähert sich diesem Thema aus verschiedenen Richtungen an, vor allen nutzt sie viele Zitate und Quellen aus Philosophie,Literatur und Kunst wie auch Film. Zu nennen sind u.a. Heidegger, Charles Baudelaire, Walter Benjamin, Kierkegaard, aber auch moderne Künstler. Mich haben besonders die Prosa-Aufzeichnungen der amerikanischen Autorin Mary MacLane beeindruckt. Sie verbindet das ganze, ergänzt eigene Gedanken und nutzt verschiedene Methoden. Das gestaltet sie auch sprachlich angemessen.

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