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BÄR Roman - Mit einem Nachwort von Kristine Bilkau

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20/12,2/2,3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Anthrazit

Originaltitel

BEAR

Übersetzt von

Gabriele Brösske

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-75956-9

Beschreibung

Rezension

»Durch die Neuauflage des btb-Verlags kann man die Geschichte über Freiheit und den „female gaze“, also den weiblichen Blick, wiederentdecken. Und das macht unheimlich Spaß. Denn obwohl der Roman komplizierte Fragen von Machtpositionen und weiblichen Lebens- und Liebesentwürfen radikal verhandelt, ist er leichtfüßig erzählt. Auch heute hat „Bär“ keinen Deut seiner erzählerischen Kraft eingebüßt.« ("Elisa von Hof, Der Spiegel")
»Dass es darüber hinaus in diesem Roman auch wunderbare Naturbeschreibungen gibt, dass eine ungewöhnliche Heldin im Zentrum steht, eine Frau, die weder die Einsamkeit noch einen Bären fürchtet, auch das macht die Lektüre dieses großartigen alten Romans neu und aufregend.« ("Manuela Reichart, Deutschlandfunk Kultur")
»Mit welcher Leichtigkeit Marian Engel hier Themen wie weibliches Begehren, Emanzipation, Naturbeherrschung und Natursehnsucht behandelt, ist umwerfend.« ("Brigitte Woman")
»Ein radikales, irritierendes Buch, das jegliche Vorstellungen von Begehren und Selbstliebe auf den Kopf stellt.« ("Bücher Magazin")
»Manche Bücher übersieht man - und ist umso glücklicher, wenn man ihnen mit Verzögerung doch begegnet. (...) Eine unerhörte, großartige Geschichte.« ("chrismon")
»Genial!« ("Falter")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20/12,2/2,3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Anthrazit

Originaltitel

BEAR

Übersetzt von

Gabriele Brösske

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-75956-9

Herstelleradresse

Btb
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Kaffeeelse

    5/5

    04.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Metamorphose

    Ein bizarres Buch! Das Buch "Bär" von Marian Engel ist schon im Jahr 1976 herausgekommen, war mir aber bisher vollkommen unbekannt. Damals wurde es ausgezeichnet. Was in meinen Augen völlig nachvollziehbar ist, so denke ich, jetzt, nach der Lektüre. Ob dieses Einschlagen des Buches bei mir und anderen Lesern im Hier und Heute mit der Corona-Zeit zu tun hat, wie Kristine Bilkau im Nachwort vermutet, in den Raum stellt. Ich weiß nicht, in meinen Augen hängt dies eher mit der Thematik des Buches zusammen. Diese Thematik hätte mich auch ohne die Corona-Zeit umgehauen. Vermute ich hier einfach einmal. Diese Thematik, die bizarr, kontrovers zu betrachten und absolut eigentümlich ist. Aber ebenso ist das Buch auch wirklich richtig spannend. Ich konnte es nicht weglegen, fühlte mich gefesselt von der schreibe. Und "Bär" ist thematisch einerseits einzigartig und andererseits wieder durch die feministische Betrachtungsweise nicht ganz so selten. Aber die Darstellung in der Bären-Thematik ist einzigartig. Und nachhallend. Ebenso ist das Buch von Marian Engel aber auch etwas verstörend. Aber genauso löst es auch einen Beifall in mir aus. Margaret Atwood tituliert es als ein seltsames und wundervolles Buch. Und gerade dies will etwas heißen in meinen Augen. Denn wenn diese Ausnahmeautorin, ja, diese Königin unter den Schreibenden, ein Buch lobt, ist es auf jeden Fall lesenswert. Hier darf man ja nicht vergessen, dies ist die Autorin von "Der Report der Magd". Und die Autorin des Reports nennt "Bär" wundervoll. Was ja schon klingt, wie bitte unbedingt lesen. Und damit wäre ja dann dieses Anrüchige, welches manchmal kritisiert wurde, in meinen Augen hinfällig. Eine unterwürfige Bibliothekarin, Lou, von der patriarchalen Welt erzogen und geformt, hört den Befehl ihres Beschützers und ihres Direktors, der sie auch ab und zu auf dem Schreibtisch penetrieren darf, und eilt auf eine Flussinsel in den hohen Norden Kanadas, nach Cary Island in Ontario, um den Nachlass von Oberst Jocelyn Cary zu sichten und zu katalogisieren. Dort auf dieser Insel, in einem einzigartigen und auch schönen Haus, ist sie allein und auf sich gestellt, ohne einige Vorteile der segensreichen Zivilisation, wie zum Beispiel den heiligen Strom und muss zu dem noch einen Bären versorgen, was sie erst dort erfährt. Das Frauchen mutiert in der völlig neuen Umwelt zu einem neuen Weibsbild, welches ihre eigene unschöne und sie nicht befriedigende Situation hinterfragt, aber auch die patriarchale Welt und Lebensweise und die Eroberung der neuen Welt kritisch beäugt. Gleichzeitig entdeckt sie auch eine neue Sinnlichkeit und einen neuen Blick auf die Natur, von der sie selbst ja auch ein Teil ist. Besonders die Szene mit dem lebenden Bärenfell und dem Kamin fand ich so köstlich, so viele Anspielungen sind da enthalten, dass man brüllen will vor Lachen und begeistert Bravo rufen möchte. Lou beschließt nach der Beendigung ihrer Arbeit, die sie in den letzten Wochen noch etwas hinauszögert hat, ihre Situation zu überdenken und zu verändern. Als sie ihre Insel verlässt, ist ihr der von fremden Händen gesponnener Kokon zu klein geworden und aus einer kleinen unscheinbaren Larve ist ein schillernder Schmetterling geworden und man gratuliert ihr zu diesem Werdegang! Besonders das Nachwort von Kristine Bilkau ist hier sehr erhellend und absolut interessant. Danke dafür! und danke für die Unterstützung dieses wunderbaren Buches, liebe Kristine. Danke an den btb-Verlag für das neu Herausbringen dieses eigenartigen Romans, mit diesem besonderen Lesesog.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    4/5

    28.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Bär ist und bleibt ein…

    Der Bär ist und bleibt ein Bär Kein neuer Roman, dieses Buch „Bär“ von Marian Engel. Es ist eines dieser wiederentdeckten Bücher, das zwar in den 70er Jahren erschien, aber zeitlos ist. „Wenn mir die Erfahrung nicht wieder weggenommen werden soll, dachte sie, muss ich sofort damit anfangen, sie zu machen.“ (S. 51) Es geht um Lou, die an einem historischen Institut in Toronto arbeitet. Eine Frau im mittleren Alter, die bisher nur mittelmäßige Erfahrungen gemacht hat, langweilige Männer leid ist und ihre Arbeit liebt: das archivieren. Nun darf sie sich auf machen in den Norden, denn das Institut hat ein Haus geerbt in dem eine staatliche Bibliothek untergebracht ist und Lou soll dort hin in den wilden hohen Norden auf die Insel, in das Fowler-Oktagon und die Bibliothek sichten und katalogisieren. Es ist nicht nur ein Haus fern ab der Zivilisation, es ist ein Haus mit Bär, der auch dort lebt. Sie nähern sich an und durch Lous Einsamkeit und neuergründeten Autonomie wird mehr aus ihr und dem Bären als es sein dürfte. „Ist ein Leben, dass sich plötzlich als Abwesenheit entpuppt, überhaupt ein Leben?“ (S. 18) Ein Roman der sachlich darlegt; weder kitschig noch verklärt daherkommt. Ein Roman der eine Frau in der Wildnis porträtiert, die auf einen domestizierten Bären trifft, der natürlich weiterhin ein wildes Tier ist und bleibt. Die Autorin schrieb in klarer Prosa, aber abgewandt vom blühenden nature writing. Die Ambivalenz der Protagonistin, wenn sie die Veränderungen an sich selbst wahrnimmt, eine neugewonnenen Selbstbestimmtheit. Sie nimmt gar eine Rolle der Unterdrückerin gegenüber dem Bären ein, aber entronnen der eigenen Unterdrückung. „Dir fehlt der Stolz, dir fehlt das Gespür für dich selbst.“ (S. 166) Ein starker Roman, der viele Elemente hat, die noch heute diskussionswürdig sind und hier angerissen werden im Jahr 1976: Wenn es um die first nations geht, um Kolonialisierung, um die Rolle der Frau und das alles kondensiert in einem Sommer im wilden Kanadischen Norden, denn Lou mit dem Bär verbringt und sich selbst entsteigt. Ja, ein starker Roman, aber ob es der beste kanadische Roman aller Zeiten ist wie es auf unter dem Titel der Neuauflage des btb Verlages heißt, sei mal dahingestellt. Aber ich kann diese Neuauflage sehr empfehlen, denn das Nachwort zum Roman der Schriftstellerin Kristine Bilkau ist sehr erhellend und komplementiert den Roman erheblich.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    4/5

    28.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Bär ist und bleibt ein Bär

    Kein neuer Roman, dieses Buch „Bär“ von Marian Engel. Es ist eines dieser wiederentdeckten Bücher, das zwar in den 70er Jahren erschien, aber zeitlos ist. „Wenn mir die Erfahrung nicht wieder weggenommen werden soll, dachte sie, muss ich sofort damit anfangen, sie zu machen.“ (S. 51) Es geht um Lou, die an einem historischen Institut in Toronto arbeitet. Eine Frau im mittleren Alter, die bisher nur mittelmäßige Erfahrungen gemacht hat, langweilige Männer leid ist und ihre Arbeit liebt: das archivieren. Nun darf sie sich auf machen in den Norden, denn das Institut hat ein Haus geerbt in dem eine staatliche Bibliothek untergebracht ist und Lou soll dort hin in den wilden hohen Norden auf die Insel, in das Fowler-Oktagon und die Bibliothek sichten und katalogisieren. Es ist nicht nur ein Haus fern ab der Zivilisation, es ist ein Haus mit Bär, der auch dort lebt. Sie nähern sich an und durch Lous Einsamkeit und neuergründeten Autonomie wird mehr aus ihr und dem Bären als es sein dürfte. „Ist ein Leben, dass sich plötzlich als Abwesenheit entpuppt, überhaupt ein Leben?“ (S. 18) Ein Roman der sachlich darlegt; weder kitschig noch verklärt daherkommt. Ein Roman der eine Frau in der Wildnis porträtiert, die auf einen domestizierten Bären trifft, der natürlich weiterhin ein wildes Tier ist und bleibt. Die Autorin schrieb in klarer Prosa, aber abgewandt vom blühenden nature writing. Die Ambivalenz der Protagonistin, wenn sie die Veränderungen an sich selbst wahrnimmt, eine neugewonnenen Selbstbestimmtheit. Sie nimmt gar eine Rolle der Unterdrückerin gegenüber dem Bären ein, aber entronnen der eigenen Unterdrückung. „Dir fehlt der Stolz, dir fehlt das Gespür für dich selbst.“ (S. 166) Ein starker Roman, der viele Elemente hat, die noch heute diskussionswürdig sind und hier angerissen werden im Jahr 1976: Wenn es um die first nations geht, um Kolonialisierung, um die Rolle der Frau und das alles kondensiert in einem Sommer im wilden Kanadischen Norden, denn Lou mit dem Bär verbringt und sich selbst entsteigt. Ja, ein starker Roman, aber ob es der beste kanadische Roman aller Zeiten ist wie es auf unter dem Titel der Neuauflage des btb Verlages heißt, sei mal dahingestellt. Aber ich kann diese Neuauflage sehr empfehlen, denn das Nachwort zum Roman der Schriftstellerin Kristine Bilkau ist sehr erhellend und komplementiert den Roman erheblich.

  • bookslove1511

    3/5

    01.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lou und der Bär

    Die Bibliothekarin Lou wurde von ihrer Institut nach Norden des Kanadas auf eine Flussinsel geschickt, um dort in für staatlichen Bibliothek geerbten Haus die Bücher katalogisieren. In einem Haus ohne jegliche Zivilisation und dazu gehörende Bär, deren Existenz sie erst auf dem Insel erfährt, wurde sie allein auf sich gestellt. Lou, die normalerweise eher unterwürfig und zurückhaltend lebt, musste sie sich nicht nur im rauen Natur zurechtfinden, sondern auch um den Bären kümmern. Einen Sommer lang lebt Lou und der Bär zusammen, nähern sie sich Stück für Stück an und als sie den Insel verlässt, ist sie nicht mehr die selbe Lou, die sie vor Monaten war... Bereits in 1976 erschien „Bär“ von Marian Engel- die 1985 im Alter von 52 gestorben ist- wurde damals mit dem „General Gouverneurs Award“, dem wichtigsten literarischen Preis Kanadas, ausgezeichnet und bis heute einer der wichtigsten Romanen Kanadas gilt. Ich muss zugeben: bis diese Neuentdeckung vom BTB Verlag, war das Buch mir unbekannt und ob ich was verpasst habe, bin mir nicht so sicher. Denn ich habe es zwar gern gelesen, aber einige Schilderungen waren für mich doch etwas bizarr. Im Nachwort heißt es, dass die bestimmte Szene hier ganz bewusst geschriebenen worden, um realistisch zu wirken, also nichts mit Fantasie oder mit Fanatismus zu tun. Und ja.. Marian Engel hat wirklich ein lebensechten Schreibstil, denn Bär ist ein Bär, der gern mal Maden aß, auf seinem Hinterlassenschaft saß, furzt und rülpst und ich hatte das Gefühl, all das zu riechen. In eine feministische Geschichte solche Bemerkungen sein muss, ist Geschmackssache, über die man ewig diskutieren kann. Was mich allerdings wirklich gestört hat, ist: Bezeichnung der indigenen Völkern mit dem I-Wort. Das kann sein, dass dieses Buch fast 50 Jahre alt ist, meiner Meinung nach, suchen in einer Story wo es um die Selbstfindung von einer Frau geht, rassistische Wörter nichts. „Bär“ ist ein starker Roman über eine Frau, die selbst unterdrückt und durch Einsamkeit in der Natur und durch einen Bär ihr anderes „ich“ entdeckt hat. Ein Buch, welches durchaus lesbar ist, aber von meiner Seite ist nicht unbedingt ein wichtiges literarisches Werk, dass man unbedingt lesen muss.

  • Bewertung

    4/5

    21.10.2023

    eBook (ePUB)

    Kultklassiker mit aktuellem Klang

    Ein Dank Kristine Bilkau wiederentdeckter Klassiker aus den 70ern. Ich bin immer für außergewöhnliche wie auch absurde Romane zu haben und bekam in diesem Roman von beidem einiges geboten. Beim Lesen hatte ich durchweg ein Gefühl, wie zeitlos diese Geschichte ist. Im Vergleich zur aktuellen Literatur steht es zumindest von den Themen in nichts nach. Wer auf der Suche nach einem skurilen Werk mit sozialwissenschaftlichen Thematiken ist, der sollte unbedingt hierzu greifen.

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