»Billabong« sagen die australischen Ureinwohner zu einem Wasserloch oder Seitenarm eines Flusses. Hier lauern die Krokodile, die Billabongkönige. Einer von ihnen ist Ben. Stolzer Herrscher über seinen Sumpf, selbstgerecht, ein Macho mit dem Herz am rechten Fleck. Als Ben eines Tages auf Hilfe angewiesen ist, gerät er in beißende Bedrängnis. Er soll als Gegenleistung eine Tat vollbringen, die seinen moralischen Kompass erzittern lässt.
Eine fabelhafte Geschichte über Machtmissbrauch, darüber, was ein gutes Leben ausmacht und wie man aus einer vertrackten Situation wieder herauskommt, wenn man sich selbst treu bleibt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
10 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Eine Geschichte, die einfach Spaß macht
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog aus Damme am 17.03.2023
Bewertungsnummer: 1902676
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Bei dem Cover fiel mein erster Blick auf die Schrift des Titels. Ich bin ein absoluter Fan von ausgefallenen Buchstaben und der Ausgestaltung der selbigen. Das Muster im Wort König hat es mir besonders angetan. Aber auch die weitere Gestaltung ist für mein empfinden sehr stimmig. Zu sehen ist ein Krokodil, das ein Auge geschlossen hat und ein scheinbar schimpfender Vogel, der auf einem Halm sitzt. Beide Tiere spielen im Buch eine wichtige Rolle und tauchen dort immer wieder auf.
Der Billabongkönig von Matthias Kröner erschien im Beltz und Geldberg Verlag. Für Matthias Kröner ist es sein kinderliterarisches Debüt. Das Buch für Kinder ab sieben Jahren wurde illustriert von Mina Braun. Ihre Zeichnungen harmonieren sehr schön mit der Geschichte und machen so das Buch zu etwas besonderem. Mir gefallen die kräftigen Farben sehr gut. So dominiert immer wieder das grün der Krokodile und das orange sorgt für die nötigen Farbtupfer.
Die Geschichte ist in zehn Kapitel unterteilt. Und besteht im Prinzip aus zwei Erzählern. Zum Einen ist da der Allwissende Erzähler, der mich als Leser mit nimmt auf eine Reise in den Mangrovensumpf zu den Krokodilen und zum Anderen ist da Ben, der Billabongkönig, der dem Erzähler immer wieder einfach ins Wort fällt. Sein Part ist deutlich durch einen Absatz in orangen Buchstaben vom Text abgetrennt. Diese kleinen Zwischenrufe fand ich besonders amüsant, weil so einfach noch ein wenig mehr Spaß und Freude in die Geschichte kam.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es ist eine süße Geschichte von der Monarchie zur Demokratie. Sie zeigt auf kindgerechte Weise einen Weg zur Gerechtigkeit und welchen Nachteil eine Monopolstellung haben kann. Ich musste beim Lesen an meinen Ausflug in die Mangroven denken. Dort ist mir das ein oder andere Krokodil vors Auge gekommen. Wobei es auch Alligatoren gewesen sein können.
Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es macht einfach Spaß sich von Seite zu Seite zu blättern und mit zu erleben auf welche Reise Ben gehen muss. Interessant fand ich dabei die Position der Vögel, umgenauer zu sein der Krokodilwächter, die haben schon einen spannenden Job. Lies am besten einfach selbst, wie sie zu diesem Namen gekommen sind. Die Lösung findest du schon auf den ersten Seiten im Buch.
Toll erdachte Tierfabel In…
holdesschaf am 14.07.2022
Bewertungsnummer: 2814808
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Toll erdachte Tierfabel In den Mangrovensümpfen herrscht das Krokodil Ben als Alleinherrscher über sein Gebiet und die Tiere, die dort leben. Dies tut er nach bestem Wissen und Gewissen zum Vorteil aller. Doch eines Tages hat er Zahnschmerzen und obwohl die Krokodilwächtervögel genau dafür da sind, traut Ben sich aus Angst nicht, ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen, bis er von einem besonders guten "Zahnarzt" hört. Kaukasius Grätenzieher hilft ihm und weil Ben so begeistert ist, merkt er nicht, dass er ihm dafür einen beliebigen Wunsch erfüllen muss. Ein fieser Trick, durch den Kaukasius die Macht im Sumpf an sich reißt und als kleiner Diktator für Chaos sorgt. Ob Ex-Billabongkönig Ben es schafft, die Ordnung wieder herzustellen? Autor Matthias Kröner gelingt mit dieser Geschichte ein echter Geniestreich. In einem sehr humorvollen Dialog zwischen dem Erzähler und Billabongkönig Ben erzählt er eine spannende Geschichte von Machthunger, Zusammenleben bis hin zu Krieg und Demokratie, aber nie durch lange Erklärungen und den erhobenen Zeigefinger. Kinder entdecken selbst die Missstände und Fehler im System dadurch, dass sie fühlen, dass hier etwas nicht passt und gegen ihre kindlichen moralischen Vorstellungen verstößt. Sie lernen die verschiedenen Möglichkeiten, wie Tiere (Menschen) zusammenleben könnnen, kennen. Eigentlich gar kein so einfaches Thema, aber der Autor versteht es geschickt, es lustig, aber nie lächerlich rüberzubringen. Dafür sorgen die Dialoge, die man sich herrlich als kleines Puppentheater vorstellen kann. Der Erzähler übertreibt es manchmal ein bisschen, während Billabongkönig Ben seine Ausführungen nicht selten unterbricht, um noch seinen Senf dazuzugeben oder den Erzähler zu berichtigen. Überhaupt geht es in dem Buch viel um Dialoge, die heute so wichtig sind, wie nie. So bin ich auch mit meiner Tochter über viele Situationen in dem Buch ins Gespräch gekommen und habe festgestellt, dass die Geschichte eine tolle Grundlage ist, die Kinder dazu bringt, Dinge zu hinterfragen, sich ein Bild zu machen, nicht einfach alles zu glauben, was jemand erzählt und vor allem nachzudenken und Sachen anzusprechen, die nicht passen. So haben wir beide ganz viel gelernt und hatten dabei jede Menge Spaß mit dem eigentlich ganz liebenswerten Ben. Dazu gab es wunderschöne und besondere Illustrationen aus den Mangrovensümpfen, die den Text noch etwas aufgelockert haben. Ein ganz tolles Buch, das wirklich für jedes Kind (und auch Erwachsene) geeignet ist. 5 Sterne
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.