Die perfekte romantische Sommerlektüre: der dreizehnte Roman von Bestseller-Autorin Paige Toon
Angie wollte schon immer die Welt bereisen. Doch sie steckt in ihrem winzigen australischen Heimatdorf fest: Ihre Mutter ist tot, ihren Vater kennt sie nicht und sie ist die Einzige, die sich um ihre demente Großmutter kümmern kann. Als letztere stirbt, macht Angie eine Entdeckung: Ihr Vater lebt, und zwar in Rom! Doch warum hat ihr nie jemand von ihm erzählt? Angie wirft sich in ein italienisches Abenteuer, um die Wahrheit über ihre unbekannte Familie herauszufinden. Kann sie der charmante Draufgänger Alessandro, auf dem ebenfalls ein Geheimnis lastet, auf ihrem Weg begleiten?
»Urlaubsfeeling in Buchform« Mhairi McFarlane
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Du schenkst mir die Welt
Katie aus Köln am 29.06.2022
Bewertungsnummer: 1738486
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Vielen Dank an @sfischerverlage und @netgalleyde für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung. In meiner Rezension drücke ich lediglich mein persönliches Empfinden aus, dies sagt nichts darüber aus ob ein Buch gut oder schlecht ist. Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich auf den Klappentext im zweiten Bild.
Da ich schon Bücher der Autorin kenne und liebe, freute ich mich schon sehr auf ihr neues Werk. Durch einen sehr tiefgründigen, flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil gelang mir der Einstieg gut. Die Erzählweise findet aus Sicht von Angie statt und in der dritten Person. Mir hat das gefallen, da ich so tief in die Gedankenwelt der Protagonistin blicken konnte um so Handlungen besser nachvollziehen zu können. Ein unglaubliches Highlight in diesem Buch war für mich das Setting, überwiegend spielend in Italien, aber auch in Australien mit dem „Wüstenort“ Coober Pedy, von dem ich vorher noch nichts gehört hatte und Norwegen. Der Autorin ist es gelungen anhand ihrer bildhaften und detaillierten Beschreibungen von Orten und Gegebenheiten eine Atmosphäre zu schaffen, das man glaubt beim Lesen selbst durch die Gassen Italiens zu spazieren. Angie ist eine starke Persönlichkeit, die in ihren jungen Jahren schon einiges mitgemacht hat. Sie wird von Nachbarn und vielen anderen Menschen geliebt und geschätzt und ich konnte das absolut nachvollziehen, ich empfand sie als hilfsbereit, sympathisch und einfühlsam. Alessadro hingegen konnte ich erst im Verlauf der Geschichte besser verstehen. Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht. Alle Charaktere die Angies Weg kreuzten waren spannende Figuren und erfrischten die Story. Das Cover ist typisch für Bücher von Paige Toon und gefällt mir.
Mein Fazit: Eine tiefgründige Geschichte über Liebe, Hingabe, Mut und die Chance über sich hinauszuwachsen.
Lockere Sommerlektüre mit ernsteren „Nebenschauplätzen“
Bewertung aus Oberursel am 08.08.2022
Bewertungsnummer: 1763206
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Angie ist 27 und hat ihre Heimat noch nie verlassen, obwohl sie von klein auf die Sehnsucht nach der weiten Welt plagt. Ihre Mutter ist schon lange tot, und Angie wurde von ihren Großeltern in Coober Pedy, der australischen Minen-und-Opal-Stadt, aufgezogen. Allerdings hat sie sich in den letzten Jahren um ihre demente Großmutter kümmern müssen, und als ihre Nan nun stirbt, ist Angie das erste Mal in ihrem Leben frei, das zu tun, was sie wirklich möchte. In dieser Situation erfährt sie, dass ihr leiblicher Vater, von dem sie noch nie etwas gehört hat, lebt - und Angie will ihn kennenlernen. Nach einigen Anrufen ist auch alles arrangiert, und Angies erste Reise außer Landes führt sie nach Rom, in die ewige Stadt, zu Giulio, ihrem Vater, und ihrer neuen Großfamilie…..und zu Alessandro, der ihr bei allem Kennenlernen und Neuem als Freund beiseite steht. Der Klappentext sagt: „Angie wirft sich in ein italienisches Abenteuer, um die Wahrheit über ihre unbekannte Familie herauszufinden. Kann sie der charmante Draufgänger Alessandro, auf dem ebenfalls ein Geheimnis lastet, auf ihrem Weg begleiten?“, und ja, wir begleiten Angie hier auf ihrem italienischen Abenteuer und ihrer Lovestory mit Allessandro, und zwar auf den hellen als auch auf den dunklen Pfaden.
Und ich muss jetzt erstmal sagen, mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Wir sind hier die meiste Zeit in Rom in den Sommermonaten unterwegs, und wandeln mit Angie einerseits viel auf den touristischen Pfaden und andererseits haben wir auch Einblicke in die neue italienische Grossfamilie (laut, herzlich, viele , hahaha, die Klischees stimmen!), und für mich hat das Setting einfach gepasst. Eine traumhafte Stadt als Kulisse für eine romantische Geschichte: passt und hat mich abgeholt. Allerdings ist das Ganze nie ins Süßliche abgedriftet, denn die Autorin hat hier auch eine Menge ernste Themen verarbeitet. In der neuen italienischen Familie ist auch nicht alles eitel Sonnenschein, Giulio hat durchaus einiges an Verlusten in seinem Leben erlitten, Allessandro genauso, und die Themen Depression und Mental Health werden hier verarbeitet. Und meiner Ansicht nach sehr feinfühlig und wohl dosiert, aber durchaus präsent. Anfangs hatte ich noch gedacht, naja, alles fröhlich-supi-dupi hier, aber je mehr ich gelesen habe und in dem Roman eingetaucht bin, desto vielschichtiger sind die Personen geworden. Anfangs dachte ich noch, oh Mann, diese Angie ist zu gut, um wahr zu sein (wer opfert sich schon so sanftmütig für alle auf und hat für alle immer ein Ohr und einen Ratschlag?), aber sie ist mir echt ans Herz gewachsen. Und ja, sie hat für alle ihre Freunde immer ein offenes Ohr, sie kriegt aber auch so viel zurück. So muss Freundschaft funktionieren.
Warmherzig und bildhaft geschrieben, fand ich den Roman flüssig lesbar und wie schon gesagt, hat mich mitgenommen. Mir waren es manchmal ein paar Namen und Leute zu viel – alle Mitglieder ihrer neuen Familie plus die Angestellten im Lokal ihres Vaters wurden alle namentlich erwähnt, plus die vielen Freunde aus Australien – da kommt man schon mal durcheinander. Ein paar weniger Nebendarsteller hätten es für mich auch getan. Und am Ende ging mir einiges auch zu flott, da hatte ich den Eindruck, die Autorin will noch einiges erzählen, hat aber nicht mehr soviel Seiten übrig. Also, das wären so meine kleinen Kritikpunkte, aber insgesamt hat es mir richtig gut gefallen. Die Thematik mit der neuen Familie, die man im Erwachsenalter findet, fand ich extrem interessant, und auch das Thema mit der Trauerverarbeitung hat mich angesprochen. Und natürlich die Lovestory – wegen der hatte ich das Buch eigentlich geholt . Wobei Amazon das Buch gar nicht unter Liebesromane einsortiert, sondern unter Abenteuer- und Reiseberichte (oooookay, jo, Reise ja, Abenteuer eher nicht so), sowie unter Familienromane und Gegenwartsliteratur.
Ich verteile 4,5 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter! Lockere Sommerlektüre mit ernsteren „Nebenschauplätzen“ – ich fands gut!
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