In der deutschen Bucht stößt das niederländische Bergungsschiff »Freyja« auf der Suche nach einem Container überraschend auf ein seit 1950 verschollenes Wrack. Leider hat dies nicht nur Kupfer im Wert von einer Million Euro an Bord, an dem sich die Besatzung der »Freyja« gern diskret bereichert hätte, sondern auch eine Leiche: Ein toter Taucher ist mit Handschellen an das Wrack gekettet, knapp außer Reich-, doch nicht außer Sichtweite vor ihm die Schlüssel. Die Ermittlungen von Kommissar Liewe Cupido, gebürtiger Deutscher, aber auf Texel aufgewachsen und darum »der Holländer« genannt, führen von einem Tauchclub auf Terschelling über einen Wohnungseinbruch auf Föhr bis zu einem Familiendrama in Wilhelmshaven. Je näher Cupido dem Täter kommt, desto mehr wird er in einen Fall verwickelt, in dem Väter und Söhne versuchen, einander zu beschützen, bis zum Äußersten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
HFO
5/5
01.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liewe Cupido taucht nicht nur…
Liewe Cupido taucht nicht nur in der Nordsee, sondern auch in die familiären Problemen des Opfers ein. Unvermutet einfühlsam geht der eher schweigsame Kommissar auf den jugendlichen Sohn ein. Spannend und informativ wird die Suche bzw das Tauchen nach versunkenen Schiffen geschildert und die Lösung des Falls ist bis kurz vor Schluss nicht zu erraten. Wem der erste Fall "Der Holländer" gefallen hat, der wird "Der Taucher" lieben. Volle Leseempfehlung!
crazy girl
aus Schleswig-Holstein
5/5
30.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
versunkene Schätze
Kapitän Sil van Heel ist mit seinem Bergungsschiff Freya auf der Suche nach einem verloren gegangenen Container, als der Sonar Kontakt meldet. Da an dieser Position kein Wrack oder ähnliches in der Seekarte verzeichnet ist, lässt er eine Kamera den Boden absuchen. Er stößt auf einen seit 1950 verschollenen Frachter, der Kupferplatten im Wert von 1 Millionen Euro an Bord hatte. Doch dann sieht er die Leiche eines Tauchers, der am Geländer angekettet ist. Da Kapitän van Heel nur Holländisch spricht , wird der BKA-Mitarbeiter Liewe Cupido zur Erstaufnahme geschickt und taucht selbst zum Wrack.
Dies ist der zweite Fall für den Deutschen Liewe Cupido, der auch der Holländer genannt wird, weil er auf Texel aufgewachsen ist. Er ist sehr wortkarg , gründlich in seinen Gedankengängen und hat Erfahrung im Tauchen. Sein Vater war Fischer und starb auf See. Diesen Tod hat er nie richtig verarbeitet und auch in diesem Fall spielt das Vater-Sohn- Verhältnis eine starke Rolle.
Bewertung
5/5
09.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein verschollenes Wrack, beladen...
Ein verschollenes Wrack, beladen mit wertvollem Kupfer, ein ermordeter Taucher,
den man an das Wrack angekettet hatte. Was steckt dahinter? Eine ungelöste
Familiengeschichte wird durch den in sich ruhenden Ermittler Liewe Cupido gelöst.
Eine besondere Leseempfehlung!
Bewertung
aus München
5/5
05.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
volle Punktzahl
Als waschechte Süddeutsche fühle ich mich unweigerlich zu Krimis hingezogen, die im fernen Norden spielen. Am liebsten am Meer. Deshalb ist der zweite Band von Mathijs Dee "Der Taucher" genau mein Beutescheme gewesen. Schon Teil eins hat mir ausgesprochen gut gefallen und das ist auch im vorliegenden Buch wieder eine richtige Lesefreude gewesen.
Der Krimi hat all die Details, die ich erwarte und schätze. Einen Kommissar, der etwas eigenwillig und spröde ist und der auch die härteste Nuss knacken kann. Einen Mordfall, der kompliziert und ungewöhnlich ist und bei dessen Auflösung man miträtseln kann und erst ziemlich spät auf die richtige Fährte gelenkt wird. Ein Setting, welches viel Lokalkolorit hat. Im vorliegenden Fall also das Meer mit all seiner rauen Nässe, Tauchen und Wracks mit wertvoller Ladung und der Duft von Salzwasser und Seetang. Und neben den guten Naturbeschreibungen und dem norddeutschen Feeling auch sehr unterhaltsame, lebensechte Dialoge; etwas vorauf ich besonders Wert lege.
Fazit: Volle Punktzahl und bitte mehr von diesem Autor und diesem Ermittler.
Gela
aus Hambühren
5/5
27.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein ruhiger, eigenwilliger und besonderer Ermittler
Ein verschollenes Wrack aus den 50er-Jahren wird zufällig von einem niederländischen Bergungsschiff entdeckt. Die Ladung, Kupfer im Wert von einer Million Euro, würde die Mannschaft gern bergen. Wäre da nicht der tote Taucher, der in Handschellen am Wrack gekettet erstickt ist. Die Bundespolizei setzt Kommissar Liewe Cupido auf den Fall an, der durch seine niederländischen Wurzeln erste Ermittlungen in Terschelling bei einem Tauchclub durchführt. Spuren führen auch nach Föhr und Wilhelmshaven und decken nicht nur Hinweise zu diesem Fall auf.
Mathijs Deen beweist im zweiten Fall des Ermittlers Liewe Cupido - der Holländer genannt -, dass der erste Band kein One-Crimi-Wonder gewesen ist. Gleich auf den ersten Seiten fühlt man sich an die Küste versetzt, blickt den Seeleute der "Freyja" über die Schulter und sieht einen Taucher, der mit Handschellen an ein Wrack tief auf dem Meeresgrund angekettet wurde. Die düstere See mit ihren Geheimnissen lässt einem einen Schauer über den Rücken laufen. Die Stimmung ist ruhig und die Spannung wird langsam, aber stetig aufgebaut. Vorkenntnisse aus dem ersten Teil sind nicht erforderlich. Einige Personen und Hund Vos finden ihren Weg auch in den zweiten Teil, werden aber ausreichend beschrieben.
Passend zum Charakter des Ermittlers, der eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt, werden besonders die kleinen Details hervorgehoben. Hier ermittelt kein Held und kein Selbstdarsteller, sondern Liewe Cupido, der am liebsten allein, eigenwillig und in seinem Tempo die Dinge angeht. Ich mag diese Figur sehr gern, weil es zeigt, dass man sich nicht verbiegen muss und bei sich bleiben kann, um ans Ziel zu kommen. Seine sehr ruhige, nicht gerade kommunikative Art wirkt auf viele beunruhigend und ungewöhnlich. Darin liegt seine Stärke: Er kann warten.
Jeder Protagonist wirkt realistisch, glaubwürdig und passend zur Szene. Der Hafenmeister, der sich mehr für die Boote als für die Menschen interessiert. Der Insel-Polizist Snausbjard, der liebevoll und ein wenig schusselig seinen Inseljob versieht. Die Wracktaucher, die ihre Geheimnisse für sich behalten möchten und Jugendliche, die zwischen Schuld und Trotz schwanken.
Interessant sind die Beschreibungen zum Thema Wracktauchen und den Schätzen, die heute noch das Meer verbirgt. Anhand der detaillierten und übersichtlichen Karte im Buchumschlag kann man Cupido bei seinen Ermittlungsfahrten begleiten. Ob mit dem Hubschrauber, dem Marineboot oder der Fähre, der Ermittler muss einige Kilometer zurücklegen, um erste Hinweise zu finden.
Das Motiv für den Mord ist nicht leicht zu finden und erst nach und nach stellt sich ein Familiendrama in Wilhelmshaven als Puzzleteil heraus.
Die Rückblenden, die zu Cupidos Familie führen, sind sehr fein und nebenbei erzählt. Sie zeigen aber, warum Cupido ein Einzelgänger mit schlechtem Schlaf und einer tragischen Vergangenheit ist. Ein wenig Melancholie legt sich über die Seiten, wenn Liewe etwas von sich preisgibt.
"Und als der Schlaf ihn endlich überwältigt, kommt er nicht als Erlösung, sondern als Schatten, der am Fußende heraufwölkt, sich wie ein Schleier über das Bett ausbreitet und ihm die Luft nimmt."
Am Ende wird es dann doch einmal brenzlig für den Ermittler, der all seine Ruhe über Bord wirft und die Tat im Alleingang klären will. Wenn es hektisch wird, gewinnt sein Bauchgefühl.
Ich hoffe sehr, dass Liewe Cupido weiter ermitteln darf und es weitere Ermittlungen zwischen deutsch und niederländischer Küste geben wird. Für alle Krimiliebhaber, die das Meer, die Landschaften und die Menschen dort mögen.
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