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Tick Tack „Irre gut, schnell, spannend“ Juli Zeh — Roman

7

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,7 cm

Gewicht

379 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27234-7

Beschreibung

Rezension

„Ich bin unfassbar beeindruckt von der Sprache ihres Textes und von dem Witz und dem Humor, der da drinsteckt, und davon, mit welcher narrativer Souveränität sie gegenwärtige Themen behandelt. … Ich habe das Buch in zwei Tagen in einem leichten Rausch gelesen.“ Daniel Schreiber, hr2 Kultur, 17.07.22
"Ein Roman mit gesellschaftlicher Dringlichkeit, der sprachlich und formal originell Einblicke ins Denken und Fühlen der jungen Generation gewährt. … Julia von Lucadou lässt eine 'Community' von jungen Leuten zu Wort kommen, die sich fast nur digital austauschen. ... Zeitgemäßer kann ein Buch kaum sein." Manfred Papst, SRF Bestenliste Juli, 30.06.22
„Es ist ein guter Roman, ... er ist sehr böse, sehr zynisch, auch spannend und ziemlich beunruhigend … und ein Roman, der immer wieder auch ziemlich witzig ist.“ Dorothee Meyer-Kahrweg, hr2 Kultur, 29.06.22
"Wer wirklich etwas über das Jungsein erfahren will, der sollte dieses Buch dringend lesen. ... Es zeigt die düstere Größe dieses besonderen Lebensalters kompromisslos, hellsichtig, unerbittlich im Urteil, gesegnet mit einem klaren Blick auf die Wahrheit hinter der menschlichen Komödie der Erwachsenenwelt. .... das liest sich irre gut – schnell, spannend, die Figuren stehen einem vor Augen." Juli Zeh, Edle Federn- Podcast, 26.06.22
"Mit ihrem zweiten Roman 'Tick Tack' erweist sich Julia von Lucadou erneut als Autorin, die sich intensiv mit aktuellen technologischen Entwicklungen auseinandersetzt. ... Packend bis zum fulminanten Finale." Felix Münger, Radio SRF 2 Kultur, 03.06.22
"Die Gleichzeitigkeit von verschiedenen Kommunikationsebenen und die Sucht nach ständiger Aufmerksamkeit und nach Reaktionen der anderen werden in dem Roman eindrücklich beschrieben." Marie-Dominique Wetzel, SWR2, 01.06.22
"Ein eindringlichen Gegenwartsroman, der vor aktuellen Themen nur so strotzt, von der Verquickung von Misogynie und rechtem Denken in den sozialen Netzwerken bis hin zur Anti-Corona-Bewegung und der Spaltung der Gesellschaft. ... Der Roman zeigt, wie sehr Social Media die Weltwahrnehmung heutiger Teenager:innen durchdringt und formt." Oliver Pfohlmann, Tagesspiegel, 15.05.22
"Fulminanter Zeitgeist-Roman ... von explosiver Kraft, bei dem der Zeitzünder von Anfang an mitläuft. Rasant, gegen Ende beinahe atemlos, schraubt er sich hinein in die Corona-Zeit, und wird gleichsam zum Live-Kommentar unserer Gegenwart. … Den Jargon der Generation Z hat Lucadou beinahe verstörend gut getroffen." Anja Kümmel, Die Zeit, 16.04.22
"Das ist ein Buch, an dem ich erst mal viel Spaß hatte, immer mal kichern musste beim Lesen, dann wird dieses Buch aber immer unheimlicher, weil es mitten hineinleuchtet in den ganzen Wahn und die Kämpfe der Coronazeit." Frank Meyer, Deutschlandfunk Kultur, 11.04.22
"Atemberaubend … Julia von Lucadou überwältigt durch eine allumfassende Neuerfindung der Sprache. … Durch die Kombination aus Wortkreationen und denglischem Digital Sound schafft sie eine phantastische Romankonstruktion, die eines eindrücklich beweist: Das Buch steht in seiner reflexiven Kraft den neuen Medien in Nichts nach. Im Gegenteil: Es hilft uns dabei, sie noch besser zu verstehen." Björn Hayer, NZZ am Sonntag, 27.03.22

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,7 cm

Gewicht

379 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27234-7

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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1 Sterne

Ein in jeglicher Hinsicht extremer Roman

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 26.03.2022

Bewertungsnummer: 1682974

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Almette ist 15 und hat gerade einen Selbstmordversuch hinter sich: Sie hat sich in Köln auf die U-Bahngleise gelegt und wurde nur knapp gerettet. Die Gründe dafür verschweigt sie, Eltern und Freunde dringen zu ihr ebenso wenig durch wie Therapeuten. Ihr Hauptinteresse scheint der Steigerung ihrer Followerzahl in den sozialen Medien zu gelten. Als sie dem elf Jahre älteren Jo begegnet, verspricht ihr dieser, sie mit seiner Hilfe im Internet ganz groß rauszubringen. Für Jo ist Almette jedoch nur ein Werkzeug, um seine eigenen gefährlichen Pläne zu verwirklichen. Almette ist ein Charakter, der krasse Gegensätze in sich vereint. Sie geht auf eine angesehene Schule, wo sie gerade eine Klasse übersprungen hat und weiterhin sehr gute Noten hat. Auf der anderen Seite spricht sie eine vulgäre, alles kommentierende, ständig abwertende Sprache voller Anglizismen. Die Gründe für ihren Selbstmordversuch bleiben lange unklar, doch schnell merkt mann, dass hinter ihrer coolen Fassade ein labiler, leicht beeinflussbarer Mensch steckt. Likes und Aufmerksamkeit sind die Währung, die Almette braucht, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Ihre Eltern sind übervorsorglich, sie geben vor es nur gut zu meinen und drängen sie dabei in die von ihnen gewünschte Richtung. Das ausspionieren von Tagebüchern und Handys scheint normal zu sein. Alle Charaktere sind extrem überzeichnet, zum Beispiel auch Almettes Vater, der seinen Beraterjob aufgegeben hat, um Feminismus-Blogger zu werden. Zu Beginn gab es einige unterhaltsame Dialoge, die mich neugierig machten, wohin dies alles führen soll. Almette trifft bald auf Jo, der in ihr das geeignete Werkzeug für seine Pläne sieht. Jos Kapitel sind während des gesamten Romans im Greentext Format geschrieben und geben den Hass und seine verqueren Gedanken wieder, die er über anonyme Message Baords teilt. Dabei wird > vor jedem Gedanken genutzt, es ist ein sehr abgehakter Stil mit beliebiger Kommasetzung und Groß-/Kleinschreibung mit Gifs und Bildern, von denen ich nur die Titel lesen konnte. Es ist eine ungewöhnliche Art, sich mit einem Charakter auseinanderzusetzen, aber Stil und Inhalt wurden mir schnell zu viel. Ich fragte mich, was wirklich in so einem Menschen vorgeht, der solche Äußerungen von sich gibt und Menschen wie Almette mit großem Aufwand manipuliert. Im zweiten Teil des Buches gibt es einen Zeitsprung, der eine krasse Veränderung mit sich bringt. Jo und Almette gehören plötzlich zu den Verschwörungstheoretikern, die gegen die Coronaregeln in den Kampf ziehen. Es wird gezeigt, wie jedes rationale Argument ausgehebelt wird und völlig unterscheidliche Bevölkerungsgruppen sich in Anbetracht eines gemeinsamen Feindbildes zusammentun. Erschreckend fand ich, dass nach dem überspitzten ersten Teil dieser zweite Teil allzu realistisch wirkt, da man ähnliche Geschichten aus den Nachrichten der letzten zwei Jahre kennt. Menschen wie Almette und Jo fühlen sich von immer mehr Menschen verstanden und haben endlich das Publikum, auf das sie gewartet haben. Diese Kulisse nutzt die Autorin, um ihre Geschichte auf die Spitze zu treiben. Das Ende kommt dann aber sehr abrupt und wirkte auf mich zu einfach. Julia von Lucadou beschäftigt sich in „Tick Tack“ mit der Jagd nach Followern um jeden Preis, Hass im Netz, gefährlicher Manipulation und dem Weg in die Welt der Verschwörungstheoretiker. Die Geschichte hat einen ganz eigenen Sound und Stil, der es mir jedoch schwer machte, Zugang zu finden und den ich schnell anstrengend fand. Das Buch spricht wichtige Themen an, doch für mich wäre in der Umsetzung weniger mehr gewesen.

Ein in jeglicher Hinsicht extremer Roman

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 26.03.2022
Bewertungsnummer: 1682974
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Almette ist 15 und hat gerade einen Selbstmordversuch hinter sich: Sie hat sich in Köln auf die U-Bahngleise gelegt und wurde nur knapp gerettet. Die Gründe dafür verschweigt sie, Eltern und Freunde dringen zu ihr ebenso wenig durch wie Therapeuten. Ihr Hauptinteresse scheint der Steigerung ihrer Followerzahl in den sozialen Medien zu gelten. Als sie dem elf Jahre älteren Jo begegnet, verspricht ihr dieser, sie mit seiner Hilfe im Internet ganz groß rauszubringen. Für Jo ist Almette jedoch nur ein Werkzeug, um seine eigenen gefährlichen Pläne zu verwirklichen. Almette ist ein Charakter, der krasse Gegensätze in sich vereint. Sie geht auf eine angesehene Schule, wo sie gerade eine Klasse übersprungen hat und weiterhin sehr gute Noten hat. Auf der anderen Seite spricht sie eine vulgäre, alles kommentierende, ständig abwertende Sprache voller Anglizismen. Die Gründe für ihren Selbstmordversuch bleiben lange unklar, doch schnell merkt mann, dass hinter ihrer coolen Fassade ein labiler, leicht beeinflussbarer Mensch steckt. Likes und Aufmerksamkeit sind die Währung, die Almette braucht, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Ihre Eltern sind übervorsorglich, sie geben vor es nur gut zu meinen und drängen sie dabei in die von ihnen gewünschte Richtung. Das ausspionieren von Tagebüchern und Handys scheint normal zu sein. Alle Charaktere sind extrem überzeichnet, zum Beispiel auch Almettes Vater, der seinen Beraterjob aufgegeben hat, um Feminismus-Blogger zu werden. Zu Beginn gab es einige unterhaltsame Dialoge, die mich neugierig machten, wohin dies alles führen soll. Almette trifft bald auf Jo, der in ihr das geeignete Werkzeug für seine Pläne sieht. Jos Kapitel sind während des gesamten Romans im Greentext Format geschrieben und geben den Hass und seine verqueren Gedanken wieder, die er über anonyme Message Baords teilt. Dabei wird > vor jedem Gedanken genutzt, es ist ein sehr abgehakter Stil mit beliebiger Kommasetzung und Groß-/Kleinschreibung mit Gifs und Bildern, von denen ich nur die Titel lesen konnte. Es ist eine ungewöhnliche Art, sich mit einem Charakter auseinanderzusetzen, aber Stil und Inhalt wurden mir schnell zu viel. Ich fragte mich, was wirklich in so einem Menschen vorgeht, der solche Äußerungen von sich gibt und Menschen wie Almette mit großem Aufwand manipuliert. Im zweiten Teil des Buches gibt es einen Zeitsprung, der eine krasse Veränderung mit sich bringt. Jo und Almette gehören plötzlich zu den Verschwörungstheoretikern, die gegen die Coronaregeln in den Kampf ziehen. Es wird gezeigt, wie jedes rationale Argument ausgehebelt wird und völlig unterscheidliche Bevölkerungsgruppen sich in Anbetracht eines gemeinsamen Feindbildes zusammentun. Erschreckend fand ich, dass nach dem überspitzten ersten Teil dieser zweite Teil allzu realistisch wirkt, da man ähnliche Geschichten aus den Nachrichten der letzten zwei Jahre kennt. Menschen wie Almette und Jo fühlen sich von immer mehr Menschen verstanden und haben endlich das Publikum, auf das sie gewartet haben. Diese Kulisse nutzt die Autorin, um ihre Geschichte auf die Spitze zu treiben. Das Ende kommt dann aber sehr abrupt und wirkte auf mich zu einfach. Julia von Lucadou beschäftigt sich in „Tick Tack“ mit der Jagd nach Followern um jeden Preis, Hass im Netz, gefährlicher Manipulation und dem Weg in die Welt der Verschwörungstheoretiker. Die Geschichte hat einen ganz eigenen Sound und Stil, der es mir jedoch schwer machte, Zugang zu finden und den ich schnell anstrengend fand. Das Buch spricht wichtige Themen an, doch für mich wäre in der Umsetzung weniger mehr gewesen.

eiin Schreibstil, der es einen nicht leicht macht

Bewertung aus Kyritz am 12.04.2022

Bewertungsnummer: 1694677

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Almette ist jung und fürchterlich wütend. Sie hasst ihr Leben und um ein Haar hätte sie dieses auch beendet. Und genau dies ruft Jo auf den Plan. Er ist hochintelligent und ist wegen Fehlverhaltens von der Uni geflogen. Aus grenzenloser Langerweile, verbringt er sein Leben nun wieder im elterlichen Zuhause. Vielmehr in seinem Jugendzimmer und durchstöbert das Internet nach seinen neuesten Opfern. Sammelt Daten von unbedarften Teenager und erpresst sie. Doch er will noch weiter gehen. Er will sein nächstes Oper nicht nur erpressen er will es zum äußersten treiben. Und genau da läuft ihn Almette in die Arme. Sein Vorgehen ist wie immer. Er erschleicht sich das Vertrauen, macht auf Freund und manipuliert sie, damit sie genau so handelt wie er es gerne hätte. Nur diesmal kommt ein besonderes Ereignis hinzu, dass ihm seine Arbeit wohl noch erleichtert. Eine Welt umfassende Pandemie erfasst Deutschland. Die Autorin versuch mit einen mehr als gewöhnungsbedürftigen Schreibstil eine Geschichte, die hauptsächlich im Internet spielt in ein Roman zu fassen. Leider ist ihr dies nur bedingt bis schlecht gelungen. Der Leser wird immer wieder durch Einlassungen von Internetseiten, Bildern etc. aus den Lesefluss gerissen. Ich konnte mich bis zum Schluss nicht mit den Schreibstil anfreunden. Womöglich bin ich schon etwas zu alt für diesen Schreibstil. Beide Protagonisten, Mette als auch Jo sind nicht nur wütend sondern auch im hohem Maße manipulativ veranlagt. Beide leben in gutbürgerlichen Verhältnissen. Mette macht sich selbst enormen Druck um immer wieder neue Folower zu gewinnen, durch immer neue drastischere Geschichten. Sie hat mit Luxusproblemen zu kämpfen, worüber man teilweise einfach nur den Kopf schütteln kann. Aber auch nicht verwunderlich, wenn sie ihr Leben ausschließlich nach anderen ausrichtet und dabei das reale Leben aus dem Blick verliert. Von daher ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn sich dann eine Sorte Mensch an sie ranheftet, der ganz und gar nichts Gutes im Schilde führt. Und dass dies der Fall ist macht Jo schon recht schnell klar. Er ist nicht nur ein Schlechter Mensch, nein er ist brandgefährlich. War die Story im ersten Teil noch nachvollziehbar, ist dies im zweiten Teil nicht mehr der Fall. Es gibt Zeitsprünge, nachdem der Leser die Handlung nicht mehr nachvollziehen kann. Außerdem überschlagen sich nicht nur die Ereignisse sondern es läuft einfach viel zu schnell. Als ob die Autorin plötzlich keine Zeit mehr gehabt hätte oder ihr die Ideen ausgegangen währen. Fazit: Die Auseinandersetzung mit Themen wie Cybermobbing, Coronaleugner, Verschwörungstheorien gelingt der Autorin trotz Aktualität nicht besonders gut. Rückblickend ist der Roman eher wie ein Drehbuch als wie ein Roman geschrieben. Auch ist der Schreibstil alles andere als gut lesbar. Leider kann ich für diesen Roman aus besagten Gründen nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.

eiin Schreibstil, der es einen nicht leicht macht

Bewertung aus Kyritz am 12.04.2022
Bewertungsnummer: 1694677
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Almette ist jung und fürchterlich wütend. Sie hasst ihr Leben und um ein Haar hätte sie dieses auch beendet. Und genau dies ruft Jo auf den Plan. Er ist hochintelligent und ist wegen Fehlverhaltens von der Uni geflogen. Aus grenzenloser Langerweile, verbringt er sein Leben nun wieder im elterlichen Zuhause. Vielmehr in seinem Jugendzimmer und durchstöbert das Internet nach seinen neuesten Opfern. Sammelt Daten von unbedarften Teenager und erpresst sie. Doch er will noch weiter gehen. Er will sein nächstes Oper nicht nur erpressen er will es zum äußersten treiben. Und genau da läuft ihn Almette in die Arme. Sein Vorgehen ist wie immer. Er erschleicht sich das Vertrauen, macht auf Freund und manipuliert sie, damit sie genau so handelt wie er es gerne hätte. Nur diesmal kommt ein besonderes Ereignis hinzu, dass ihm seine Arbeit wohl noch erleichtert. Eine Welt umfassende Pandemie erfasst Deutschland. Die Autorin versuch mit einen mehr als gewöhnungsbedürftigen Schreibstil eine Geschichte, die hauptsächlich im Internet spielt in ein Roman zu fassen. Leider ist ihr dies nur bedingt bis schlecht gelungen. Der Leser wird immer wieder durch Einlassungen von Internetseiten, Bildern etc. aus den Lesefluss gerissen. Ich konnte mich bis zum Schluss nicht mit den Schreibstil anfreunden. Womöglich bin ich schon etwas zu alt für diesen Schreibstil. Beide Protagonisten, Mette als auch Jo sind nicht nur wütend sondern auch im hohem Maße manipulativ veranlagt. Beide leben in gutbürgerlichen Verhältnissen. Mette macht sich selbst enormen Druck um immer wieder neue Folower zu gewinnen, durch immer neue drastischere Geschichten. Sie hat mit Luxusproblemen zu kämpfen, worüber man teilweise einfach nur den Kopf schütteln kann. Aber auch nicht verwunderlich, wenn sie ihr Leben ausschließlich nach anderen ausrichtet und dabei das reale Leben aus dem Blick verliert. Von daher ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn sich dann eine Sorte Mensch an sie ranheftet, der ganz und gar nichts Gutes im Schilde führt. Und dass dies der Fall ist macht Jo schon recht schnell klar. Er ist nicht nur ein Schlechter Mensch, nein er ist brandgefährlich. War die Story im ersten Teil noch nachvollziehbar, ist dies im zweiten Teil nicht mehr der Fall. Es gibt Zeitsprünge, nachdem der Leser die Handlung nicht mehr nachvollziehen kann. Außerdem überschlagen sich nicht nur die Ereignisse sondern es läuft einfach viel zu schnell. Als ob die Autorin plötzlich keine Zeit mehr gehabt hätte oder ihr die Ideen ausgegangen währen. Fazit: Die Auseinandersetzung mit Themen wie Cybermobbing, Coronaleugner, Verschwörungstheorien gelingt der Autorin trotz Aktualität nicht besonders gut. Rückblickend ist der Roman eher wie ein Drehbuch als wie ein Roman geschrieben. Auch ist der Schreibstil alles andere als gut lesbar. Leider kann ich für diesen Roman aus besagten Gründen nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.

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Tick Tack

von Julia Lucadou

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