Produktbild: Dann rennen wir

Dann rennen wir

18

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.04.2022

Verlag

GOYA

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Karen Gerwig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4419-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.04.2022

Verlag

GOYA

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Karen Gerwig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4419-8

Herstelleradresse

Edel Verlagsgruppe GmbH
Neumühlen 17
22763 Hamburg
DE
kontakt@edelverlagsgruppe.de

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  • Niko

    aus Austria

    5/5

    28.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Erst am Ende können wir mit einer gewissen Perspektive zurückschauen"

    In ihr Buch "Dann rennen wir" erzählt die Autorin Paula McGrath von drei Frauen, die alle von etwas davon rennen: Ali (2012) ist ein junges Mädchen, dessen Mutter gestorben ist und keine Familie mehr hat, so muss sie zu Großeltern umziehen, die sie nie kennengelernt haben und auch nicht kennen; Jasmin (1982) ist ein junges Mädchen, das nur mit ihr alkoholische Mutter lebt mit der sie sich nie verstanden hat und die Gynäkologin (2012), die in Dublin lebt und ihr Alzheimer erkrankte Mutter betreut. Der Schreibstill ist sehr leicht zu lesen und die Geschichte ist sehr spannend. Es wird oft zwischen die Geschichten der Charaktere gewechselt, die alle in unterschiedliche Orte und Jahre leben. Jedes Mal wird am Anfang des Kapitels erwähnt, wo und wann wir gerade uns befinden. Am Anfang ist vielleicht ein bisschen verwirrend, weil, mehr oder weniger, Ali und Jasmin haben ähnliche Probleme und man muss vorsichtig sein, die Geschichte auseinander zu halten. Das kann aber auch bedeuten, dass alle diesen Frauen wollten was Besseres für sie erreichen und, leider, alle fanden sich irgendwann in ähnlichen Situationen. Während des Buches wird mehr über Jasmin erzählt und Ali bekommt in Buch eine kleinere Rolle. Am Schluss erfährt man auch, welche Verbindung zwischen diesen Frauen gibt. Es gibt sehr viele Themen, die im Buch angesprochen werden. Als Hauptthema ist die Frauen Emanzipation, alle Frauen kämpfen was Besseres zu erreichen. Aus meiner Sicht, genau dann, wann was zu tun gewesen wäre - wählen gehen - wurde nichts unternommen. Deshalb habe ich in die meisten Fälle im Buch die Emanzipation mehr als ein isolierter Akt, nicht ein bewusster Akt, um den Frauen allgemein besser zu gehen. Rassismus, Alzheimer, das irische Leben, Familie, Adoption, Tod - sind noch einige wichtige Themen im Buch. Ich finde das Buch ist besonders gut geschrieben. Ich konnte Jasmins Wut spüren, als sie London verlassen musste, ich konnte mit Jasmin mitfühlen, als sie George nicht mehr hatte und ich war sehr traurig, als ich die herzzerreißende Geschichte ihrer Mutter gelesen habe. Ist auf jeden Fall ein Buch voller Emotionen. Genau deshalb und wegen den Themen, die angesprochen werden, hätte ich mir ein Trigger Warnung direkt im Buch gewünscht. Fazit: Wer Familiengeschichten und Irland liebt und an Themen wie Frauen Emanzipation, Rassismus, Alzheimer, das irische Leben, Familie, Adoption, Tod interessiert ist, ist hier genau richtig. Ist kein Buch, dass man nur nebenbei liest, sondern ein Buch voller Emotionen, die lange in Erinnerung bleiben. Aus meiner Seite eine klare Weiterempfehlung.

  • J. Kaiser

    5/5

    21.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch

    Klapptext: Drei Frauen, drei Zeiten, drei Orte, eine Gemeinsamkeit. Fazit: Das Buch beschreibt von Frauen, die sich auf verschiedenen Kontinenten befinden. Diese Frauen laufen vor ihren vorbestimmenden Rollen davon. Dr. McCarthy Ärztin in Dublin. Gerade ist sie in einen medizinischen Skandal verwickelt. Ihr Lebensgefährte möchte, dass sie nach London kommen soll. Doch das ist nicht so einfach für sie. Im amerikanischen Maryland lebt die Minderjährige Alison/Ali. Als ihre Mutter stirbt soll sie zu Grosseltern gehen, welche sie nicht kennt. Als sie verschwindet wird sie zu Freiwild von Männern. Jasmine flieht dreissig Jahre zuvor aus der irischen Provinz nach London. Nach ihrer Rückkehr nach Irland will sie Proft Boxerin werden. Doch das ist illegal in Irland. Man liest, was zur damaligen Zeit mit Schwangeren geschah. Das Lesen des Buches verlangt einiges an Nachdenken ab. Beim Lesen konnte ich lange keine eigentliche Verbindung der drei Frauen erkennen. Die Scheinheiligkeit in Irland zu dieser Zeit wird in diesem Buch sehr raffiniert und sehr deutlich dem Leser vor Augengeführt. Es ist ein Buch, das man gelesen haben sollte.

  • Bewertung

    aus Moosburg

    4/5

    07.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie das wirkliche Leben

    Drei Frauen, drei Zeiten, drei Orte, eine Gemeinsamkeit: Sie alle rennen vor etwas davon - vor ihren Familien, gesellschaftlichen Hürden, Einschränkungen und Gewalt. Dabei finden sie ihre Stimmen und ihre Identität. 2012. Eine Gynäkologin zögert, eine neue Stelle in London anzunehmen, obwohl die es ihr ermöglichen würde, der zunehmend angespannten Atmosphäre in dem Dubliner Krankenhaus zu entkommen, in dem sie praktiziert. Aber wer würde sich um ihre an Alzheimer erkrankte, pflegebedürftige Mutter kümmern? 1982. Die sechzehnjährige Jasmine läuft von zu Hause weg, um Boxerin zu werden. Ein Sport, der im Irland der 1980er Jahre für Mädchen verboten ist. 2012. In Maryland hat die junge Ali gerade ihre Mutter verloren. Ihre Großeltern, die sie nie zuvor gesehen hat, wollen sie adoptieren. Um ihnen zu entfliehen, schließt sie sich einer Biker-Gang an. (Klappentext) Dieser für mich nicht immer leichte Roman hat mir sehr gut gefallen. Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben. Auch entwickelten sie sich entsprechend und glaubhaft weiter. Ich konnte mir die drei Hauptprotagonistinnen sehr lebhaft vorstellen. Jeder Lebensweg ist einzigartig und doch haben sie etwas gemeinsam. Der Schreibstil war für mich nicht immer leicht zu lesen und die Handlung bzw. die verschiedenen Erzählstränge haben mich auch nachdenklich gemacht. Alles klingt wirklich so, wie aus dem Leben gegriffen. Die verschiedenen Emotionen kamen auch gut bei mir an. Es entstand eine gewisse Atmosphäre, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Ich mußte das Buch sehr zügig durchlesen, weil ich wissen wollte, wie es endet. Es war nicht immer eine einfache Lektüre, aber im Nachhinein hat es sich durchaus für mich gelohnt, das Buch zu lesen.

  • LaNasBuchclub

    4/5

    06.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realitätsnah und eindringlich…

    Realitätsnah und eindringlich erzählt dieser Roman die Geschichte dreier Frauen, die, obwohl sie an unterschiedlichen Orten und sogar in unterschiedlichen Zeiten leben, eine tiefgreifende Gemeinsamkeit teilen. Sie sind Kämpferinnen im Interesse ihres Schicksals. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1982 bis 2012 und spielt in Dublin, London und Maryland. In diesem Rahmen lernen die Leser*innen die drei jungen Protagonistinnen kennen, deren Storylines auf den ersten Blick unabhängig voneinander, irgendwann auf geschickte Weise miteinander verwoben werden. Der zeitgenössische Schreibstil überzeugt durch seinen eindringlichen Realismus und ist dabei originell und berührend. Es ist nicht alles blumig, schön und rosig erzählt, sondern ehrlich, unverblümt und authentisch, was mir persönlich sehr gefallen hat. Die Autorin Paula McGrath schildert hier eine brutale Welt mit erstaunlicher Sensibilität und es gelingt ihr eine clevere und fesselnde Geschichte zu etablieren, in deren Verlauf sie gleichsam einprägsame Charaktere schafft. Grundsätzlich hat mir gefallen, dass der Roman im Wechsel aus der Sicht der Protagonistinnen erzählt wird, allerdings hatte ich zu Beginn auch meine Schwierigkeiten damit. Jasmine, eine der Protagonistinnen, bekommt eindeutig mehr Raum in dem Buch zugesprochen als die anderen beiden, sodass für mich ein gewisses Ungleichgewicht im Blick auf die anderen beiden da war. Auch verschwimmen teilweise die charakterlichen Grenzen zwischen den Figuren, sodass für mich nicht immer eindeutig war, wessen Kapitel ich gerade lese. Gerade zu Anfang hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin ein wenig mehr Struktur und Individualität in ihre Charaktere miteinfließen lässt. Ich denke so wäre es mir leichter gefallen, eher eine Beziehung zu jeder der drei Frauen aufzubauen. Ohne etwas von der Handlung vorweg nehmen zu wollen, kam für mich aber ein Punkt in dem Buch, an dem sich etwas geändert hat und was es mir unmöglich gemacht hat, nicht weiter dranzubleiben. Und ich kann nur sagen, es lohnt sich. „Dann Rennen Wir“ ist in meinen Augen ein Buch, dass seinen Lesern Geduld abverlangt. Nicht auf eine auslaugende, nervige Art, die einen möglicherweise zwingt, das Buch abzubrechen, sondern eher auf eine, die seinen Leser*innen verspricht, dass es sich auszahlen wird, dem Prozess zu vertrauen. Der Geschichte zu vertrauen. Ein sehr gelungener Aspekt der Geschichte, der mir auch sehr gefallen hat, war die Entwicklung der Protagonistinnen. Trotz der zuweilen recht düsteren Atmosphäre gibt es immer ein Licht, etwas erhellend Optimistisches, das den Weg der drei Frauen begleitet und prägt. Insbesondere Jasmin, die sich entschließt heimlich Boxen zu lernen, um den erdrückenden Umständen ihres Lebens zu entkommen, wandelt sich von einer schwachen, wenn auch entschlossenen, zu einer starken und intelligenten Frau, die nicht nur körperlich, sondern gerade intellektuell und geistig über ihre Grenzen hinauswächst. Für mich war es dieses beeindruckende psychische und physische Erwachen, das alle drei Frauen teilen und was den Roman am Ende so faszinierend gemacht hat. Am Anfang war ich sehr unsicher, ob mir das Buch gefallen würde, aber rückblickend war es eine sehr lohnende Reise. Es ist eine Geschichte, die noch eine ganze Weile nachklingt und zum Denken anregt. „Dann Rennen Wir“ ist ein durch und durch moderner, auf seine Weise fesselnder und anspruchsvoller Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

  • Buechermango

    4/5

    14.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realistisch & bewegend

    Dann rennen wir ist eine bewegende Geschichte, die verschiedene Perspektiven einnimmt und alle greifbar macht. Wer selbstbestimmte Frauen und realistische Geschichten mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Ich mochte die besonderen Umstände der Protagonistinnen und die Ehrlichkeit, mit der ihre Geschichten erzählt wurden. Der Einstieg war dabei auf der einen Seite direkt sehr spannend und teilweise heftig. Auf der anderen Seite aber sehr verwirrend. Anfangs wechselt sich die Perspektive noch häufiger, mensch wird in drei unterschiedliche Geschichten gleichzeitig geworfen und ich war erstmal sehr verwirrt. Dazu trägt auch bei, dass die Frauen sich am Anfang nicht groß voneinander unterscheiden. Klar, ihre Erlebnisse sind unterschiedlich, aber der Ton ist sehr ähnlich und die Charaktereigenschaften nicht sehr ausgeprägt. Am Anfang steht nur das Leid im Vordergrund, und der Schmerz, den die drei teilen. Das lässt zum Glück mit der Zeit nach. Gerade Jasmine nimmt in dieser Geschichte besonders viel Raum ein. Ich muss sagen, dass mich das etwas irritiert hat, weil der Fokus im Mittelteil eigentlich nur auf ihr liegt. Das war sehr interessant zu lesen, aber hatte mich nach dem Klappentext doch etwas verwirrt, die anderen Perspektiven kommen mir teilweise etwas zu kurz. Da hätte ich lieber mehr von gelesen, als von den Ausführlichen Box Geschichten, die mir im Mittelteil etwas zu viel wurden. All diese Geschichten sind aber natürlich nicht willkürlich gewählt. Die Verbindung, zwischen den drei Frauen, wird im Laufe der Geschichte immer deutlicher und ergibt ein tolles Gesamtbild. Der Schreibstil von Paula McGrath hat mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf ihre anderen Bücher gemacht. Ich würde ihn als eher unaufgeregt bezeichnen. Zwischendurch plätschern die Geschehnisse etwas vor sich hin. Langeweile kam für mich aber nicht auf. Es gibt es es aber immer wieder Szenen, die super emotional und besonders beschrieben sind. Momente, in denen mensch anfängt, das eigene Leben zu hinterfragen und Mitgefühl mit all den Frauen hat, die ähnliches erlebt haben. Für mich war das Buch ein Pageturner, auch wenn es im Mittelteil etwas an Tempo verliert. Die Protagonistinnen konnten mich total überzeugen und ich bin froh, dass ich sie etwas begleiten zu konnte. Wenn ihr gerne langsamere Bücher lest, die einfach aus dem Leben kommen und ihr mit dieser immer wieder aufkommenden Brutalität umgehen könnt, werdet ihr mit Dann rennen wir viel Freude haben.

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