Es ist ein bezaubernder Ort – der Rosenhof auf Usedom, seit Generationen im Besitz der Familie Jung. Anders als ihre Schwester hat es Emilia dort nach der Schule nicht mehr ausgehalten. Dann hat Clara einen Autounfall, und ausgerechnet Emilia soll sich um die beiden Kinder und den Hof kümmern. Eine schwere Aufgabe: Die Gärtnerei steht kurz vor der Insolvenz. Als Emilia herausfindet, dass ihre Schwester vor ihrem Unfall heimlich nach Kent reisen wollte, will sie wissen, warum. Zusammen mit Claras bestem Freund Josh und ihrer rebellischen Nichte Lizzy fliegt sie in den «Garten Englands». Emilia stößt dabei nicht nur auf eine verschollen geglaubte Rose, sondern auch auf die Geschichte einer großen verbotenen Liebe. Und lange verdrängte Gefühle für Josh erwachen erneut …
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Books Affair / Lyjana
aus Celle
3/5
09.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Für Zwischendurch ganz nett
Cover
Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe die eher seichte Farbwahl, die vielen Details, die wundervoll zum Inhalt passen und Gesamtbild stimmig vervollständigen.
Meine Meinung
Da ich gerade mal wieder Lust auf Liebesromane habe, bin ich beim Stöbern in meinem Stapel ungelesener Bücher über dieses Buch gestolpert. Ich habe es bereits vor einer ganzen Weile zufällig als Mängelexemplar gekauft, weil ich den Inhalt ansprechend fand und das Cover ganz hübsch war. Bisher kannte ich noch kein Buch dieser Autorin und bin – jetzt nach Beenden – unentschlossen, ob ich zukünftig erneut ein Buch von Katharina Herzog lesen würde.
Ich glaube, mein größtes Problem mit dieser Geschichte war die Erzählweise als solche. Inhaltich bringt „Wie Träume im Sommerwind“ die richtigen Elemente dafür mit mich überzeugen zu können, doch umgesetzt liest es sich leider sehr oberflächlich und auf Gedanken und Gefühle der Protagonisten wird relativ wenig eingegangen. Es gab Momente, die wundervoll dazu gedient hätten Tiefgang und Emotionalität hervorzurufen, doch diese verstreichen so schnell, bekommen so wenig Zeit sich zu entfalten und bleiben vergleichsweise flach, dass es mir das Herz bricht. Im Grunde genommen gab es nur einen einzigen Moment, ganz am Ende, den ich persönlich gefühlt habe, was für über 300 Seiten schlichtweg zu wenig ist.
Allerdings kann ich ebenso zugeben, dass ich die Sichtwechsel zwischen der gegenwärtigen Emilia und der vergangenen Clara schön gewählt und vom emotionalen Aspekt einmal abgesehen gerne gemocht habe. Auch, dass die Informationen, Claras Vergangenheit in England betreffend, erst nach und nach gelüftet wurden wurde toll umgesetzt und sorgte durchaus für einen kleinen Spannungsaufbau.
Emilia per se als Protagonistin war ganz in Ordnung. Ich konnte ihre Beweggründe verstehen, allerdings fehlte es mir – wie bereits an anderer Stelle angesprochen – durchgängig der Tiefgang. Auch was die emotionale Bandbreite ihres Charakters betrifft, bin ich ziemlich enttäuscht worden. Was eigentlich auch alle anderen (Neben-)Charaktere betrifft.
Auch die im Klapptext bereits angekündigte Beziehung zwischen ihr und Josh wirkt bis zur allerletzten Seite furchtbar blass und hölzern. Es mangelt an Überzeugungskraft, an ehrlichen Momenten und Gesprächen, um beide besser kennenzulernen.
Für Zwischendurch und wenn man ohne hohe Erwartungen an dieses Buch herangeht, wird man vermutlich nicht enttäuscht werden. Ich für meinen Teil hab mehr erwartet, als mir letztlich geboten wurde.
Fazit
Ein schöner, leider wenig tiefgehender Liebesroman, der sich perfekt für Zwischendurch eignet.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
Anne Karin
aus Bergisch Gladbach
3/5
24.09.2022
Buch (Taschenbuch)
„Wer den Weg der Wahrheit…
„Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht.“ Dieses Buddha Zitat kommt im Laufe des Buches vor. Und in der Tat gibt es im Roman sehr viele Lügen bzw. nicht ausgesprochene Wahrheiten, sodass die einzelnen Charaktere ins Stolpern geraten. Eine Familie auf der Insel Usedom droht fast zu zerbrechen. Ein Unfall und eine drohende Insolvenz bringen die Titelfigur dazu kurzentschlossen nach England zu reisen, um dort die Wahrheit und eine besondere Rose zu finden. Die Story ist interessant und abwechslungsreich. Sie spielt in verschiedenen Zeitebenen. Die Charaktere sind unterschiedlich und vielfältig. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und seine Vergangenheit. Man merkt, dass die Autorin Lust am Schreiben hatte und die Schauplätze von ihren eigenen Reisen kennt. Düfte scheinen für sie auch eine wichtige Rolle zu spielen, was sie in den Inhalt des Romans mehrfach einfließen lässt (z. B. durch die Anmerkung der Bedeutung von Aromatherapien oder der unterschiedlichen Duftzusammensetzungen in Parfums). Wenn die Zeilen doch nur duften könnten? Es wäre ein wahrer Genuss für das Sinnesorgan Nase.
Monika Schulze
5/5
02.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Diese Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen
Meine Meinung:
Katharina Herzogs Bücher sind für mich ein absolutes Muss und auch dieses Buch hat mich ab der ersten Seite verzaubert.
Den Prolog erleben wir im Jahr 1999. Emilia und Clara sind Kinder und ich habe sofort gemerkt, wie unterschiedlich die beiden Mädchen sind und dass die Begegnung mit ihren neuen Nachbarn eine Schlüsselszene in der Geschichte ist.
Danach springen wir 20 Jahre weiter. Emilia ist inzwischen erwachsen und lebt in Paris. Dort wollte sie eine Ausbildung als Parfümeurin machen, doch leider hat das alles nicht so geklappt, wie sie sich das gewünscht hat und irgendwie hat sie seitdem ein wenig den Boden unter den Füßen verloren. Schlimmer wird das noch, als sie erfährt, dass ihre Schwester Clara einen Autounfall hatte und im Koma liegt. Ohne nachzudenken kehrt Emilia nach Hause zurück, um ihrer Familie beizustehen.
Es hat mich sehr fasziniert, wie unterschiedlich die beiden Schwestern sind. Das hat mich direkt an meine Schwester und mich erinnert. Deshalb fand ich es auch toll, dass die Geschichte sowohl aus Sicht von Emilia, als auch die Vergangenheit von Clara erzählt wurde. So lernt man beide Schwestern besser kennen und erlebt mit, was in Emilia, aber auch in Clara vorgeht bzw. vorging. Dabei waren mir beide Frauen sehr sympathisch. Jede versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Während Emilia sich jedoch vor allem auf sich selbst konzentriert, kümmert sich Clara um ihre Familie und den Hof, der seit Generationen in Familienbesitz ist. Doch als Clara den Unfall hat, ändert sich das Leben von Emilia von Grund auf. Jetzt muss sie auch Verantwortung übernehmen und kann sich nicht mehr in ihr Schneckenhaus zurückziehen. Es gefiel mir sehr gut, wie Emilia an dieser Verantwortung wächst und gleichzeitig etwas über sich selbst erfährt.
Auch die Rückblicke in die Vergangenheit habe ich sehr gerne gelesen. Es ist wie ein Puzzle. Mit jedem Kapitel erfährt man mehr über das Leben von Clara, wie sie ihre Liebe zu Rosen entdeckt und den Mann ihres Lebens kennengelernt hat. Besonders spannend fand ich, was danach passiert ist und wieso Clara schließlich alleine auf dem Hof ihrer Eltern eine Ausbildung angefangen hat. Ich habe das Buch geradezu verschlungen, um endlich Claras ganze Geschichte zu erfahren und ich muss sagen, diese hat mich echt begeistert. Sie ist so schön, aber gleichzeitig auch so tragisch. Das hat mich wirklich sehr berührt.
Aber auch die Gegenwart hält einiges für uns Leser bereit. Emilia ist nämlich fast ihr ganzes Leben lang in Josh, den besten Freund von Clara verliebt und jetzt, wo sie ihn so häufig trifft, kommen die Gefühle wieder hoch. Mir gefiel es sehr gut, wie die beiden miteinander umgehen. Man merkt sofort, dass sie etwas füreinander empfinden, sich aber selbst im Weg stehen. Das sorgt natürlich für ein wenig Chaos und Drama, aber es hält sich sehr in Grenzen, so dass es nicht anfing, mich zu nerven. Im Gegenteil, ich konnte die Liebesgeschichte richtig genießen.
Überhaupt war das Buch für mich trotz Claras Unfall ein richtiges Wohlfühlbuch. Allein die Liebe zu den Blumen und die Arbeit in den Gärten haben eine schöne Atmosphäre gezaubert, in die man sich als Leser fallen lassen konnte. Ich genoss die Zeit auf Usedom und in England und habe die Protagonisten gerne auf ihrer Reise begleitet, die am Ende auch eine Reise zu sich selbst war.
Fazit:
„Wie Träume im Sommerwind“ ist wieder so eine schöne Wohlfühlgeschichte, die mich mitten ins Herz getroffen hat. Ständig hatte ich beim Lesen den Duft von Rosen in der Nase, habe mitgefiebert und mitgehofft und die Protagonisten auf ihrer Reise, die schließlich auch eine Reise zu sich selbst war begleitet.
Bewertung
5/5
23.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Toller Sommer Roman
"Wie Träume im Sommerwind" von Katharina Herzog ist ein wunderschöner Sommer Roman. Ich habe schon mehrere Bücher von der Katharina Herzog gelesen, alle Bücher sind wunderschön geschrieben worden.
Das Cover ist wunderschön gestaltet worden, man bekommt direkt Fernweh!
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, sehr flüssig und man kommt leicht in die Geschichte hinein. Die Protagonisten sind mir sehr warm geworden, haben alle einen tollen Charakter und man kann sich leicht hineinversetzen und so richtig mitfühlen.
In diesem Buch geht es um Emilia, deren Schwester einen Unfall hat und deren Leben jetzt auf den Kopf gestellt wird. Ihre Familie betreibt auf der Insel Usedom einen Rosenhof und für Clara war es immer klar, dass sie den Hof weiterführen wird. Aber Emilia hatte den Traum hat Parfümerien in Paris zu werden. Immer mehr Familiengeheimnisse treten zu Tage. Die Eltern haben sich auseinandergelebt, der Rosenhof läuft nicht gut und der rettende Plan vom Tag der offenen Tür ist in Gefahr. Sie findet sie heraus, dass Clara eine Reise zu dem Ort gebucht hatte, an dem sie vor 15 Jahren ein Praktikum in einem Schlossgarten machte. Wieso wollte Clara dort wieder zurückkehren?
Dirk Heinemann
aus Hohe Börde
5/5
21.09.2021
Hörbuch (Audio)
The Beauty of Claire
Emilia Jung lebt mit ihrer Familie auf Usedom. Dort befindet sich der Rosenhof seit Generationen im Besitz der Familie. Doch Emilia zieht es nach Paris. In der Stadt der Liebe will sie Parfümeurin werden. Sie schafft es auch den Eignungstest für die berühmte Ecole Givaudan zu bestehen, bei dem aus hunderten von Bewerbern nur zwei bis drei angenommen werden. Schon als Kind hatte sie ein feine Nase für Düfte aller Art. Doch die Ausbildung ist hart.
Eines Tages bekommt Emilia einen Anruf von ihrer Mutter. Sie erfährt, dass ihre Schwester Clara einen schweren Autounfall hatte und im Krankenhaus liegt. Sie macht sich sofort auf den Weg zurück nach Zinnowitz. Ihre Schwester liegt im Koma. Daher bekommen ihre Eltern die Unterlagen mit der Patientenverfügung, die Clara vorsorglich erstellt hatte. Mit dabei ist auch ein Brief für Emilia. In diesem bittet sie ihre Schwester, sich um ihre beiden Kinder zu kümmern. Als Emilia dann auch noch erfährt, dass es dem Rosenhof sehr schlecht geht, beschließt sie vorerst zu bleiben. Doch wie soll sie sich plötzlich um zwei Kinder kümmern?
Im Zimmer von Clara entdeckt Emilia ein Foto einer Rose, das sie vermutlich von einem Verehrer bekommen hat. Der Brief wurde in England abgeschickt. Als Emilia von einer Krankenschwester hört, dass Patienten mitunter durch bestimmte Düfte eher aus dem Koma erwachen, beschließt sie sich auf die Suche nach dieser Rose zumachen. Damit ihre 13jährige Nichte Lizzy auf andere Gedanken kommt, reisen beide nach England.
Katharina Herzog erzählt eine wunderbare Liebesgeschichte, die auf Usedom und in England spielt. Ihr Erzählstil ist erfrischend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Emilia. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke zu einem Englandaufenthalt von Clara. Dadurch ergibt sich für den Hörer nach und nach ein schlüssiges Gesamtbild. Gelesen wird das Buch von Elena Wilms. Es hat Spaß gemacht, ihrer ruhigen Stimme zuzuhören.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe 5 von 5 Sterne. Es ist ein schöner leichter Roman für Zwischendurch.
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