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Dann sind wir Helden Wie mit Popmusik über die Mauer hinweg deutsche Politik gemacht wurde

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26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/4 cm

Gewicht

536 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00279-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Präzise, geschmackssicher und empathisch. (...) Hentschel weiß mit der Sprache umzugehen. Er gewinnt auch sattsam bekannten Szenerien neue, unverbraucht schillernde Aspekte ab. Immer wieder gelingen ihm knappe, präzise Sittengemälde. (...) Hentschel hat wohlrecherchiert und stilistisch glänzend eine Zeit beleuchtet, und zwar in Ost und West. Deutschlandfunk 20220522

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/4 cm

Gewicht

536 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00279-4

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Popkultureller Grenzverkehr

Bewertung am 01.08.2022

Bewertungsnummer: 1759125

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Informativ und unterhaltsam erzählt es über den Grenzverkehr, die subversive und kapitalistische Kraft von Popmusik. Joachim Hentschel stellt große Fragen. Wie funktionierte der musikalische Austausch zwischen Ost- und Westdeutschland? Trug Popmusik zum Einsturz der Mauer bei? Wie partizipierte die DDR am kapitalistischen Musikgeschäft? Eine einfache Antwort, wie der popkulturelles Grenzverkehr denn nun war, möchte und kann Dann sind wir Helden nicht geben. Denn es gibt der Vielfalt Raum und wirkt damit dem Bild entgegen, dass die Musikszenen und Musikrezeption in der DDR hinterweltlerisch und naiv waren. Hentschel möchte viel. Der zeitliche Bogen wird von den 50er Jahren bis zur Wende gespannt. Es kommen ostdeutsche, westdeutsche und Dazwischenmenschen zu Wort, Künstler:innen und wichtige Männer, die hinter den Kulissen Einfluss ausüben, Funktionäre, Berater, Manager mit profitgeleiteter Absicht, politischer Motivation oder auch der Kunst wegen. Es ist interessant, was wir erfahren. Der gewählte Stil ist reportagenhaft, die Gesprächspartner:innen erzählen gern. Einige Geschichten sind bekannt, wie Udo Lindenbergs Versuche in der DDR zu spielen, Wolf Biermanns Ausbürgerung, Nina Hagens Karriere, die heimlichen Konzerte der Toten Hosen, BAP, die Karrieren von City, Karat, Tamara Danz und den Puhdys. Weniger bekannt und fast krimihaft spannend ist die Organisation der Lizenzen in beide Richtungen, die unbekannteren Bands, die nicht veröffentlichen durften, in Schwierigkeiten gerieten oder ihre Nischen fanden. Was ist dieses Buch für ein vielfältiger und differenzierter Schatz. Wenn du Interesse an Popkultur hast, an Zeitgeschichte und wenn du dich in einer klugen Form unterhalten lassen möchtest, dann lies dieses Buch.

Popkultureller Grenzverkehr

Bewertung am 01.08.2022
Bewertungsnummer: 1759125
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Informativ und unterhaltsam erzählt es über den Grenzverkehr, die subversive und kapitalistische Kraft von Popmusik. Joachim Hentschel stellt große Fragen. Wie funktionierte der musikalische Austausch zwischen Ost- und Westdeutschland? Trug Popmusik zum Einsturz der Mauer bei? Wie partizipierte die DDR am kapitalistischen Musikgeschäft? Eine einfache Antwort, wie der popkulturelles Grenzverkehr denn nun war, möchte und kann Dann sind wir Helden nicht geben. Denn es gibt der Vielfalt Raum und wirkt damit dem Bild entgegen, dass die Musikszenen und Musikrezeption in der DDR hinterweltlerisch und naiv waren. Hentschel möchte viel. Der zeitliche Bogen wird von den 50er Jahren bis zur Wende gespannt. Es kommen ostdeutsche, westdeutsche und Dazwischenmenschen zu Wort, Künstler:innen und wichtige Männer, die hinter den Kulissen Einfluss ausüben, Funktionäre, Berater, Manager mit profitgeleiteter Absicht, politischer Motivation oder auch der Kunst wegen. Es ist interessant, was wir erfahren. Der gewählte Stil ist reportagenhaft, die Gesprächspartner:innen erzählen gern. Einige Geschichten sind bekannt, wie Udo Lindenbergs Versuche in der DDR zu spielen, Wolf Biermanns Ausbürgerung, Nina Hagens Karriere, die heimlichen Konzerte der Toten Hosen, BAP, die Karrieren von City, Karat, Tamara Danz und den Puhdys. Weniger bekannt und fast krimihaft spannend ist die Organisation der Lizenzen in beide Richtungen, die unbekannteren Bands, die nicht veröffentlichen durften, in Schwierigkeiten gerieten oder ihre Nischen fanden. Was ist dieses Buch für ein vielfältiger und differenzierter Schatz. Wenn du Interesse an Popkultur hast, an Zeitgeschichte und wenn du dich in einer klugen Form unterhalten lassen möchtest, dann lies dieses Buch.

Ein umfangreiches Bild des deutsch-deutschen Kulturaustausches

Lesefruechte am 08.06.2023

Bewertungsnummer: 1956955

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie eng Musik und Politik zusammenhängen, zeigt der Journalist Joachim Hentschel in seinem Buch „Dann sind wir Helden“. Dabei wird die sich ständig ändernde Kulturpolitik des Zentralkomitees der DDR, die mal lockerer, mal schärfer ausfällt, deutlich, sowie Entwicklungen des deutsch-deutschen Musikaustauschs deutlich. Dieser veränderte sich in den 70er und 80er Jahren stark, gerade im Bereich der Pop- und Rockmusik: Ostdeutsche Bands und Musiker*innen wie Puhdys, Pankow und City gingen auf Tour in die BRD, und Udo Lindenberg oder Peter Maffays spielten in der DDR. Der Autor sucht das Gespräch mit Zeitzeug*innen, die neben zahlreichen Liedzitaten in das Buch einfließen und die Wahrnehmungen der Künstler*innen, Agent*innen, Politiker*innen oder anderen Personen aus der Musikbranche verdeutlichen. Auf dieser persönlichen Ebene geht Hentschel in die Tiefe, beschreibt neben biografischen Details ausführlich Ereignisse und Reaktionen und vermittelt so einen Eindruck der herrschenden Atmosphäre und Entwicklungen. Er geht auf die Hintergründe der Kulturpolitik und deren Ziele ein, wie auch entscheidende Persönlichkeiten oder Institutionen, z.B. wie die Stasi oder das DDR-Kulturministerium. Da sich der Autor in der Struktur des Buches an Bands, Musiker*innen oder Sänger*innen orientiert, gibt es wiederholt zeitliche Sprünge und Wechsel, die es mir schwer gemacht haben, Ereignisse chronologisch einzuordnen und Parallelen oder Zusammenhänge klar zu begreifen. Durch alle Facetten, die denen Hentschel sich widmet, gelingt es ihm, ein umfassendes Bild des deutsch-deutschen Kulturaustausches zu zeichnen und konnte auch mich, die die meisten der Bands und Sänger*innen nicht kannte, abzuholen.

Ein umfangreiches Bild des deutsch-deutschen Kulturaustausches

Lesefruechte am 08.06.2023
Bewertungsnummer: 1956955
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie eng Musik und Politik zusammenhängen, zeigt der Journalist Joachim Hentschel in seinem Buch „Dann sind wir Helden“. Dabei wird die sich ständig ändernde Kulturpolitik des Zentralkomitees der DDR, die mal lockerer, mal schärfer ausfällt, deutlich, sowie Entwicklungen des deutsch-deutschen Musikaustauschs deutlich. Dieser veränderte sich in den 70er und 80er Jahren stark, gerade im Bereich der Pop- und Rockmusik: Ostdeutsche Bands und Musiker*innen wie Puhdys, Pankow und City gingen auf Tour in die BRD, und Udo Lindenberg oder Peter Maffays spielten in der DDR. Der Autor sucht das Gespräch mit Zeitzeug*innen, die neben zahlreichen Liedzitaten in das Buch einfließen und die Wahrnehmungen der Künstler*innen, Agent*innen, Politiker*innen oder anderen Personen aus der Musikbranche verdeutlichen. Auf dieser persönlichen Ebene geht Hentschel in die Tiefe, beschreibt neben biografischen Details ausführlich Ereignisse und Reaktionen und vermittelt so einen Eindruck der herrschenden Atmosphäre und Entwicklungen. Er geht auf die Hintergründe der Kulturpolitik und deren Ziele ein, wie auch entscheidende Persönlichkeiten oder Institutionen, z.B. wie die Stasi oder das DDR-Kulturministerium. Da sich der Autor in der Struktur des Buches an Bands, Musiker*innen oder Sänger*innen orientiert, gibt es wiederholt zeitliche Sprünge und Wechsel, die es mir schwer gemacht haben, Ereignisse chronologisch einzuordnen und Parallelen oder Zusammenhänge klar zu begreifen. Durch alle Facetten, die denen Hentschel sich widmet, gelingt es ihm, ein umfassendes Bild des deutsch-deutschen Kulturaustausches zu zeichnen und konnte auch mich, die die meisten der Bands und Sänger*innen nicht kannte, abzuholen.

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Dann sind wir Helden

von Joachim Hentschel

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