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Fürst der Füchse Das Leben des Rolf Kauka

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2022

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen, Raster, farbig, farbige Illustrationen, Raster, schwarz-weiss

Verlag

Langen-Müller

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/4 cm

Gewicht

622 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7844-3625-8

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2022

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen, Raster, farbig, farbige Illustrationen, Raster, schwarz-weiss

Verlag

Langen-Müller

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/4 cm

Gewicht

622 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7844-3625-8

Herstelleradresse

LangenMueller Verlag
Pfizerstraße 5-7
70184 Stuttgart
DE

Email: info@herbig.net

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  • Bewertung

    5/5

    02.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Vater von Fix und Foxi

    Biographien sind spannend. Ich tauche in eine vergangene Welt ein und erfahre nicht nur etwas über eine Person, sondern dessen Leben eingebaut in den historischen Kontext. Noch interessanter wird es, wenn man mit der Person etwas konkretes verbindet, womit man selber groß geworden ist. Dies gilt für das Buch " Fürst der Füchse ".Es geht hier um Rolf Kauka, dem wir nicht nur Fix und Foxi zu verdanken haben, sondern auch die belgischen Serien Lucky Luke und viele andere. Was war der Mensch hinter den Bildgeschichten? Bodo V. Hechelhammer zeigt in seiner Biographie einen Menschen, der sehr konservativ war und die Zeit zwischen 1933 -45 sehr aktiv erlebt hat. Dennoch darf man ihn nicht pauschal als Ewiggestrigen abstempeln, obwohl er sich viel Mühe gab ( Kauka nichtHechelhammer!). Dem Autor ist es gelungen trotz spärlichen Quellen ( schriftlich gab es gerade am Anfang nicht so viel und nicht jedes Familienmitglied war redselig). Doch eines kann ich sagen. Diese Biographie ist spannend geschrieben und das Buch hat Suchtcharakter. Vielen Dank an den LangenMüller Verlag für diese kurzweilige Lektüre

  • sleepwalker

    5/5

    27.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als 1977 Geborener muss ich…

    Als 1977 Geborener muss ich gestehen, dass ich mit Fix und Foxi nur wenig in Berührung gekommen bin. Bussi Bär fand in meiner Kindheit auch nicht statt und Asterix und die Schlümpfe kenne ich nur im nicht eingedeutschten Original. Daher kannte ich auch den Namen Rolf Kauka vor der Lektüre von Bodo V. Hechelhammers Biografie des vor rund 20 Jahren verstorbenen „deutschen Walt Disney“ nicht. Das Buch mit dem Titel „Fürst der Füchse“ ist eine lesenswerte und aufschlussreiche Aufarbeitung des Lebens von Rolf Kauka – und zeigt den Verleger nicht unbedingt als den cleveren und äußerst geschäftstüchtigen Visionär, der er war, sondern vielmehr als sehr zwiespältigen und eher unsympathischen Charakter. So hatte ein kreatives Verhältnis zur Wahrheit, war getrieben ehrgeizig und seinem Erfolg hatte sich alles und jeder, nicht zuletzt seine Familie, unterzuordnen. Aber von vorn. Paul Rudolf Kauka, Jahrgang 1917, war ein Kind seiner Zeit, geboren im ersten Weltkrieg, erwachsen geworden im zweiten. Dazwischen war er ein mittelmäßiger Schüler ohne formalen Schulabschluss, aber mit abgeschlossener Lehre als Drogistengehilfe. Der zweite Weltkrieg bescherte dem überzeugten Nazi und begeisterteren Soldaten außer dem Eisernen Kreuz und dem Deutschen Kreuz in Gold chronisches Rheuma und ein Kriegstrauma samt Alpträumen. Als der Krieg endete, war er 28 Jahre alt und musste sich neu orientieren. Er nahm das mit dem „sich neu erfinden“ zu wörtlich, so er sich einen neuen Lebenslauf. Um seine nationalsozialistische Gesinnung und seine Organisationszugehörigkeiten zu verschleiern, machte er gegenüber der Behörde falsche Angaben zu Person und Lebenslauf, er ging sogar so weit, dass er sich als promovierten Literaturwissenschaftler ausgab. Allerdings konnte er die amerikanischen Besatzer nicht überzeugen, der Kontrolloffizier, der für die Vergabe von Verlagslizenzen zuständig war, glaubte ihm nicht und verweigerte ihm die Lizenz. Über Umwege erlangte er sie dennoch und ab den 1950er Jahren erlebte er ein stetes Auf und Ab aus großen Erfolgen und Misserfolgen. Bodo V. Hechelhammer richtet, vermutlich zum Leidwesen der Fans, sein Haupt-Augenmerk nicht auf die Comics des „Bayerischen Walt Disney“, sondern vielmehr auf dessen Person, verbunden mit seiner Verlagstätigkeit, schließlich hat Kauka die Comics ja nicht selbst gezeichnet, sondern nur verlegt. Akribisch geht der Autor bei Kaukas Nazi-Vergangenheit, seinen Frauengeschichten und den Verlagsgeschäften ist Detail, manchmal etwas zu akribisch, einige Kapitel hätte er gerne etwas straffen können. Interessant für mich war aber vor allem die Gesamtschau des Vermächtnisses von Kauka, das weit über Fix und Foxi und Bussi Bär hinausgeht. Die Darstellung von Rolf Kaukas Arbeit und seiner facettenreichen Persönlichkeit gelingt dem Verfasser meiner Meinung nach hervorragend. Er stellt ihn als ideenreichen und kreativen Visionär dar und erzkonservativen Freund preußischer Tugenden. Er zeichnet das Bild eines egoistischen neureichen Unsympathen und Schürzenjägers, der in seinem Ehrgeiz bereit war, seinem Erfolg alles unterzuordnen, nicht umsonst sprach von den fünf Kindern aus seinen vier Ehen gegen Ende seines Lebens nur noch eines mit ihm, die anderen hatten sich mit ihm überworfen. Dazu war er ein arroganter Selbstdarsteller und hatte, wenn es um seine Person ging, einen starken Hang zur Beschönigung. Ja, er war DER deutsche Comic-Pionier und hat die deutsche Comic-Landschaft geprägt wie kein Zweiter, aber er war auch ein Lügner und neigte dazu, andere für seine Zwecke auszunutzen. Ich fand „Fürst der Füchse“ aber trotz allem ein gut zu lesendes und interessantes Buch über einen für mich abstoßenden Menschen. Ich empfehle das Buch am ehesten Menschen, die gerne Biografien lesen, Comicfans könnten davon enttäuscht sein, da Kaukas Comics darin nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Ich fand es allerdings eine lohnende Lektüre, mir hat es ein Stück Kulturgut nahegebracht und ich vergebe daher fünf Sterne

  • yellowdog

    5/5

    13.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fürst der Füchse: eine kritische Biografie

    Rolf Kauka war bekannt als Schöpfer von Fix und Foxi, Lupo, Bussi Bär und noch einige andere Comicfiguren. Auch ich habe Fix und Foxi als Kind gelegentlich gelesen. Das Kauka der deutsche Walt Disney gewesen sein sollte, deckt sich nicht mit meinem Empfinden. In den siebziger/Achtziger Jahren war er nie so präsent wie die Micky Maus und Donald Duck-Hefte. Allerdings gab es Fix und Foxi schon in den fünfziger Jahren. Diese Biografie hat Qualität. Sie ist detailliert und informativ. Man merkt sofort, wie sorgfältig und gründlich sie gemacht ist. Rolf Kauka war im Krieg von der Ideologie der Nationalsozialisten geprägt gewesen. Aber das waren viele. Doch er hatte seine Ansichten später nicht abgelegt sondern seine Weltanschauung in die Comics fließen lassen. Das geschah in der Regel so, dass es nicht offensichtlich und/oder sofort erkennbar war. Auffällig wird es aber im Asterix-Heft, in dem Kauka den Originaltext in seinem Sinne verfälschte. Die Biografie konnte mich sehr interessieren und überzeugen, da der Autor Bodo V. Hechelhammer eine so schwierige Persönlichkeit ohne Polemik und auch ohne zu relativieren darstellen konnte.

  • Hemeraner

    2/5

    19.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Armer, armer "Onkel Rolf"

    Zufällig bekam ich in einem einschlägigen Forum mit, dass eine Kauka-Biographie geplant war. ENDLICH, dachte ich. Über Kauka hatte ich stets nichts kommen lassen. Schon mal einen Blick ins reichhaltige Comic Repertoire geworfen? Trotz einiger Fix und Foxi oder Kauka Verachter wäre das überhaupt nicht denkbar ohne ihn. Die Schlümpfe, Asterix, Spirou... wenn auch unter anderen Namen... völlig unbekannt. Leser der Fix und Foxi lernten Gaston, Lucky Luke, Sammy und Jack, Agent 212, Robin ausdemwald und viele andere kennen. Und daran erinnert sich so manch Erwachsener. Viele Käufer heutiger francobelgischer Produktionen dürften hauptsächlich wegen Fix und Foxi auch heute noch Leser dieser Reihen sein. Ich zähle mich dazu und lese insbesondere heute noch gerne eben jene Abenteuer, die ich als Comics aus Rolf Kaukas Fix und Foxi kenne. Daher habe ich mich über eine Biographie über Rolf Kauka gefreut. Im letzten Satz der Danksagung gehe ich voll mit dem Autor der Biographie konform. Hätte Kauka jemals eine eigene verfasst, sie wäre anders - vermutlich auch zu wohlwollend, kaum selbst reflektierend und unkritischer - ausgefallen. Ein fiktiver Mix der beiden wäre wohl am besten gewesen. Natürlich schaut man Menschen nur vor dem Kopf. Wie überraschend ist es doch, dass Kauka nicht der gute Onkel war, als der er sich hinstellte. Ob es jedoch einer solchen posthumen Demontage bedurfte? Vorwort, hier und da mal ein lustiger Spruch und ein Teil der Danksagung versuchen das abzufangen, was der Autor mit seinen einfließenden Ansichten Schritt für Schritt bereits schon demontiert hat. Natürlich ist er nicht verantwortlich für Kaukas Lebensstil, aber für seinen eigenen Schreibstil. Ich weiß zumindest, wenn etwas - mehr als einmal - nach Kaukas "Geschmack war", dass dies stets mit Negativem verknüpft ist. Der Autor der Biographie, Bodo v. Hechelhammer, ist Mitarbeiter des BND und Historiker. Er ist mitverantwortlich für die Aufarbeitung der frühesten BND-Geschichte. Das Vorwort zeichnet in etwa ab, was sein Ziel war. Die Betonung liegt auf "war". Hier zeigt er kurz auf, wer oder was seine Quelle waren oder wie er überhaupt darauf gekommen war, über Kauka zu schreiben: Zeugen und Weggefährten. Anlass war wohl eine zufällige Aussage der Witwe des ehemaligen BND Präsidenten, ein alter Kampfgefährte aus Wehrmachtstagen, das beide eng befreundet waren. Juristen würden ihm sagen, dass Zeugenaussagen die schlechtesten und schwächsten aller Beweismittel überhaupt sind. Gerade bei jemanden, der bereits seit über 20 Jahren tot ist und sich nicht wehren kann. Da kann man schon mal die ein oder andere offene Rechnung begleichen oder sich andersherum auch ins rechte Licht rücken. Natürlich wird Kauka ein ambivalenter Charakter gewesen sein. Zugegeben ist der Lebenslauf des jungen Rolf Kauka, dessen Werdegang auch interessant erzählt. Daraus kann man ein Biopic machen. Und einen Informations- und Unterhaltungswert spreche ich dem Band nicht ab. Wer wen alles in der Welt der Reichen und Mächtigen kennt, wem Kauka nicht alles begegnet ist... Es hat allerdings Geschmäckle und gerät da, wo er in die Tiefe gehen soll, viel zu kurz, wenn überhaupt. Wohingegen er an den Stellen zu lang gerät, die hätten kürzer ausfallen müssen. Zumal die Fix und Foxi Tätigkeiten dürftig ausfallen obwohl damit ja geworben wird. Fatal ist sicherlich auch, dass der Autor mit Comics nicht viel am Hut hatte. Man hätte schon wissen sollen, wovon man spricht...

  • Gertie G.

    aus Wien

    3/5

    31.07.2022

    eBook (ePUB)

    Die Biografie eines Mannes, der es mit der Wahrheit nicht genau nahm

    Walt Disney ist auf der ganzen Welt bekannt, Rolf Kauka weniger. Bodo von Hechelshammer hat nun eine Biografie des Selfmademan und Verlegers geschrieben. Der Autor zeichnet ein ziemlich einseitiges und unsympathisches Bild des Mannes, der Comics wie „Fix & Foxi“ und „Bussi Bär“ (die mir am geläufigsten sind) in Deutschland salonfähig gemacht hat. Rolf Kauka (1917-2000) kommt in dieser Biografie nicht sehr gut weg. Er ist nicht der Märchenonkel Rolf, als der er sich gerne selbst bezeichnete, sondern ein knallharter Emporkömmling, der es mit der Wahrheit nicht gar so genau nimmt, vor allem was seine Zeit während der NS-Diktatur betrifft. So schmückt sich der gelernte Drogist mit einem erfundenen Doktortitel. Er jammert in den Jahren nach 1945 herum, dass er als bekennender Nazi und hochdekorierter Soldat von den Amerikanern keine Erlaubnis zur Gründung eines Verlages erhält. Mit dieser mangelnden Selbstreflexion auf seinen Beitrag während des Unrechtsregimes steht er nicht alleine da. Und prompt findet er auch Gleichgesinnte. Dem Leser wird allerdings, und das ist ein großer Kritikpunkt an dieser Biografie, äußerst detailreich jede Flak-Stellung und/oder Munition mitgeteilt (um nicht zu sagen zugemutet). Diese Aufzählung liest sich wie ein Kriegstagebuch, verschweigt aber trotzdem Wesentliches. Diese Passagen hätten doch gestrafft werden können. Wenn der Titel dieser Biografie „Fürst der Füchse“ heißt, ist der passend und auch gleichzeitig unpassend gewählt. Passend, weil sich der Selfmade-Millionär wie ein Feudalherr seinen Untertanen verhält. So ist er zum Einem, ganz Kind seiner Zeit maßlos enttäuscht, dass ihm seine erste Frau „nur“ drei Töchter geboren hat. Als wenn das, das alleiniges Verschulden der Frauen sei, bei dem Männer keinen Anteil hätten. (Nun ja, das kenn ich aus eigener Familie.) Zum anderen verhält er sich zu seinen Mitarbeitern mehr als schäbig. Teilweise keine Fixanstellung, gibt deren Ideen als seine aus etc. etc.. Unpassend, weil zum Enstehungsprozess der Füchse - meiner Meinung nach - viel zu wenig erzählt wird. Aber, vielleicht ist dies auch nicht ordentlich überliefert. Rolf Kaukas Verdienst ist es, Comics in Deutschland salonfähig gemacht zu haben. Allerdings hat er dazu auch gnadenlos bereits bekannte Figuren und Texte kopiert und für deutsche Verhältnisse adaptiert. Hier ist vor allem „Bambi“ zu nennen, dem er sein „Kizzi“ gegenüberstellt. Er nimmt starke Anleihe bei der Geschichte des österreichischen Schriftstellers Felix Salten alias Siegmund Salzmann, der diesen Roman 1922 geschrieben hat und der 1942 von Walt Disney verfilmt worden ist. Ob Kauka die jüdische Herkunft Saltens bekannt war? Autor Bodo von Hechelshammer ist Mitarbeiter beim BND sowie Historiker, was sich in dieser Biografie deutlich niederschlägt. Ihm stehen sichtlich zahlreiche Quellen zur Verfügung, die vielleicht sonst nicht an die Öffentlichkeit gekommen wären. Ob die Familie Kauka wirklich alles diese Details gerne veröffentlicht gesehen haben wollte, wie es im Klappentext steht? Der Schreibstil ist trocken und stellenweise wie ein Bericht aus Akten. Das verwundert mich ja nicht, wenn man die Vita des Autors kennt. Dieses Buch enthält eine Menge Fotos von Rolf Kauka, aber nur wenige Skizzen und Entwürfe zu seinen Comic-Figuren. Außerdem fehlen mir die Sichtweisen seiner Mitarbeiter und Weggefährten. Die sind vermutlich nicht (mehr) zu bekommen, da die Biografie mehr als 20 Jahre nach seinem, Kaukas, Tod erscheint. Fazit: Die Biografie eines überaus ehrgeizigen, unsympathischen Menschen, der es mit der Wahrheit nicht so genau nahm und dem sich alle Menschen in seiner Umgebung unterzuordnen hatte. 3 Sterne.

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