Produktbild: Gentleman über Bord

Gentleman über Bord

Aus der Reihe mare-Klassiker
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28,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,7/13,5/2 cm

Gewicht

371 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Gentleman Overboard

Übersetzt von

Klaus Bonn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-696-6

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch müssen Sie lesen.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,7/13,5/2 cm

Gewicht

371 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Gentleman Overboard

Übersetzt von

Klaus Bonn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-696-6

Herstelleradresse

mareverlag GmbH
Pickhuben 2
20457 Hamburg
DE

Email: mare@marbuch.de

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  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    12.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein besonderes Buch

    Gentleman über Bord von Herbert Clyde Lewis ist erstmals 1937 erschienen. Mit seinen knapp 180 Seiten und zehn Kapiteln ist es ein kurzer, aber prägnanter Roman. Henry Preston Standish, Geschäftsmann aus New York, reist von Honolulu nach Balboa, Panama. Er ist schon ein paar Monate auf Reisen, da er in einer Sinnkrise steckt. Seine Frau und seine Kinder sind zu Hause in der Wohnung am Central Park geblieben. Die Arabella, auf der er mitfährt ist eigentlich ein Frachtschiff. Deshalb fahren außer ihm nur eine handvoll Passagiere mit. Eines frühen morgens genießt Standish den Sonnenaufgang über dem Pazifik, als er plötzlich auf einem Ölfleck ausrutscht und über Board geht – unbemerkt von den anderen. Die Arabella entfernt sich immer weiter von ihm und Standish treibt einsam im Ozean. Stundenlang haart er aus, in der Hoffnung, jemand bemerkt sein fehlen und das Schiff kehrt zurück. Während er im Ozean wartet, denkt er über vieles nach. Zu Beginn macht Standish sich noch Sorgen um die Peinlichkeit, dass er, ein gestandener Geschäftsmann, durch ein solches Missgeschick über Bord geht. Doch als die Stunden vergehen, wird im bewusst, wie viel Glück ihm im Leben zuteil wurde, ohne, dass er sich sonderlich bemühen musste. Nur jetzt scheint es so, als ob ihm sein Glück verlassen hätte. Dem Autor ist ein eindringlicher Roman gelungen, der trotz der Kürze seine Hauptfigur und auch alle weiteren präzise beschreibt. Gentleman über Board ist eine fabelhafte Geschichte über die Unvorhersehbarkeit des Lebens, punktgenau erzählt. Es ist eine Art Roman, die nicht alltäglich ist. Mich hat die Geschichte begeistert, aber auch nachdenklich zurückgelassen.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    07.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Lieblingsbuch aus vielen Gründen

    Als Henry Preston Standish kopfüber in den Pazifischen Ozean fiel, ging am östlichen Horizont gerade die Sonne auf. Lewis fesselte mich sofort mit dem Eröffnungssatz, der die gesamte Geschichte in einem einzigen Atemzug zusammenfasst. Im Laufe der zehn Kapitel tauchen wir tiefer in das Leben und die Welt des Protagonisten ein: seine Vergangenheit, seine Motive und die Ereignisse, die zu seinem Sturz ins Wasser führten. Lewis’ Erzählung ist von feinem Humor durchzogen und lädt uns durch Standish ein, unser eigenes Leben zu reflektieren und die einfachen Dinge wertzuschätzen. Darüber hinaus zeichnet Lewis mit seinem begrenzten Ensemble ein lebendiges Bild der damaligen US-amerikanischen Gesellschaft. “Gentleman über Bord” ist ein Juwel von nur 153 Seiten, das ich nicht mehr aus der Hand legen mochte und das mich bis zum Schmunzeln, Nachdenken und Staunen anregte. Es ist dank seiner ungewöhnlichen Handlung, der mühelosen und doch eindringlichen Erzählweise unvergessliches Leseerlebnis. Die unaufdringliche Übersetzung fängt den Zeitgeist wunderbar ein und versetzt uns nahtlos in die Vergangenheit. Darüber hinaus ist das Büchlein eine haptische Wonne: in graues Leinen gebunden mit geprägtem Titel, die Seiten aus gestrichenem Papier, der messerscharfe Druck in eleganter Schrift auf warmem Weiss. Sehr sorgfältig produziert.

  • Fabian

    Book Circle Community

    5/5

    26.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kompakte Weltliteratur

    Dieses Buch sagt auf den wenigen Seiten mehr als andere, welche 1000 Seiten haben. Wir sind dabei, wenn Henry Preston Standish kopfüber in den Ozean fällt und aufgrund seiner Erziehung nicht schreien will, da sich dies nicht gehört. Sein Verhalten wird stark von seiner Erziehung und seines Standes bestimmt und es ist ihm sehr wichtig, wie er auch in dieser Situation wahrgenommen werden könnte. Dem gegenüber steht die Besatzung und die anderen Passagiere, die sich nach dem Unfall arrangieren und ihre Geschichte dazu erfinden. Das ganze ist eine unterhaltsame Tragikomödie und voller Symbolik, bsp. das Leben, welches wie die Kleider wegschwimmen. Das Entstehungsjahr merkt man dem Buch an. Die Ehefrau selbst ist kein Charakter, sie bringt ihrem Mann Zigaretten, Getränke und bejaht alles von ihrem Mann. Das Buch selbst kommt in einem Schuber daher und ist optisch sehr ansprechend und hochwertig.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    18.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Meinung: Ein tiefgründig…

    Meine Meinung: Ein tiefgründigerKlassiker Nicht selten hört man von schwerkranken Menschen, wie selbstverständlich sie doch ihr Leben und ihre Gesundheit genommen haben. Vielen belanglosen Dingen zu viel Beachtung schenkten.Was uns allen jedoch die größte Sorge bereitet, irgendwann mal hilflos auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Um sich mit solchen Dingen zu beschaftigen, braucht es jedoch nicht immer eine Krankheit. Ein kleines Missgeschick reicht auch. Ein Ölfleck auf dem Deck ist daran schuld, dass der erfolgreiche New Yorker Geschäftsmann Henry Preston Standish kopfüber im Atlantik landet. Der gut situierte Gentleman möchte nicht laut um Hilfe schreien. Zumal es doch eine Schande ist, wenn jemand in seiner Position so tollpatschig mitten im Atlantik landet. So begutachtet er erst mal den wunderschönen Sonnenaufgang. Schaut dem Schiff dabei zu, wie es immer kleiner wird. Ist sich seiner Hilflosigkeit bewusst.Er kann keine Hilfe erwarten, für den Moment. Den Gedanken von Henry habe ich sehr gerne gelauscht. Befindet er sich doch das erste Mal in seinem Leben in der Situation, sich mit sich selbst befassen zu müssen. Ganz allein im Atlantik lässt er sein Leben Revue passieren. Sehnt sich nach den Dingen, denen er überdrüssig wurde. Was gäbe er jetzt für einen Scotch mit Soda und einer Zigarette. Dieser Klassiker lebt von der Hoffnung, die die Leserschaft für Henry entwickelt. Henry ist doch ein angenehmer Zeitgenosse. Das haben auch die anderen Passagiere bemerkt. Was zeitgleich auf dem Schiff passiert, scheint nicht von dieser Welt zu sein. Lug und Trug und eine gewisse Befangenheit, hindern die Passagiere daran zu melden, dass Mr. Standish von Bord gegangen ist. Keiner möchte dem ruhigen, in sich gekehrten Standish auf die Pelle rücken. Henrys Gemütszustand wechselt zwischen Verzweiflung, Zorn und Hoffnung hin und her. War doch sein Leben bisher nie von irgendwelchen Entbehrungen geprägt. Zwischen dem Bewusstsein sterben zu müssen, mischt sich immer wieder die Freude seiner Frau und den Kindern von seinem Abenteuer zu erzählen. Ich habe darauf gewartet, wann Henrys Abwesenheit bemerkt wird und das Schiff umkehrt. Habe Henry stellenweise um seinen Optimismus beneidet. Mir die Geschichte seiner Familie angehört. Hätte ihm gerne seinen geliebten Scotch mit Soda und eine Zigarette gereicht. Irgendwie war ich mir sicher, Henry wird es schaffen! Fazit: Was passiert mit einem Menschen, der mitten im Atlantik unbemerkt über Bord geht? Wir wissen es alle. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich empfehle das interessante Nachwort von Jochen Schimmang zu lesen. Der Autor Herbert Clyde Lewis ist Henry gar nicht mal so unähnlich. Erwähnenswert ist das wunderschöne in Leinen gebundene Buch in einem Schuber. Danke Herbert Clyde Lewis. Ein großes Dankeschön an den Mare Verlag, für die Neuauflage dieses Klassikers. Mein Dank geht auch an Klaus Bonn für die Übersetzung. Danke für das informative Nachwort Jochen Schimmang.

  • Lesesaite

    5/5

    22.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein Juwel

    „[…] ein Fehltritt, und ein paar Sekunden später bin ich in einer völlig anderen Welt!“ (Seite 53) Pazifischer Ozean. 12 Grad nördliche Breite und 108 Grad westliche Länge. (Seite 46) „Standish tauchte in seiner schlaksigen Art direkt in das Salzwasser ein.“ (Seite 23) Eigentlich wollte der New Yorker Geschäftsmann nach seiner mentalen Krise gesunden, aber es kam anders. Was denkt ein Mensch, wenn er mitten im Ozean von Bord geht? Gibt es Hoffnung? Die Beschreibung der Lage und die Gedankengänge von Standish kommen mir so einfach, so gebräuchlich, so allgegenwärtig vor. Als wäre das Geschehene ganz alltäglich und normal - nichts Besonderes. Aber es wird besonders! Ich fieberte regelrecht mit, obwohl das Ende eigentlich zu erahnen war. Seine Gedanken unter dem schäumenden Wasser waren mehr mit Scham als mit Angst verbunden. Jetzt müssen die Leute wegen ihm auch noch Rettungsringe werfen, der Kapitän muss das Schiff anhalten, Rettungsboote werden heruntergelassen und dann schauen alle Leute an der Reling Standish nasstriefend und beschmutzt auch noch an. Gedanken eines Gentlemans. Standish war keine Trompete, sondern eher ein Violoncello. Er wurde als Gentleman erzogen und konnte gar nicht anders als „Mann über Bord!“ zu flüstern. „Und plötzlich dämmerte Henry Preston Standish die wahrhafte Einsamkeit seiner Lage. Er war so ein kümmerliches Bündel Leben in einer so unermesslichen Welt. Die Sonne war so stark und er so schwach.“ (Seite 34) Wir begegnen Standish nun auf dem stillen Meer blickend zum Dampfer Arabella, in seinem Tun und Dasein sowie eleganten Gedanken(-gängen). Ich finde es mehr als interessant, welchen Wert er für seine Kleidungsstücke und Gegenstände, die er bei sich hat, ansetzt und wie er diese später wieder verwenden kann. Eigentlich wäre uns doch in dieser Notlage egal, ob irgendein Wertgegenstand auf den Grund des Ozeans treiben würde, aber Standish macht sich viel mehr Gedanken drüber, wie z. B. der durchgenässte Reisecheck später zweifellos bei der Bank wieder eingelöst werden könnte. Aber ihm ist es schier sehr peinlich, seine gemusterte Socke über den Kopf gegen die Sonnenstrahlen zu ziehen. Standish hat in seiner (Not-)Situation sehr konzentrierte und wohlgeformte Gedanken. Ich finde diese Gedanken und seine Art und Weise sogar sehr sympathisch und auch passend in seiner Situation als Gentleman. „Er war weder von Angst erfüllt, noch betrachtete er seine missliche Lage mit großer Sorge, nur ein Gefühl der Verwunderung über die unermessliche Weite stellte sich bei ihm ein.“ (Seite 60) „Gentleman über Bord“ von Herbert Clyde Lewis ist ein wahrer Genuss wohlsortierter Buchstaben. Eine ganz feine Komposition. Der mare-Verlag informiert: Herbert Clyde Lewis (1909–1950) wurde als zweiter Sohn russisch-jüdischer Einwanderer im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Sein Debüt „Gentleman über Bord“ wurde 1937 geschrieben und ist das erste seiner Bücher, das auf Deutsch vorliegt. Großen Dank ist der Übersetzung von Klaus Bonn zu zollen. Meisterlich! Das sind Schätze, die wir fördern und uns erhalten müssen.

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