Sonia und Bea sind beste Freundinnen. Sie sind zusammen in einer Klein- stadt aufgewachsen und waren immer füreinander da. Doch je älter sie geworden sind, desto seltener haben sie sich gesehen. Schließlich fassen sie einen Entschluss: Ein gemeinsamer Sommerurlaub auf einer Baleareninsel soll ihre alte Freundschaft neu beleben. Aber die Reise entwickelt sich ganz anders als erwartet. Sonia entdeckt, wie sehr sie sich nach Freiheit und Ab- stand sehnt, nicht nur von ihrem Alltag zu Hause, sondern auch von Bea. Sie beginnt eine Liebelei und lernt eine Familie kennen, die ihre eigenen Vorstellungen vom Mutter- und Tochtersein durcheinanderbringt.Krokodile stellt auf ebenso furchtlose wie erfrischende Weise genau die Fragen zu Freundschaft, heimlichen Sehnsüchten und dem Leben selbst, die alle kennen, aber die die wenigsten aussprechen."Es ist eine stille Sehnsucht nach Ausbruch, von der Angie Volk mit großer Eindringlichkeit und feiner Beobachtungsgabe erzählt. Eigent- lich nichts Ungeheuerliches, was sie ihrer Erzählerin zugesteht: bloß eine kleine Verschiebung der eigenen Grenzen. Und trotzdem scheint das Ungeheuer in diesem Roman immerzu auf der Lauer zu liegen." Isabelle Lehn-
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
nanu?!
aus Belgien
4/5
19.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschichte einer Freundschaft
Sonia und Bea sind beste Freundinnen seit Kindertagen. Jetzt sind sie um die dreißig und beschließen zusammen einen Urlaub auf einer spanischen Insel zu verbringen. Aber die Stimmung ist ganz komisch, irgendwie bedrückt. Sie merken, dass sie sich nach all den Jahren auseinandergelebt haben und sich oft einfach nichts zu sagen haben.
Sonia macht irgendwann die Bekannschaft eines viel jüngeren Franzosen und beginnt sich lieber mit ihm, als mit ihrer Freundin Bea zu treffen.
Erzählt wird aus Sonias Perspektive in der Ich-Form, trotzdem bleibt sie irgendwie unnahbar. Die Stimmung ist die ganze Zeit über bedrückt, was hauptsächlich an Sonia liegt, die nicht weiß wohin mit sich und Angst vor dem Ende des Urlaubs hat, wenn der Alltag wiederkehrt.
Bei den Rückblenden die regelmässig eingestreut werden, geht es darum wie Sonia und Bea sich kennenlernten. Wie sie überhaupt Freundinnen werden konnten, obwohl sie so verschieden sind.
Es stimmt, in diesem Buch passiert nicht viel, aber dennoch habe ich es sehr gerne gelesen. Die Autorin weiß sich auszudrücken und benutzt eine wunderschöne Sprache.
Die Geschichte war viel zu schnell vorüber was ärgerlich ist, da ein paar Fragen einfach nicht beantwortet wurden. Warum Sonia vor der Urlaubsplanung so depressiv war und warum der Vorschlag für einen Urlaub nur von ihr kommen durfte? Überhaupt habe ich Sonias eigentliches Problem nicht wirklich verstanden, aber das ist okay, die Autorin wollte das vielleicht so. Und ein paar Seiten mehr wären gut gewesen, weil ich gerne mehr über Sonia erfahren hätte.
Also gefangen hat mich die Story schon...
Als Sommerbuch würde ich es aber nicht beschreiben, dafür fehlt ihm leider die Leichtigkeit die ein solches Buch normalerweise hat. Das Cover finde ich, sieht auch viel zu fröhlich aus. Ich dachte erst, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt.
yellowdog
4/5
09.06.2021
eBook (ePUB 3)
Sonia und Bea
Krokodile von Angie Volk erzählt von der Freundschaft von zwei Frauen um die 30, die sich schon als Kinder und Jugendliche kannten und viel Zeit miteinander verbrachten. Jetzt wollen sie auf einer spanischen Insel gemeinsam Urlaub machen.
Der Roman ist so konzipiert, dass die Handlung mit der Ankunft beginnt und mit der Abreise endet.
Schnell merken die Icherzählerin Sonia und ihre Freundin Bea, dass eine gewisse Entfremdung zwischen ihnen entstanden ist.
Sonia lernt außerdem einen 17jährigen Jungen kennen und verbringt viel Zeit mit ihm und seiner Familie. Das trägt zu Spannungen mit Bea bei.
Sprachlich ist das fein gemacht, mit einem außergewöhnlichen Blick auf die Situation und Umgebung.
Ein lesenswerter Roman mit vielen guten Momenten.
Mandel120999
4/5
09.06.2021
eBook (ePUB 3)
Eine Freundschaft
Die Freundinnen Sonia und Bea machen zusammen Urlaub auf Mallorca. Seit ihrer Kindheit sind sie eng befreundet und haben schon einiges zusammen durchgemacht. Der Urlaub entwickelt sich nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt haben, denn Sonia geht zunehmend ihre eigenen Wege. Sie lernt den viel jüngeren Franzosen Julien und dessen unkonventionelle Familie kennen und verbringt viel Zeit mit ihnen. Bea fühlt sich vernachlässigt.
Das Buch besteht aus leisen Tönen und feinen Beobachtungen. Es passiert eigentlich nicht viel, trotzdem verfolgt man als Leser mit Interesse, wie sich die Beziehung zwischen Sonia und Bea leise wandelt, um dann gegen Ende doch wieder zu werden, wie sie war. Aufgelockert wird das Ganze durch viele Rückblicke in Beas und Sonias Vergangenheit. Bea war immer die Aufmüpfige und Auffällige, während Sonia in ihrem Schatten existierte. Nun, auf Mallorca, scheint dies umgekehrt zu sein. Bea möchte einfach einen schönen Urlaub zusammen mit ihrer Freundin, Sonia jedoch drängt es, auszubrechen.
Der Roman ist ohne Kapiteleinteilung an einem Stück geschrieben. Durch die kurzen Szenen ist er sehr gut und leicht lesbar. Die Ferienstimmung wird sehr gut transportiert. Ein Roman, der ohne große Ereignisse auskommt und aufzeigt, wie schnell und trotzdem subtil sich menschliche Beziehungen ändern können.
J. Kaiser
4/5
01.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grossartige Geschichten
Fazit: Diese Geschichte zeigt beim Lesen auf, dass es manchmal schwierig ist Freundschaften über die Jahre hinweg zu pflegen. Sonja und Bea waren in ihrer Jugend beste Freundinnen. Sie haben versucht den Kontakt zu halten. Doch jetzt merkt man, dass sie nur zwei Frauen sind. Die beiden haben unterschiedliche Auffassungen entwickelt. Dieses Buch stellt die Frage zu Freundschaft, Sehnsüchten, die sicher jede Leserin sich mal stellt. Die sich entwickelnde Dynamik der beiden zueinander ist nicht mehr aufzuhalten. Das Lesen macht schon Nachdenklich. Empfehlenswert ist das Lesen sicher.
Bewertung
3/5
26.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sommer der Freundschaftsrefektion
Was als leichte und lockere Sommerlektüre daher kommt, besticht schnell mit einem ernsten Unterton.
Die Protagonistin macht mit ihrer Freundin Bea Urlaub auf Mallorca und bändelt dort mit einem 17-Jährigen an, was zu Streit mit Bea führt. Angie Volk schreibt teilweise lustig, teilweise ernst, immer mit schönen Beobachtungen gespickt.
Die Story lässt jedoch zu wünschen übrig, zentrale Fragen werden nicht geklärt. Wieso ist die Protagonistin eigentlich so unglücklich? Ist der zweimal erwähnte Paul ihr Partner und hat sie einen Sohn? Und warum bitte flirtet sie mit Teenagern und alle (inklusive deren Eltern) finden das völlig normal?
Hier fehlen an vielen Stellen Kontext und Erklärungen, so bleiben viele Fragezeichen zurück. Vieles wird angerissen, wenig wird ausgeführt.
Sehr viel Stoff zur Reflexion und Eigeninterpretation.
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