Produktbild: The Christie Affair

The Christie Affair

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.01.2022

Verlag

Pan macmillan Ltd.

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

23,8/15,7/3,3 cm

Gewicht

588 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-5290-5417-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.01.2022

Verlag

Pan macmillan Ltd.

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

23,8/15,7/3,3 cm

Gewicht

588 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-5290-5417-0

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Fact meets zuviel Fiction

Bewertung aus Oberursel am 13.02.2023

Bewertungsnummer: 1878889

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf dieses Buch war ich gespannt: einerseits, da ich ein Fan von Agatha Christie bin und mit Freude vor ein paar Jahren die Autobiographie dieser Autorin gelesen habe ( absoluter Lesetipp, Mrs Christie hat ein spannendes Leben in einer spannenden Epoche geführt, eine emanzipierte Erfolgsfrau, und Abenteurerin), und andererseits war dieses Buch ein Tipp von Reese Witherspoon’s Buchclub, und den Empfehlungen von diesem Club folge ich gerne blind. Als „The most captivating novel of 2022“ feiert der Verlag dieses Buch, und ich habe zugeschlagen. Kurz auf Deutsch zum Inhalt: Im Dezember 1926 verschwand Agatha Christie für 12 Tage. Das ist historisch belegt. Sie war wie vom Erdboden verschwunden, es gab großangelegte Suchaktionen, und am Ende tauchte Mrs Christie tiefenentspannt wieder auf und hat sich zeitlebens über diese Zeit ausgeschwiegen. Sie können sich nicht mehr erinnern, was sie gemacht habe und wo sie gewesen sei. Sowas konnte man vor 100 Jahren noch bringen, und es gab sehr lange viele Spekulationen, was sie wohl in den 1 ½ Wochen gemacht haben könnte. Und natürlich hat diese Aktion den Verkauf ihrer Bücher auch nicht gerade geschadet. Kurz nach diesem Verschwinden haben sich Agatha und Gatte Archibald übrigens scheiden lassen, und nicht bald darauf war Archie auch schon wieder verheiratet, mit dem Grund für die Scheidung. Diese „Affaire Christie“ nimmt Nina de Gramont als Ausgangslage für ihren Roman. Und jetzt kommt der Kniff, sie erzählt aus der Ich-Perspektive heraus und nimmt hierbei die Personage der zweiten Mrs Christie ein. In der Realität war die zweite Ehefrau Nancy Neele, im Roman nimmt die Autorin sich jetzt die dichterische Freiheit und nennt ihre Protagonistin Nan O’Dea. Also Fact meets Fiction. Einen Teil der Protagonisten des Romans gab es also tatsächlich, und ein Gutteil derer Biographien sind ebenfalls echt, aber dann haben wir auch noch genügend Fiktion. Nan nun erzählt aus ihrem Leben, ihrer eher ärmlichen Kindheit in London, ihrer großen Liebe, die sie in Irland kennengelernt hat, die größte Tragödie, die ihr dann als ledige werdende Mutter widerfahren ist, und wie sie dann auf Archie und Agatha traf. Diese Lebensbeichte wechselt ab mit einer sehr detaillierten Chronik der 12 Tage von Agathas „Auszeit“, und der Fiktion eben, wie es gewesen sein könnte…… Was sag ich jetzt dazu? Der Roman ist gut und flüssig geschrieben. Keine Frage, das hat sich gut weg gelesen. Nans Schicksal hat mich berührt, das war teils echt heftig, was ihr so passiert ist. Was mich jetzt aber die ganze Zeit gestört hat, war dieses Verflechten von Nans Drama mit Spekulationen aus dem Privatleben der Christies, und am Ende musste noch ein Krimiteil eingebaut werden. Der Krimi hat durchaus reingepasst, aber mir war das irgendwann zu viel Phantasie mit Schneegestöber, wie meine Omi das genannt hätte. Ich finde es auch immer schwierig, wenn man die Biographie bekannter Leute mit eigener Phantasie durchsetzt und eine ganz neue Story draus macht. Eine der tragenden Rollen in diesem Roman war beispielsweise Agathas einzige Tochter, bzw. die Version, die die Autorin aus ihr gemacht hat, und ich habe mir andauernd gedacht, ich fände es ganz schon ätzend, wenn über meine Oma/ Uroma/ whatever in ähnlicher Weise phantasiert worden wäre. Da fehlte mir der Respekt zu den realen Personen und deren noch lebenden Nachfahren. Ich hätte es besser gefunden, rein fiktive Protagonisten zu nehmen und dann im Vor- oder Nachwort zu schreiben, dass die „Affaire Christie“ zu dem Roman inspiriert hat. Mir war dieses Mischmasch von realer Historie und realen Personen und der Fiktion nix Halbes und nix Ganzes. Okay, das ist nur meine ganz persönliche Ansicht der Dinge. Was ich aber auch etwas merkwürdig fand, war diese Freundschaft zwischen Agatha und Nan. Die Ehefrau und die Geliebte im entspannten gemeinsamen Plausch und Tennisspiel? Ja klar. Also, man merkt es, ich war nicht wirklich geflashed von dem Buch. Es war unterhaltsam, wie schon gesagt gut geschrieben, das historische Setting hat auch gepasst, aber aus oben genannten Gründen war es nicht ganz meins. Ich würde es auch nicht wirklich weiterempfehlen, vor allem nicht an Fans von Agatha Christie.

Fact meets zuviel Fiction

Bewertung aus Oberursel am 13.02.2023
Bewertungsnummer: 1878889
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf dieses Buch war ich gespannt: einerseits, da ich ein Fan von Agatha Christie bin und mit Freude vor ein paar Jahren die Autobiographie dieser Autorin gelesen habe ( absoluter Lesetipp, Mrs Christie hat ein spannendes Leben in einer spannenden Epoche geführt, eine emanzipierte Erfolgsfrau, und Abenteurerin), und andererseits war dieses Buch ein Tipp von Reese Witherspoon’s Buchclub, und den Empfehlungen von diesem Club folge ich gerne blind. Als „The most captivating novel of 2022“ feiert der Verlag dieses Buch, und ich habe zugeschlagen. Kurz auf Deutsch zum Inhalt: Im Dezember 1926 verschwand Agatha Christie für 12 Tage. Das ist historisch belegt. Sie war wie vom Erdboden verschwunden, es gab großangelegte Suchaktionen, und am Ende tauchte Mrs Christie tiefenentspannt wieder auf und hat sich zeitlebens über diese Zeit ausgeschwiegen. Sie können sich nicht mehr erinnern, was sie gemacht habe und wo sie gewesen sei. Sowas konnte man vor 100 Jahren noch bringen, und es gab sehr lange viele Spekulationen, was sie wohl in den 1 ½ Wochen gemacht haben könnte. Und natürlich hat diese Aktion den Verkauf ihrer Bücher auch nicht gerade geschadet. Kurz nach diesem Verschwinden haben sich Agatha und Gatte Archibald übrigens scheiden lassen, und nicht bald darauf war Archie auch schon wieder verheiratet, mit dem Grund für die Scheidung. Diese „Affaire Christie“ nimmt Nina de Gramont als Ausgangslage für ihren Roman. Und jetzt kommt der Kniff, sie erzählt aus der Ich-Perspektive heraus und nimmt hierbei die Personage der zweiten Mrs Christie ein. In der Realität war die zweite Ehefrau Nancy Neele, im Roman nimmt die Autorin sich jetzt die dichterische Freiheit und nennt ihre Protagonistin Nan O’Dea. Also Fact meets Fiction. Einen Teil der Protagonisten des Romans gab es also tatsächlich, und ein Gutteil derer Biographien sind ebenfalls echt, aber dann haben wir auch noch genügend Fiktion. Nan nun erzählt aus ihrem Leben, ihrer eher ärmlichen Kindheit in London, ihrer großen Liebe, die sie in Irland kennengelernt hat, die größte Tragödie, die ihr dann als ledige werdende Mutter widerfahren ist, und wie sie dann auf Archie und Agatha traf. Diese Lebensbeichte wechselt ab mit einer sehr detaillierten Chronik der 12 Tage von Agathas „Auszeit“, und der Fiktion eben, wie es gewesen sein könnte…… Was sag ich jetzt dazu? Der Roman ist gut und flüssig geschrieben. Keine Frage, das hat sich gut weg gelesen. Nans Schicksal hat mich berührt, das war teils echt heftig, was ihr so passiert ist. Was mich jetzt aber die ganze Zeit gestört hat, war dieses Verflechten von Nans Drama mit Spekulationen aus dem Privatleben der Christies, und am Ende musste noch ein Krimiteil eingebaut werden. Der Krimi hat durchaus reingepasst, aber mir war das irgendwann zu viel Phantasie mit Schneegestöber, wie meine Omi das genannt hätte. Ich finde es auch immer schwierig, wenn man die Biographie bekannter Leute mit eigener Phantasie durchsetzt und eine ganz neue Story draus macht. Eine der tragenden Rollen in diesem Roman war beispielsweise Agathas einzige Tochter, bzw. die Version, die die Autorin aus ihr gemacht hat, und ich habe mir andauernd gedacht, ich fände es ganz schon ätzend, wenn über meine Oma/ Uroma/ whatever in ähnlicher Weise phantasiert worden wäre. Da fehlte mir der Respekt zu den realen Personen und deren noch lebenden Nachfahren. Ich hätte es besser gefunden, rein fiktive Protagonisten zu nehmen und dann im Vor- oder Nachwort zu schreiben, dass die „Affaire Christie“ zu dem Roman inspiriert hat. Mir war dieses Mischmasch von realer Historie und realen Personen und der Fiktion nix Halbes und nix Ganzes. Okay, das ist nur meine ganz persönliche Ansicht der Dinge. Was ich aber auch etwas merkwürdig fand, war diese Freundschaft zwischen Agatha und Nan. Die Ehefrau und die Geliebte im entspannten gemeinsamen Plausch und Tennisspiel? Ja klar. Also, man merkt es, ich war nicht wirklich geflashed von dem Buch. Es war unterhaltsam, wie schon gesagt gut geschrieben, das historische Setting hat auch gepasst, aber aus oben genannten Gründen war es nicht ganz meins. Ich würde es auch nicht wirklich weiterempfehlen, vor allem nicht an Fans von Agatha Christie.

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von Nina de Gramont

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