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Produktbild: Luhmann leicht gemacht

Luhmann leicht gemacht Eine Einführung in die Systemtheorie

Aus der Reihe Leicht gemacht
1

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

49323

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.04.2022

Abbildungen

217 SW-Abb.

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

314

Maße (L/B/H)

21,3/14,8/2,3 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Rot

Auflage

4. aktual. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8252-5773-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

49323

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.04.2022

Abbildungen

217 SW-Abb.

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

314

Maße (L/B/H)

21,3/14,8/2,3 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Rot

Auflage

4. aktual. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8252-5773-6

Herstelleradresse

UTB GmbH
Industriestraße 2
70565 Stuttgart
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    20.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine strukturierte Einführung in Luhmanns Systemtheorie

    Luhmanns Systemtheorie ist keine leichte Kost. Sie ist selbstreferentiell, was bedeutet, dass sie auch auf sich selbst angewendet werden kann. Die Soziologie als Teil der Gesellschaft liefert eine Beschreibung der Gesellschaft, zu der sie selbst gehört. Es entsteht eine zirkuläre, paradoxe Situation, die Maturana und Varela in "Der Baum der Erkenntnis" (für die Biologie, aber letztlich allgemeingültig) treffend illustriert haben. Um Luhmanns Systemtheorie verstehen zu können, ist eine intensive Auseinandersetzung mit seiner Begriffswelt erforderlich. Hierzu gehören Definitionen für System, Organisation, Kommunikation, Ego und Alter, Interaktion und Autopoiesis, um nur Beispiele zu nennen. So bestehen Systeme nicht aus Dingen, sondern aus Operationen. Diese folgen den Prinzipien "System/Umwelt-Differenz" und "Autopoiesis". Ein autopoietisches System produziert und reproduziert sich selbst und ist damit operativ geschlossen. Das Buch ist wohl strukturiert. Erläuterungen der Autorin Margot Berghaus, Einschübe von Zitaten Luhmanns und zahlreiche Karikaturen wechseln sich ab. Das Buch ist in 21 Kapitel untergliedert, was dazu führt, dass den Lesern neue Begrifflichkeiten in überschaubaren Portionen serviert werden. Für die Vertiefung gibt es die (zahlreichen) Originalwerke von Niklas Luhmann, der die Systemtheorie für sich selbst zur Lebensaufgabe erklärt hat. Seine Theorie ist in der Wissenschaft etabliert; die Systemtheorie erhebt den Anspruch, universell zu sein. Luhmann ist gleichzeitig Systemtheoretiker und Konstruktivist. Wenn man bislang verschiedene Werke über Konstruktivismus gelesen hat, wirken seine Ausführungen zum Thema erhellend. Er war überzeugt davon, dass Systeme real in der Wirklichkeit existieren und dass man die Welt nur durch beobachten erkennen kann. Da nichts in der Welt der direkten Erkenntnis zugänglich ist, entsteht eine Beobachterabhängigkeit und damit eine Konstruktion der Wirklichkeit. Dabei bleibt immer ein "blinder Fleck", etwas was der Beobachter nicht sieht, weil er selbst in das zu Beobachtende eingeschlossen ist. Maturana und Varela haben das Phänomen in "Der Baum der Erkenntnis" am Beispiel des Auges verdeutlicht. Luhmann stellt, ebenso wie Heinz von Foerster, die Abbildbeziehung zwischen Welt und Erkenntnis in Frage. Es können immer nur von Beobachtern konstruierte Realitäten verglichen werden. Ob es im Zuge der Evolution eine Annäherung an die wirkliche Welt gibt, also an das "Ding an sich" (im Sinne von Kant), wie in der evolutionären Erkenntnistheorie angenommen und von Hoimar von Ditfurth beschrieben, ist für die Systemtheorie irrelevant. Margot Berghaus vermittelt einen verständlichen Einblick in Luhmanns Systemtheorie. Auf den letzten Seiten erläutert sie weitergehende Zusammenhänge und beschreibt das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Kommunikation und Evolution. Das Buch beinhaltet mehr Erläuterungen zur Theorie und weniger kritische Auseinandersetzung. Letztere setzt voraus, dass die Grundzüge der Theorie verstanden wurden, wozu das Buch einen wichtigen Beitrag leistet.

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  • Produktbild: Luhmann leicht gemacht
  • KAPITEL 1 – ZUM BUCH1. Ziel: Vom „Buhmann“ zu Luhmann 112. Vorgehen: Reduktion von Komplexität 12KAPITEL 2 – LUHMANN: PERSON UND WERK1. Biografie: zufällig 142. Lebenswerk: Theorie der Gesellschaft 163. Luhmann-Habermas-Kontroverse 204. Arbeitsweise: Kommunikation mit Zettelkästen 22KAPITEL 3 – SYSTEMTHEORIE1. Diese „Supertheorie“ ist super und universell 242. Systemtheorie plus Konstruktivismus 263. Ein „beobachtungstheoretischer“ Ansatz … 294. ... für Systeme allgemein, die Gesellschaft und ihre Funktionssysteme 315. Biologische, psychische und soziale Systeme – bloß keine menschlichen 326. Über die Unzulänglichkeit sprachlicher und bildlicher Darstellung 35KAPITEL 4 – SYSTEME1. Systeme sind, was sie tun: sie „operieren“ 382. Operationen erzeugen „Differenz zur Umwelt“ 391. Welt ist „unerreichbar“ fern, Umwelt jedoch „systemrelativ“ nah 392. In System/Umwelt-Differenz operieren Systeme 413. In System/Umwelt-Differenz beob achten Systeme 434. … die Umwelt und auch sich selbst 465. Beobachtung erster und zweiter Ordnung 493. Systeme machen sich selbst in „Autopoiesis“ 501. Von anderen gemacht ist kein System 502. Systeme operieren und operieren und operieren – „anschlussfähig“ 523. Die Evolution produziert Ausdifferenzierung 544. Gleichzeitig (umwelt-)offen und (operativ) geschlossen 56KAPITEL 5 – SOZIALE SYSTEME1. Soziale Systeme sind, was sie tun: sie „kommunizieren“ 612. Gesellschaft, Organisationen, Interaktionen – alles soziale Systeme 623. Nur soziale Systeme kommunizieren – Menschen sind draußen 634. Auch menschliches Bewusstsein ist draußen 671. Soziale und psychische Systeme operieren getrennt… 682. ... aber wechselseitig abhängig in „Interpenetration“ 69KAPITEL 6 – KOMMUNIKATION1. Robust und formelastisch 732. Kommunikation hat die Wahl 753 . Stück mit zwei Akteuren in drei Akten 761. Akt eins, Auftritt Alter: ‚Was finde ich informativ?‘ 782. Akt zwei, Alter: ‚Was davon teile ich bloß mit?‘ 803. Akt drei, Auftritt Ego: ‚Aha, mir wird etwas mitgeteilt – selektiv!‘ 824. Kommunikation ganz neu aufgefasst 861. Nicht der Mensch, nur die Kommunikation kommuniziert 872. Keine Übertragung von Information 883. Der Sender ist nicht mehr der Boss 894. Nicht Verständigung/Konsens, sondern Differenz 905. Aufrichtigkeit ist nicht kommunizierbar 935. Kommunikation konkret, Beispiel Massenkommunikation 95KAPITEL 7 – ANSCHLUSSKOMMUNIKATION1. Kommunikation läuft und läuft und läuft 982. Gleichsam Akt vier, Anschlusskommunikation: Ego wird zu Alter 993. Anschlusskommunikation konkret, Beispiel Massenkommunikation 1014. Kommunikation über Kommunikation 1045. Erfolg von Kommunikation 106KAPITEL 8 – DOPPELTE KONTINGENZ UND MEDIEN1. Kommunikation ist „unwahrscheinlich“ 1082. Selektionen sind „kontingent“ und „doppelt kontingent“ 1093. Mit „Medien“ klappt alles etwas wahrscheinlicher 1114. „Medien“ erlauben „Formen“ 1125. Luhmanns Medien-Liste 117KAPITEL 9 – SINN1. Sinn ist so unvermeidlich wie die Welt 1202. Sinnvoll wird die Welt beobachtet, psychisch und sozial 1233. Drei Sinndimensionen – drei Weltdimensionen 124KAPITEL 10 – SPRACHE1. „Laut“ und „Sinn“ – für Bewusstsein und Kommunikation 1262. Kommunikationsmedium Nr. 1, „Muse der Gesellschaft“ 1303. Exkurs: Nichtsprachliche Kommunikation – gibt es die? 1314. Fortsetzung Exkurs: Ja! Aber zu Sonderbedingungen 1345. Neben der „realen Realität“ eine „zweite Realität“ 1356. Neben der Zeit der realen Realität eine zweite Zeit 1377. Deine Rede sei „Ja, Ja – Nein, Nein“! 1398. Ja oder Nein, gelogen oder ungelogen – der Sprache ist das gleich 140KAPITEL 11 – SCHRIFT1. Sprache „optisch“ – anfangs unkommunikativ 1422. „Verbreitungs“medium Nr. 1 für breitere Kommunikation 1433. Gesellschaften mit Schrift sind „katastrophal anders“ 1454. So ist Kommunikation sogar besonders kommunikativ 1475. Erneut neue Realitätsebenen 1516. Ganz neue Bedeutung von Zeit und Raum 1531. Gleichzeitig abwesend und kommunizieren 1532. Selbstgemachtes soziales Gedächtnis 1557. Schreiben kannst du auch „Vielleicht“ 1568. Kritik – schriftlich gänzlich ungeniert 158KAPITEL 12 – BUCHDRUCK1. Erneute Revolution der Kommunikation 1602. Gedrucktes orientiert sich am Markt 1613. Distanz zum Autor – Distanz zur Autorität 1624. Wissen systematisiert, Sprachen standardisiert 1645. Zeit wertvoll, Denken linear 1666. Lob des Neuen 1677. Liebe ist – wie im Roman 1698. Gedrucktes für Beobachtung undSelbstbeobachtung der Gesellschaft 170KAPITEL 13 – ELEKTRONISCHE MEDIEN1. Wieder alles anders durch Film, Fernsehen und Computer 1742. Film und Fernsehen schaffen eine „Alibi-Realität“ – glaubwürdig 1753. Exkurs: Bilder sind „partiell außersozial“ 1784. Computer-Kommunikation: von, mit oder mittels Computer 1835. Un-‚autoritär‘, a-‚sozial‘, ‚sinn‘-frei... 1856. ... und ‚a-zentrisch‘: Weltkommunikation und Weltgesellschaft verwirklicht 187KAPITEL 14 – MASSENMEDIEN1. Verbreitungsmedien in besonderer gesellschaftlicher Funktion 1892. Typisch: ohne Interaktion mit massenhaft Kommunikation 1913. Technik macht Kontaktunterbrechung – Kontaktunterbrechung macht System 1934. Die Realität der Massenmedien ist zwei Realitäten 1955. Bloß keine „Verzerrungen“! 1986. Information/Nichtinformation ist ihr Code 1997. Verderbliche Ware zum Einmalgebrauch. Darum: Tempo! 202KAPITEL 15 – NACHRICHTEN UND BERICHTE1. Nachrichten und Berichte sagen „wahr“, mehr oder weniger „aktuell“ 2052. Seligiert wird nackte Wahrheit – vorzugsweise wahre Nacktheit 2063. Immer dabei: „Manipulationsverdacht“ 2084. Zehn „Selektoren“ konstruieren Informationen 2115. So werden Nachrichten und Berichte gemacht 215KAPITEL 16 – WERBUNG1. Werbung täuscht – ehrlich gesagt 2182. Und leistet „Beihilfe zur Selbsttäuschung“ 2193. Latente Funktion: Leute ohne Geschmack mit Geschmack versorgen 2214. Werbung und Mode wollen stets Neues. Darum: Tempo! 2235. Werbung wie Alltagskultur: Balance zwischen Zwang und Freiheit 223KAPITEL 17 – UNTERHALTUNG1. Die „reale Realität“ öffnet ein Fenster zu ‚Fenster im Hof‘ 2272. Informationen für eine „zweite Realität“ 2291. Fiktionale Unterhaltung mit Happy Anfang und End – plausibel 2292. Inszenierte Unterhaltung – glaubwürdig 2323. So lernen Kulturen das Inszenieren und Beobachten 2344. Unterhaltung „re-imprägniert“, was man ohnehin weiß und ist 2355. Der „Witz“: Rückschlüsse auf sich selbst und „Selbstverortung“ 237KAPITEL 18 – MASSENMEDIEN, FORTSETZUNG1. Medien, Menschen, Gesellschaft – „strukturell gekoppelt“ 2402. Das klappt mit Schema und Thema 2423. Massenmedien erzeugen Gewissheit, „soziales Gedächtnis“ 2464. Massenmedien erzeugen Ungewissheit, „Irritation“ 2491. Sie halten der Gesellschaft Mängel vor – irritierend 2492. Ihr Wissen ist „doppelbödig“ – irritierend 2525. Realität konstruiert – Konstruktion real 2556. Konsens oder nicht Konsens, das ist die Frage 258KAPITEL 19 – ÖFFENTLICHE MEINUNG1. Öffentlichkeit heißt: von außen beobachtet werden 2602. Peep auf Politik 2623. Eben nicht Meinungen, sondern Themen 2654. Jede Menge Mängel, Konflikte und Moral 2685. Konstruktion gegen Komplexität 269KAPITEL 20 – GESELLSCHAFTLICHE SELBSTBESCHREIBUNG ALS KONSTRUKTION – FAZIT I1. Realität erster und zweiter Ordnung, Kybernetik erster und zweiter Ordnung 2722. Konstruktion unvermeidbar 2753. Selbstbeschreibung der Gesellschaft – paradox 2764. … mit blindem Fleck 277KAPITEL 21 – EVOLUTION VON KOMMUNIKATION UND GESELLSCHAFT – FAZIT II1. Drei Steine im Brunnen: System, Kommunikation, Evolution 2822. Kommunikation und Gesellschaft – eine Evolution 2833. Von archaisch über Hochkulturen zur Weltgesellschaft 2854. Wohin geht es? Ausblicke 2881. Die Gesellschaft beobachtet ihre Zukunft – Risiko 2892. Die Kommunikation evoluiert – grenzenlos 2935. Luhmann – weitergeführt 297LITERATUR 302ZU DEN ABBILDUNGEN 306PERSONENREGISTER 307SACHREGISTER 309