Produktbild: Raumfahrer
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Lukas Rietzschel

1. Raumfahrer

Raumfahrer

Gesprochen von
107

10,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christian Friedel

Spieldauer

6 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

97

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844927474

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Christian Friedel

Spieldauer

6 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

97

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844927474

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    03.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen den Zeiten

    Der Roman „Raumfahrer“ von Lukas Rietzschel kommt als Hardcoverausgabe daher. Versehen mit einem Schutzumschlag, dessen Gestaltung mir nichts, zum auf 287 Seiten behandelten Thema, sagt. Auch der Titel „Raumfahrer“ lässt eine andere Geschichte erwarten. Der Handlungszeitraum umfasst die 60- ziger Jahre zum Mauerbau in Berlin, die DDR-Zeit bis 89 und die Nachwendezeit. Die Handlung beschreibt die starken Umbrüche, denen die Menschen in der ehemaligen DDR in allen Lebensbereichen, bis tief in die Familien hinein, ausgesetzt waren. Sichtbar für jeden, veränderten sich die Städte und gewohnten Umgebungen. Alles änderte sich zwischen den Zeiten des Alten und des Neuen. Die einen schafften es sich anzupassen, ihren Weg zu finden, andere zerbrachen an den Umbrüchen. Plötzlich galt das, für was sie lebten nichts mehr. Das politische und gesellschaftliche Leben hatte sich völlig geändert. Systemtreue Lebensleistungen, aber auch die der normalen Bevölkerung, waren über Nacht nicht mehr anerkannt, für viele sogar wertlos. Systemnahe wussten nicht mehr wohin. Ihre Ideologie gab es nicht mehr. Für sie brach eine Welt zusammen. Entwurzelt schwebten sie wie Raumfahrer zwischen den Zeiten. „Mutter, Vater. Für Jan waren sie Raumfahrer. Schwebten in einer Zwischenwelt, ihrem Ausgangspunkt entrissen. Während sie schwebten, hatte sich die Welt schon ein Dutzend Mal weitergedreht. Sie sahen dabei zu, streckten die Hände aus. Versuchten, vor- oder zurückzukommen. Hoch, runter. Aber wo sie sich befanden, gab es keine dieser Richtungen im Raum. Und Jan stand auf der Erde und richtete sein Fernglas auf sie. ….Nachkriegszeiten, Nachwendezeiten. Und all die Raumfahrer darin gefangen, kein Vor und kein Zurück“. Genau in dieser Zeit ist die Romanhandlung angesiedelt. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mannes, Jan geboren 1989 in der DDR. Er arbeitet im Krankenhaus, das bald geschlossen werden soll. Gemeinsam mit seinem Vater wohnt er in Kamenz, in einem Einfamilienhaus, unweit der ehemaligen Plattenbauwohnung. Jans Eltern trennten sich. Seine Mutter wurde durch die gesellschaftlichen Veränderungen total aus der Bahn geworfen. Sie bezog eine eigene Wohnung. Sicher hatte auch ihr Alkoholismus einen Anteil an ihrem frühen Tod.

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Was vom Osten übrig blieb...

    Jan jobbt im Spital, und lernt dort einen älteren Patienten kennen, der ihm Sachen aus dem Nachlass seines frisch verstorbenen Vaters übergeben will. Es muss etwas mit der Vergangenheit von Jans Eltern zu tun haben. Und jene Vergangenheit hat in der DDR stattgefunden, denn auch in diesem Buch brilliert Lukas Rietzschel als Chronist der kleinen Leute, der aussterbenden ostdeutschen Provinzdörfer und den Wunden, die der Spitzelstaat hinterlassen hat. Wenn es ein Buch schafft, die eigene Sichtweise der Geschichte zu hinterfragen, spricht das für seine Klasse. Hatte man sich doch noch blühende Landschaften erhofft, nach der Wende, so kehrte Rachsucht und Misstrauen ein. Wie sieht diese Vergangenheit also aus: Da ist der Unfall, der Thorsten, der Sohn des verstorbenen Fahrlehrers, in dessen Nachlass Jan nun kramt, erlitten hat. Die nie geklärte Schuld! Wer hat den weissen Wartburg gefahren und Fahrerflucht begangen? Fast wäre der Fahrlehrer daran zerbrochen. Doch dann lernt er die attraktive Fahrschülerin kennen und hat ein Verhältnis mit ihr. Doch auch diese Frau ist dunklen Mächten ausgeliefert…Ganz subtil konstruiert der junge ostdeutsche Autor eine Lebensgeschichte nach der anderen und spinnt ein erzählerisches Netzwerk, das die klaustrophobische Atmosphäre jener Jahre spüren lässt. Ein beeindruckendes Buch von hoher erzählerischer Qualität.

  • Bewertung

    5/5

    26.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch ganz ohne Anklage, Bitterkeit und Nostalgie

    Lukas Rietzschel hat ein Buch über die Verhältnisse in der DDR geschrieben aus der Sicht der Nachgeborenen. Er bedient sich dabei keinerlei d4 ausgeleierten

  • Baeumchen

    aus Dresden

    5/5

    11.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch konnte mich…

    Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen und das obwohl ich ganz aus der Nähe komme und die Region kenne. Der Roman zeichnet sich durch einen recht trockenen, schnörkellosen Stil aus und hält einige Zeitsprünge parat. Normalerweise habe ich mit Zeitsprüngen in Romanen keine Probleme, allerdings sind diese deutlicher gekennzeichnet. In diesem Buch war das leider nicht der Fall. Außerdem konnte ich mich nicht in die Gefühle bzw. Emotionen der Figuren hineinversetzen. Obwohl ich mit dem Buch nicht warm wurde und mir beim Lesen jegliches Kopfkino verwehrt blieb, vergebe ich trotzdem 3 von 5 Sternen, denn Gegebenheiten, Charaktere und Orte wurden gut recherchiert.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    12.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Raumfahrer“ von Lucas…

    „Raumfahrer“ von Lucas Rietzschel ist ein Roman über die DDR als abgewickeltes Land. Nach „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist es Rietzschels zweiter Roman. Er spielt in einer sächsischen Kleinstadt in der Lausitz. Ein Großteil der Plattenbauten ist abgerissen und das Krankenhaus von Kamenz steht kurz vor der Schließung. Wo früher Schule und Sportplatz waren, ist jetzt ein Supermarkt. Überall Ödnis. Hier, am östlichsten Ende Deutschlands, wohnt der gut 30jährige Jan, der im Krankenhaus von Kamenz arbeitet. Seine Eltern sind wie „Raumfahrer“, sie waren nie im wieder-vereinigten Deutschland angekommen. Seine alkoholkranke Mutter hat die Familie verlassen und sein arbeitsloser Vater trauert seinem ehemaligen Job als Fischer nach. Man spricht nicht viel über die Vergangenheit. Doch als ein Patient Jan Unterlagen gibt, die scheinbar nachweisen, dass die Familie von Jan mit der Familie des berühmten Malers Georg Baselitz verbunden ist, wird die Vergangenheit doch wieder präsent. Jans Vater reagiert nur wütend darauf. Doch Jan macht sich auf die Spurensuche, in den Unterlagen, in Deutschbaselitz, dem Heimatort des Malers und mit vorsichtigen Fragen bei seinem Vater. Seine Mutter kann er nicht mehr fragen … der Alkohol. Die Welt wird immer bröckeliger, nicht nur die Umwelt, sondern auch Jans Familiengeschichte. Mit zahlreichen Rückblenden spannt der Roman einen großen Bogen durch die deutsche Nachkriegsgeschichte – aber im Kern ist er mit seiner Vergangenheitsbewältigung ein bemerkenswerter Wenderoman.

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