Kunst und Kommerz: Das Medium Ausstellungsplakat nimmt eine besondere Rolle zwischen diesen beiden Welten ein. Der farbenfrohe Band zeigt eine Sammlung von rund 90 Plakaten, die Ausstellungen von Braque, Chagall, Matisse, Miró, Picasso und anderen berühmten Künstlern in den 1950er- bis 1980er-Jahren bewarben.Erstmals steht mit dieser Publikation die Plakatsammlung KÖNA im Fokus. Vertreten sind in ihr die großen Namen der Pariser Schule ebenso wie Künstler der französischen Abstraktion, die wie Bazaine und Manessier weniger internationale Bekanntheit erlangten. Die meisten Werke entstanden als Lithografien in der Pariser Druckerei Mourlot. Diese eröffnete 1966 eine Dependance in New York. Und so bereichern auch klangvolle Namen wie Jackson Pollock, Robert Rauschenberg und Keith Haring den fulminanten Band.
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MaWiOr
aus Halle
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11.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Plakate sollen auffallen. In…
Plakate sollen auffallen. In kürzester Zeit sollen sie das Interesse der Menschen wecken. Sie dienen der Werbung, vermitteln Informationen und tun öffentlich Meinungen kund. Abgesehen von einigen Vorläufern gilt die Erfindung des Buchdrucks Mitte des 15. Jahrhunderts als Geburtsstunde des Plakats. Die moderne Plakatkunst im 20. Jahrhundert ist eng mit den technischen Innovationen im Bereich der Drucktechnik verbunden. Die Hirmer-Neuerscheinung macht mit dieser Entwicklung vertraut. Außerdem gibt sie einen Überblick über die Plakatsammlung KÖNA, die mit dieser Publikation erstmals im Fokus steht. In seinem umfangreichen Essay „Die Galerie der Straße“ beleuchtet Markus Müller detail-liert die Plakatkunst des 20. Jahrhunderts – von der Geschichte des Plakats als Kunstform in Frankreich der 1890er Jahre bis zur Plakatkunst von Keith Haring: „Von der Untergrundbahn ins Museum“. Dabei wird auf einige Künstler (Picasso, Braque, Chagall, Jasper Johns oder Robert Delaunay näher eingegangen. Danach beleuchtet Hervé Bordas-Mourlot die Plakate aus den Werkstätten der legendären Druckerei Fernand Mourlot, die im 20. Jahrhundert mit zahlreichen Künstlern zusammen arbeitete. Abschließend führen Markus Müller und Mathias Naumann ein Gespräch über die KÖNA-Sammlung, die wahrscheinlich niemals abgeschlossen sein wird. Neben den informativen Beiträgen punktet die Publikation aber vor allem mit der überaus üppigen Illustration von Plakatbeispielen (meist ganzseitig) – von Picassos „Friedenstaube“ über Joan Miro, Le Corbusier, Henry Moore bis zu Alex Katz.
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