Produktbild: Ein anderes Land, Band

Ein anderes Land, Band

Aus der Reihe Ein anderes Land
Gesprochen von
13

23,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christian Brückner

Spieldauer

17 Stunden und 54 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.05.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

233

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

Another Country

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

EAN

9783732473151

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Christian Brückner

Spieldauer

17 Stunden und 54 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.05.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

233

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

Another Country

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

EAN

9783732473151

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Sursulapitschi

    3/5

    21.05.2021

    Hörbuch-Download

    Gefährliche Liebschaften

    Dieses Buch ist beeindruckend und sehr eigen. Der Erzählstil ist umwerfend. Hier malt jemand Bilder mit Worten, wobei oft die Dinge gar nicht konkret benannt werden. Gedankenfetzen und Assoziationen fließen ineinander und kreieren Atmosphäre, machen Musik fühlbar und Gefühle plastisch ohne schwülstige Umschreibungen. Dieser Text hat eine zweite Ebene, eine Art lautmalerische Poesie, die gerade im Hörbuch ganz wundervoll hervortritt. Christian Brückner hat ein Gespür dafür, poetische Texte ohne Pathos vorzutragen. Man hat das Gefühl: Ja, genau so muss man das lesen. Die Story selbst fängt stark an, gerät aber schnell ins Stocken und tritt dann auf der Stelle. Wir sind in der Künstlerszene New Yorks, irgendwann in den 50er Jahren vermutlich, wo der schwarze Musiker Rufus arbeitslos durch Harlem streift und verzweifelt ist. Nach seinem Selbstmord ist man sehr betroffen. Er hatte viele Freunde und auch seine Schwester Ida versteht nicht, was ihn umtrieb. Das ist der Aufhänger und der rote Faden, der uns durch Bars, Kneipen und literarische Zirkel führt. Schauspieler, Musiker, Schriftsteller, deren Mäzene und Bewunderer bilden eine Blase, in der man sich kennt und auch liebt und offen ist für vielerlei Beziehungen. Wir durchleben intensiv mehrere Liebesgeschichten in unterschiedlichsten Konstellationen von Hautfarbe und Geschlecht, die alle an irgendeiner Stelle leidvoll sind und die zeigen, dass der schöne Schein trügerisch ist. Man bewundert sich auf Cocktailparties und hat ein Verhältnis mit der Frau seines besten Freundes. „Allmählich denke ich, wachsen heißt nur, immer mehr über Schmerz zu lernen. Das Gift wird zur Nahrung, man trinkt jeden Tag ein bisschen. Hat man das einmal gesehen, sieht man es dauernd, das ist das Problem.“ Die Botschaft dieses Buches ist schwer greifbar. Es passiert wenig, wird aber viel durchdacht, durchlitten, diskutiert und philosophiert. Anhand des Covers hatte ich mit einem Buch gerechnet, in dem es vorrangig um Rassismus geht. Das ist auch ein Thema, aber nicht allein. „Leiden hat keine Farbe, oder?“ Dieses Buch ist klug und poetisch und so tiefsinnig, dass man tief schürfen muss, um es hinlänglich zu verstehen. Immerhin kann man an jeder Stelle schürfen und findet etwas, die Frage ist nur, ob man das möchte. Ich bin sehr beeindruckt von dieser wunderbaren Sprache, nehme einige Bonmots mit, habe mich aber dennoch ein wenig durch das Buch geschleppt, das viel Tiefgang und deutliche Längen hat. Auf jeden Fall ist es ein Gewinn, dieses Buch als Hörbuch zu genießen. Christian Brückner trägt einen über so manche Länge hinweg und zeigt einem 17 Stunden, 55 Minuten, 56 Sekunden lang, was Poesie ist.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    19.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Facettenreich und eine großartige Geschichte

    Diese Geschichte in Worte zu fassen ist nicht so einfach. Zu verstrickt und komplex sind die Protagonist*innen und deren Beziehungen untereinander. Immer geht es jedoch um Liebe, Hautfarbe, Sexualität und Anerkennung. Der Roman wurde 1962 veröffentlicht. 14 Jahre hat Baldwin daran geschrieben. Es geht um den schwarzen Jazzmusiker Rufus, der sich aufgrund des Rassismus in Amerika, insbesondere in Harlem, wo der Roman angesiedelt ist, das Leben nimmt. Seine Schwester Ida und seine Freunde bleiben zurück und versuchen zu verstehen, warum Rufus eine Selbsttötung begangen hat. Baldwins Freund, Eugene Worth, hatte sich 1946 ebenfalls auf diese Art das Leben genommen und dürfte die Vorlage für die Romanfigur des Rufus sein. Das Faszinierende an diesem Buch ist die Lebensrealität, wie sie sich Ende der 1950er Jahre in Amerika gezeigt hat: Rassismus, Homophobie und Ungerechtigkeiten in allen erdenklichen Lebensrealitäten. Ein nahegehender Roman, der sehr lesenswert ist, aufgrund der vielen Themen, die in vielen Facetten seziert werden. Aus dem Englischen: Miriam Mandelkow

  • Bewertung

    5/5

    18.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman des afroamerikanischen...

    Ein Roman des afroamerikanischen Autoren, der Intersektionalität, das Zusammenwirken verschiedener Unterdrückungsmechanismen, in der us-amerikanischen Gesellschaft eindrücklich und poetisch beschreibt. Hinter aller Verzweiflung der Protagonisten steht aber immer auch Hoffnung.

  • Bewertung

    5/5

    30.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine emotionale Achterbahn

    Zu meiner Überraschung hat mich das Buch geknebelt und kaum mehr losgelassen: Bildgewaltig, emotional und doch mit aktuellem Bezug auf "gemischtrassige" Liebes-Hass-Beziehungen und dem mittlerweile sich versteckenden Rassismus. Die Leserschaft wird hier beim Herzen gepackt... Viele Situationen waren zwar nicht neu. aber fesselt und für BLM UnterstützerInnen sicher auch beängstigend. Dieses Buch wirft mit Emotionen, Zerstreuung, Sozialen Missständen und unaufhaltsamen Aggressionen um sich in einer literarisch leichten Art. Wow.

  • Xirxe

    aus Hannover

    5/5

    23.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Rassismus das Leben bestimmt

    Rufus, ein junger begabter Jazzmusiker aus Harlem, nimmt sich das Leben, weil er mit dem rassistischen Alltag nicht mehr klar kommt. Seine besten Freunde und seine Familie sind entsetzt, haben jedoch mit ihren eigenen Problemen schwer zu kämpfen. Rufus' bester Freund Vivaldo, ein erfolgloser Schriftsteller aus armen Verhältnissen, hat sich in dessen Schwester Ina verliebt, doch diese ist trotz ihrer Beziehung zu Vivaldo völlig von ihrem Hass auf Weiße erfüllt. Cass und Richard, ein gut situiertes Paar Ende Dreißig mit zwei Kindern, wirken wie das Ideal einer glücklichen Familie. Doch auch ihr Leben zeigt Risse, sie scheinen sich auseinanderzuleben. Und da ist Eric, ein früherer Geliebter Rufus', der mittlerweile zufrieden in Frankreich lebt und jetzt plant, gemeinsam mit seinem französischen Freund Yves nach New York zurückzukehren. Baldwin zeigt eindringlich, wie der alltägliche Rassismus es den davon betroffenen Menschen fast unmöglich macht, sich selbst zu lieben geschweige denn einen anderen Menschen. Ihm gelingen beeindruckende Beschreibungen von Zärtlichkeit, der Sehnsucht nach Nähe, aber auch von Wut und Zorn. Wir, die solchen Rassismus zum Glück nie erleben mussten, erfahren von dem Schmerz und den Wunden, die dadurch verursacht werden und nicht so ohne weiteres zu heilen sind. 1962 wurde dieses Buch erstmals veröffentlicht, doch es könnte kaum einen besseren Zeitpunkt für die jetzige Neuerscheinung geben. Heute, wo Rassismus in aller Munde ist, aber vermutlich Viele gar nicht richtig wissen, was er für die Einzelnen bedeutet und welche Auswirkungen er hat, hilft dieses Buch beim Verstehen. Aber auch die Probleme von queeren Menschen hat Baldwin in diesem Buch bereits aufgegriffen, zu einer Zeit, als dieser Begriff noch lange nicht verwendet wurde. Wer die gesellschaftlichen Probleme der USA (und auch die anderer Länder) besser verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen.

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