Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
sheena01
5/5
29.12.2021
eBook (ePUB 3)
Aus dem Leben einer Trauerrednerin
Inhalt:
In diesem Buch erzählt Louise Brown von ihrer Tätigkeit als langjährige Trauerrednerin, sie erzählt von zahlreichen Einzelfällen, aber auch aus ihrem persönlichen Umfeld vom Tod ihrer eigenen Eltern, und gibt Tipps, wie man den Tod eines nahestehenden Menschen möglicherweise besser verarbeiten kann. Sie unterteilt das Buch in drei Abschnitte: 1) Der Konfrontation mit dem Tod eines Nahestehenden, 2) Das Leben mit der Trauer (die besonders beim Räumen der Habseligkeiten des Verstorbenen besonders zu spüren ist) und 3. Dem Annehmen der Endlichkeit (besonders auch der eigenen).
Schreibstil:
Luise Brown beschreibt sehr einfühlsam, womit Menschen konfrontiert werden, wenn plötzlich ein Angehöriger verstirbt. Sie gibt wertvolle Tipps zur Gestaltung von Abschiedsfeiern, aber auch wie man das Leben nach so einem einschneidenden Erlebnis wieder langsam in den Griff bekommen kann. Dabei wirkt sie in keiner Phase des Buchs besserwisserisch oder oberlehrerhaft, sondern mitfühlend und wertschätzend.
Cover:
Ein sehr schönes Cover, das gut das flüchtige Leben versinnbildlicht, und trotzdem sehr positiv erscheint – genau wie es das Buch letztlich sehr positiv geschrieben ist!
Autorin:
Louise Brown stammt gebürtig aus London, sie zog jedoch als Jugendliche mit ihrer Familie ins deutsche Ostholstein. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften in Kiel, Berlin und Nordengland war sie lange Zeit als Journalistin tätig. Seit geraumer Zeit fungiert sie als Trauerrednerin bei Beerdigungen. Heute lebt sie mit ihrem Partner und ihren Kindern in Hamburg.
Meinung:
Das Thema Tod, insbesondere der Tod eines Angehörigen gehört in unserer Gesellschaft zu einem großen Tabu. Im Grunde wird sich jedoch jeder von uns irgendwann einmal in seinem Leben mit dieser Thematik auseinandersetzen müssen, wenn ein ihm nahestehender Mensch stirbt. Daher ist es letztlich nicht verwunderlich, dass ein jeder von der Endlichkeit des Seins erstmal eiskalt erwischt wird, weil man, auch wenn es einem Angehörigen vor seinem Ableben nicht mehr gut gegangen ist, trotz allem bis zum Schluss eine gewisse Hoffnung für ihn hatte. Louise Brown weiß, dass jeder diesen Schmerz selbst verarbeiten muss, sie zeigt aber auch dass Trauer viel mehr ist als dieser Schmerz: sie beinhaltet aber auch positive Gefühle wie Freude an gemeinsam verlebten schönen Stunden, und die Erinnerung daran, aber auch das Schmunzeln über gewisse Eigenheiten des Verstorbenen. Gerade wenn man einen Trauerredner engagiert, der den Verstorbenen nicht kannte, ist es wichtig, ihm solche Details zu erzählen, damit er sich ein möglichst gutes Bild vom Verblichenen machen kann und dies auch in einer authentischen Rede zum Ausdruck zu bringen vermag.
Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist der Tipp, seine eigene Trauerrede vorzubereiten und sich Gedanken über die eigene Trauerfeier zu machen: Ich kann mir gut vorstellen, dass vielen Menschen dadurch erst bewusst wird, wie sehr sich ihr Selbstbild (bzw. ihr Wunschbild, von dem sie gerne hätten, dass es andere von ihnen haben) stark von jenem unterscheidet, was andere Menschen über sie sagen würden.
Fazit:
Dieses Buch ist ein kleiner Juwel, der sich sehr einfühlsam mit dem Tabuthema Tod befasst!
Bewertung
aus Neu Wulmstorf
5/5
13.11.2021
eBook (ePUB 3)
Trost bringendes Buch
Die Journalistin und Podcasterin Louise Brown erzählt von ihrer Arbeit als Trauerrednerin. Sie selbst durchlebt nach dem Tod ihrer Eltern einen langen Prozess der Verlustverarbeitung. Ihrer Erfahrung nach hilft es, sich mit dem Tod zu beschäftigen und über ihn zu sprechen, anstatt ihn zu verdrängen. Die Einblicke in Browns Arbeit und Erzählungen über Verstorbene und Angehörige fand ich sehr aufschlussreich und interessant. Jede einzelne Geschichte zeigt, wie einzigartig und wertvoll jedes Leben ist und wie es beim Abschied noch einmal gewürdigt wird. Der gefühlvolle Erzählstil kann einem nahe gehen, denn die Autorin bringt das Thema Sterben und Tod – womit sich kaum jemand gerne von alleine beschäftigt, voller Wärme rüber. Sie baut damit Berührungsängste ab, man fühlt sich nicht mehr so allein, wenn es um die eigene Endlichkeit geht. Mir persönlich hat es geholfen, bewusster im Hier und Jetzt zu leben, wenn man bedenkt wie schnell alles vorbei sein. Ich möchte mich mehr auf die Dinge konzentrieren, die mir Leben wichtig sind und mehr Zeit mit lieben Menschen verbringen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Leser*innen durch das Gelesene eine andere Einstellung zum Leben (und auch zum Sterben) bekommen werden.
Mit „Was bleibt wenn wir sterben“ ist Louise Brown ein wundervolles und sehr wichtiges Buch gelungen. Ich sehe es von großem Wert, dass sie uns an ihren Erfahrungen und Gedanken teilhaben lässt.
Bewertung
aus St.Margarethen a.d.Sierning
5/5
26.10.2021
eBook (ePUB 3)
Beschäftigung
Louise Brown verarbeitet in diesem Buch ihren Werdegang zur Trauerrednerin. Sie zeigt gesellschaftliche Normen und Veränderungen auf. Der Tod ist ein Teil unseres Lebens und sollte als solcher akzeptiert werden. Sie bringt allgemeingültige Gedanken mit Anekdoten und Erlebnissen in Verbindung, die einem auch selbst sehr nahe gehen. Der Sprachstil ist offen und freundschaftlich und lässt einem sofort, eine positive Verbindung aufbauen. Es ist dies ein Buch zum Nachdenken, sich finden, sich fallenlassen aber auch zum mutig sein.
bolie
aus Langscheid
5/5
22.10.2021
eBook (ePUB 3)
Die Autorin Louise Brown litt…
Die Autorin Louise Brown litt nach dem Tod ihrer Eltern sehr. Sie hinterfragte ihr bisheriges Leben und kam zu dem Schluss, dass etwas fehlte. Wollte sie in dem Hamsterrad bleiben? Fühlte sie sich in ihrem Berufsleben rundherum zufrieden. Rasch erkannte sie, dass beide Fragen mit nein beantwortet werden mussten. Nach einigen unruhigen Tagen und vielen Überlegungen entschloss sie sich, dass sie beruflich einen Neuanfang gehen will. Was bleibt, wenn wir sterben beginnt mit dem Werdegang der Autorin zum außergewöhnlichen Beruf der Trauerrednerin. Wie sie zur Berufswahl kam und wie sich ihre Einstellung zum Leben dadurch änderte. Sie schreibt, welche Gedanken sie bei der Formulierung einer Trauerrede bewegen. Sie sollte nicht nur aus dem Lebenslauf des Verstorbenen bestehen. Viel mehr sind es die kleinen Dinge, welche einen Menschen tatsächlich ausmachen. Denn, Trauer besteht nicht zwangsläufig nur aus Traurigkeit. Dieser lapidare Spruch: „Herzliche Teilnahme“ klingt doch viel besser, wenn gesagt wird: „I am sorry for your less“. Also: „Ich bedaure deinen Verlust.“ Und noch ein Gedanke, der mir ausgesprochen gut gefiel: Als gesunder Mensch sollte sich niemand über ein einzelnes graues Haar aufregen. Ist es nicht viel aufbauender, froh zu sein, dass man das Ergrauen der Haare überhaupt erlebt? Bei Büchern über Tod und Trauerbewältigung bin ich stets sehr skeptisch. Aber dieses Werk hat mich vollkommen überzeugt. Es werden keine klugen Reden niedergeschrieben und Floskeln wiederholt. Luise Brown spricht aus ihren Erfahrungen und das so, dass ich diese auch wirklich nachvollziehen konnte. Zudem zitierte sie etliche Sätze aus ihren Reden, die mir ebenfalls sehr gut gefielen. Zum Schluss gibt es noch einen Zitatnachweis und ein Interview mit Frau Brown. Ja, es ist ein lesenswertes und gar nicht trauriges Buch. Volle Empfehlung dafür.
brauneye29
aus Wachtendonk
5/5
11.10.2021
eBook (ePUB 3)
Sehr interessant
Zum Inhalt:
Die Journalistin Louise Brown weiß worüber sie schreibt. Nach dem Tod ihrer Eltern beschloss sie als Trauerrednerin dem Tod etwas neues, anders abzugewinnen. Und das änderte nicht nur ihre Einstellung zum Tod sondern auch zum Leben. Ein Buch, dass eine neue Sichtweise auf Tod und Trauer bringt.
Meine Meinung:
So richtig war ich mir nicht bewusst auf was für eine Art Buch ich mich hier eingelassen hatte, aber gut das ich es getan habe. Ich fand das Buch total interessant, weil es auf der einen Seite recht abgeklärt, auf der anderen Seite sehr emotional mit Tod und Trauer umgeht. Sehr interessant fand ich auch die vielen Erfahrungsberichte und die daraus erfahrenen unterschiedlichen Herangehensweise der Menschen mit Tod und Trauer. Aber auch wie ein Todeserlebnis eines geliebten Menschen das Hier und jetzt verändert und das nicht immer nur zum negativen.
Fazit:
Sehr interessant
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