Produktbild: Heimlich

Heimlich Roman

1

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2022

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

3634 KB

Übersetzt von

Wolfgang Determann

Sprache

Deutsch

EAN

9783843725910

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

27.01.2022

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

3634 KB

Übersetzt von

Wolfgang Determann

Sprache

Deutsch

EAN

9783843725910

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Früher Ellroy

Nicole Korzonnek aus Hamburg am 14.02.2022

Bewertungsnummer: 1657036

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich persönlich finde es fantastisch, dass Ullstein das Frühwerk von Krimi-Großmeister James Ellroy jetzt wieder neu aufgelegt hat. Denn gerade der (verdiente) Erfolg seines L.A.-Quartetts lenkt ja gerne mal von seinen anderen Werken ab, beziehungsweise stellt sie in den Schatten. Wobei Ellroys Frühwerk meiner Meinung nach einen besonderen Stellenwert hat. Denn der Autor ist hier quasi noch in der stilistischen Findungsphase. Seine dichte, grenzenüberschreitende, oft schon vor Spannung splitternde Sprache findet man hier noch nicht. Auch nicht in seinem zweiten Roman “Heimlich”, der zunächst einmal ganz klassisch einer Hardboiled-Story folgt. Nämlich in der Ich-Perspektive von Streifenpolizist Fred Underhill, der gemeinsam mit seinem Partner in den 1950er-Jahren dem “Wunder” frönt. Also dem täglichen Polizeiwahnsinn in den Gassen von Los Angeles - wenn er denn nicht gerade Golf spielt oder Frauen abschleppt. Macho-Gehabe gehört hier also zum guten Ton. Ebenso wie Verbal-Rassismus und eine gehörige Portion Frauenverachtung. Für mich persönlich was das ein Schippchen zu viel - und genau der Grund, warum ich von Hardboiled-Krimis inzwischen eigentlich die Finger lasse. Die Geschichte rund um Fred Underhill plätschert ruppig-markant vor sich hin. Gut, aber eben noch nicht Ellroy in Hochform. Doch dann passiert etwas Erstaunliches. Nämlich Dudley Smith. Genau der Dudley Smith, der im L.A.-Quartett später das Sinnbild des verkommenen und korrupten Bullen bei Ellroy sein wird. Eine grandiose Figur! Und siehe da: plötzlich gewinnt “Heimlich” eine enorme Intensität, bekommt Abgründe, Grautöne und eine Menge Seelenschatten. Hier zeigt Ellroy also bereits, wofür er später so bewundert werden wird. Atemberaubend gut. Nur leider nicht von Dauer. Denn Dudley trägt nun mal nicht den Plot, sondern ist eine reine Nebenfigur, die die Geschichte auch irgendwann wieder verlässt. Die Folge: der schlichte Hardboiled übernimmt wieder. Und trotzdem. Ellroy legt hier alles an, was ihn später in den Krimi-Olymp katapultiert. Wenn man sich für die Entwicklung eines Autors interessiert, ist “Heimlich” - trotz aller Schwächen - ein Freudenfest.

Früher Ellroy

Nicole Korzonnek aus Hamburg am 14.02.2022
Bewertungsnummer: 1657036
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich persönlich finde es fantastisch, dass Ullstein das Frühwerk von Krimi-Großmeister James Ellroy jetzt wieder neu aufgelegt hat. Denn gerade der (verdiente) Erfolg seines L.A.-Quartetts lenkt ja gerne mal von seinen anderen Werken ab, beziehungsweise stellt sie in den Schatten. Wobei Ellroys Frühwerk meiner Meinung nach einen besonderen Stellenwert hat. Denn der Autor ist hier quasi noch in der stilistischen Findungsphase. Seine dichte, grenzenüberschreitende, oft schon vor Spannung splitternde Sprache findet man hier noch nicht. Auch nicht in seinem zweiten Roman “Heimlich”, der zunächst einmal ganz klassisch einer Hardboiled-Story folgt. Nämlich in der Ich-Perspektive von Streifenpolizist Fred Underhill, der gemeinsam mit seinem Partner in den 1950er-Jahren dem “Wunder” frönt. Also dem täglichen Polizeiwahnsinn in den Gassen von Los Angeles - wenn er denn nicht gerade Golf spielt oder Frauen abschleppt. Macho-Gehabe gehört hier also zum guten Ton. Ebenso wie Verbal-Rassismus und eine gehörige Portion Frauenverachtung. Für mich persönlich was das ein Schippchen zu viel - und genau der Grund, warum ich von Hardboiled-Krimis inzwischen eigentlich die Finger lasse. Die Geschichte rund um Fred Underhill plätschert ruppig-markant vor sich hin. Gut, aber eben noch nicht Ellroy in Hochform. Doch dann passiert etwas Erstaunliches. Nämlich Dudley Smith. Genau der Dudley Smith, der im L.A.-Quartett später das Sinnbild des verkommenen und korrupten Bullen bei Ellroy sein wird. Eine grandiose Figur! Und siehe da: plötzlich gewinnt “Heimlich” eine enorme Intensität, bekommt Abgründe, Grautöne und eine Menge Seelenschatten. Hier zeigt Ellroy also bereits, wofür er später so bewundert werden wird. Atemberaubend gut. Nur leider nicht von Dauer. Denn Dudley trägt nun mal nicht den Plot, sondern ist eine reine Nebenfigur, die die Geschichte auch irgendwann wieder verlässt. Die Folge: der schlichte Hardboiled übernimmt wieder. Und trotzdem. Ellroy legt hier alles an, was ihn später in den Krimi-Olymp katapultiert. Wenn man sich für die Entwicklung eines Autors interessiert, ist “Heimlich” - trotz aller Schwächen - ein Freudenfest.

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