Ein mysteriöser Anruf drängt den Studenten Henri Holmes zu einem nächtlichen Treffen. Doch vor Ort findet er nur noch die Leiche seines Gesprächspartners im Tegernsee. Für den ermittelnden Hauptkommissar Mathias Schweinberg wird er schnell
zum Verdächtigen, da das Opfer laut Gerichtsmedizin schon vor dem Anruf tot war.
Schon bald entdeckt Henri eine Verbindung zwischen dem Mord und seiner Facharbeit über das Kriegsende im Tegernseer Tal. Eine gefährliche Jagd nach dem Mörder beginnt und mit jeder weiteren Leiche hängt seine Zukunft mehr von der Beantwortung einer Frage ab: Was ist 1945 wirklich passiert?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
crazygirl
5/5
03.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Der Studenten Henri Holmes…
Der Studenten Henri Holmes erhält einen Anruf von dem Rechtsanwalt Schwarz. Er hätte Neuigkeiten im Fall Beck. Henri hatte zusammen mit 4 Mitschülern eine Facharbeit zum Kriegende im Tegernseer Tal geschrieben. Schwarz hatte ihnen mit Genehmigungen zur Akteneinsicht geholfen. Henri findet ihn Tod im Tegernsee. Da der Rechtsanwalt zum Zeitpunkt des Anrufs schon länger Tod war, gerät Henri in den Focus der Polizei. Dann geschehen weitere Morde nach dem gleichen Muster. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich musste immer weiter lesen. Die Ereignisse am Tegernsee während des Krieges und danach sind schon erschreckend und haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Diese Geschehnisse in eine spannende Handlung mit beeindruckenden Protagonisten zu verpacken ist hier hervorragende gelungen.
Peter Klein
aus Bodenheim
5/5
17.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Sehr sehr spannend
Henri Holmes studiert Psychologie und steht ganz unter dem Regiment seines Vaters. Gerne würde er sich von dieser Abhängigkeit frei machen, aber die Dominanz seines Vaters ist erdrückend. Doch dann wird er in einen Mordfall verwickelt und sogar von der Polizei als potenzieller Täter angesehen. Henri sieht sich genötigt mit Hilfe und Unterstützung seiner Freunde eigene Ermittlungen anzustellen. Dabei geraten alle in erhebliche Gefahr und werden immer weiter in den Fall hineingezogen.
Markus Herder hat einen verzwickten Fall konstruiert, der die Leserinnen und Leser in seinen Bann zieht. Es gibt kein entrinnen. Dabei ist Herder gnadenlos und gibt nur scheibchenweise Informationen preis. Man kann gar nicht anders als immer weiter zu lesen, nur um festzustellen, dass es immer wieder verzwickter und rätselhafter wird. Das Buch ist ein absoluter Pageturner. Das liegt natürlich daran, das die Geschichte extrem gut konstruiert ist und an reellen Schauplätzen stattfindet, so dass man sich räumlich einfach zurechtfinden kann.
„Architekt des Todes“ hat mich wirklich fasziniert und in seinen Bann gezogen. Sicher nicht mein letztes Buch von Markus Herder.
Bewertung
aus Oranienburg
5/5
26.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Duell der Cleveren – brillant entwickelt
Alles beginnt mit einer telefonischen Verabredung. Der Student, Henri Holmes, wird vom Rechtsanwalt um ein Treffen am Strandbad des Tegernsees gebeten, da er neue Informationen zu seiner Facharbeit habe. Als Henri dort eintrifft, findet er den Rechtsanwalt tot an ein Kreuz im Wasser angebunden. Die verständigte Polizei sieht in Henri den Hauptverdächtigen, denn den von ihm benannten Anruf konnte dieser Mann nicht getätigt haben – zu dem Zeitpunkt war er bereits tot…
Der Autor hat mich mit diesem Thriller gefesselt. Es geht einfach nicht, das Buch beiseite zu legen.
Dafür ist die von ihm entwickelte Geschichte, die ihren Ursprung in den letzten Kriegstagen 1945 hat, einfach zu spannend. Im Mittelpunkt steht Henri Holmes, dem Freundschaft noch etwas bedeutet und der es versteht auch in brenzlichen Situationen >und davon stehen ihm noch einige bevor< einen kühlen Kopf zu bewahren. Ganz anders agiert dagegen der depressive K1-Mitarbeiter und Leiter der Soko, Mathias Schweinberg. Angangs hat mich sein depressives Verhalten und sein Plan, wenn es Ärger mit den Kollegen und dem Chef gab, alles hinzuschmeißen, einfach nur genervt. Doch schlussendlich konnte er mich überzeugen. Vielleicht brauchte er diese Grenzwerterfahrung, um wieder ins Leben zurückzufinden. Die Handlung ist in meinen Augen super spannend entwickelt. Der Leser bleibt bis zum brenzlichen Schluss im Unklaren, um wen es sich bei dem Täter handelt. Für mich war die Auslösung absolut überraschend. 5 Lese-Sterne sind hier absolut verdient.
J. Kaiser
4/5
25.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Guter Krimi
Fazit: Henri Holmes ist Student, seinen Spitznamen, Sherlock, hasst er. Bei einem Anruf, von einem Anwalt zu einem Treffen, findet er dessen Leiche. Sicher ist, laut Polizei, dass er schon vor dem Anruf tot war. Er stellt fest, dass der Mord einen Zusammenhang mit seiner Facharbeit zu tun haben muss. Es geht um ehemalige Verbrechen aus der Nazizeit. Die beteiligten Charaktere verstricken sich immer mehr im Geschehen. Immer wenn sie denken etwas gefunden zu haben, tauchen ein neuer Toter auf und es entstehen neue Fragen. Beim Lesen kann man so schön mitraten, wer es gewesen sein könnte. Die Protagonisten ist jeder für sich eine Persönlichkeit mit dem zugehörenden familiären Hintergrund. Diese Perspektive habe ich sehr gelungen gefunden. Das Lesen ist spannend und man erhält einige durchdachte Einblicke beim mit Ermitteln. Dieses Buch kann ich sehr empfehlen.
Annika
aus Hamburg
4/5
07.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Gut konzipierter, gut recherchierter Krimi
Eigentlich bin ich kein Krimi-Leser. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hat mir „Architekt des Todes“ von Markus Herder wirklich gut gefallen. Der Autor hat hier eine gut durchdachte Geschichte mit einem konstanten Spannungsbogen und interessanten, individuellen Charakteren entwickelt.
Henri Holmes ist Student, Sohn eines einflussreichen Psychotherapeuten und hasst nichts mehr, als den Spitznamen „Sherlock“ zu bekommen. Als er einen mysteriösen Anruf von einem Anwalt bekommt, der sich unbedingt mit ihm treffen will, findet er kurz darauf nur dessen Leiche. Das Seltsame an der Sache: die Polizei stellt fest, dass der ermordete Anwalt schon lange vor dem Anruf tot war, und Henri gerät ins Visier der Ermittler. Schnell stellt er fest, dass der Mord in Zusammenhang mit seiner ehemaligen Facharbeit zum Kriegsende im Tegernseer Tal steht. Mit Hilfe seines Verstandes, der Sherlock Holmes tatsächlich alle Ehre macht, und seinen Freunden macht Henri sich auf eigene Faust daran, den Mord aufzuklären.
In „Architekt des Todes“ treffen viele Themen aufeinander, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Es geht um Verbrechen aus der Nazizeit, chaotische Familienverhältnisse, aus einem Altersheim verschwundene Rentner – und mittendrin sind Henri und seine Kommilitonen sowie der unbeliebte Polizist Mathias Schweinberg, der lieber heute als morgen seinen Job kündigen will, aber dann mit dem Mordfall um den Anwalt beauftragt wird. Die Charaktere verstricken sich immer tiefer ins Geschehen und immer, wenn sie denken, einen Hinweis gefunden zu haben, tauchen ein neuer Toter und damit neue Fragen auf. Das Buch spielt im Tegernseer Tal in Bayern, und auch wenn ich noch nie dort war, konnte ich mir alles bildlich vorstellen.
Der Autor schafft es, dem Leser nicht mehr zu verraten als den Charakteren und ich war beim Lesen nebenbei immer ein bisschen am Miträtseln. Erfahrene Krimileser wären vielleicht schon früher auf den (oder die?) Täter gekommen, ich war aber wirklich wunderbar verwirrt und wollte deshalb immer wissen, was als nächstes passiert. Der Schreibstil ist dabei flüssig, die Charaktere haben ihre eigenen Persönlichkeiten komplett mit familiären Hintergründen, Stärken und Schwächen. Als jüngere Leserin konnte ich mich gut mit Henri identifizieren und fand es erfrischend, einen Hauptcharakter in meinem Alter zu haben. Aber auch genügend erwachsene Charaktere kommen vor, so dass das Buch Leser/innen aller Altersgruppen anspricht.
Die Auflösung am Ende habe ich – zumindest einen Teil davon – gar nicht kommen sehen. Ein anderer Teil der Auflösung der Morde war vorhersehbarer, aber das war vielleicht auch Absicht, um den „großen Knall“ umso schockierender zu machen. Manche Szenen dabei sind nichts für schwache Nerven, und ich an Henris Stelle hätte mich wahrscheinlich erst mal übergeben… Es gibt einen spannenden Showdown und man lernt bestimmte Charaktere noch mal von einer komplett anderen Seite kennen. Die Geschichte ist abgeschlossen, im Epilog wird allerdings bereits darauf verwiesen, dass dies nicht das letzte Abenteuer der Charaktere gewesen ist.
Insgesamt fand ich „Architekt des Todes“ spannend und gut durchdacht und würde das Buch Fans des Genres und neuen Krimi-Interessierten weiterempfehlen!
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