Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2021

Herausgeber

Klara Neuhaus-Richter

Verlag

Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,6 cm

Gewicht

579 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-5077-9

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2021

Herausgeber

Klara Neuhaus-Richter

Verlag

Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,6 cm

Gewicht

579 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-5077-9

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  • Bewertung

    5/5

    30.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Hervorrandes Buch

    Ich mag den Schreibstil von Heinrich Mann. Die klare und präzise Beschreibung von Menschen und ihre Taten, Einfach toll!

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    15.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei Monate vor Ausbruch des…

    Zwei Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte Heinrich Mann seinen Roman „Der Untertan“ beendet. Die satirische Entlarvung des Untertans und Emporkömmlings Diederich Heßling, der schwächliche Spross eines kleinen Papierfabrikanten, bildet den Mittelpunkt des Romans. Vom Vater gedemütigt, findet Heßling seinen Platz im bierseligen Kollektiv einer Burschenschaft und wird schließlich zum skrupellosen Fabrik-Erben, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Minderwertigkeitskomplexe und Größenwahn gehen bei Heßling Hand in Hand. Seine Sucht zur lustvollen Unterwerfung gipfelt in absoluter Hörigkeit dem Kaiser gegenüber, der sich in imperialistischem Größenwahn zum Weltenherrscher berufen sieht. Heßling ist das Paradebeispiel eines feigen Opportunisten, eine »Vorgestalt des Nazi«, wie Heinrich Mann später einmal sagte. „Der Untertan“ gilt als das berühmteste Portrait des wilhelminischen Kaiserreiches, das aber erst nach Aufhebung der Zensur im Dezember 1918 als reguläre Buchausgabe erscheinen konnte. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz das Leben eines opportunistischen Aufsteigers und analysiert daran beispielhaft und visionär die nationalistische Politik der Vorkriegszeit. „Der Untertan“ ist zwar im wilhelminischen Zeitalter verortet, aber der Weg und die Charakterisierung Diederich Heßlings hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt: Obrigkeitshörigkeit, fehlende Zivilcourage, Angst vor dem Überhandnehmen von Notleidenden, Effizienzdenken oder wirtschaftlicher Opportunismus sind Phänomene der Gegenwart. Ergänzt wird die Penguin-Taschenbuchausgabe durch die legendäre Buchkritik von Kurt Tucholsky, die am 20. März 1919 in der „Weltbühne“ erschien.

  • Bewertung

    aus St. Gallen

    5/5

    19.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend

    Über dieses Buch gibt es nichts mehr anzufügen, was nicht bereits vielfach reflektiert wurde.

  • Bewertung

    5/5

    26.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Genial, aber auch anstrengend...

    ...da es kaum auszuhalten ist, wie sich der nationalistische, kaisertreue, intrigante Protagonist verhält. Dennoch genial und empfehlenswert, da man Einblicke in den Wilheminismus erhält, einen Teil wichtiger deutscher Geschichte verstehen lernt. Genial ist auch die Beschreibung der Charaktere, die allesamt unsympathisch sind, mit viel Zynismus beschrieben werden.

  • Mandurah

    aus Wunstorf

    5/5

    26.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Unangenehme Wahrheiten über das deutsche Mitläufertum

    Angezogen von der Macht wie die Motte vom Licht entwickelt sich der Protagonist Diederich Heßling vom „weichen Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt“ zu einem autoritären Charakter, der schließlich als Papierfabrikant der reichste und mächtigste Mann des Ortes wird. Gab es in seiner Kindheit, Jugend und Studentenzeit noch Momente in denen Heßling die Möglichkeit gehabt hätte, seinen eigenen Weg zu suchen und zu finden, folgt er alsbald nur noch der Macht, die über ihm Stehende – allen voran der von ihm vergötterte Kaiser Wilhelm II. – symbolisieren. Auch viele seiner Mitmenschen, seien es einfache Arbeiter, brave Bürger oder Adlige verfallen mehrheitlich dem „Untertanenprinzip“ – nach oben buckeln, nach unten treten. Auf der Strecke bleiben dabei gedeckt vom Mantel des deutschen Spießbürgertums sämtliche Skrupel gegenüber den Mitmenschen und sich selbst. Liebe, Mitleid und Demokratie werden zusehends für den Protagonisten und viele andere zum Fremdwort. Auch heute noch - leider – ein allzu aktuelles Problem…

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