Produktbild: Wildtriebe

Wildtriebe Roman | Drei Frauen, ein alter Hof, drei Lebenswege: die literarische Entdeckung

6

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

59464

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

910 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783423439336

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

59464

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

910 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783423439336

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  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    05.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Beziehungen einer Familie auf dem Bauernhof

    Wildtriebe ist der erste Roman von Ute Mank. Sie beschreibt darin das Leben der Bäuerin Lisbeth, ihrer Schwiegertochter Marlies und ihrer Enkelin Joanna. Beginnend Anfang der 1970er Jahre werden die Protagonisten über mehr als 20 Jahre begleitet. Lisbeth hat den Bauernhof geerbt, weil ihre älteren Brüder im zweiten Weltkrieg verstorben sind, ihr Mann Karl verzichtet auf das Hoferbe seiner Eltern und übergibt es an seinen jüngeren Bruder. Lisbeth ist eine starke, energische Frau die weiß was sie will. Lisbeth und Karl bekommen einen Sohn: Konrad. Dieser heiratet Marlies mit Anfang 20. Marlies ist gelernte Verkäuferin und das Leben auf dem Bauernhof ist ihr gänzlich fremd. Es kommt zu Spannungen zwischen Lisbeth und Marlies. Lisbeth möchte keine Veränderungen und Marlies will sich nicht unterordnen. Die beiden werden einfach nicht warm miteinander. Nach einigen Jahren der Ehe wird Marlies durch ein Versehen schwanger. Lisbeth ist glücklich, endlich ein Hoferbe, dass ist ihr wichtig. Auch kann sie nun mit den anderen Nachbarhöfen mithalten, denn über das Leben der anderen wird viel getuschelt und getratscht. Joanna wird geboren. Marlies zweifelt an ihrer Mutterrolle. Lisbeth hingegen blüht auf. Ihr Verhältnis zu Joanna ist innig und herzlich- Das bleibt auch Marlies nicht verborgen und die Konflikte häufen sich. Aber anstatt miteinander zu reden, fühlt sich jede von der anderen missverstanden. Ein inniges Miteinander gibt es in dieser Familie nicht, reden wird überbewertet. Auch Joanna bleibt diese Disharmonie nicht verborgen. Nach dem Abitur geht sie ein Jahr ins Ausland. Die ganze Familie wartet auf ihre Rückkehr. Joanna kommt verändert aus Afrika nach Hause. Wie zu erwarten, müssen alle wieder zueinander finden. Marlies geht es immer schlechter. Sie versteht Joanna immer weniger und kann deren Lebensentwürfe nicht akzeptieren. Lisbeth hingegen wird – nach Karls Tod- altersmilde. Ihr Verhältnis zu Joanna ist nach wie vor intakt. Es kommt zu massiven Veränderungen innerhalb der Familie. Der Schreibstil von Ute Mank ist einfach, verständlich und flüssig. Die kurzen Sätze wirken authentisch, schließlich geht es hier um ein Leben auf dem Bauernhof. Die Autorin greift politische und gesellschaftliche Aspekte auf. Zum Beispiel Mütter wollen trotz Familie berufstätig sein, Empfängnisverhütung. Aber auch die Milchquote und die daraus resultierenden Folgen für die Landwirtschaft werden angesprochen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist in wechselnden Perspektiven geschrieben, was ich als sehr angenehm empfand. Ich konnte mich gut in die Hauptakteure hineinversetzen und ich hatte abwechselnde Sympathien. Das Buch empfehle ich gerne weiter, wenn man sich für die Lebenssituation in den 1960er bis 1980er Jahre interessiert und keine heile Welt erwartet. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    01.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Generationen unter einem Dach

    Drei Generationen auf einem Bauernhof: Lisbeth ist die Erbin des hochangesehenen Bethches-Hofs in einem kleinen Fachwerk-Dorf in Hessen. Sie ist Patriarchin durch und durch, diszipliniert, organisiert und von früh bis spät arbeitend, immer darauf bedacht, was die Anderen, die Nachbarn, über sie sagen könnten. Wenn sie durchs Dorf geht, trägt sie ihre Nase hoch. Als Lisbeths Sohn heiratet und die moderne Marlies zu ihnen auf den Hof zieht, erhofft sie sich Unterstützung von der Schwiegertochter. Marlies jedoch möchte weder eine Kinderschar gebären, noch ihre Arbeit im Modehaus aufgeben. Es brodelt und der Konflikt nimmt seinen Lauf. Das keiner über Probleme und Gefühle in der Großfamilie spricht, macht es nicht einfacher. Als das langersehnte Enkelkind Joanna endlich geboren wird, nehmen die Unstimmigkeiten mit den unterschiedlichen Vorstellungen von Kindererziehung noch zu. Ute Mank lässt uns in ihrem Debütroman an dem Alltagsleben mit Traditionen in einer Bauernfamilie teilhaben. Sie beschreibt wunderbar wie sich der Hof mit jeder Generation verändert. Dadurch, dass Lisbeth und Marlies im Wechsel erzählen, hadert oder leidet man mit ihnen. Es ist einerseits ein Roman über einen Generationskonflikt und die fortschreitende Industrialisierung, als auch die Rollenveränderung der Frau, in ihrem Kampf um Selbstbestimmung, Anerkennung und Freiheit. Das Buch Wildtriebe von Ute Mank regt zum Nachdenken an. Eine Leseempfehlung von mir! 4½ Sterne

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    26.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Drei Generationen von Frauen

    Die Schriftstellerin Ute Mank beschreibt in ihrem Roman „Wildtriebe“ das Verhältnis einer eingeheirateten Frau und ihrer Schwiegermutter und deren Tochter. Lisbeth und ihr Mann Karl sind Großbauern. Sie arbeitet für den Hof. Ihre Gedanken gehen in die Zeit, als sie geheiratet hat und das Dorf immer auf ihren Bauch gesehen haben, ob nicht bald ein Kind kommt. Als Marlies als Schwiegertochter auf den Hof kommt, wird es schwierig, denn Marlies hat als Verkäuferin gearbeitet. Sie fühlt sich nicht angenommen, denn es wird weiter alles so gemacht, wie Lisbeth es gewohnt ist. Als Joanna geboren wird will Lisbeth auch immer gute Ratschläge geben. Das erinnerte mich an meine Freundin, deren Mutter musste auch machen was die Oma wollte. Das ist nicht besonders schön. Dann wird Joannas Zeit wieder ganz anders, sie war der Liebling der Oma, so das Marlies wieder außen vor war. Diese Geschichte ist gut nach vollziehbar und echt. Die Autorin hat das mit ruhigem Ton wunderbar hinbekommen.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    3/5

    11.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Vom Traditionen wahren und den eigenen Weg gehen

    Großbäuerin Lisbeths ganzer Stolz ist ihr Hof, welcher nicht nur der größte im gesamten Dorf ist, sondern auch seit Generationen innerhalb der Familie weitergereicht wird. Seine Erhaltung, Ausbau und Bewirtschaftung stellen ihren Lebensinhalt dar. Als ihr Sohn Konrad sich allerdings mit der modernen Marlies verlobt, entsteht ein Generationenkonflikt. Denn Marlies möchte auch weiterhin im Kaufhaus arbeiten gehen, das Kinderkriegen auf unbestimmte Zeit verschieben und erst recht keine Bäuerin sein. Der Konflikt gärt jahrelang unterschwellig vor sich hin, denn klärende Gespräche und Konfrontationen gibt es nicht. Erst mit Enkelin Joanna entsteht eine – zerbrechliche – Familienkonstruktion. Als diese jedoch nach dem Abitur für 1 Jahr nach Afrika reist, sind Lisbeth und Marlies schwer enttäuscht und beginnen, die vergangenen Jahrzehnte zu reflektieren. „Wildtriebe“ ist ein Generationenroman, der darstellt, wie Frauen vor 50 Jahren bis heute unter dem Dach eines großen Bauernhofs gelebt haben. Die Geschichte wird wechselnd aus der Perspektive von Lisbeth und Schwiegertochter Marlies erzählt. Beide Protagonistinnen sind sehr gut ausgearbeitet und starke Frauen, die es im Leben nicht leicht haben und sich gegenseitig zusätzlich noch Steine in den Weg legen. Sehr realistisch und lebensnah wird das Leben und vor allem die Rolle der Frauen auf einem Bauernhof dargestellt. Insbesondere wie zäh das Ausbrechen aus traditionellen Strukturen für moderne Frauen wie Marlies gewesen sein muss. Wo für die meisten Frauen im heutigen Deutschland selbstverständlich ist, dass sie sich frei entscheiden können, wie sie ihre Zukunft angehen, muss Marlies sich jeden kleinen Schritt der Eigenbestimmung erkämpfen. Und sich nicht zuletzt auch vor allem gegen ihre Schwiegermutter behaupten. Die Thematik des Romans hat mir sehr gut gefallen, schnell kam ich als Leserin in der Geschichte an. Ich fand es sehr interessant, die verschiedenen Vorstellungen der einzelnen Generationen zu erfahren. Leider empfand ich den Erzählstil des Romans als eher langatmig und streckenweise zäh. Interessante Begebenheiten wurden über viele Seiten hinweg beschrieben, sodass ich oft das Gefühl hatte, ich käme kaum voran. Zudem bleiben viele Sätze unvollendet, was zwar zur Generation von Lisbeth passt, meinen Lesefluss aber sehr störte. Die Figuren handeln eher sehr egoistisch und versetzen sich nahezu kaum in die Lage der anderen Familienangehörigen. Auch klärende Gespräche finden überwiegend nicht statt, sodass ich mir oft gewünscht hätte, alle an einen Tisch zu bringen und offen miteinander zu reden. Als Leserin blieb ich insgesamt stille Beobachterin, die hin und wieder nur den Kopf schütteln konnte und keine Figur so richtig sympathisch fand. Das offene Ende und die bevorstehende Aussprache (zumindest von Lisbeth und Joanna) hingegen hat mir sehr gut gefallen und mich mit einem zuletzt doch positiven Ausblick aus dem Roman entlassen. Fazit: Trotz sehr interessanter Thematik und spannendem Geschichtsverlauf empfand ich das Lesen leider als eher zäh. Eine Identifikation mit einzelnen Figuren fand bei mir nicht statt. Das offene Ende und der authentisch wirkende Generationenkonflikt haben mir jedoch sehr gut gefallen.

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    29.08.2021

    Hörbuch (Audio)

    Die perfekte Sprecherin für diese Geschichte

    Klappentext: „Für die alte Großbäuerin Lisbeth gibt es nichts Wichtigeres als den Hof, nie hat sie ihre Pflichten hinterfragt. Doch dann kommt Schwiegertochter Marlies, die keineswegs klaglos das Leben einer Bäuerin führen will. Das Kaufhaus in der Stadt wird für Marlies zum Sehnsuchtsort im Wirtschaftswunderdeutschland, arbeiten möchte sie dort und einen Jagdschein machen. Die beiden Frauen tragen fortan stille Kämpfe aus, um Haushaltsführung und um Kindererziehung. Dabei werden viel größere Dinge verhandelt: Lebensmodelle, Vorstellungen vom Frau- und Muttersein.“ Mal wieder eine Geschichte wo ich das Buch und das Hörbuch genossen habe, beides unabhängig von einander versteht sich. Da das Buch ein absolutes Lesehighlight 2021 für mich war, will ich hier gar nicht viel zum Inhalt angeben, sondern die Leistung der Sprecherin Eva Mattes genauer beleuchten: Mattes ist seit ihrer Hörbuch-Einsprechung von Elena Ferrantes Erfolgshit „Meine geniale Freundin“ ein Garant für einfühlsame Erzählungen/Geschichten. Auch hier bei „Wildtriebe“ von Ute Mank gibt sie alles und verleiht jeder Figur die entsprechende Stimmlage und Wirkung. Es ist erstaunlich wie treffsicher sie betont und Gefühle und Regungen mit ihrer Stimme vor dem menschlichen Auge erwachen lässt. Die Figuren erwachen, die Stimmungen werden deutlich, der gewisse Unterton von Lisbeth bekommt seine Bissigkeit aber auch Marlies erhält die Stimme, die sie braucht, um den Dornen der Wildtriebe Herr zu werden. Es handelt sich hier, Gott sei Dank, um eine ungekürzte Fassung und das ist perfekt, denn wenn hier etwas gekürzt worden wäre, wäre die Geschichte einfach für die Katz und der Feinsinn wäre zerstört - kurzum: Eva Mattes hat auch hier wieder perfekte Arbeit geleistet und keine hätte diese Geschichte besser interpretieren können als sie - 5 von 5 Sterne!

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