Produktbild: Die verlorene Generation

Die verlorene Generation Gespräche mit den letzten Kindersoldaten des Zweiten Weltkriegs

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2021

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

22,1/14,6/3,4 cm

Gewicht

552 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-382-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2021

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

22,1/14,6/3,4 cm

Gewicht

552 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-382-1

Herstelleradresse

Europa Verlag GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
DE

Email: sp@europa-verlag.com

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  • Bewertung

    5/5

    23.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sie haben überlebt, doch das Leben verloren.

    Dieses fesselnde Buch über die Kindersoldaten im dritten Reich, ist bewegend und hält Sie in Atem. Sie dachte, mit Ihrem Einsatz würden sie Deutschland vor der Niederlage retten. Sie wurden benutzt, belogen und als letztes Kanonenfutter eingesetzt. Ein aufwühlendes Buch und eine absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Moosburg

    5/5

    16.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr bewegend

    Hitlers letztes Aufgebot war minderjährig. Aufgepeitscht durch Kriegspropaganda, glaubten viele Hitlerjungen, sie könnten den Endsieg noch herbeiführen und Deutschland vor dem Untergang bewahren. Etwa 200 000 Luftwaffenhelfer ab 15 Jahren verteidigten schon 1943 deutsche Städte fast im Alleingang; im Herbst 1944 wurde der Volkssturm für alle ab 16 Jahren zur Pflicht, und 1945 missbrauchte die NS-Führung selbst 14-jährige als Lückenfüller und Kanonenfutter in Panzervernichtungstrupps. Allein in den letzten Kriegswochen fielen über 60 000 Kindersoldaten. Die Überlebenden leiden bis heute an verdrängten Kriegstraumata, und die meisten von ihnen konnten oder wollten nie darüber sprechen. Am Ende ihres Lebens berichten 13 Zeitzeugen unbeschönigt von ihren Kindheitserlebnissen während erbarmungsloser Kämpfe oder zermürbender Gefangenschaft. Gewohnt mutig, mit präziser historischer Einordnung und dem Blick auf gegenwärtige Spannungen widmet sich Christian Hardinghaus im dritten Teil seiner »Generationenreihe« den jüngsten Kämpfern des Zweiten Weltkriegs – den heute ältesten Mitgliedern unserer Gesellschaft. (Klappentext) Dieses Buch gehört in die Kategorie „zu wenig und zu spät“. Es passt sicher nicht in den gegenwärtigen Mainstream – dass es dennoch geschrieben wurde, ist dem Autor hoch anzurechnen. Das Buch zeigt an Einzelschicksalen aufgemacht, die ganze Brutalität und Rücksichtslosigkeit eines modernen Krieges in aussichtsloser Lage. Unter bewusster und sinnloser Opferung der letzten zur Verfügung stehenden „menschlichen Ressourcen“ - die Opferung der jüngsten Generation. Von der NS-Führung missbraucht und im Stich gelassen. Es wird fundiert beschrieben, wie diese Jungen, die der Propaganda-Maschinerie schutzlos ausgeliefert waren, durch frühzeitige Erziehung zur Disziplin und zum bedingungslosen Gehorsam in der Gemeinschaft und ohne Rücksicht auf die eigene Person soldatische Höchstleistungen erbringen konnten - nur dem Wohl des Reiches verpflichtet. Das ist heute vielleicht schwer verständlich in einer Zeit, in der es zum guten Ton gehört, „Vaterlandsliebe stets zum Kotzen zu finden“ (Robert Habeck). In einer provokanten Einleitung, in der heute in Deutschland lebende Personen durch eine in Afghanistan geborene Künstlerin und einen aus Sri Lanka stammenden Essayist in zwei Gruppen von Menschen eingeteilt werden, nämlich in Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Nazihintergrund wird u.a. auf die Schwierigkeit eingegangen, noch lebende Zeitzeugen zu finden und zu befragen. Grundlagen, Organisation und Einsatz von HJ und Volkssturm schließen sich gut lesbar an. Dann werden 13 Einzelschicksale beschrieben, durch Befragung ermittelt. 13 Schicksale von Tausenden; von vielen die sich nicht mehr äußern können und die deshalb so wertvoll sind, weil es die letzten sein werden, die aus der Anonymität heraustreten und die damit ein Gesicht erhalten und uns, die Nachgeborenen direkt beteiligen. Jedes Schicksal dieser Kindersoldaten ist ein anderes und doch haben sie manches gemeinsam: Sie haben den totalen Krieg in seinem Endstadium mit seinen Grausamkeiten, auch persönlichen Verwundungen erlebt, aber auch Menschen, die geholfen haben, zu überleben und sie haben es geschafft, ein Leben nach dem Krieg zu führen. Und doch: Am Ende es Lebens haben sie die Möglichkeit wahrgenommen, darüber zu sprechen. Das Verdienst des Autors ist es, dies in einer unaufgeregten Weise und gut lesbar zu dokumentieren. Auch die letzte Frage, die der Autor allen Beteiligten gestellt hat, nämlich ob sie Kenntnis über den Holocaust hatten, haben alle ausnahmslos glaubhaft verneint. Wobei einer von ihnen eingeräumt hat, dass er nicht weiß, wie er empfunden hätte, hätte er es gewusst. Entscheidungen des Führers wurden eben nicht in Frage gestellt. Ich möchte dieses Buch als ein wichtiges Zeitzeugnis zu unserer Geschichte weiterempfehlen. Fünf Sterne sind auf jeden Fall angebracht. Die Verratene Generation und die Verdammte Generation werde ich mir auf jeden Fall beschaffen.

  • ech

    aus Bochum

    5/5

    25.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegende Berichte von ehemaligen Kindersoldaten aus dem zweiten Weltkrieg

    Nachdem der Autor und Historiker Christian Hardinghaus in den Büchern "Die verdammte Generation" und „Die verratene Generation“ bereits den ehemaligen Wehrmachtssoldaten und den Frauen der Kriegsgeneration eine Stimme gegeben hat, sind in diesem Buch nun die Kinder bzw. Jugendlichen an der Reihe, die als Kindersoldaten an die Front geschickt wurden, als eigentlich bereits alles verloren war. Hier dürfen einige von ihnen nun endlich ihre Geschichte erzählen. Als Ergebnis von zahlreichen Gesprächen, die der Autor mit den Männern geführt hat und so an ihren Erlebnissen teilhaben durfte, sind die hier abgedruckten Berichte von insgesamt 13 Zeitzeugen entstanden, die mehr als eindringlich ihre Erlebnisse während der letzten Kriegsjahre und zum Teil auch der anschließenden Kriegsgefangenschaft schildern. Nach drei einleitenden Kapiteln, die sich mit unserer Erinnerungskultur und der grundsätzlichen Situation bzw. Rolle der Kinder im zweiten Weltkrieg auseinandersetzen, dürfen die Männer ihre subjektiven Erinnerungen ungefiltert wiedergeben, dabei sorgt der Autor aber immer wieder für eine historische Einordnung, die auch mit entsprechenden Fakten untermauert wird. Diesen ehemaligen Kindersoldaten nicht viel früher zugehört zu haben, gehört sicherlich zu den größten Versäumnissen diverser Nachkriegsgenerationen. Aufgrund des hohen Alters der Beteiligten ist dieses Buch nun wohl die letzte Gelegenheit, diesen Fehler doch noch zu korrigieren. Mit viel Empathie und Sachverstand ist dieser Versuch hier auf ganz wunderbare Art und Weise gelungen. Herausgekommen ist dabei das schonungslose und jederzeit packende Portrait einer verlorenen Generation, die es verdient hat, dass wir ihr endlich zuhören, ihre Rolle während des Krieges richtig einordnen und aus ihren bewegenden Berichten etwas lernen.

  • ech

    aus Bochum

    5/5

    25.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegende Berichte von…

    Bewegende Berichte von ehemaligen Kindersoldaten aus dem zweiten Weltkrieg Nachdem der Autor und Historiker Christian Hardinghaus in den Büchern "Die verdammte Generation" und „Die verratene Generation“ bereits den ehemaligen Wehrmachtssoldaten und den Frauen der Kriegsgeneration eine Stimme gegeben hat, sind in diesem Buch nun die Kinder bzw. Jugendlichen an der Reihe, die als Kindersoldaten an die Front geschickt und dort regelrecht verheizt wurden, als eigentlich bereits alles verloren war. Hier dürfen einige von ihnen nun endlich ihre Geschichte erzählen. Als Ergebnis von zahlreichen Gesprächen, die der Autor mit den Männern geführt hat und so an ihren Erlebnissen teilhaben durfte, sind die hier abgedruckten Berichte von insgesamt 13 Zeitzeugen entstanden, die mehr als eindringlich ihre Erlebnisse während der letzten Kriegsjahre und zum Teil auch der anschließenden Kriegsgefangenschaft schildern. Nach drei einleitenden Kapiteln, die sich mit unserer Erinnerungskultur und der grundsätzlichen Situation bzw. Rolle der Kinder im zweiten Weltkrieg auseinandersetzen, dürfen die Männer ihre subjektiven Erinnerungen ungefiltert wiedergeben, dabei sorgt der Autor aber immer wieder für eine historische Einordnung, die auch mit entsprechenden Fakten untermauert wird. Diesen ehemaligen Kindersoldaten nicht viel früher zugehört zu haben, gehört sicherlich zu den größten Versäumnissen diverser Nachkriegsgenerationen. Aufgrund des hohen Alters der Beteiligten ist dieses Buch nun wohl die letzte Gelegenheit, diesen Fehler doch noch zu korrigieren. Mit viel Empathie und Sachverstand ist dieser Versuch hier auf ganz wunderbare Art und Weise gelungen. Herausgekommen ist dabei das schonungslose und jederzeit packende Portrait einer verlorenen Generation, die es verdient hat, dass wir ihr endlich zuhören, ihre Rolle während des Krieges richtig einordnen und aus ihren bewegenden Berichten etwas lernen.

  • Buecherseele79

    5/5

    28.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die verlorenen Kindersoldaten

    Ich erzählte ihm auch davon, was die Frau im Dorf für einen Blödsinn über das Ende des Krieges von sich gegeben hatte. Zu meinem Entsetzen antwortete er: " Das stimmt, Junge, sie hat recht. Wir haben den Krieg verloren". Weinend brach ich zusammen, hörte den Hauptmann noch sagen: " Manchmal braucht die Wahrheit mehr Mut als die Lüge." (Seite 81) Nach den historischen Büchern mit Erzählungen von Zeitzeugen "Die verdammte Generation" und "Die verratene Generation" kommt nun der dritte Band "Die verlorene Generation". Das Cover rückt hier stark in den Vordergrund, aber dieses so berühmte Bild fasst alle Gefühlsfacetten zusammen. Auch ist der Schreibstil wieder leicht und gut zu verstehen, es wird erklärt und aufgeklärt und lässt einen nicht mehr los. Hier erzählen 13 Zeitzeugen ihre Erlebnisse als Soldaten in den letzten Zügen des zweiten Weltkrieges. Doch das Augenmerk des Autors ist hier besonders hervorzuheben denn diese 13 aussergewöhnlichen Männer waren Kindersoldaten. Die letzten Soldaten die der Führer in den Krieg schickte um sein Reich zu retten. Ihm selbst war es egal ob er hier die Jugend verheizte. Mit 3 längeren Vorworten bereitet der Autor Dr. Phil. Christian Hardinghaus uns vor, auf die Geschichten die hier folgen, auf die historischen Zusammenhänge und auf den Aufbau der damaligen Zeit. Schnell wird klar dass der Führer ganz eigene Ansichten und Absichten hatte, dass die Zahnräder der Diktatur perfekt ineinandergriffen und es für viele Soldaten wichtig war auch ihren Beitrag in diesem Krieg zu zahlen. Jeder Erzähler hat seine eigene Geschichte. Jeder geht mit den Erlebnissen von damals anders um. Dich viele haben Freunde, Kameraden, Familien und ihr Zuhause verloren. Alle wachten desillusioniert auf. Dies war beim lesen manchmal schwer zu tragen. Mit Schwarz-weiß Bildern bekommt man ein Gefühl für die verlorene Generation. Warum wollten sie unbedingt in den Krieg ziehen? Waren sie fanatisch oder was überzeugte sie? Schnell wird hier ein anderes Bild deutlich als von der heutigen Gesellschaft geprägt und erzählt. Hier liegt auch wieder die Stärke des Buches- die Soldaten erzählen ehrlich, schonungslos und legen ihre, teilweise, schrecklichen Erlebnisse dar. Für mich wirkt auch dieses Buch absolut authentisch, ehrlich und von historischer Wichtigkeit. Jeder Erzähler erhält zum Ende zwei Fragen. Und eine bleibt immer die gleiche- was habt ihr über den Holocaust gewusst? Was habt ihr mitbekommen? Und genau das entstehende Bild ist wichtiger und ehrlicher denn je.

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