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Der Wintersoldat

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,5 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Seidengrau / Tanne

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Sky Nonhoff + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14807-8

Beschreibung

Rezension

Die Brutalität des Krieges und eine zarte Liebesgeschichte – der großartige Roman entführt den Leser in eine längst vergangene Zeit. ("Mainhattan Kurier, Februar 2022")
Daniel Masons großartig geschriebener, aufwühlender Roman erzählt eine Geschichte von Krieg und Heilung, von Liebe gegen alle Wahrscheinlichkeit, von verhängnisvollen Fehlern und von Sehnsucht und Sühne. ("Buch-Magazin, 12/2021")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,5 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Seidengrau / Tanne

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

  • Sky Nonhoff
  • Judith Schwaab

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14807-8

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • KittyCatina

    4/5

    03.11.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Anders, als erwartet, aber gut

    Eigentlich kann ich mit Geschichten aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg nur bedingt etwas anfangen und ich hatte ein bisschen Bedenken, dass es hier zu sehr um Kriegshandlungen gehen würde, doch trotz allem, hat mich der Klappentext zu diesem Buch irgendwie angesprochen. Letztendlich bin ich glücklich, dass ich mir die Geschichte zu Gemüte geführt habe, denn sie ist echt gut. Zwar habe ich anfangs noch ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, zumal der Schreibstil recht anspruchsvoll ist, doch als ich dann einmal drin war, war ich richtig gebannt von Lucius Geschichte. Ich habe einen ganz neuen Eindruck bekommen von der Arbeit in einem kleinen, ländlich gelegenen Lazarett, war aber auch froh, dass es dann doch mehr um das ganze Ringsherum ging, als um das eigentliche Kriegsgeschehen. Dennoch wurde es an manchen Stellen durchaus brutal und manche Dinge und Taten, die der Krieg mit sich brachte, fand ich sehr erschreckend. Dabei war die Handlung, obwohl eher ruhig erzählt und manchmal mit ein paar Längen, größtenteils sehr packend und der Autor hat es geschafft, ohne zu weit auszuschweifen, alles richtig gut und nachvollziehbar zu beschreiben, ob Lucius als Protagonisten selbst, dessen Familie, die verschiedenen Settings und auch die restlichen Charaktere. Der Verlauf der Geschichte hat mich allerdings überrascht, denn der eigentliche Wintersoldat, mit welchem nicht Lucius gemeint ist, ist nur ein kleiner Teil der Geschichte, aber er und das, was mit ihm geschieht, hat eine tiefere Bedeutung für Lucius' weitere Entwicklung. Der Roman handelt nämlich nicht nur vom Krieg und der Arbeit im Lazarett, sondern er führt Lucius durch mehrere Etappen. So kann man ihn anfangs noch als Medizinstudenten erleben, der sich im Laufe der ersten Seiten für das Militär meldet, ins Lazarett kommt, sich verliebt und sich irgendwann sogar auf eine spannende und emotionale Suche begibt, welche nicht so geendet hat, wie ich es mir gewünscht hätte, jedoch so, dass sie einen perfekten Abschluss der Geschichte bietet. Grundlage dafür ist die Liebesgeschichte zwischen Margarete und Lucius, welche sehr angenehm geschrieben ist, nicht kitschig oder aufdringlich, sondern irgendwie friedlich in all den Wirren und Grausamkeiten des Krieges. Und doch ist sie auch tragisch und hat ebenfalls einen großen Einfluss auf Lucius. Dieser ist ein sehr angenehmer, sympathischer Protagonist, der in einer angesehenen und reichen Familie aufgewachsen und dennoch auf dem Boden geblieben ist. Er ist etwas anders, was auch seinen Eltern auffällt, trotzdem intelligent und vor allem entwickelt er sich während der Story sehr weiter, wird erwachsen. Dennoch hat Daniel Mason Lucius Anderssein und seine Gedankenwelt sehr gut zum Ausdruck gebracht, so dass er mir im Laufe der Geschichte extrem ans Herz gewachsen ist. Ebenso mochte ich Margarete, die tough ist, kein Blatt vor den Mund nimmt und sehr selbstbewusst wirkt. Sie bringt Lucius noch einiges bei und ist dabei manchmal mehr Arzt als er. Leider war ihr Auftritt für mich nicht lange genug, denn ich hätte sie gern noch mehr erlebt. Ich kann jedenfalls nur sagen, dass mir dieses Buch sehr gut gefallen hat. Es hat mich packen können und ich habe sowohl die Geschichte als auch die Protagonisten geliebt, während der Schreibstil, obwohl ich ihn echt gut finde, dennoch Geschmackssache ist. Ebenfalls denke ich, dass nicht jeder die ruhigen Töne mögen wird. Ich bin damit jedoch gut klargekommen und kann das Buch nur weiterempfehlen.

  • Bewertung

    3/5

    30.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Hübschhässlich

    Ein Buch, bei dessen Meinung darüber, ich hin und her gerissen bin. Es ist ein historisch angelehnter Roman, was mir gut gefallen hat. Allerdings wurde auch ein Krimi und eine Liebesgeschichte angekündigt. Einen wirklichen Krimi konnte ich nicht wiederfinden. Die Liebesgeschichte ist ernüchternd, da man sich ein anderes Ende erhofft. Dadurch ist es aber auch wieder realistischer. Der Schreibstil ist etwas anders, was mir persönlich aber gut gefallen hat.

  • Selina Ci

    aus Nürnberg

    1/5

    18.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Unangenehm langgezogen mit enttäuschendem Ende

    Der Stil des Autors war anfangs gewöhnungsbedürftig und recht kurz angebunden für meinen Geschmack. Ich hatte Schwierigkeiten in die Geschichte und das Setting zu finden, da die Beschreibungen mit sehr kurzen Sätzen stattfanden und allgemein recht karg waren. Nach knappen 100 Seiten kommt die Story in Gang und die Romanze der Protagonisten beschränkt sich insgesamt auf ca. 10 Seiten, bis sich alles unnötig lang streckt und mit unwichtigen Nebenstorys gespickt wird, bis man die - für mich - äußerst unbefriedigende Auflösung auf 5 Seiten bekommt, die einen nicht nur mit Fragen zurück lässt, sondern auch mit Enttäuschung über die Protagonistin und das Ende im allgemeinen. Für mich definitiv keine Empfehlung und absolut enttäuschend.

  • LizzyCurse

    5/5

    25.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Grausam- und Barmherzigkeit

    Wie soll ich ein Buch beschreiben, das mir nahe ging, das so viel Grausamkeit und so viel Nächstenliebe in sich vereint? An das ich nach der letzten Seite nur einen einzigen heftigen Wunsch richte? Ich weiß es nicht - Die folgenden Zeilen werden mein Versuch sein. Lucius, ein hochbegabter Wiener Medizinstudent meldet sich beim Ausbruch des 1. Weltkrieges freiwillig als Sanitätsoffizier und landet in den Karpaten, wo ihm Schnee und Kälte und die Nonne Margarete entgegen wehen. Gemeinsam machen sie sich an die blutige Arbeit, Menschenleben zu retten. Als ein schwer traumatisierter Ungar in das Lazarett eingeliefert wird, begeht Lucius einen folgenschweren Fehler. Nachdem ich Daniel Masons „Oben in den Wäldern“ gefeiert habe, war ich unglaublich gespannt, mich in diesem Buch zu verlieren. Es war anders, keine Frage. Mehr historisch, nicht so episodenhaft und nicht so manisch - dafür wankend auf der Schneide zwischen Grausam- und Barmherzigkeit. Lucius ist ein Charakter, den ich sofort nachvollziehen konnte. Trotz dessen, dass er als Sonderling gilt, sucht er sich zielstrebig seinen Weg. Das, was er will - „Die Gedanken eines anderen Menschen sehen zu können“ - gibt ihm Kraft und Auftrieb, trotz der Gräul des Krieges, die ihm immer wieder begegnen im Verlauf des Buches. Die mir immer wieder begegnen. Wer da keinen starken Magen hat, dem würde ich das Buch nicht empfehlen. Es ist umso spannender zu verfolgen, wie Lucius sein Bücherwissen hinten anstellen muss, um von einer Nonne, die nicht mal die Namen der Muskeln und Sehnen kennt, zu lernen, wie man Amputationen vornimmt und Wunden näht. Besonders zu Beginn entbehrt „Der Wintersoldat“ nicht einer guten Prise Humor - natürlich sarkastisch serviert. Gerade dieser Humor zog mich förmlich in den Roman, der eigentlich so viel mehr ist als ein Kriegsroman. Es geht um die Würdigung des Wissens, ganz gleich auf welche Art es erlernt wurde. Genauso werden grausame Fragen aufgeworfen, die eine Entscheidung sowohl von der Figur als auch vom Leser fordern. Vor allen Dingen Lucius wird dadurch mehr und mehr zur tragischen Figur. Letztendlich schließt sich auf den letzten Seiten ein Kreis, den ich so nicht erwartet hätte und mein Herz seufzen musste. Im Buch geht es genauso um eine zarte Liebe, die alles andere als kitschig ist, wie um die Suche nach Verlorenem und einer tiefen Sehnsucht. Das Buch hat mich schlichtweg fasziniert. Daniel Mason nimmt einen mit auf eine Reise vom trubeligen Wien, seinen Hörsälen und Teestuben hinein in die unwirtlichen Karpaten, in denen man spürt wie die Kugeln durch die Luft schnellen, zurück in ein verändertes Wien. Diese Stimmungen, die er mit seinen Worten hervorruft, sind so differenziert, das sie mich Schauplatzwechsel um Schauplatzwechsel kalt erwischt haben. Wichtig und schön kommt der Roman daher. Ich habe ihn sehr genossen.

  • Rija

    5/5

    21.01.2024

    Hörbuch-Download

    Unbedingte Lese- bzw. Hörempfehlung: spannend, berührend, toller Sprach- und Erzählstil

    Bei manchen Büchern kann ich manchmal schwer nachvollziehen, warum diese sich nicht monatelang auf den diversen Bestsellerlisten wiederfinden, obgleich sie es mehr als verdient hätten. “Der Wintersoldat” von Daniel Mason gehört aus meiner Sicht dazu. Das Buch ist historisch, medizinisch und kriegsgeschichtlich spannend zu lesen, niemals banalisierend oder pathetisch, dafür aber berührend und von tiefer Menschlichkeit geprägt. Der Sprach- und Erzählstil anspruchsvoll und trotzdem sehr gut lesbar. Die Hörbuchversion hervorragend gesprochen von Stefan Kaminsky. Ein Werk, an welches ich mich lange erinnern werde, in das ich sehr gerne eingetaucht bin und ausdrücklich weiterempfehlen kann.

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