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Das Wanken der Welt Wie 1933 der Weltfrieden verspielt wurde

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39,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.11.2021

Abbildungen

18 schwarzweisse -Abbildungen im 16-seitigen Bildteil

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/4,8 cm

Gewicht

842 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

All Against All. The Long Winter of 1933 and the Origins of the Second World War

Übersetzt von

Bernhard Josef

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397236-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Was die Lektüre [...] so mitreißend macht, ist die Anschaulichkeit der Sprache und die Nähe des Autors zum Geschehen, als sei er selbst dabei gewesen Anselm Weidner Südwestrundfunk/Lesenswert 20220427

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.11.2021

Abbildungen

18 schwarzweisse -Abbildungen im 16-seitigen Bildteil

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/4,8 cm

Gewicht

842 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

All Against All. The Long Winter of 1933 and the Origins of the Second World War

Übersetzt von

Bernhard Josef

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397236-8

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Ein großartiges Buch, das das Entstehen des Faschismus plausibel erklärt.

S.A.W am 15.11.2021

Bewertungsnummer: 1607520

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1933 lag die Welt als Folge des desaströsen 1. Weltkriegs in Agonie. In den goldenen 20er Jahren hatte man diese durch einen Aufschwung auf Pump hinauszögern können. Eine einzige Börsenkrise 1929 reichte, um das Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Drei Jahre lang reagierten die Regierungen völlig falsch und verschärften somit die Lage in katastrophalem Ausmaß, bis die Wirtschaft völlig stillstand und ein Heer von Arbeitslosen so hungerte wie einst die Deutschen in den Kriegsjahren. Die junge und mittlere Generation hatte bereits 18 Jahre der Entbehrungen hinter sich, so breiteten sich die abstrusesten Erklärungsmodelle über die Ursachen des Notstands aus, von kommunistischen Ausbeutungstheorien bis zu faschistischen Nationaltheorien von der Rettung des Vaterlandes. Die Schwächen des Versailler Vertrages wurden schlagend: Die Franzosen, die den größten Blutzoll geleistet hatten, erhofften sich Aufschwung durch die Reparationszahlungen, die Deutschland aber nicht zu leisten vermochte. Die Engländer schimpften auf die Franzosen, für deren staatlichen Erhalt sich die Tommys aufgeopfert hatten. Die Amerikaner schimpften auf die eigene Regierung, die sich unnötig in den Krieg hatte hineinziehen lassen. Die Friedenskonferenz des Völkerbundes in Genf scheiterte, weil alle Parteien sich als Opfer fühlten und auf Ausgleich vermeintlicher Nachteile pochten. Die Siegesallianz der Alliierten zerbrach, weil keiner der Sieger etwas gewonnen hatte, vielmehr alle verloren. In Deutschland konzentrierte Adolf Hitler die Enttäuschung der kleinen Leute und der geopferten Soldaten auf seine Person des betrogenen kleinen Gefreiten, der durch Dolchstoßlegende und Alliiertenverschwörung um den Preis des Sieges gebracht worden war. Präsident Wilsons Projekt der nationalen Selbstbestimmung scheiterte ebenso wie das Friedensprojekt des Völkerbunds, weil die neuen Grenzen in Mittel- und Osteuropa ein Chaos von neuen unnatürlichen Grenzen mit zahllosen unterdrückten Minderheiten geschaffen hatten, von dem sich die Mehrheitsvölker bedroht fühlten und daher zu extremen Nationalmythen griffen, die ein revisionistisches Wiederherstellen vergangener Größe erzählten. So endete die Konferenz in einer Kakophonie von nationalen Egoismen, die den kommenden Krieg der Nationen mental vorbereiteten. So zeigen sich der 1. Weltkrieg und die Zwischenkriegszeit als katastrophales Versagen der imperialistischen Eliten und ihrer Großmachtträume. Japaner, Deutsche und Alliierte hatten ihre imperialistischen Träume keineswegs aufgegeben, sondern suchten sie im 2. Weltkrieg zu erneuern. Dies auf dem Hintergrund einer gescheiterten Wirtschaft, die nur durch den Krieg wieder auf die Beine kam, nur um das größte jemals erlebte Leid zu produzieren. 1932 wurde die letzte Chance vertan, mit Friedendiplomatie das Schlimmste zu verhindern. Als überall die faschistischen oder faschistoiden Diktaturen ausbrachen, nahm das Unheil seinen Lauf. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „1918. Deutschland gewinnt den Krieg und rettet die Welt.“

Ein großartiges Buch, das das Entstehen des Faschismus plausibel erklärt.

S.A.W am 15.11.2021
Bewertungsnummer: 1607520
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1933 lag die Welt als Folge des desaströsen 1. Weltkriegs in Agonie. In den goldenen 20er Jahren hatte man diese durch einen Aufschwung auf Pump hinauszögern können. Eine einzige Börsenkrise 1929 reichte, um das Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Drei Jahre lang reagierten die Regierungen völlig falsch und verschärften somit die Lage in katastrophalem Ausmaß, bis die Wirtschaft völlig stillstand und ein Heer von Arbeitslosen so hungerte wie einst die Deutschen in den Kriegsjahren. Die junge und mittlere Generation hatte bereits 18 Jahre der Entbehrungen hinter sich, so breiteten sich die abstrusesten Erklärungsmodelle über die Ursachen des Notstands aus, von kommunistischen Ausbeutungstheorien bis zu faschistischen Nationaltheorien von der Rettung des Vaterlandes. Die Schwächen des Versailler Vertrages wurden schlagend: Die Franzosen, die den größten Blutzoll geleistet hatten, erhofften sich Aufschwung durch die Reparationszahlungen, die Deutschland aber nicht zu leisten vermochte. Die Engländer schimpften auf die Franzosen, für deren staatlichen Erhalt sich die Tommys aufgeopfert hatten. Die Amerikaner schimpften auf die eigene Regierung, die sich unnötig in den Krieg hatte hineinziehen lassen. Die Friedenskonferenz des Völkerbundes in Genf scheiterte, weil alle Parteien sich als Opfer fühlten und auf Ausgleich vermeintlicher Nachteile pochten. Die Siegesallianz der Alliierten zerbrach, weil keiner der Sieger etwas gewonnen hatte, vielmehr alle verloren. In Deutschland konzentrierte Adolf Hitler die Enttäuschung der kleinen Leute und der geopferten Soldaten auf seine Person des betrogenen kleinen Gefreiten, der durch Dolchstoßlegende und Alliiertenverschwörung um den Preis des Sieges gebracht worden war. Präsident Wilsons Projekt der nationalen Selbstbestimmung scheiterte ebenso wie das Friedensprojekt des Völkerbunds, weil die neuen Grenzen in Mittel- und Osteuropa ein Chaos von neuen unnatürlichen Grenzen mit zahllosen unterdrückten Minderheiten geschaffen hatten, von dem sich die Mehrheitsvölker bedroht fühlten und daher zu extremen Nationalmythen griffen, die ein revisionistisches Wiederherstellen vergangener Größe erzählten. So endete die Konferenz in einer Kakophonie von nationalen Egoismen, die den kommenden Krieg der Nationen mental vorbereiteten. So zeigen sich der 1. Weltkrieg und die Zwischenkriegszeit als katastrophales Versagen der imperialistischen Eliten und ihrer Großmachtträume. Japaner, Deutsche und Alliierte hatten ihre imperialistischen Träume keineswegs aufgegeben, sondern suchten sie im 2. Weltkrieg zu erneuern. Dies auf dem Hintergrund einer gescheiterten Wirtschaft, die nur durch den Krieg wieder auf die Beine kam, nur um das größte jemals erlebte Leid zu produzieren. 1932 wurde die letzte Chance vertan, mit Friedendiplomatie das Schlimmste zu verhindern. Als überall die faschistischen oder faschistoiden Diktaturen ausbrachen, nahm das Unheil seinen Lauf. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „1918. Deutschland gewinnt den Krieg und rettet die Welt.“

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Das Wanken der Welt

von Paul Jankowski

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