Zwei ungewöhnliche Frauen auf der Suche nach sich selbst in einer Zeit des Umbruchs
Pfalz, 1951: Amy McCoy erreicht die US-Militärstation Kaltenstein. Hier soll sie als First Lady ihres Ehemanns Colonel Jim McCoy residieren. Was sie niemandem verrät: Amy ist nicht das erste Mal in Deutschland. Als Amelie Werner musste sie 1933 mit ihren Eltern aus Berlin über Paris in die USA fliehen. Nie wollte sie in das Land der Täter zurückkehren. Nun sitzt sie hier fest, mitten im Nirgendwo, wo sie sich mit der Dorfbevölkerung herumschlagen muss, die demokratische Werte von der US-Armee erlernen soll. Erst ihre Freundschaft zu dem Bauernmädchen Marie gibt ihr Hoffnung. Die ungleichen Frauen vereint die Liebe zur Kunst. Amy macht es sich zur Aufgabe, Marie ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Doch in den Aufbruchswirren der Nachkriegszeit scheint es keinen Platz zu geben für die Träume einer modernen Frau ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Everett
aus Barsinghausen
5/5
10.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Dieser Roman hat mich…
Dieser Roman hat mich überrascht. Nach der Beschreibung war ich interessiert, habe aber einen so vielschichtigen Roman nicht erwartet. In zwei Erzählsträngen begleitet man ab 1933 Amelie Werner und 1951 Amy McCoy an der Seite ihres Ehemannes in Deutschland. Aufgrund Amelies Erfahrungen seit ihrer Flucht aus Deutschland hat Amelie eigene Vor-stellungen von ihrem Leben. Nun, in einer deutschen Kleinstadt ist sie mit so vielen von früher konfrontiert und möchte der jungen Marie zu einem freieren Leben verhelfen. Mit ungeahnten Folgen. Was macht es mit Menschen, wenn sie aufgrund der Politik ihre Heimat verlassen müs-sen? Was machen Kriegserlebnisse mit den Soldaten und somit auch mit deren Familien? Wie kann man das eigene Empfinden für Freiheit und Leben mit dem Beruf des Eheman-nes verbinden, ohne sich selbst aufzugeben? In diesem Roman wurde anhand Amelies Geschichte viel vom damaligen Weltgeschehen angesprochen und was es mit einzelnen macht. Das wurde von der Autorin sehr gut und auch einfühlsam geschrieben. Mir hat „in Hauch von Amerika“ richtig gut gefallen.
LE
5/5
02.04.2022
Buch (Taschenbuch)
große Leseempfehlung
Ein Hauch Amerika
Die Geschichte handelt von Amy und Jim, die sich in Amerika kennenlernen, nachdem Amy mit ihren Eltern aus Deutschland geflohen ist. Bevor sie nach Amerika flohen haben sie eine Zeit lang in Paris gelebt, weshalb es für Amy sehr schwierig ist mit der erneuten Fluchtsituation umzugehen. Jim ist ein amerikanischer Soldat, der nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland versetzt wurde. Amy kehrt für ihn zurück nach Deutschland und lernt dort Marie kennen, die von nun an eine wichtige Vertraute, Freundin und Schülerin für sie ist.
Ich habe das Buch sehr schnell gelesen und auch die gleichnamige Serie konnte mich sehr begeistern. Ich habe mit den Charakteren mitgefühlt und konnte mich dank dem leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin sehr schnell in die Geschichte und die damalige Zeit hineinversetzen. Das Buch thematisiert die Nachkriegszeit und behandelt somit wichtige geschichtliche Themen und dennoch habe ich das Buch als sehr einfach zu lesen empfunden, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist für mich eine absolute Leseempfehlung, da die behandelten Themen für uns alle und egal in welcher Zeit immer relevant sein werden. Von mir bekommen Buch und Serie daher ganz klar 5 Sterne
LunasLeseTraum
5/5
11.03.2022
Buch (Taschenbuch)
♡Rezension Ein Hauch von…
♡Rezension Ein Hauch von Amerika - von Petra Grill Verlag: Heyne Nachkriegszeit - Nachkriegsgeschichte - Flucht - Hitler - Nazizeit - 2. Weltkrieg - Liebe - Kunst - Deutschland - Paris - Amerika - ♡Amy und Jim lernen sich in Amerika kennen. Amy und ihre Eltern sind zunächst von Deutschland nach Paris vor dem Nazi Regime geflohen. Als ihnen nach ein paar Jahren klar wurde, dass das nicht reichen wird, beschließen sie Europa ganz zu verlassen und nach Amerika zu fliehen. Für Amy ist die erneute Flucht sehr schwierig. Sie hatte in Paris ihr zu Hause gefunden und musste ihren Partner, ihre Freunde und ihre Arbeit in einer Kunstgalerie aufgeben. Jim ist ein amerikanischer Soldat, er ist Colonel. Nach dem 2. Weltkrieg wird Jim nach Deutschland versetzt. Nie wollte sie in das Land der Täter zurückkehren...nun sitzt sie Jim zu Liebe in Kaltenstein fest. Erst ihre Freundschaft zu dem Bauernmädchen Marie gibt ihr wieder Hoffnung. Marie wird ihre Freundin und Schülerin. Amy ermöglicht Marie ein selbstbestimmtes Leben und findet so auch ihre eigenen Träume zu wieder. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es wurde zur gleichnamigen TV - Serie : "Ein Hauch von Amerika " geschrieben. Ich habe mir die Serie noch nicht angesehen um das Buch neutral und unabhängig von der Serie zu bewerten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und ich habe mich gedanklich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen können. Petra Grill beschreibt die Probleme und Geschehnisse der Nazizeit und der Nachkriegszeit sehr anschaulich und realistisch, ohne dass ich das Gefühl hatte, das Buch wäre schwere Kost. Der Roman wird aus der Sicht der Protagonistin Amy McCoy erzählt. Das Buch beginnt 1951 und die Autorin arbeitet abwechselnd mit Zeitsprüngen. Der nächste Textabschnitt ist 1933, sodass ich als Leserin erfuhr, wie es der Protagonistin vor dem Krieg erging, wie sie mit ihrer Familie geflohen ist und dann wieder wie es Amy 1951 in Kaltenstein aktuell ergeht. Obwohl die Protagonistin von vielen Leser*innen als eingebildet empfunden wird, muss ich wirklich sagen, dass sie mir von Anfang an sehr sympathisch war. Sie ist eine moderne Frau, die Kunst liebt und überhaupt nicht in diese Zeit zu passen scheint. Ihre Gedanken und Gefühle, ihr Drang nach Freiheit und ihr selbstständiges Handeln, schien für die deutschen Frauen nach dem Krieg völlig unpassend zu sein. Zwischen ihr und ihrem modernen Denken und den anderen Menschen in Kaltenstein schienen Welten zu liegen. Ich konnte Amys Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ihr Wunsch nach Freiheit und das Gefühl fest zu sitzen, nicht tun zu können, was sie möchte, das konnte ich alles sehr gut verstehen. Leider muss ich auch sagen, dass sie es eigentlich im Gegensatz zu anderen Menschen wirklich gut hatte, es aber nicht immer aus dieser Sicht sehen konnte... Amy konnte vor dem Nazi Regime fliehen, hat genug Geld gehabt, hat einen Ehemann, der es gut mit ihr meint. Viele Menschen mussten sterben, haben Familienmitglieder verloren oder waren sehr arm zu dieser Zeit. Sie mussten in Angst leben und haben mitgekriegt wie Leute ermordet wurden. Mir kam es so vor, dass Amy es nicht immer zu schätzen wusste, wieviel besser es ihr eigentlich erging. Sie war trotzdem nicht glücklich, etwas fehlte. Paris. Die Liebe zur Kunst und ihre Intelligenz haben mich als Leserin sehr angesprochen. Marie war mir ebenfalls sehr sympathisch und es war schön, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Vom pflichtbewussten, sich selbst aufopfernden Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die für sich und ihre Liebe kämpfen und einstehen konnte. Und sich schließlich für ihre Freiheit einsetzten lernte. Das Cover besteht aus zwei Szenen der Fernsehserie. Es gefällt mir sehr gut, allerdings hätte ich lieber ein Bild der Protagonistin auf dem Buch gesehen, da es aus ihrer Sicht geschrieben ist. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, ein Happy End, welches Freiheit und Glück verspricht...
LunasLeseTraum
aus Melle
5/5
11.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Nachkriegszeit - Nachkriegsgeschichte - Flucht - Hitler - Nazizeit - 2. Weltkrieg - Liebe - Kunst - Deutschland - Paris - Amerika -
Rezension
Ein Hauch von Amerika - von Petra Grill
Verlag: Heyne
Nachkriegszeit - Nachkriegsgeschichte - Flucht - Hitler - Nazizeit - 2. Weltkrieg - Liebe - Kunst - Deutschland - Paris - Amerika -
Amy und Jim
lernen sich in Amerika kennen.
Amy und ihre Eltern sind zunächst von Deutschland nach Paris vor dem Nazi Regime geflohen. Als ihnen nach ein paar Jahren klar wurde, dass das nicht reichen wird, beschließen sie Europa ganz zu verlassen und nach Amerika zu fliehen.
Für Amy ist die erneute Flucht sehr schwierig. Sie hatte in Paris ihr zu Hause gefunden und musste ihren Partner, ihre Freunde und ihre Arbeit in einer Kunstgalerie aufgeben.
Jim ist ein amerikanischer Soldat, er ist Colonel.
Nach dem 2. Weltkrieg wird Jim nach Deutschland versetzt.
Nie wollte sie in das Land der Täter zurückkehren...nun sitzt sie Jim zu Liebe in Kaltenstein fest.
Erst ihre Freundschaft zu dem Bauernmädchen Marie gibt ihr wieder Hoffnung.
Marie wird ihre Freundin und Schülerin. Amy ermöglicht Marie ein selbstbestimmtes Leben und findet so auch ihre eigenen Träume zu wieder.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es wurde zur gleichnamigen TV - Serie : "Ein Hauch von Amerika " geschrieben.
Ich habe mir die Serie noch nicht angesehen um das Buch neutral und unabhängig von der Serie zu bewerten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und ich habe mich gedanklich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen können.
Petra Grill beschreibt die Probleme und Geschehnisse der Nazizeit und der Nachkriegszeit sehr anschaulich und realistisch, ohne dass ich das Gefühl hatte, das Buch wäre schwere Kost.
Der Roman wird aus der Sicht der Protagonistin Amy McCoy erzählt.
Das Buch beginnt 1951 und die Autorin arbeitet abwechselnd mit Zeitsprüngen. Der nächste Textabschnitt ist 1933, sodass ich als Leserin erfuhr, wie es der Protagonistin vor dem Krieg erging, wie sie mit ihrer Familie geflohen ist und dann wieder wie es Amy 1951 in Kaltenstein aktuell ergeht.
Obwohl die Protagonistin von vielen Leser*innen als eingebildet empfunden wird, muss ich wirklich sagen, dass sie mir von Anfang an sehr sympathisch war.
Sie ist eine moderne Frau, die Kunst liebt und überhaupt nicht in diese Zeit zu passen scheint. Ihre Gedanken und Gefühle, ihr Drang nach Freiheit und ihr selbstständiges Handeln, schien für die deutschen Frauen nach dem Krieg völlig unpassend zu sein.
Zwischen ihr und ihrem modernen Denken und den anderen Menschen in Kaltenstein schienen Welten zu liegen.
Ich konnte Amys Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ihr Wunsch nach Freiheit und das Gefühl fest zu sitzen, nicht tun zu können, was sie möchte, das konnte ich alles sehr gut verstehen.
Leider muss ich auch sagen, dass sie es eigentlich im Gegensatz zu anderen Menschen wirklich gut hatte, es aber nicht immer aus dieser Sicht sehen konnte...
Amy konnte vor dem Nazi Regime fliehen, hat genug Geld gehabt, hat einen Ehemann, der es gut mit ihr meint. Viele Menschen mussten sterben, haben Familienmitglieder verloren oder waren sehr arm zu dieser Zeit. Sie mussten in Angst leben und haben mitgekriegt wie Leute ermordet wurden. Mir kam es so vor, dass Amy es nicht immer zu schätzen wusste, wieviel besser es ihr eigentlich erging. Sie war trotzdem nicht glücklich, etwas fehlte. Paris.
Die Liebe zur Kunst und ihre Intelligenz haben mich als Leserin sehr angesprochen.
Marie war mir ebenfalls sehr sympathisch und es war schön, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Vom pflichtbewussten, sich selbst aufopfernden Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die für sich und ihre Liebe kämpfen und einstehen konnte. Und sich schließlich für ihre Freiheit einsetzten lernte.
Das Cover besteht aus zwei Szenen der Fernsehserie. Es gefällt mir sehr gut, allerdings hätte ich lieber ein Bild der Protagonistin auf dem Buch gesehen, da es aus ihrer Sicht geschrieben ist.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen, ein Happy End, welches Freiheit und Glück verspricht...
Ich gebe diesem wundervollen Roman 5/5 Sterne und empfehle es sehr gerne weiter.
Ginny
aus Coburg
5/5
31.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Jeder sollte dieses Buch lesen
Amelie wächst in Nazi-Deutschland auf und flüchtet zunächst nach Paris, dann nach Amerika. Ein paar Jahre nach dem Krieg muss sie mit ihrem Mann zurück nach Deutschland ziehen, auf die Militärbasis Kaltenstein. Amelie wollte nie zurück und fühlt sich gar nicht wohl. Gemeinsam mit ihrem Haushaltsmädchen lernt sie wieder zu Träumen, begibt sich damit aber auch in große Gefahr
Normalerweise lese ich (fast ausschließlich) nur Liebesromane, aber als ich den Klappentext bei Lovelybooks gelesen habe, dachte ich „hmm interessant, da könnte ich mein Glück mal versuchen!“ Und tatsächlich habe ich gewonnen und durfte an der Leserunde teilnehmen. Vielen Dank! Und ich bin total begeistert. Ich hätte nie gedacht, dass mich das Buch so fesseln würde.
Es wurde immer abwechselnd in der Gegenwart + Ich-Perspektive und in der Vergangenheit + Personal-Perspektive geschrieben. Sowas habe ich vorher noch nie gelesen und finde, dass die Geschichte dadurch absolut spannend und faszinierend wurde. Die Beschreibungen der Orte und auch der Gefühle von Amy sind so gut beschrieben, es fühlt sich alles sehr real an und ich kann es mir genau vorstellen, als würde ich daneben stehen. Durch viele verschiedene Anspielungen konnte ich mich wirklich gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Was mich ab und zu auch schockiert und erschüttert zurückgelassen hat.
Ganz besonders loben möchte ich die Zeittafel und Erklärungen am Ende des Buches.
Amy war mir von Anfang an leider unsympathisch und verhält sich in meinen Augen oft viel zu kindisch. Aber im Laufe der Geschichte habe ich sie doch irgendwie lieb gewonnen. Jim, ihren Mann, mochte ich durchweg. Ein liebenswürdiger, kümmernder, toller Mann, der alles für Amy tun würde
Auch die Nebencharaktere Erika und Siegfried finde ich sehr interessant und würde gerne mehr über ihre Geschichte lesen. Vielleicht in einem zweiten Band?
Aber vor allem würde ich mich über ein zweites Buch über Marie und George freuen. Die beiden haben es mir angetan, obwohl ich Marie an einer Stelle auch wirklich verflucht habe.
Während des Lesens und auch jetzt danach noch, muss ich viel darüber nachdenken: über die Nazi-Zeit in Deutschland, die ungewisse Zeit danach und auch über die Rassenkonflikte in den USA. Alles wird sehr anschaulich beschrieben, weswegen ich finde, dass jeder dieses Buch lesen sollte.
Von mir bekommt das Buch 5 Sterne!
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