Kann man Liebe säen, wo sie nicht von selbst wächst? Das fragt sich Gartenbauerin Svea, als sie ausgerechnet im Rückenkurs den Landschaftsarchitekten Lars trifft. Nach 45 Minuten Faszienlockerung ist ihr klar: der und kein anderer. Von seiner Seite allerdings: null Interesse. Die Partnerübung mit dem Igelball endet im Desaster, und auch die wissenschaftlich geprüften Flirt-Tipps von Sveas Freundin Elisabeth zeigen keine Wirkung. Oder? Als Lars bei der Stadt Köln die Neugestaltung eines Platzes ausschreibt und Svea sich mit ihrer Firma bewirbt, kommt Bewegung in die Sache ...
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Humorvoller Unterhaltungsroman
Bewertung aus Herzogenrath am 09.06.2021
Bewertungsnummer: 1506035
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„'Die nächste auf meiner Liste ist Cornelia.' Das war die Kurzhaarige neben mir, deren T-Shirt intensiv nach Weichspüler duftete. Sie sprach laut und frei von der Seele weg.“ (Auszug S. 19)
Kennt ihr das nicht auch? Also mir kommt so eine Situation bekannt vor ;) und schmunzeln muss ich, wenn ich dann die gleiche Marke „errieche“...
Die Kölner Autorin Valerie Korte nimmt uns mit in die Welt der Gartenbauerin Svea, welche zwischen Rückenschule und väterliche Gartenbaufirma ihr Singleleben bestreitet. Mit viel Witz, einer lockeren Sprache und hohem Wiedererkennungswert (ich denke nur an Herrn Kohlgruber und seine Tuja-Gartenhecke :-)) fühle ich mich sofort mitten drin!
Geschickt werden ernste Themen wie Schlaganfall, unternehmerische Existenzängste und sexuelle Belästigung verbunden mit dem Ökogedanken in der Stadtverschönerung, Themen wie Freundschaft und Liebe und – ich muss schon wieder schmunzeln – Kater Meyer-Landrut.
Ja, ich liebe Valerie Kortes Humor! Aber auch die Geschichte ist schön aufgebaut, so dass man sie in einem Rutsch durchlesen kann. Natürlich ist manches vorhersehbar, aber in diesem Roman ist es der Weg, der ihn so lesenswert macht.
Wer Lust hat auf ein Stück Köln der ganz besonderen Art mit wunderbaren Situationen vor dem inneren Auge – dem kann ich diesen Unterhaltungsroman voll und ganz ans Herz legen.
Passend zu dem sympathischen „Buchinneren“ ist auch das Cover ansprechend und frisch gestaltet. Keine „Frau schaut in das/aus dem Buch), sondern bunte Blumen, die Lust auf ein paar schöne Lesestunden auf dem Balkon, der Terrasse oder am Rheinufer machen... Viel Spaß!
Liebe auf den ersten Blick oder doch die Kurzsichtigkeit?
Eva_G am 24.05.2021
Bewertungsnummer: 1499585
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Svea hat sich zu einem Rückenkurs angemeldet, weil sie immer, wenn ihr Chef sie anruft, Nackenschmerzen bekommt. Laut ihrer Trainerin Pia ist die psychische Komponente in diesen Dingen nicht zu vernachlässigen, was Svea nur bestätigen kann. In diesem Kurs ist auch Lars, der Svea in der ersten Stunde so intensiv ansieht, dass er ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. So stellt sie sich immer die Frage, ob er genauso fasziniert von ihr war, wie sie von ihm. Doch das wird nicht die einzige Frage sein, die ihr in diesem Sommer durch den Kopf gehen wird. Denn als ihr Vater, der seinen eigenen Landschaftsbaubetrieb hat, einen Schlaganfall erleidet und lange nicht sicher ist, ob er wieder vollständig genesen wird, springt sie spontan für ihn ein und wird so unfreiwillig zur Chefin. Sie hat sich alles allerdings etwas einfacher vorgestellt und nicht gedacht, dass innerhalb kürzester Zeit schon so viele Probleme auf sie zukommen werden. Am allerwenigsten hat sie aber damit gerechnet, dass sie bald auch geschäftlich mit Lars zu tun haben wird... Leider klärt sich auch sein intensiver Blick aus der ersten Rückenstunde auf, denn Lars ist kurzsichtig, verträgt aber momentan seine Kontaktlinsen nicht und konnte sie einfach nicht richtig erkennen... Da ist es aber schon um Svea geschehen...
Valerie Korte hat einen einmalig tollen Schreibstil, der mir von Anfang an sehr gut gefallen hat. Denn sie schreibt kurzweilig, mit viel Humor, aber trotzdem immer wieder tiefgründig, was den Leser auch zum Nachdenken anregt. Daher handelt es sich hier nicht um einen seichten Liebesroman, sondern einen Roman, der auch zum Nachdenken über die Liebe anregt, aber alles mit Humor verpackt. Sehr gelungen sind der Autorin auch die Kapitelüberschriften, die aus Zitaten aus Brehms Tierleben bestehen, die so eine Brücke zu Sveas Doktorarbeit bilden, die ja bekanntlich über das bekannte Werk handelt.
Ich kann diesen Roman wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich habe ihn innerhalb eines Tages gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Gerade Svea war mir immer total sympathisch, denn sie ist so wunderbar unbedarft und in Kombination mit ihrer besten Freundin Elisabeth einfach unschlagbar. Und auch ein großes Kompliment an das Cover, denn es gefällt mir so gut, dass ich es nocheinmal hier in der Rezension erwähnen möchte, was bisher noch nie vorkam.
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