Produktbild: Karl IV.

Karl IV. Der europäische Kaiser

5

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

18728 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Lamerz-Beckschäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783806242737

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

18728 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Lamerz-Beckschäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783806242737

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  • annlu

    4/5

    27.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    mehr Fach- als Sachbuch über einen großen Herrscher, der Europa geprägt hat

    Karl IV prägte als König von Böhmen und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs das 14. Jahrhundert. Bekannt durch das Verabschieden der goldenen Bulle nahm er Einfluss auf das europäische Geschehen über seine Zeit hinaus. Das Buch ist in drei Teile geteilt. Im ersten – der mit „Erobern“ betitelt wird, widmet sich der Autor vorwiegend der Biografie Karls IV. Seine Zeit als Prinz, als König und als Kaiser werden beleuchtet. Der zweite Teil - „Herrschen“ - wirft einen Blick auf seine Ländereien, sein Verhältnis zu den Städten aber auch auf seine Regierungstätigkeit. Der letzte Teil - „Überdauern“ - widmet sich den Quellen, die Karl IV. hinterlassen hat, aber auch den ambivalenten Eindruck, den Zeitgenossen ebenso wie Persönlichkeiten und Gesellschaften späterer Jahrhunderte vom Kaiser hatten. Die Überschriften suggerieren zwar, dass die Themen strikt voneinander getrennt wurden, doch von Anfang an wird hier ein Gesamtbild Karls IV. aufgezeigt. Konkret heißt das, dass der Leser nicht rein Biografisches im ersten und rein was sein Wirken betrifft im zweiten Teil findet. Viel mehr werden wichtige Episoden aus seinem Leben mit seinen Entscheidungen, deren Auswirkungen und deren Intentionen verflochten. Immer wieder wird dabei auch auf die – besonders politische – Situation der Zeit eingegangen und Verflechtungen mit anderen Persönlichkeiten aufgezeigt. Einerseits bewirkt dies, dass sich ein Gesamtbild des Kaisers ergibt, das über sein Leben hinausgeht, andererseits wirken die vielen Fakten (und vielen Namen) besonders zu Beginn sehr trocken. In dieser Hinsicht ist das Buch mehr Fach- als Sachbuch. Auch wenn sich der Eindruck einer Aneinanderreihung von historischen Fakten mit der Zeit – und dem Eingehen auf neue Themen – aufweicht. Besonders der zweite und der dritte Teil gehen auf den Untertitel des Buches „ein europäischer Kaiser“ ein. Sie bringen immer wieder das, immer noch aktuelle, Thema der Herrschaft und der Regierung eines Vielvölkerstaates – heute würde man wohl multikulturell dazu sagen – auf. Natürlich ist dem Autor bewusst, dass sich die historische Regierung von einer heutigen unterscheiden muss, dennoch zeigt er auf, wie wegweisend Karl IV nicht nur für Böhmen/Tschechien (wo er heute noch als Nationalheld gilt) war. Fazit: Ein Werk, das über eine Biografie des Kaisers hinausgeht, das sowohl historische Fakten als auch Bezüge zum Nachhall Karls IV liefert. Mitunter war es sehr fachlich gehalten – ein besonderes Interesse an der Materie sollte man beim Lesen daher mitbringen.

  • meine.literaturliebe

    5/5

    24.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    spannender Einblick ins Mittelalter

    Karl IV. (1316-1378) zählt zu den bedeutendsten Herrschern des Spätmittelalters. Er war hochgebildet, verfasste autobiographische, philosophische und religiöse Texte. Die von ihm gegründete Karls-Universität in Prag gilt bis heute als die älsteste Universität Mitteleuropas. Seine Regentschaft stand epochalen Krisen wie Kriegen, der Pest und Judenprogromen gegenüber. Aber auch in seinen vier Ehen galt es einige Schicksalsschläge zu überwinden. Für diese Biographie habe ich mir viel Zeit genommen. Gerade am Anfang wurden viele Beziehungen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten beschrieben, die ich allerdings nicht kannte und erstmal recherchiert habe. Dennoch halte ich diese Biographie durchaus auch für Laien als Einstieg für geeignet. Der Historiker gewährt hier, leicht verständlich beschrieben, einen interessanten Einblick nicht nur zu Karl IV., sondern auch in das Gesamtbild seiner Zeit.

  • Bewertung

    4/5

    07.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Multiperspektivität statt Nationenstreit

    Mit seinem Buch „Karl IV. – Der Europäische Kaiser“ hat der bedeutende französische Mittelalter-Historiker Pierre Monnet ein wissenschaftsgeschichtliches Buch über eine eher dunkle mittelalterliche Epoche vorgelegt, das mehr ist als eine Biographie. Wer aber war denn Karl IV.? Wozu sollte man sich überhaupt noch mit ihm beschäftigen? Bezeichnenderweise ist Karl IV. an deutschen Schulen nur noch durch die „Goldene Bulle“ berühmt-berüchtigt, den Namen verbindet man bestenfalls mit dem anderen Karl, dem „Großen“ - ganz im Gegensatz zu Tschechien übrigens, wo er bis heute nicht nur wegen seiner vielen Denkmale in und um Prag lebendig ist. Von seinen Zeitgenossen und vielen Historikern der folgenden Jahrhunderte wurde er durchaus kritisch gesehen, gar bespöttelt, war er doch eher ein grüblerischer, frömmelnder Mensch, alles andere als die im MA so beliebten Schlachtenkönige und Turnierritter - wie noch sein Vater - und als „Pfaffenkönig“, also papsthörig, als geizig und allzu oft in Geldnöten verschrien! Aus verschiedenen aktuelleren oder auch nationalen Blickwinkeln betrachtet, kann man heute aber über diesen schöngeistigen, diplomatischen und vorausschauenden Friedensherrscher nur staunen - so war er nicht nur ein König, der, wie sonst keiner, fünf Sprachen in Wort und Schrift(!) beherrschte, der als einziger eine Autobiografie, einen Maßstab für zukünftige Herrscher, hinterließ, „Vater“ der Tschechen genannt wurde, die erste Uni, die „Goldene Stadt“ erbaute und „goldene Handelsrouten“ schuf, und gleichzeitig ein weitgestrecktes und äußerst komplexes „Kaiserreich“ in einer Art verwaltete und vermehrte („Mehrer des Reiches“, ja, stellenweise ist klar, mit ihm hätte das „Spiel um Throne“ ganz anders ausgesehen), die bis ins 19. Jahrhundert wirkte und Deutschland entscheidend prägte, z.B. hinsichtlich des heutigen Föderalismus oder auch eines veränderten Europabegriffs. Der Autor vermag am Beispiel Karls gut zu zeigen, dass unsere heutigen nationalstaatlichen Vorstellungen und Ideen mit früheren Zeiten unvereinbar sind. (Karl IV. lässt sich keiner Nation zuordnen: er war deutscher König wie König von Böhmen, König von Italien, König von Burgund, Kaiser des „Heilig-Römischen Reiches“, Vorsteher des Hauses Luxemburg usw., sein Handeln war immer im Blick auf viele verschiedene Völker und Kulturen ausgerichtet.) Monnet schafft hohe Aktualität, indem er aufzeigt, wie wichtig genau diese pluralistische Sichtweise in historische Zeiten für uns ist. In Zeiten, in denen populistische Strömungen allzu gerne Rückbesinnung und bewusste Instrumentalisierung und Vereinnahmung nationaler Geschichtserzählung nutzen, um zu entzweien, ist eine immer kritische, vor allem aber vielseitige und multinationale Betrachtungsweise der Geschichtsschreibung zwingend und wird hier im dritten Teil des Buches „Überdauern“, in der Analyse der national unterschiedlichen Betrachtungen dieses Herrschers und der Beurteilung seiner Wirkung durch die Jahrhunderte, vorbildhaft umgesetzt. Durch die nichtchronologische Erzählweise ergeben sich einige Wiederholungen im Text, und zu den vielen Beschreibungen von diversen Gemälden, Skulpturen u.a. Denkmälern wären mir weitere oder auch farbige Abbildungen lieber gewesen. Außerdem äußert sich der Autor nur kurz zur Frage der Judenverfolgung, was ich mir ebenfalls anders gewünscht hätte. Das ist allerdings die einzige Kritik, die ich an diesem Buch habe. Fazit: Eine klare Leseempfehlung für geschichtlich-politisch Interessierte.

  • Bewertung

    aus Neuss

    4/5

    27.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Reise ins Spätmittelalter

    Mehr als vierhundert Jahre lang behielt die Goldene Bulle (1356) als verfassungsgebendes Dokument des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ihre Gültigkeit. Der Urheber dieser bedeutenden Urkunde ist Karl IV., König von Böhmen, römisch-deutscher König und schließlich auch Kaiser des römisch-deutschen Reiches. Mit politischem Geschick regierte er ein Reich, das sich aus vielen unterschiedlichen Völkern und Kulturen zusammensetzte, und sorgte für Stabilität und Frieden in einer unruhigen Zeit. Der französische Historiker Pierre Monnet schildert in seinem Buch nicht nur die Regierungsarbeit und den Lebensweg des Kaisers. Unter Einbeziehung der "Vita", einem von Karl selbst verfassten biografischen Text, beleuchtet Monnet diverse Facetten seines Wesens. Ausführlich und überaus genau recherchiert geht er auf die Themen ein, die den Kaiser einst wohl am meisten beherrscht haben: Erobern, Herrschen, Überdauern, und versucht am Schluss des Buches eine Antwort auf die Frage: Wer war Karl IV.? Warum ist der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation heute eigentlich in Prag so viel bekannter als im Westen Europas? „Karl IV. - Der europäische Kaiser" ist ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich intensiv mit dem Spätmittelalter und Leben und Wirken Karls befassen wollen.

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    4/5

    15.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Zeitdokument

    Klappentext: „... Das 14. Jahrhundert war geprägt von Pest, 100-jährigem Krieg und dem Abendländischen Schisma, der zeitweiligen Spaltung der Kirche. Vor diesem Hintergrund wirken der Lebenslauf Karl IV, seine lange Herrschaft und die Spuren, die er in Europa hinterließ, umso beeindruckender. Er schrieb nicht nur die einzige Autobiographie eines mittelalterlichen Herrschers und gründete die Karls-Universität in Prag. Die von ihm 1356 veröffentlichte Goldene Bulle behielt als einzige mittelalterliche „Verfassung“ bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ihre Gültigkeit und prägte das politische Denken Europas....“ Ich bin Karl dem IV. bereits in mehreren historischen Romanen begegnet, dennoch würde ich nicht behaupten ihn gut zu kennen. Abhilfe schafft da diese Biografie von Pierre Monnet. Seine Worte wählt Monnet mit Bedacht und schaffte dadurch ein Werk das man gern und mit Interesse liest. Ich will hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn das würde den Rahmen sprengen, aber für eine Biografie eines Herrschers, der in einer furchtbaren Zeit regierte, ist dies ein sehr gutes Zeitdokument. Hier und da gab es ein paar Längen und ich hätte mir noch mehr Bilder gewünscht als ohnehin schon im Buch zu finden sind. Aber alles in allem ist dies eine sehr lesenswerte Biografie. Quellen- und Literaturangaben machen danach jedenfalls weiter Lust sich auf den Spuren Karls IV. umzusehen....4 von 5 Sterne.

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