Facebook, Instagram & Co: Ein Großteil des sozialen Lebens mit Verwandten und Freunden, ob nah oder weit entfernt, findet heute über Social Media statt. Das Selfie auf der richtigen Plattform ist zur neuen Visitenkarte geworden. Sich der Online-Präsenz zu entziehen, ist in der modernen Welt kaum noch möglich. Reizüberflutung und die Unfähigkeit, einen Gedankengang zu Ende zu führen, sind zunehmend Probleme, denen sich jeder stellen muss. In ihrem Buch plädiert Jenny Odell für einen achtsamen Umgang mit unserer Aufmerksamkeit. Anstatt sich dem Druck nach konstantem Produktivsein zu beugen, sollten wir alle innehalten und nichts tun!
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Bewertung
5/5
29.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
we are all one
Danke vielmals für das Recherchieren und Ausformulieren meiner Gefühle. Die Aufmerksamkeit auf die Bioregionalität richten, aus dem Banne der Aufmerksamkeitsökonomie, wo wir uns Seite an Seite zu Höchstleistungen trimmen ohne uns jemals zu berühren. Leben ist Beziehung.
Bewertung
5/5
13.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Nichts ist schwerer als das Nichtstun“...
„Nichts ist schwerer als das Nichtstun“ - ein Plädoyer gegen Effizienzdenken und Selbstoptimierung! Ein lesenswertes Buch, voller Gedanken zum zerstörerischen Kapitalismus, fataler Produktivität und vielem mehr!
Wedma
5/5
12.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr bereichernd und sehr lesenswert.
Dieses Buch habe ich sehr gern gelesen, so ein gelungener Mix aus Philosophie, Geschichten aus dem Leben, der mir manchmal so poetisch und noch öfter gesellschaftskritisch vorkam. Ich wünsche diesem Werk viele, viele Leser.
Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Wir leben inmitten einer kapitalistischen Aufmerksamkeitsökonomie, die unsere Sinne und unser politisches Bewusstsein verkümmern lässt. «Nichts tun» ist der wohlüberlegte Aufruf, unser Leben fernab von Effizienzdenken und Selbstoptimierung zurückzuerobern. Ein provokatives, zeitgemäßes und glänzend geschriebenes Buch, das die Leser*innen aufrütteln wird.“
In sechs Kapiteln, plus Einleitung und Schlusswort, wurde hier über viele spannende Dinge nachgedacht, darunter: Was dieses ständige online und abrufbar Sein mit uns macht, wie dies unser Denken beeinflusst, wie sich unser Verhalten dementsprechend verändert, wer davon profitiert und wie wir uns dagegen wehren könnten. Gerade an der Stelle knüpft der Titel an. „Nichts tun“ bezieht sich u.a. auf das Entkommen, auf das sich weigern, bei all dem mitzumachen, das die Profis der Aufmerksamkeitsökonomie den heutigen Nutzern der sozialen Netzwerke aufzwingen, Stichwort Fomo, Fear of missing out, und ähnliche Dinge.
Dieses Buch sollte man laut Autorin als eine Einladung zu einem Spaziergang begreifen. Ein schöner, reichhaltiger Spaziergang ist es geworden, bei dem über viele lebenswichtige Digne nachgedacht wurde. Das Nachdenken stützte sich unter anderem auf das Gedankengut sowohl der westlichen als auch der fernöstlichen Philosophien. Spannende Geschichten, die ihrerseits zum Nachsinnieren anregen, wurden in den Erzählteppich mithineingewoben: von den klugen Krähen und uralten Bäumen, von den Menschen, die nach ihren eigenen Wahrheiten suchten, von den Überlegungen, was man als nützlich zu begreifen pflegt und warum uvm. Das Erzählte bringt einen unweigerlich dazu, mitzumachen, den eigenen Standpunkt mit dem der Autorin abzugleichen, für sich etwas daraus mitzunehmen uvm. So entsteht eine Art innerer Dialog mit der Autorin, ein sehr bereichernder, sinnerfüllter Prozess, dem ein gewisser Zauber innewohnt.
Man muss sich anfangs evtl. ein wenig reinlesen. Es lohnt sich aber. Allein die Dinge, die am Ende der Einleitung stehen, sollte man kennen, bzw. öfter mal ins Gedächtnis rufen. Das hilft: Um mal runterzukommen, zu entschleunigen, achtsamer zu werden, um über lebenswichtige Dinge nachzudenken.
Man kann hier viel schreiben, besser: selbst in den Genuss dieses Werkes kommen.
Ich habe dieses Buch gelesen und gehört. Sehr schön vorgelesen von Birte Schönink. Hört sich so gut, so passend an, als ob die Autorin selbst zu einem spricht.
Es ist eins der Bücher, die man beim zweiten, dritten Durchgang noch besser findet. Ich höre es bereits zum zweiten Mal. Auch weil es ein schönes, kreatives, bereicherndes Miteinander ist. Besonders treffende Passagen markiere ich im Buch mit farbenfrohen Zetteln. So schaut es noch bunter aus. Zudem ist im Hörbuch nicht alles enthalten, es ist eine gekürzte Ausgabe. Und von diesen Inhalten möchte ich alles vollständig haben.
Zumindest kennenlernen sollte man dieses Werk und seine Autorin. Es ist ungemein bereichernd.
Die hochwertige Buchgestaltung passt wunderbar zum Inhalt. Das Buch liegt angenehm in der Hand, hat angenehme Schriftgröße. Festeinband in Weiß, Lesebändchen in Tiefblau, Umschlagblatt aus festem Glanzpapier mit bunten Blumenmustern drauf, weshalb das Buch wie ein Schmuckstück aussieht. Ich freue mich, so ein schönes, kluges Teil in meinem Buchregal zu wissen.
Fazit: Ein sehr lesenswertes Werk. Von Jenny Odell würde ich gern noch mehr lesen/hören.
Wedma
5/5
11.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich sehr…
Dieses Buch habe ich sehr gern gelesen, so ein gelungener Mix aus Philosophie, Geschichten aus dem Leben, der mir manchmal so poetisch und noch öfter gesellschaftskritisch vorkam. Ich wünsche diesem Werk viele, viele Leser. Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend. In sechs Kapiteln, plus Einleitung und Schlusswort, wurde hier über viele spannende Dinge nachgedacht, darunter: Was dieses ständige online und abrufbar Sein mit uns macht, wie dies unser Denken beeinflusst, wie sich unser Verhalten dementsprechend verändert, wer davon profitiert und wie wir uns dagegen wehren könnten. Gerade an der Stelle knüpft der Titel an. „Nichts tun“ bezieht sich u.a. auf das Entkommen, auf das sich weigern, bei all dem mitzumachen, das die Profis der Aufmerksamkeitsökonomie den heutigen Nutzern der sozialen Netzwerke aufzwingen, Stichwort Fomo, Fear of missing out, und ähnliche Dinge. Dieses Buch sollte man laut Autorin als eine Einladung zu einem Spaziergang begreifen. Ein schöner, reichhaltiger Spaziergang ist es geworden, bei dem über viele lebenswichtige Digne nachgedacht wurde. Das Nachdenken stützte sich unter anderem auf das Gedankengut sowohl der westlichen als auch der fernöstlichen Philosophien. Spannende Geschichten, die ihrerseits zum Nachsinnieren anregen, wurden in den Erzählteppich mithineingewoben: von den klugen Krähen und uralten Bäumen, von den Menschen, die nach ihren eigenen Wahrheiten suchten, von den Überlegungen, was man als nützlich zu begreifen pflegt und warum uvm. Das Erzählte bringt einen unweigerlich dazu, mitzumachen, den eigenen Standpunkt mit dem der Autorin abzugleichen, für sich etwas daraus mitzunehmen uvm. So entsteht eine Art innerer Dialog mit der Autorin, ein sehr bereichernder, sinnerfüllter Prozess, dem ein gewisser Zauber innewohnt. Man muss sich anfangs evtl. ein wenig reinlesen. Es lohnt sich aber. Allein die Dinge, die am Ende der Einleitung stehen, sollte man kennen, bzw. öfter mal ins Gedächtnis rufen. Das hilft: Um mal runterzukommen, zu entschleunigen, achtsamer zu werden, um über lebenswichtige Dinge nachzudenken. Man kann hier viel schreiben, besser: selbst in den Genuss dieses Werkes kommen. Ich habe dieses Buch gelesen und gehört. Sehr schön vorgelesen von Birte Schönink. Hört sich so gut, so passend an, als ob die Autorin selbst zu einem spricht. Es ist eins der Bücher, die man beim zweiten, dritten Durchgang noch besser findet. Ich höre es bereits zum zweiten Mal. Auch weil es ein schönes, kreatives, bereicherndes Miteinander ist. Besonders treffende Passagen markiere ich im Buch mit farbenfrohen Zetteln. So schaut es noch bunter aus. Zudem ist im Hörbuch nicht alles enthalten, es ist eine gekürzte Ausgabe. Und von diesen Inhalten möchte ich alles vollständig haben. Zumindest kennenlernen sollte man dieses Werk und seine Autorin. Es ist ungemein bereichernd. Die hochwertige Buchgestaltung passt wunderbar zum Inhalt. Das Buch liegt angenehm in der Hand, hat angenehme Schriftgröße. Festeinband in Weiß, Lesebändchen in Tiefblau, Umschlagblatt aus festem Glanzpapier mit bunten Blumenmustern drauf, weshalb das Buch wie ein Schmuckstück aussieht. Ich freue mich, so ein schönes, kluges Teil in meinem Buchregal zu wissen. Fazit: Ein sehr lesenswertes Werk. Von Jenny Odell würde ich gern noch mehr lesen/hören.
Olivia Grove
4/5
22.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine philosophische Reise – modern & anspruchsvoll
"*aufgewacht und erster Blick aufs Smartphone* also mal sehen, was für neue Schrecken mich auf dem «Neue-Schrecken-Gerät» erwarten" (Tweet von @missokistic, S. 27)
Ja, was verbirgt sich wohl hinter diesem wunderschönen Cover mit dem effekthaschenden Titel?
Die Autorin Jenny Odell ist Künstlerin und Kunstlehrerin an der Stanford University, was sie für meinen Geschmack etwas zu oft erwähnt. Sie schreibt selbst, dass wir ihr Buch nicht als abgeschlossene Informationsübermittlung betrachten sollten, sondern stattdessen als offenen und ausgedehnten Essay – eine Reise, einen Versuch vorwärtszukommen. Oder auch als ein "aktivistisches Buch im Gewand eines Selbsthilfebuchs." (S. 24)
Für mich persönlich ist "Nichts tun" eher eine individuelle Erzählung in Form einer philosophischen Abhandlung, wie wir uns von der "kapitalistischen Aufmerksamkeitsökonomie" lösen können, um bedeutungsvollere Dinge zu tun, als auf Social Media zu hängen.
Ich denke, wenn man diese Lektüre als philosophische Darlegung definiert; wenn also dem Lesenden das bewusst ist und man sich darauf einlässt, nimmt einen das Buch gefangen. Dann kann man sich dafür Zeit nehmen, um ganz darin zu versinken – so wie Odell in ihren Ausführungen über ihre ausgedehnten Parkbesuche, Natur- und Vogelbeobachtungen sowie den Stippvisiten in Museen.
"Nichts ist schwerer als das Nichtstun. [...] Einigen mag diese Rationalisierung und Vernetzung unserer gesamten gelebten Erfahrung so etwas wie die Befriedigung eines Ingenieurs verschaffen. Und doch bleibt eine Art nervöses Gefühl der Überreizung und der Unfähigkeit, einen Gedankengang zu Ende zu führen." (S. 7-8)
~
"Plattformen wie Facebook und Instagram funktionieren wie Staudämme, die sich unser natürliches Interesse an anderen und das zeitlose Bedürfnis nach Gemeinschaft zunutze machen, unsere ureigensten Sehnsüchte kapern, hintertreiben und aus ihnen Kapital schlagen." (S. 10)
Dennoch definiert die Autorin weder das Internet noch Social Media als Übeltäter, auch wenn diese uns in einem profitablen Zustand aus Angst, Neid und Zerstreuung halten.
Auf den letzten Seiten schreibt Jenny Odell: "Es ist verlockend, dieses Buch mit einer einzigen Empfehlung, wie man am besten leben sollte, zu beschließen. Aber ich weigere mich, das zu tun." (S. 265)
So bleibt es bei der Leserschaft, für sich etwas Bedeutsames aus ihren Zeilen mitzunehmen und dies auf seine Weise zu interpretieren.
Viele Interessierte wird Odells Reflexion über die heutige digitale Welt, deren Teil wir sind, lieben. Einige wird es hingegen weniger ansprechen, da sie manche ihrer Sichtweisen als zu privilegiert empfinden werden.
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