Wenn der Weg das Ziel ist – ist die Richtung dann egal? Meistens kommt es anders, als man denkt. Mit Anfang vierzig wird Maxi klar, wie viel Wahrheit in diesem Sprichwort steckt. Denn ihr Leben ist von dem, was sie sich als Teenager erträumt hat, Lichtjahre entfernt. Statt steiler Karriere ein Job im Café, statt großer Liebe nur verkorkste Typen, die Hoffnung auf Kinder ist längst begraben. Aus der Traum vom Familienglück? Auf keinen Fall! findet Maxis Nichte. Ihre skurrile Idee: Ein Witwer mit Anhang wäre perfekt! Süße Kinder, keine nervige Ex. Wo Maxi den findet? In einer Trauergruppe! Klar, dass sie dort behaupten muss, ihr Mann sei verstorben. Und ebenfalls klar, dass das Kribbeln im Bauch, das sie bei gleich zwei »Leidensgenossen« verspürt, in Wahrheit das Donnergrollen der nahenden Katastrophe ist … »Das Schwestern-Duo Anne Hertz liefert mit seinem siebten Frauenroman wieder allerfeinsten Lesespaß. [...] Ein echter Hertz-Roman, der die romantischen Seiten starker Frauen auch mal auf die Schippe nimmt, urkomisch und lebensweise.« Petra über Wunschkonzert
»Es gibt liebenswerte Figuren, gelungene Milieuschilderungen, sogar alltagstaugliche Lebensweisheiten.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung über Flitterwochen
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Belm
4/5
16.09.2021
Hörbuch-Download
Tolle erste Hälfte flacht leider ab
Mit Anfang 40 findet Maxi ihr altes Tagebuch aus ihrer Teenagerzeit und fragt sich, was aus ihren Träumen geworden ist-damals wollte sie mit ihrem Schwarm Rafi alt werden, Kinder haben, Karriere als Ärztin machen...nun steht sie auf dem Boden der Tatsachen, ihr langjähriger Partner hat sie wegen einer Jüngeren verlassen, Kinder hat sie auch nicht und die Arbeit in einem Cafe war eigentlich nur eine Übergangslösung...da hat Maxis Nichte eine zündende Idee-sie schleppt Maxi mit zu einer Trauergruppe! Denn es gibt doch nichts besseres als einen Mann, ohne lästige Ex, der auch noch Kinder hat, oder? Blöd nur, dass alles mit einer Lüge beginnen muss, denn natürlich muss Maxi eine Witwe spielen...
Die erste Hälfte des Buches hat mir unglaublich gut gefallen, locker-leicht geschrieben, sehr humorvoll und dann wieder herzerwärmend. Teilweise habe ich mich kringelig gelacht, als Maxi zu einem Sportkurs gerannt ist, dann wieder hat es mein Herz erwärmt wie sie mit den Kindern eines Witwers umgegangen ist. Ich fand es so schön und mitten aus dem Leben erzählt! Und da es ja im Trauerkurs gleich zwei Kandidaten gab, fand ich das Buch auch nicht vorhersehbar und hätte gern die volle Punktzahl gegeben!
Dies alles flacht aber leider schlagartig ab der Hälfte des Buches ab. Es wird so vorhersehbar, obwohl die Autorinen immer wieder versuchen falsche Fährten einzubauen, wird es dem Leser sehr schnell klar welcher Mann das Rennen machen wird. Die Geschichte wirkte teils sehr verkitscht und klischeehaft. Und wäre das nicht genug, wurde die Story leider zudem immer konstruierter. Da taucht plötzlich eine traumhafte, einmalige Gelegenheit aus dem nichts auf, das war mir einfach zu viel des Guten und wirkte extrem unglaubwürdig auf mich, ebenso das Ende einer der beiden Trauerkursteilnehmer.
Maxi an sich ist mir anfangs noch sehr symphatisch und kann auch mal über sich selbst lachen, aber sie wirkt, so naiv wie sie ist, oft wie ein Teenager. Und das ständige auf-dem-Schlauch-stehen von Maxi, das anfangs wirklich noch süss und witzig wirkte, nervte mich dann irgendwann weil es zur Dauerschleife wurde. So naiv ist doch kein Mensch! Auch der Umgang mit den Kindern von Witwern ging für mich dann einfach gar nicht.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und die Sprecherin hat ihren Job wirklich toll gemacht! Sie legt beim lesen sehr viel Emotionen in ihre Stimme und ich habe ihr gern zugehört! Zudem hatte sie eine sehr angenehme Stimme.
Fazit: Hat mir die erste Hälfte noch sehr gut gefallen, flacht die Handlung leider immer mehr und mehr ab und wirkt sehr vorhersehbar und konstruiert.
Lidia/ WriteReadPassion
aus Sankt Augustin
3/5
23.11.2021
Hörbuch-Download
Bis ans Ende aller Fragen, deren Antworten Müll sind!
Bewertung:
Ich muss mich erstmal sortieren, von der Geschichte habe ich ein Schleudertrauma. Himmel!
Was soll dieser Titel bedeuten? Ich kann ihn nicht mit dieser Geschichte in Zusammenhang bringen. Welche Fragen denn? Welchen Mann Maxi nun endlich für sich beansprucht? Selbst das Cover ist irritierend im Nachhinein; man erwartet eine leichte sommerliche Geschichte und bekommt eine anstrengende Achterbahnfahrt.
Der Klappentext legt den Schwerpunkt auf die Trauergruppe, die gar keinen Schwerpunkt in der Geschichte genießt. Völlig in die Irre führend. Keiner meiner Lese-Kumpanen geht auf die Charaktere in ihren Rezensionen ein, nur zwei Leser erwähnen kurz Thomas, eine Leserin kurz Gregor. Dabei ist das die Kerngeschichte und kein Spoiler. In anderen Geschichten wird viel mehr preisgegeben. Hier werden nicht mal die Charaktere mal erwähnt. Anders als im Klappentext steht, lernt Maxi nicht nur zwei Männer kennen, auch ihr Ex und ihr früherer Schwarm tauchen wieder auf. Ich bin ganz durcheinander, ich versuche das mal auseinanderzuhalten:
Thomas, der Ex, wegen einer anderen verlassen und ein Kind mit ihr hat.
Alexander aus der Trauergruppe
Gregor aus der Trauergruppe, der zwei Kinder hat
Raphael, früherer Mitschüler und Maxis früherer Schwarm
(Und da gibt es noch einen Jonathan, aber weiß nicht mehr, wer das ist und ob der nur kurz angerissen wird - oder vielleicht habe ich ihn mir vor lauter Schleudern nur eingebildet)
Ich hoffe, ich habe das so richtig geordnet. Im Vordergrund steht nicht die Trauergruppe und all das, sondern das Hin und Her zwischen den Männern. Und Maxi ist ... im letzten Drittel erfährt man, dass sei 44 Jahre alt ist. Da ist mir ein Ohr beinahe abgefallen ... 44 Jahre alt! Und sie benimmt sich wie Mitte/Ende 20. Die Sprecherin ist also auch viel zu jung, sie spricht Maxci so, als wäre sie Mitte/Ende 20. Ich war ganz überrascht. Und sie verwirrt mich neben ihrem kindischen Verhalten zusätzlich ... fühlt sich zu allen vier Männern hingezogen, schwärmt immer nur episodenweise für einer der Vieren. Sie handelt impulsiv, damit kann ich schwer konform gehen. Sie versteift sich immer wieder szenenweise auf einen der Männer und ich dachte nur 'HÄ?'
Jetzt folgt etwas Spoiler, anders kann ich meine Kritiken nicht verständlich erläutern:
Alexanders Verhalten finde ich absurd; man nimmt nicht einfach die Hände ungefragt und ist dann beleidigt, weil demjenigen das zu nah ist. Irgendwann liegen die beiden dann im Bett und Maxi fragt zwar noch, ob er Single ist, aber macht sich keine Gedanken über Verhütung, er auch nicht.
Ihr Ex Thomas schwärmte erst von seinem Kind, erfährt, dass es gar nicht sein ist und jetzt heult er Maxi vor, sie fehle ihm so.
Hat mit Raphael rumgeknutscht und einen Blackout vom Alkohol. Sie weiß gar nicht mehr was genau passiert ist, behauptet aber, was er sagt, stimme nicht, das habe sie nie gesagt. Sie meint, er hat ernsthafte Probleme. Ja, du auch Pute! Raphael benimmt sich auch unmöglich. Weil er Beziehungsprobleme hat, wirft er sich an Maxi ran, also wie Thomas.
Nun zu Gregor. Sie wirft ihm vor, sich anderweitig in der Frauenwelt umzusehen, obwohl sie dasselbe macht. Doppelmoral lässt grüßen! Und was ist mit Gregor? Das letzte Mal wird er knapp nach der Hälfte der Geschichte erwähnt und verschwindet dann unsauber daraus. Und ward nimmer gehört! Was soll das? Da gab es gar keinen richtigen Abschluss, und er war mir von allen Idioten noch am sympathischsten.
Die Sache mit der Trauergruppe, so wie sie im Klappentext steht, finde ich als Idee echt schrullig, weshalb ich das Hörbuch auch angefangen habe. Aber dieses Setting gibt es nicht, das ist nur eine kleine Episode und das war's. Das Hauptthema sind die Männer und Maxis Ping-Pong-Spiel zwischen ihnen. Entwicklungen gibt es nur in künstlicher und unrealistischer Form. Mir ging nichts nah, außer das Negative.
Zusätzlich gibt es Rückblenden von Maxi als Schulteenager, die in ihrem Tagebuch schreibt und uns laut vorliest. Erstens sind die Rückblenden für uns Hörer undeklariert, sodass ich erstmal verwirrt war, weil das übergangslos von Gegenwart zu Vergangenheit geht. Zweitens ergeben diese Rückblenden keinen Sinn und Mehrwert für den Verlauf. Sie sind völlig unnötig. Maxi erzählt ja auch in der Gegenwart viel über ihr Denk- und Gefühlsleben, auch zu ihrem Jugendschwarm Raphael. Da sind die Rückblenden total überflüssig.
Dass gleich vier Männer gleichzeitig auftauchen und alle Maxi für sich haben wollen, finde ich sehr überspitzt künstlich dargestellt. Fern der Realität. Erst will sie niemand und sie wird verlassen und dann plötzlich zerren alle an ihr. Wo findet man die Pillen für sowas? Das Ende ist auch unbefriedigend, Maxi hat sich endlich für einen der Kerle entschieden, aber der Beigeschmack des Künstlichen verbleibt.
Fazit:
Was für eine Abenteuerfahrt. Im Negativen. Ohne Schleudertrauma kommt man da nicht durch. Wie viele andere das geschafft haben und diesen Unsinn mit 4 oder 5 Sterne bewerten können, kann ich nicht nachvollziehen und beschließe für mich, es auch nicht ernst zu nehmen. Ernsthaft! Mir reicht's! Warum ich nicht abgebrochen habe? Maxi ging mir zwar sehr auf die Nerven, aber die Sprecherin finde ich gut, wenn auch altersmäßig ungeeignet. Und dann wiederum doch, denn Maxi ist sehr unreif für ihr Alter und wirkt sehr jung und naiv, da passte die Stimme doch.
Wirklich nichts ist hier wie es scheint, weder Cover, noch Titel, noch Klappentext, noch andere Rezensionen. Irre. Die Geschichte bekommt von mir 2,5 Sterne, wegen der Sprecherin also 3 Sterne. Als Buch hätte ich es abgebrochen.
Bewertung
5/5
16.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Wohlfühlroman
Maxi ist 40, Single und führt ein Café. Die Lebensplanung sah eigentlich anders aus aber der Richtige will einfach nicht kommen und die Hoffnung auf eigene Kinder damit auch begraben. Als sie ihren Exfreund mit seiner neuem und Baby trifft, bricht ihre Welt endgültig zusammen. Doch Maxis Nichte beschließt, dass es so nicht weitergehen kann und hat eine Idee. Maxi braucht einen ungebundenen Mann mit Kindern. Und wo findet man den? In einer Trauergruppe... Dass das nicht ohne Folgen bleiben kann, war eigentlich anzusehen...
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Ich fand den Roman eine tolle und humorvolle Lektüre, die ich binnen kurzer Zeit durch hatte. Es fließen immer wieder Tagebucheinträge der 13jährigen Maxi ein, die unsterblich in Rafi verliebt ist und schon ganz klare Zukunftspläne hat. Und tatsächlich trifft Maxi in der Trauergruppe u. a. auf genau diesen Rafi. Es geht wirklich turbulent zu und die durchaus sympathische Protagonistin rutscht von einer skurrilen Situation in die nächste. Man ist schnell in die Story abgetaucht und möchte wissen, wie es weitergeht. Anders als in ähnlichen Romanen gibt es nicht einen Mann, ein hin und her und ein Happy End, sondern es tauchen mehrere Männer auf und man weiß nicht, wer am Ende übrig bleibt. Das Ende war dann etwas absehbar und vielleicht ein kleines bisschen klischeehaft aber insgesamt hatte ich eine schöne Lesezeit und fühlte mich wirklich gut unterhalten
Bewertung
aus Borgentreich
5/5
05.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Herzsprache
Ein tolles Buch, richtig was fürs Herz! "Bis ans Ende aller Fragen" war ein Buch das genau zur Richtigen Zeit bei mir ankam. Es geht um Maxi, die ein Cafe besitzt, eine liebe Nichte hat, die Summer, die ihr auch im Cafe hilft.
Maxi habe ich sofort in mein Herz geschlossen, eine richtig gute Seele, die ihren Job gerne macht, dabei aber ein bisschen vergisst, das Leben zu leben. Das zeigt sich um einen, dass sie Singel ist, aber schon gerne einen Mann + Familie hätte. Bisher hat es in ihrem Leben aber nicht so klappen wollen. Ihr Ex wollte erst keine Kinder, trennt sich und kriegt mit der nächsten sofort ein Kind.
Das ist natürlich ein ordentlicher Tiefschlag für Maxi. Ihre Nichte will deshalb, dass sie einen Mann kennenlernt und schickt sie zu einer Trauergruppe: Schließlich gibt es da Männer mit Kindern, aber ohne Ex-Frau....
Zugegeben, auf den ersten Blick etwas makaber, aber auch sehr lustig und sympathisch.
Der Schreibttsil ist schön locker und leicht. Ein schönes Buch, dass nicht zu schwer zu lesen ist :-)
Pitty318
aus Lahn-Dill
5/5
06.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein Rundum-Wohlfühlroman mit persönlichem Abenteuer
Die sehr erfrischende Liebesgeschichte handelt von Maxi, die ein kleines Café betreibt und in der Liebe bisher nicht viel Glück gehabt hat. Maxi ist Anfang 40 und wünscht sich eine glückliche Beziehung. Ihre aufgeweckte, lebensfröhliche Nichte schafft es, sie aus diesem Grund zu einem Besuch in einer Trauergruppe zu überreden. Daraus entwickeln sich für Maxi einige verzwickte und unangenehme Situationen. Die Geschichte ist durchsetzt mit den Tagebuchaufzeichnungen ihrer Jugendjahre, in der ihr Teenagerschwarm eine große Rolle gespielt hat. Dann taucht er plötzlich auch in ihrem aktuellen Leben neben anderen interessanten und an ihr interessierten Männern auf. Ihr Liebesleben nimmt Fahrt auf und sorgt für sehr viele emotionale Turbulenzen.
Ich habe den Roman der beiden „Hertz“-Schwestern mit größtem Vergnügen gelesen. Die Dialoge haben mir gefallen, weil sie so lebensnah und spritzig sind. Die Geschichte war nicht vorhersehbar und die Protagonistin hat eine für mich nachvollziehbare Entwicklung durchlaufen. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, weil sie auch unsichere, nachdenkliche und reflektierende Seiten gezeigt hat.
Ich kann den Liebesroman vorbehaltlos für alle empfehlen.
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