Norddeutschland dreißig Jahre nach dem Zusammenbruch: keine Sonne, keine Wärme, nur der Tod. Vom Land und von den Städten sind nur Wüsten und Ruinen übrig geblieben: das ÖDLAND. Überlebende ziehen sich in abgeschiedene Enklaven zurück: Versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile. Mega, ein neunzehnjähriges Waisenmädchen, wächst im verschütteten Untergeschoss einer Universität auf. Die Bewohner schicken sie auf eine lebensgefährliche Mission. Mit einem Elektroliegefahrrad durchquert sie die entvölkerte Nachwelt auf der Suche nach Ersatzteilen für den Wasseraufbereiter ihrer Gemeinschaft. Bedroht von Söldnerbanden, einer neuen Eiszeit und dem allgegenwärtigen Hunger.
Die ÖDLAND-Reihe wird von zwei HörbuchsprecherInnen gelesen. Vaile Fuchs liest die Kapitel, die aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur Mega erzählt werden. Bernd Egger (neue Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger, Eivor aus Assassin's Creed Valhalla, uvm.) liest die Kapitel, die aus der Perspektive des Söldneranführers Hagen erzählt werden.
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Absolut erschreckend realistische Welt nach der Apokalypse!
Käthe am 15.01.2023
Bewertungsnummer: 1860718
Bewertet: Hörbuch-Download
Bereitet euch auf eine brutale, trostlose und völlig veränderte Welt vor. Der Autor schreibt so bildgewaltig, dass ich den Ödlandstaub auf meiner Haut spüren konnte.
Wir begleiten das Leben von Mega, zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Sie stammt aus dem Ödland und wurde als kleines Kind, vor dem sicheren Tod gerettet. Seitdem lebt sie mit anderen Überlebenden in einem Keller, unter einer ehemaligen Universität. Doch sie ist anders als die anderen.
Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort treffen wir auf Hagen. Brutal, gnadenlos und Anführer einer Gruppe Menschen, die nach Blut lechzen. Der Weg von Hagen, kreuzt den Weg von Mega. Außerhalb des Kellers, zu einer anderen Zeit.
Zu welcher Zeit und warum er sie wiederzuerkennen scheint, ist eine der vielen Fragen, die sich beim Lesen stellen und dafür sorgen, dass man dieses Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Ich bin absolut begeistert und schon jetzt ein riesen Ödland Fan. Zumindest was das Lesen angeht. Leben oder wohl überleben, möchte man dort sicherlich nicht.
Ein toller Reihenauftakt, der neugierig macht!
Emma Zecka am 26.12.2022
Bewertungsnummer: 1848405
Bewertet: Hörbuch-Download
Was mir am Inhalt richtig gut gefällt ist, dass es keine typische Dystopie ist. Es gibt kein System, das von einer Gruppe rebellierender Personen gestürzt werden will. Die Zivilisation in ÖDLAND wurde zerstört. Vereinzelt haben sich Gruppen zusammengeschlossen, die versuchen zu überleben, oder sich mühsam einen neuen Alltag erarbeitet haben. Schon allein das ist ein ziemlich spannendes Setting.
Christoph Zachariae erzählt die Handlung aber nicht nur aus der Perspektive von zwei verschiedenen Hauptfiguren. Er bedient sich auch verschiedener Zeitebenen, was mich zu Beginn etwas irritiert hat. Dennoch ist das Stilmittel ziemlich genial, weil sich zwei Handlungsstränge dadurch aufeinander zu bewegen.
Kommen wir aber nun zu den Hauptfiguren, die uns vermutlich auch in den Folgebänden von ÖDLAND begleiten werden. Wir lernen Hagen kennen, der gleich zu Beginn der Geschichte zu verdursten droht. Er sieht eine junge Frau, die ihm Wasser anbietet. Doch ihn erwartet eine böse Überraschung. Dabei schien er die Frau zu kennen. Mit Hagen befinden wir uns in der Gegenwart. Schnell müssen wir herausfinden, dass es Hagen faustdick hinter den Ohren hat und er keinesfalls so sympathisch ist, wie wir zu Beginn der Handlung vermuten.
Dann geht es in die Vergangenheit: Wir lernen Mega kennen, die gemeinsam mit einer anderen Gruppe im Keller lebt. Nach draußen ins ÖDLAND dürfen sie nicht. Die Personen, die ihre Gruppe anführen erklären nämlich, dass es dort oben ziemlich gefährlich ist. Dennoch sehnt sich Mega nach etwas Anderem als dem Keller. Eines Tages bietet sich ihr eine interessante Gelegenheit.
Was die beiden Hauptfiguren verbindet ist, dass sie beide ein Ziel verfolgen und alles daran setzen, damit das Ziel erfüllt wird. Hagen geht hierbei wohl überlegt vor, merkt aber, dass es Dinge gibt, die ihn zweifeln lassen. Die dafür sorgen, dass sein Plan zu scheitern droht.
Mega handelt impulsiv und verlässt sich oft auf ihr Gefühl, auch wenn es dafür keine rationale Begründung gibt. Wie weit wird sie mit ihrer Taktik kommen?
Außerdem ist immer noch nicht geklärt, woher sich Hagen und Mega kennen könnten.
Christoph Zachariaes Schreibstil ist lebendig. Er schafft es, Spannung aufzubauen und Handlungsstränge zu verstricken. Anfangs war ich zwar aufgrund der Zeitebenen etwas verwirrt. Aber schnell war ich auch sehr beeindruckt, weil im ersten Band von ÖDLAND sehr viele Fährten gelegt werden und ich ziemlich gespannt bin, wie sich alles auflöst.
Was mir auch sehr gut gefällt: Wie es bei Dystopien üblich ist, gibt es auch in ÖDLAND Gewalt. Allerdings beschreibt Christoph Zachariae die Szenen nicht
ausführlich. Er belässt es meist bei ein bis zwei Sätzen, sodass es uns selbst überlassen bleibt, wie ausführlich wir uns die Szene vorstellen.
Gesamteindruck
ÖDLAND hat mich positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Auftakt der Reihe so packt. Die Folgebände werden kommendes Jahr produziert und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Mega und Hagen weitergeht.
Alle, die schon viele Dystopien gehört haben und auf der Suche nach etwas Neuem sind, kann ich ÖDLAND sehr empfehlen. Vorausgesetzt natürlich, ihr haltet es durch, bis zum kommenden Jahr auf die Folgebände zu warten.
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