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  • Produktbild: Die große Familie
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Die große Familie

11

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.05.2021

Verlag

Blessing

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/13/2,2 cm

Gewicht

310 g

Farbe

Weiß / Rubin

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La Familia Grande

Übersetzt von

Hanna van Laak

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-727-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.05.2021

Verlag

Blessing

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/13/2,2 cm

Gewicht

310 g

Farbe

Weiß / Rubin

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La Familia Grande

Übersetzt von

Hanna van Laak

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-727-3

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

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  • Brigitte Müller

    aus 13357 Berlin

    5/5

    29.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sexueller Kindesmissbrauch in der dunklen Ecke, nicht nur in Frankreich

    Dies ist einer der besten "Krimis", die ich je gelesen habe. Und kein Krimi ist spannender als das Leben selbst. Insofern empfehle ich dieses Buch auch jedem ohne Bezug zu Frankreich. In Frankreich jedoch schlug das Buch direkt nach Erscheinen ein wie eine Bombe, da Bernard Kouchner, der Vater der Autorin, einer der berühmtesten Persönlichkeiten des modernen Frankreich ist. Als Gründer der "Ärzte ohne Grenzen" hat er sich weltweit Respekt und Bewunderung verschafft. Für die junge Mutter mit seinen kleinen Kindern war er jedoch zu oft abwesend, so dass diese sich dem wesentlich charmanteren und nicht minder berühmten Olivier Duhamel, zuletzt Europaabgeordneter der PS, zuwandte. In einer sich entwickelnden, anscheinend spielerisch sexualisierten Umwelt an der Côte d´Azur, gibt es in der dunklen Ecke sexuellen Kindesmissbrauch mit tragischen Folgen. Als dieses Buch 2021 in Frankreich erschien, löste es eine Welle von Bekenntnissen über Inzest, d. h. sexuelle, Kindesmissbrauch im engeren Familienkreis, aus. Da die federführenden Protagonistinnen allesamt aus der gehobenen bildungsbürgerlichen Elite stammen, kann man das im laizistischen Frankreich weder der katholischen Kirche noch den Moslems als traditionelle, weil religiöse, Sündenböcke in die Schuhe schieben. Unter den Opfern ist auch die berühmte Schauspielerin Emmanuelle Béart, Tochter des ebenfalls berühmten Chansonier Guy Béart. Ihre Bekenntnisse wurden gerade als Doku veröffentlicht, stehen uns aber noch nicht zur Verfügung. Emmanuelles Vater ist nicht der Täter, doch seines Liebeslieder betören immerhin heute noch Groß und Klein, Jung und Alt. Wünschen wir Frankreich die bitter nötige Katharsis.

  • Leser

    5/5

    06.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Seht hin und schweigt nicht!…

    Seht hin und schweigt nicht! Ein kleines Buch mit einer großen Geschichte, die Wellen schlägt und aufrüttelt! Erzählt von der Schwester des Opfers, wird der Leser in das Geheimnis der Familie gezogen. Jahrzehntelang hat sie geschwiegen, um der Welt jetzt schonungslos zu offenbaren, was hinter geschlossen Türen geschah und verschwiegen wurde. Was ihrem Zwillingsbruder angetan wurde, ging auch an ihr nicht spurlos vorbei. In gewisser Weise wurde sie auch ein Opfer. Sachlich und kurz schildert Camille Kouchner die Familienverhältnisse, den Missbrauch und die Gleichgültigkeit der "Mitwisser". Sie fühlt sich selber schuldig, dass sie ihrem Bruder zuliebe geschwiegen hat. Aber viel schlimmer wiegt, dass ihm niemand geglaubt hat, es ihnen egal war. Es ist bewundernswert und mutig, dass die Autorin mit ihrer persönlichen Geschichte an die Öffentlichkeit geht und versucht die Menschen aufzurütteln und das Thema Kindesmissbrauch deutlich anzuprangern! Es ist keine Bagatelle und verdient mehr Aufmerksamkeit, Aufklärung und Verurteilung! Ein bewegendes, emotional aufrüttelndes Buch!

  • Bewertung

    aus Bad Endbach

    5/5

    20.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Große Familie, großes Thema

    Ein Buch, was definitiv unter die Haut geht. Ein Thema was bewegt. Die Autorin erzählt in der Ich-Darstellung von Skandalen, Mißbrauch und seelischem Leid in der französischem Linken aus einer Zeit in der sowas noch geduldet wurde bzw einfach weggesehen wurde und beschreibt ungeschönt und nach Jahrzehnten des Schweigens das, was ihr, ihrem Bruder angetan worden ist. Dieses Buch ist so unerträglich wie wichtig: Inzest, Kindestmißhandlung - wir sehen als Gesellschaft, als einzelne viel zu oft nicht genau hin oder bewußt weg. Welch zerstörte und verwüstet Seelen und Leben dieses Verbrechen am Kind zurückläßt, deutet dieses Buch - so brutal offen, wie es ist - nur ansatzweise an. Die Realität des jahrzehntelang gelebten Albdrucks kann niemand ermessen, der nicht selbst unter einem solchen Verbrechen gelitten hat.

  • Bewertung

    aus Annaberg-Buchholz

    5/5

    16.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    schuldige Unschuldige

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, was dieser Roman in seinem Heimatland Frankreich ausgelöst haben muss: die Tochter eines Ministers, die ihre Vergangenheit aufarbeitet und dabei sicher nicht nur einem vermeintlichem Idol den Rang für immer abgesprochen hat. Von der politischen Brisanz abgesehen, empfand ich den Roman als erschreckend ehrlich und diskutierenswert: es geht um Erziehungsmodelle, Behandlung von Kindern, Schuld und Grundvertrauen. Welchen "Normalzustand" vermittelt man seinen Kindern ohne sie einzuzwängen, wie nimmt man sie ernst, gibt ihnen aber trotzdem Welpenschutz und einen Ort des Vertrauens? Kann man jemanden für mündig erklären, der die Welt noch erfassen muss? Die Autorin macht es Lesern sehr einfach die Beweggründe für ihr Verhalten zu erläutern und nimmt sie auf eine nicht ganz einfache Reise mit. Für mich persönlich wurde das "Wie hätte ich mich an der Stelle verhalten?" fast immer direkt von Camille Kouchner gespiegelt und der Fakt, dass sich diese Erinnerungen inklusive Gedankengänge so eingebrannt haben, zeugt von der enormen Tragweite für ihr späteres Leben. Ein wirklich mutiger Roman, der auf 190 Seiten wachrüttelt und erschüttert.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der lange Weg zur Offenbarung und so viel Leid

    Camille Kouchner, die Autorin dieses Buches, erzählt hier ihre Geschichte, die Geschichte, die so eng verbunden ist mit dem, was einst ihrem Zwillingsbruder geschehen ist, so viele, viele Male. Sie erzählt von dem, was sie ihre Schuld nennt, denn ihr Bruder, dem sie schon immer so unendlich verbunden war, hat ihr davon erzählt, von dem Missbrauch, dem Inzest, durch ihren gemeinsamen Stiefvater, dem Mann, der ihnen eine wunderbare freie Kindheit geschenkt hat und sie eigentlich mit so viel Liebe und Respekt begleitet hat, um sich in ihren eigenen Persönlichkeiten ohne Regeln und Grenzen zu entfalten. Camille wächst in einem intelektuellen, sehr politischen Elternhaus auf, in dem das Recht auf personliche Freiheit über alles gestellt wird. Ihre Mutter ist eine hochangesehene Juraprofessorin, ihr Vater als Arzt Mitbegründer von 'Ärzte ohne Grenzen' und später dann auch Minister, ihr Stiefvater ebenfalls Juraprofessor und vernetzt bis in höchste politische Kreise. Und das Umfeld dieser petite famille sieht genauso aus. Hochrangige Persönlichkeiten in der Verwandschaft und eine große 'grande famille', die sich regelrecht um diesen kleinen Kreis scharrt, fasziniert und selbst hochgradig elitär, im Denken und im Handeln auch. Jeden Sommer traf man sich in einem großen Anwesen auf dem Land und ließ es sich gutgehen. Es würde diskutiert, gegessen, getanzt und experimentiert, wenn man dies so nenen kann. Und das übergeordnete Dach dieser Blase, das Recht auf die absolute Freiheit des eigenen Seins und hier vor Ort auch des Handelns, in Bereichen wie den sexuellen Geflogenheiten, das wurde ebenfalls weitlich zelebriert, unter den Erwachsenen. Und dann war da diese Grenzüberschreitung des Dirigenten dieses Orchesters und alle schauten weg. Vielleicht haben sie es damals auch wirklich nicht gewusst, aber selbst im nachhinein, nach so vielen Jahren, nach so viel ertragenem Leid und dem Schweigen, das letztendlich mitverantwortlich für die Zerstörung ihrer Famille, Camilles Familie war, standen und stehen sie zu ihm, die Vasallen des Stiefvaters. Das Buch, diese Geschichte, sie ist wahr. Sie trifft einen tief und egal, wie lange man die Buchdeckel schon geschlossen hat, diese Tragödie, etwas davon bleibt in einem zurück. In Frankreich hat dieses Buch zu viel Aufsehen, heftigen Diskussionen und tatsächlich auch zu neuen Gesetzesvorlagen geführt. Und auch über die Landesgrenzen hinaus wirkt es nach. Das lindert nicht den Schmerz, aber, gerichtet an Camille und ihren Bruder; es hilft.

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